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"Machine Girl" hat sich der Saal etwas geleert, der vom ohnehin schon abgefahrenen Film begeisterte Rest wartet inbrünstig auf die Weltpremiere von "Tokyo Gore Police", dessen blutrünstiger Trailer schon Appetit auf den neuesten Output der
"Meatball Machine"-Macher machte – dieser mit von mir mit 2/6 Punkten bewertete, miserable
"Tetsuo"-Verschnitt stank unglaublicherweise gegen den Kracher "Tokyo Gore Police" gnadenlos ab. Den stelle man sich nämlich als
"Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV" vor - nur ohne Fäkalien, jedoch durchtränkter von blutigstem Gore, kruden Ideen und abgefahrener Storyline.



"Audition"), eine Frau für alle Fälle, die im Auftrag der Polizei kommt, wenn's brenzlig wird, wird gezeigt, wo der Hammer hängt und wo er hinschlägt. Durch den Tod ihres Vaters traumatisiert, der durch ein Attentat während Demonstration gegen die Privatisierung der Polizei zutode kam, sucht sie als Polizistin nebenberuflich nach dem Mörder ihres Vaters. Erschwert wird dies durch sogenannte Engineers, im Grunde Mutantenwesen, die sich quer durch die Bevölkerung metzeln ...



"Meatball Machine": Die Krokodilfrau ist bereits schön gemacht, dann gibt es noch einen Mann mit einer riesigen Penispistole, einem Gliedmaßtrommelgewehr(!) & vieles mehr. Die Kämpfe zwischen Polizei und den Engineers sind zahlreich und gut choreographiert; immerhin überwachte Stunt-Choreograf Tak Sakaguchi das Ganze, der auch schon bei
"Versus" und
"Azumi" gute Arbeit leistete.
"Meatball Machine" geht es knallig, bunt und spacig zu. Fast schon comichaft übertrieben gestaltete Regisseur Yoshihiro Nishimura, F/X-Mann von
"Machine Girl", die Farbgebung der Kostüme und der Sets, die auch einige DarkFuture/Cyberpunk-Stellen mit apokalyptisch anmutenden Szenarien umfassen. Allein dadurch wird das Ganze ziemlich schrill und trotz seiner fast 2 Stunden Lauflänge zu keiner Minute langweilig, wenn es auch eher ruhigere Momente gab, die bisweilen etwas melancholisch sind. Denn wie bei
"Machine Girl" ist auch die Hintergrundgeschichte um die verlorenen Familienmitglieder etwas rührend, wird jedoch im Gegensatz zu diesem oberflächlicher eingebaut, so dass sie selten mehr als nur ein Bestandteil dieses gut durchgeschüttelten, psychedelischen Cocktails ist.



"Starship Troopers" angelehnter "Werbung" neue Streitkräfte rekrutiert. Unter den fiktiven Commercials befindet sich übrigens auch die kunterbunte, aber bitterböse Werbung für Messerklingen, die f+r Suizid besonders geeignet sein sollen.
"Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV" haben!
"Machine Girl" bei I-On erschien, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich das Kölner Label auch noch die Lizenz von "Tokyo Gore Police" besorgte, um wieder ein Splatter-Highlight auf die gierende Meute loszulassen. Was den ganzen Spaß jedoch etwas verdirbt, ist der Hintergrund, dass die FSK mit dieser Ansammlung abstrusen Ideen überhaupt nicht klar kam und sage und schreibe knapp 8 Minuten geschnitten werden musste, um eine Freigabe zu erhalten. Zwar bietet die deutsche Veröffentlichung immer noch genug Action und Blut, doch nicht jeder Schnitt ist geschickt angestellt, weswegen geübte Augen schnell merken, in welchen Szenen etwas fehlt. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass früher oder später eine Unterlizensierung stattfinden wird, die den Film ungeschnitten über Österreich in seiner vollen Pracht präsentieren wird. Somit ist "Tokyo Gore Police" in der vorliegenden Fassung zwar genießbar, aber gemessen an den vielen Schnitten nur bedingt zu empfehlen.



stark überzogen, was dem Film ein passendes Comicflair verleiht. Aus diesem Grund dominieren trotz der blutigen Eskapaden eher warme Farbtöne. Der Kontrast ist sehr ausgewogen und überzeugt sowohl in hellen als auch dunklen Bildbereichen. In einigen dunklen Szenen ist starkes Rauschen vorhanden, das die ansonsten gute Schärfe beeinträchtigt und die Detailzeichnung etwas an Qualität verlieren lässt. Da diese Szenen aber nur einen kleinen Zeitraum der Gesamtspielzeit für sich beanspruchen und der Rest meistens gute Werte liefern, kann man noch ein Auge zudrücken und 4,5 Punkte vergeben. U.a. auch, weil die Kompression ruhig im Hintergrund arbeitet und auch kein Ghosting oder anderweitig negative Faktoren in Erscheinung treten.
Ton sieht es etwas anders aus, denn wie so oft bei Titeln asiatischer Herkunft werden die Möglichkeiten einer Dolby Digital 5.1-Spur nur beschränkt genutzt. Zwar sind sowohl die japanische Originalfassung als auch der gut synchronisierte deutsche Ton in der Abmischung kräftig und lassen keine Kritik in der Verständlichkeit aufkommen, doch wirken beide Tonspuren etwas auf die vorderen Lautsprecher gedrängt, was das Potenzial einer raumfüllenden Klangkulisse mindert. Das ist nicht nur ein Problem der deutschen Fassung, denn bereits der Originalton, zu dem man auch deutsche Untertitel hinzuschalten kann, nutzt in vielen Szenen lediglich die Front. Dennoch klingen beide Tonspuren nicht einfach nach Stereo, wofür allein die vorhandene Dynamik sorgt. Auch sind einige Effekte in actionreichen Szenen auf den hinteren Boxen zu finden, womit etwas Ausgleich geschaffen wird. Die deutschen Untertitel sind im Übrigen eine Übersetzung des Originals, welches sich etwas von der Synchronisation unterscheiden.































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