Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1986
Originaltitel:Real Ghostbusters, The
Alternativtitel:Echten Ghostbusters, Die
Länge:295:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Masakazu Higuchi, Will Meugniot, Richard Raynis, Art Vitello
Buch:Dan Aykroyd, Harold Ramis, Richard Mueller, J. Michael Straczynski, Len Janson, Chuck Menville, Michael Reaves
Musik:Shuki Levy, Haim Saban
Darsteller:(Sprecher) Frank Welker, Maurice LaMarche, Arsenio Hall, Lorenzo Music, Laura Summer, Dave Coulier, Kath Soucie, Buster Jones, Rodger Bumpass
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hindi, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
Verpackung:SlimCases im Schuber
DVD-Start:18.09.2009 (Kauf)
Specials:-
Disc 1:

01. Wir sind die Nr. 1 (Ghost'R Us) 22:45 Min.
Die Geisterjäger fangen drei Unholde. Slimer lässt sie jedoch wieder entkommen. Das hat böse Folgen. Slimer versucht, seinen Fehler wieder gut zu machen.

02. New York hat Stromausfall (Killerwatt) 22:46 Min.
Killerwatt und seine Gesellen legen New Yorks Stromversorgung lahm. Nun besteht die Gefahr, dass auch der Verbannungscontainer ausfällt und alle Monster wieder freikommen.

03. Mrs. Rogers Spukhaus (Mrs. Roger's Neighborhood) 22:46 Min.
Eine Dame namens Mrs. Rogers bittet die Geisterjäger um Hilfe. In ihrem Haus spukt es. Ein böser Dämon geht um. Bald finden die Ghostbusters heraus, wer tatsächlich hinter den Vorkommnissen steckt.

04. Von Poltergeistern verfolgt (Slimer Come Home) 22:43 Min.
Diesmal hat Slimer wirklich übertrieben. Peter beschimpft ihn so sehr, dass der Schuldige das Haus verlässt. Daraufhin beginnt eine Suchaktion nach dem kleinen Geist, der mittlerweile in der Gewalt von Poltergeistern gelandet ist.

05. Von Trollen und Feuerfliegen (Troll Bridge) 22:46 Min.
Trolle fordern einen ihrer Brüder zurück und stellen ein Ultimatum. Wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird, werden Feuerfliegen New York vernichten. Nach langer Suche finden die Geisterjäger den Troll. Aber die Zeit ist abgelaufen.

06. Angst vor dem bösen Mann (The Boogeyman Cometh) 22:46 Min.
Zwei kleine Kinder bitten die Geisterjäger um Hilfe. Sie sollen den "Bösen Mann" aus dem Schrank in ihrem Kinderzimmer zu vertreiben. Egon, der früher auch Angst vor dem "Bösen Mann" hatte, unternimmt etwas.

07. Hier kommt der Sandmann (Mr. Sandman, Dream Me A Dream) 22:46 Min.
Ein "Sandmann" scheint den Verstand verloren zu haben: Er will alle Menschen in einen 500jährigen Schlaf versetzen. Nach und nach erwischt es auch Ray, Peter und Egon. Nur Winston bleibt wach.

Disc 2:

08. Die Geister der Nacht (When Halloween Was Forever) 22:46 Min.
Kurz vor Halloween taucht ein Geist aus einer antiken Statue auf. Sein Ziel ist es, ewige Macht zu erlangen und dafür zu sorgen, dass Halloween niemals endet. Aber er hat die Rechnung ohne die Geisterjäger gemacht.

09. Der furchtbare Flügelpuma (Look Homeward Ray) 22:46 Min.
In seiner Heimatstadt trifft Ray Elaine wieder, seine erste Liebe. Sie hat ein Haus geerbt, in dem es spukt. Was hat Alan, Elaines Verehrer, damit zu tun?

10. Das alte Film-Monster (Take Two) 22:46 Min.
Die Geisterjäger sind nach Hollywood eingeladen, um den Dreharbeiten eines Filmes über ihr Leben beizuwohnen. In einem der Studios stoßen sie auf einen Geist, der sich in der Konstruktion eines Filmmonsters versteckt hat.

11. Die Vier wie wir (Citizen Ghost) 22:46 Min.
Eine Fernsehreporterin erkundigt sich bei Peter über die Geschichte der Geisterjäger. Er erzählt ihr eines ihrer größten Abenteuer, in dem Slimer eine bedeutende Rolle spielte.

12. Janine und die Wunderlampe (Janine's Genie) 22:46 Min.
Janine bekommt eine alte Öllampe geschenkt. Tatsächlich entweicht dieser ein Geist, der Janine drei Wünsche gewährt. Nach und nach stellen die Ghostbusters fest, dass es in der Stadt nur so von Geistern wimmelt. Die Ursache liegt in Janines Wunderlampe.

13. Die drei Weihnachtsgeister (X-Mas Marks The Spot) 22:46 Min.
Durch einen eigenartigen Zufall fallen die Geisterjäger in die Vergangenheit und fangen die so wichtigen "Weihnachtsgeister". Deswegen droht das Weihnachtsfest in Vergessenheit zu geraten.
In welchem Bezug diese TV-Serie zum Kinofilm oder gar zur Ur-Serie aus den Siebzigern steht, das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass der Kinofilm zwei Jahre älter ist und die Zeichentrickserie somit auf dem Kinofilm aufbaut. Dieser Umstand war mir als Kind allerdings nicht bewusst. Ich kannte die Trickserie vorher und bin daher bei einigen Abweichungen in der Verfilmung, wie z.B. der äußerlich nicht zusammenpassenden Besetzung des Peter Venkman mit Bill Murray (aus heutiger Sicht natürlich genial) oder dem erst späteren Zustoßen von Winston Zeddmore zur Truppe, ein wenig zusammengezuckt.
Man sieht also schon, als Kind war mir diese Trickserie heilig. Die Punktezahl, die ich mit diesem Review vergebe, halte ich zwar auch heute noch für angemessen, allerdings auch das wieder nur aus dem Kinderblickwinkel. Im Gegensatz zu den Interner Link"Simpsons", die ich auch seit dem ersten Ausstrahlungsjahr verfolgt habe, sind die "Ghostbusters" nun mal eine waschechte Kinderserie. Deswegen scheint es mir auch angebracht, die entsprechende Perspektive beizubehalten.



Thematisch trifft die Geschichte um vier wagemutige Kerle, die alle Arten von Geistern jagen, den Geschmack von Millionen von Kindern, vor allem von Jungs, die überhaupt vom Fantastischen angezogen werden wie die Wespe vom Zucker. Mit der Darstellung verschiedenster Arten von Geistern und Monstern konnten sich die Produzenten quasi in der ihnen zur Verfügung stehenden Vielfalt baden und den Kleinen gleichzeitig ein ganzes Artenspektrum bieten, das auch noch jede Menge Platz bot für die originellsten Geschichten. Und tatsächlich ist die Abwechslung verdammt groß: Es wird erzählt von klassisch-gothischen "Haunted Houses" und ihren Bewohnern, den Poltergeistern, dann gibt es die berühmt-berüchtigten Geisterpiraten, ja sogar Spiele mit der Psychologie des Menschen werden thematisiert. So gibt es etwa eine Story, in der Peter Venkman durch seine pure Vorstellungskraft Monster manifestiert und dabei metaphorisch Türen in die reale Welt öffnet (die Türen werden dann auch grafisch dargestellt).
Das Monsterdesign ist ebenso abwechslungsreich wie die Ideen. Mitunter sehen die Gegenspieler der Geisterjäger richtig fies aus. Angebracht ist es daher auch, die Serie nicht den Allerjüngsten zuzumuten, eine FSK 6 sollte schon beachtet werden. Trotzdem wird es nie blutig oder verstörend, das Ganze läuft eher auf der Ekel-Schiene ab und ist stets mit dem nötigen Witz versehen.


Der Witz geht in der Regel von besagtem Peter Venkman aus, der als Tollpatsch herhält und stets in Fettnäpfchen tritt. War im Kinofilm eher Ray Stantz (Dan Aykroyd) derjenige, dem immer die schlimmen Sachen zustießen, übernimmt Venkman diesen Part in der Trickserie. Das wird noch durch ein ganz besonderes Liebe-Hass-Verhältnis untermauert: Slimer, Liebling der Kinder, für Venkman allerdings ein schleimiger Alptraum. So ist Venkman stets hungrig, weil Slimer ihm immer alles wegfrisst. Er ist außerdem stets mies gelaunt, weil Slimer seinem "Lieblingsmenschen" bei jeder Begegnung einen saftig-schleimigen Begrüßungskuss gibt. Ja, ja, muss Liebe schön sein. In kürzester Zeit mutierte der grüne, kartoffelförmige Sidekick zum Publikumsliebling. Das ist nicht verwunderlich, denn Slimer nimmt die klassische Position des Überläufers zu den Guten ein (bekleidet also sozusagen die gleiche Position wie Tom Cruise in "Last Samurai"), was immer eine interessante Konstellation ist. Obwohl Kinder ihn wohl eher wegen seines Aussehens und seiner treudoofen Hundeart lieben dürften.


Ray Stantz ist der Schüchterne, das stille Wasser, der Zuverlässige, wie Venkman aber auch ein wenig der Tollpatschige. Er ist der Tüftler, der Mann im Hintergrund, der Unförmige, der Unentschlossene, der Feige. Einfach eine unglaublich liebenswerte Person. Winston Zeddmore, der ja urspünglich nicht mal zur Originalbesetzung gehörte, würde in jedem ernsthaften Horrorfilm oder in jeder Star Trek-Folge als erstes Opfer dienen, "um zu zeigen, dass es den anderen ernst ist." (sinngemäßes Zitat aus Interner Link"Galaxy Quest"). Mit bösem Willen könnte man ihn als Quoten-Schwarzen bezeichnen, denn er ist zwar Teil des Kreises, aber mit einigen Ecken und Kanten, die sich nicht flüssig in den Rest des Kreises eingliedern lassen. Er wirkt - sowohl im Film als auch in der Serie - manchmal etwas durchsichtig und unnahbar. Dennoch hat auch er seine Momente, in denen er beweisen kann, was in ihm steckt.
Egon Spengler hebt sich charakterlich nun ganz eindeutig von den anderen ab. Ein hagerer Kerl mit blonder Schmalztolle, Brille, nachdenklichem Blick und faltenverzerrter Stirn. Er ist das Genie, der Denker, der für die Geistervernichtungsinstrumente - darunter so vielversprechende Sachen wie "Ectoplasmakanonen" oder "Geistercontainer" - verantwortlich ist. Sehr lustig ist die Idee, eine Sekretärin einzubauen, die dem Charme eines Peter Venkman ohne Mühe widersteht, aber ausgerechnet bei dem in sich gekehrten Spengler schwach wird, der sie ja nicht mal wahrzunehmen scheint.


So. Um diese vier schrägen Typen dreht sich die Geschichte. Ganz wichtig bei einer Kinderserie ist eine Identifikationsfigur. Nun werden die meisten wohl dazu tendieren, sich mit Venkman zu identifizieren, doch gibt es in den anderen drei Charakteren durchaus auch Möglichkeiten, sich wiederzufinden. Unterstützt wird diese "Wahl aus 4" dadurch, dass jede Figur einen Anzug in einer ganz persönlichen Farbe hat. Hört sich komisch an, fördert aber tatsächlich das Identifikationspotential. Identifiziert sich ein Kind nun etwa mit Venkman, wird es auch die Farbe dunkelbraun als eigene Farbe identifizieren. Der Schnitt der Anzüge dagegen ist bei allen gleich, was den Sinn für das Soziale und das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert.


Zum Zeichenstil im Allgemeinen ist zu sagen, dass doch relativ minimalistisch gezeichnet wurde und auch die Framerate nicht besonders hoch ist, was bedeutet, dass sich die Figuren teils flimmernd und stufenartig bewegen. Ansonsten wurde aber recht viel Wert auf Realismus gelegt, denn Abstraktionen wie bei den Simpsons sucht man hier vergebens. Die Körper sind proportional zur Größe der Köpfe (die ja gerne mal überdimensional gezeichnet werden, weil sie die größte Bedeutung haben), und sämtliche Körpermerkmale wurden berücksichtigt. Farblich bewegt sich die Serie meist in erdigen, dunklen Tönen, was einerseits gut zur Thematik passt und andererseits einen schönen Kontrast zu anderen Kinderserien darstellt, wodurch eine gewisse Einzigartigkeit erreicht wurde (zumindest damals in den 80ern).


"Ghostbusters" ist eine Zeichentrickserie, die zwar definitiv auf Jungen zugeschnitten ist - für Mädchen fehlt die Identifikationsperson, wie es immerhin mit April O`Neill noch eine bei den "Turtles" gab, wobei die Geschichten um Geister und Monster wohl sowieso eher Männersache sein dürften - das aber dann auch mit letzter Konsequenz. Eine Konsequenz, die so mach anderer Zeichentrickserie aus der Zeit vielleicht fehlte, weshalb die Abenteuer der "Ghostbusters" in gewisser Weise einmalig sind. Positiv sind Kreativität, Abwechslung und Förderung des Sozialverhaltens zu vermerken (dass mir bloß keiner auf die Idee kommt, der Kampf gegen Geister und Monster sei als Metapher für den Rassenkampf zu verstehen und fördere damit die Diskriminierung von Minderheiten!), der Zeichenstil ist trotz aller Abwechslung im Monsterdesign gewöhnungsbedürftig.



Die erste Staffel der kultigen Trickserie überzeugt mit einer soliden Bildqualität, bei der Kontrast und Farbdarstellung absolut sauber arbeiten. Die Schärfe ist in Anbetracht des Alters auf einem sehr angenehmen Niveau und zeigt saubere Kanten und Konturen. Lediglich in ruhigen Momenten wirkt das Bild etwas zu unruhig und zeigt auf homogenen Flächen ein paar Kompressionsartefakte, was aber kaum weiter stört. Der deutsche Monotrack klingt etwas betagt und gedrungen, überraschend im Gegensatz zur englischen Synchronisation aber mit einer deutlicher harmonischeren Abmischung zwischen Musik und Dialogen. Die deutsche Fassung klingt im direkten Vergleich wesentlich frischer und klarer als die dumpfe englische Tonspur. Optional gibt es weitere Sprachfassungen und diverse Untertitel. Das angekündigte Bonusmaterial ist nicht auf der Doppel-DVD enthalten. Die DVD wird in zwei SlimCase mit dünnem Pappschuber veröffentlicht, was nicht besonders hübsch ist - ein richtiges DigiPack wäre mir lieber gewesen. Bisher gibt es keinerlei Infos wann und ob die zweite Staffel auf DVD folgt.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++/---
Bonus------


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.