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USA 2007
Originaltitel:Pathology
Länge:87:35 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Marc Schoelermann
Buch:Mark Neveldine, Brian Taylor
Kamera:Ekkehart Pollack
Musik:Robb Williamson, Johannes Kobilke
SFX:Tatopoulos Studios, Inc
Darsteller:Seth Baird, John de Lancie, Alyssa Milano, Lawrence J. Russo, Deborah Pollack, Courtney Buckley, Anne Girard, Lauren Lee Smith, Keir ODonnell, Dan Callahan, Milo Ventimiglia, Johnny Whitworth, Mei Melancon, Michael Weston
Vertrieb:EuroVideo / TMG / Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:28.01.2009 (Verleih) / 04.03.2009 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Marc Schoelermann und den Drehbuchautoren Mark Neveldine und Brian Taylor
  • Making Of (15:00 Min.)
  • Vorbereitungen in der forensischen Pathologie in L.A. County (8:04 Min.)
  • Deleted Scene (3:02 Min.)
  • Musikvideo von The Legion of Doom vs. Triune: "Unintended Consequences" (2:17 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (1:54 Min.)
  • US-Trailer (2:08 Min.)
  • Trailershow:
    • The Fighters (1:34 Min.)
    • Mr. Brooks (2:32 Min.)
    • 30 Days of Night (2:24 Min.)
  • Hinweise zum Bonusmaterial (1 Seite)
Der junge Psychologe Ted Grey (Milo Ventimiglia) tritt eine neue Stelle an einem Krankenhaus in Philadelphia an. Dort gerät er in den Bann einer Gruppe junger Kollegen, die von den täglich durchgeführten Autopsien gelangweilt sind und sich ein teuflisches Spiel ausdenken ... Sie bringen reihum so lange selbst Menschen um, bis jemand den perfekten Mord "aufgetischt" hat, das heißt, bis die Kollegen nicht mehr in der Lage sind, die Todesursache festzustellen.
"No body is safe."

Dass es in der Medizin und im Bereich der Pathologie horrormäßig zugehen kann, das hat uns vor Jahren schon Interner Link"Anatomie" gezeigt, ein hoffnungslos überschätztes Grusel-Slasher-Mätzchen aus deutschen Landen, welches zwar hier und da schon für ein paar Schauerchen gut war, ansonsten aber weit hinter dem amerikanischen Slasher-Standard der damaligen Zeit anzusiedeln war und selbst das trashig-blutige "Flashback - Mörderische Ferien", ebenfalls aus Deutschland, bei weitem nicht erreichen kann. Aber den amerikanischen Produzenten scheint es wohl gefallen zu haben, so dass sie nun mit "Pathology" einen ähnlich gelagerten Film inszeniert haben, welcher als Quasi-Remake von Interner Link"Anatomie" gehandelt wird. An den amerikanischen Kinokassen durchgefallen und von der Kritik verissen, sollte es hierzulande nun merklich schlecht um den Streifen stehen. Und dabei ist "Pathology" ein Film, der überraschenderweise richtig gut geworden ist.



Dabei ist die Story nichts neues und wirklich recht nah an das deutsche Vorbild angelehnt worden. Der junge, aufstrebende Arzt Dr. Ted Grey kommt für ein Praktikum in ein altehrwürdiges Krankenhaus in Philadelphia. Die Kollegen dort mögen ihn nicht und mobben ihn. Allerdings soll er schon bald einem mysteriösen Spiel der Kollegen verfallen. Denn das laue Pathologienleben ist langweilig und so wird dieses ein wenig aufgepeppt, in dem immer jeweils einer der Gruppe einen Mitmenschen tötet und die Anderen herausfinden müssen, wie dies von statten gegangen ist. Gewonnen hat am Ende derjenige, der den "perfekten Mord" begeht. Vollkommen von dem Spiel eingenommen, wird es für Jake allerdings brenzlich, als nach Weihnachten seine Verlobte mit nach Philadelphia reist. Ein blutiger Kampf ums Überleben hat begonnen ...
Genau so wie eine nicht ganz alltägliche Horrorgeschichte, die zwar, wie schon erwähnt, nicht wirklich neu ist, aber eben doch noch nicht allzu sehr abgenutzt erscheint. Neben einigen netten Ideen gibt es vor allem so manch schicke Wendung, die das ganze Geschehen durchgehend auf einem interessanten Niveau halten kann. Auch wenn die üblichen Plotholes nicht außen vor bleiben, so kann man sich mit dem Ganzen doch ganz gut anfreunden.



Sowieso besitzt der Streifen eine mitunter herrlich morbide Atmosphäre, die für eine düstere Stimmung sorgen kann. Die völlige Tabulosigkeit und der fehlende Respekt gegenüber den toten Körper, ist in wirklich jeder der hier auftauchenden Figuren eingebaut und wird mitunter über die Grenzen hinaus ausgebreitet, so dass man schnell nicht so genau weiß, ob man diese innerlich herunter gekommenen Charaktere nun mögen soll oder nicht. Dabei ist es vor allem der "Hauptbösewicht" Jake, welcher glänzend ersponnen wurde und beim Zuschauer gut ankommt, wenngleich man ihn im wahren Leben nie begegnen möchte. Aber das haben Filmfiguren ja nicht gerade selten so an sich.


Aber auch die raue Inszenierung, die stetig fahle Ausleuchtung, sowie die trostlosen Kulissen können für ein stetig leichtes Kribbeln und manch eisigem Schock gut sein. Sowieso wird das ganze Treiben nie wirklich langweilig, sondern kann sich fast durchgehend einer gewissen Spannung ausweisen, die einen zwar nicht unbedingt im Kinosessel kerzengerade sitzen lässt, aber eben doch auch verhindert, dass einen Ermüdungserscheinungen quälen könnten, wie es heutzutage bei dieser Art von Filmen nicht unbedingt selten ist. Auch wenn es an mancher Stelle überflüssiges Füllmaterial gibt, so kann man doch mit gutem Recht behaupten, dass man es bei "Pathology" mit einem spannenden Streifen zu tun hat.


In Sachen Gore-Szenen sollte man dagegen nicht allzu viel erwarten, wenngleich es schon ein paar blutige Szenen zu betrachten gibt. Der größte Teil davon ist allerdings Pathologie-Alltag, sprich: das meiste Blut "spritzt", wenn unsere satanischen Doktoren ihrer Arbeit nachgehen. Wer es nicht mit ansehen kann, wie tote Menschen auseinander genommen werden und mit ihren Gedärmen mitunter Schindluder getrieben wird, der sollte sicher einen Bogen hierum machen. Aber alles in allem dürfte das Gezeigte Splatterfans nicht ausreichen, zumal Qualen und mörderische Aktivitäten am lebenden Menschen kaum gezeigt werden, weshalb es doch ein wenig verwundert, dass die FSK bei der DVD-Veröffentlichung anscheinend Probleme zu haben scheint. Aber wer versteht das Gremium schon ...?
Was die Darsteller angeht, kann man zudem ebenfalls von recht talentierten Akteuren ausgehen, wenngleich Michael Weston wohl noch das bekannteste Gesicht des Castes darstellt. Dass er Figuren mit bösen Absichten durchaus glaubwürdig auf die Leinwand bringen kann, hat er ja schon manchmal gezeigt, hier ist er allerdings wirklich ein Dämon in Menschengestalt. Aber auch seine Kollegen können soweit überzeugen.


"Every body has a secret."

Sehr schade ist es, dass die FSK anscheinend Probleme mit "Pathology" hatte und wir uns von daher mit einer rund 3 Minuten gekürzten DVD bzw. Blu-ray vergnügen müssen. Somit ist der Film für Fans ziemlich wertlos und der Griff zu UK-Disc ist mehr als naheliegend. Doch auch aus rein technischer Sicht enttäuscht der Titel etwas, denn während der Soundmix noch gute Werte abliefert, kann man dies vom Bild leider nicht sagen. Die UK-Disc war schon nicht optimal und zeigte sich selbst auf Blu-ray deutlich zu weich. Somit haben wir es wohl mit einem Stilmittel zu tun, wobei die DVD aufgrund der geringen Auflösung noch um einiges detailärmer und teilweise sogar richtig matschig erscheint. Das fällt vor allem in Aufnahmen jenseits von Close-Ups extrem auf und wird auf größeren Betrachtungsflächen nochmals verstärkt. Doch selbst Nahaufnahmen von Gesichtern erreichen niemals wirklich gute Werte und dann wäre da noch die ziemlich monotone Farbpalette aus kraftlosen Farben, welche jedoch ebenfalls ein gewolltes Stilmittel darstellen. Im Zusammenhang mit dem schwachen Details steht dem Film dieser Look aber nicht sonderlich gut. Dafür geht der Kontrast in hellen Szenarien noch Ordnung, während es in dunklen Sequenzen nahezu keinen Schwarzwert gibt. Somit geht auch die Durchzeichnung flöten und dank eines starken Bildrauschen und einer etwas unruhig arbeitenden Kompression bleibt das Ergebnis für einen aktuellen Film mehr als ernüchternd und erzielt von daher eine sehr geringe Wertung.
Beim Ton hingegen sieht es schon etwas besser aus: Auch wenn "Pathology" alles andere als ein Effektfilm ist, dürfen wir uns über einen sehr aktiven Rear-Einsatz freuen. Es gibt immer wieder kleinere Effekte, welche gut abgemischt für die nötige Räumlichkeit sorgen. Der Score erstreckt sich ebenfalls sehr weiträumig, jedoch fehlt es allen drei Tonspuren an Dynamik und Druck. Das mag auch daran liegen, dass "Pathology" relativ dialoglastig ist und nur wenig Spielraum für ausladende Effekte aufweist. Sobald es dann aber etwas actionlastiger wird, erweisen sich auch die Effekte als sehr druckvoll und im Zusammenspiel mit den stets sehr sauberen und gut ausbalancierten Dialogen dürfen wir von einem guten Soundmix sprechen. Große Unterschiede zwischen der DTS- und der Dolby Digital-Spur sind nicht auszumachen, auch die Sprachfassungen unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Deutsche Untertitel sind obligatorisch.
Weiter geht es nun mit dem durchaus gelungenen Bonusmaterial. Hier sollte man sich vor allem den Audiokommentar mit dem Regisseurs und den Drehbuchautoren nicht entgehen lassen, der eine nette Anekdotensammlung mit einer Menge Hintergrundinfos ist. Außerdem bietet der leider nicht untertitelte Kommentar viel Spaß und sollte dem eher PR-lastigen Making of vorgezogen werden. Diejenigen unter euch, die sich für das Thema Pathologie interessieren, sollten sich das 8minütige Featurette "Vorbereitungen in der forensischen Pathologie in L.A. County" nicht entgehen lassen und bei der Deleted Scene bekommen wir sogar eine Autopsiesequenz in verlängerter und härterer Form zu sehen. Lustigerweise wurde gerade die kurze Variante in der deutschen Fassung sehr stark geschnitten, ist im Bonusmaterial jedoch zu sehen. Zum Schluss gibt es noch ein Musikvideo, Originaltrailer und eine Trailershow.. Bis auf den Kommentar sind alle Features deutsch untertitelt.



"Pathology" ist im direkten Vergleich definitiv der bessere Interner Link"Anatomie"-Film. Denn wo das deutsche Vorbild doch nur szenenweise überzeugen kann, kann "Pathology" vor allem aufgrund seiner schön morbiden Atmosphäre, sowie dem (nahezu) stetig aufrecht gehaltenen Spannungsgrad bei Laune halten. Auch wenn man alles in allem keine allzu großen Sprünge erwarten darf, Innovationen rar gesät sind und sich hier und da auch mal ein paar Längen einschleichen, kann man sich alles in allem schon einen netten Abend mit dem Filmchen machen. Als Import jedenfalls durchaus empfehlenswert, da die deutsche Fassung stark gekürzt werden musste. Deswegen gibt's für die deutsche Version auch keine Kaufempfehlung. Eine ungekürzte Fassung über das deutschsprachige Ausland scheint bisher nicht geplant. Achtung: Es gibt noch eine Verleih-DVD ohne Bonusmaterial, sowie eine ebenfalls gekürzte Blu-ray.


Film++++/-
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+++/--


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Pathology - Jeder hat ein Geheimnis
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