Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN 2007
Originaltitel:Alien Agent
Länge:90:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jesse V. Johnson
Buch:Vlady Pildysh
Kamera:C. Kim Miles
Musik:Michael Richard Plowman
SFX:Kelsey McIlroy
Darsteller:Mark Dacascos, Emma Lahana, Billy Zane, Kim Coates, Amelia Cooke, Luke Darnell, Rob Hayter, Lindsay Maxwell, Kelsey McIlroy, Sean O. Roberts, Darren Shahlavi, John Tench, Derek Hamilton
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu, En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:08.01.2009 (Verleih) / 09.03.2009 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer 1 (2:59 Min.)
  • Originaltrailer 2 (1:59 Min.)
  • Slideshow (10:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Jack Brooks-Monster Slayer (1:56 Min.)
    • When Eagles Strike (1:31 Min.)
    • Speed Racer (1:05 Min.)
    • Wizard of Gore (2:36 Min.)
    • Chicago Massaker (1:01 Min.)
    • Paragraph 78 (2:30 Min.)
    • White Coats (1:52 Min.)
    • Dark Floors (2:13 Min.)
    • Die Kreuzritter 4 (1:06 Min.)
    • Der Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Die Wikinger (2:16 Min.)
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Pompei (2:29 Min.)
    • The Butcher (2:12 Min.)
    • Jackbutt (2:19 Min.)
    • Alexander-The Warrior (1:52 Min.)
Eine Gruppe rücksichtsloser Aliens, angeführt von Saylon (Billy Zane), versucht ein Wurmloch zu ihrer sterbenden Heimatwelt zu erreichen, um eine Invasion zu starten und die Herrschaft über die Erde an sich zu reißen. Die Menschheit als lästiges Übel soll natürlich ausradiert werden ...
Da sich die Vorbereitungen zu "Alien Agent" über Jahre hinzogen und neben Dolph Lundgren (Interner Link"Silent Trigger", "The Mechanik") auch bekannte Namen wie Matthias Hues ("Dark Angel") immer wieder mit dem Film in Verbindung gebracht wurden, dürfte der ein oder andere Genrefan die Produktion mit Sicherheit aufmerksam verfolgt und einem Release entgegengefiebert haben.
Letztlich sollte Mark Dacascos (Interner Link"Crying Freeman") den Zuschlag für die Hauptrolle des außerirdischen Recken Rykker erhalten, der auf der Erde gegen seinesgleichen kämpft. Eine Gruppe rücksichtsloser Aliens, angeführt von einem während des gesamten Films schwer gelangweilten und ziemlich übergewichtigen Billy Zane als Saylon, versucht ein Wurmloch zu ihrer sterbenden Heimatwelt zu errichten, um eine Invasion zu starten und die Herrschaft über die Erde an sich zu reißen. Die Menschheit als lästiges Übel soll natürlich ausradiert werden ...



Unter der Regie des nach wie vor mit auffallend guten wie beständigen Regieleistungen auf sich aufmerksam machenden Shooting-Stars Jesse Johnson (Interner Link"The Last Sentinel") entstand in Kanada unter der Ägide der Fries Film Group ein erstaunlich durchschnittlicher Science-Fiction-Actioner der Kategorie B, dessen Qualitäten vor allem in den Actionszenen anzutreffen sind. Denn sie tragen nahezu einzig und allein die Handschrift Johnsons, der hier ausnahmsweise als Auftragsregisseur arbeitete und weder großartigen Einfluss auf Drehbuch, Budget, Crew oder Locationauswahl hatte, noch in die Post Production eingebunden wurde, sondern nur mit ein paar Ratschlägen zur Seite stand.

Die Unterschiede zu Filmen wie Interner Link"Pit Fighter", Interner Link"The Last Sentinel" oder Interner Link"The Butcher" bemerkt man allerdings ziemlich schnell. Das Drehbuch weist einige Längen auf, die oft pyrotechnisch aufgemotzten Actionszenen sind meistens ziemlich kurz, die Dialoge mitunter unfreiwillig komisch und das Niveau der CGI-Effekte zwischen solide bis schwach schwankend, was nicht heißen soll, dass "Alien Agent" total misslungen ist. Er spielt nur nicht in der Liga, die man von Jesse Johnson mittlerweile erwartet.



Das unkompliziert gestrickte Szenario bemüht sich rasch um einen spektakulären Einstieg und legt mit einer zünftigen Verfolgungsjagd, die in einem spektakulären, kinoreifen Carstunt endet, auch flott los, nimmt danach aber etwas das Tempo raus und umreißt den Plot grob.
Während die Männer um Saylon und Isis (Amelia Cooke, Interner Link"Species III") die letzten Gerätschaften für ihr Portal beschaffen und die Einrichtung durch den notgeilen Wissenschaftler Carl Roderick (Kim Coates, Interner Link"Silent Hill") zusammenschrauben lassen, versuchen sie immer wieder Rykker zu stellen, der seinerseits versucht ihr Versteck ausfindig zu machen. Warum man schließlich so dämlich ist und ihn am Ende extra herlockt, sei mal dahin gestellt ...

Wohl aus Budgetgründen spielt der Großteil des Films in ländlicher, dicht bewaldeter Gegend, wo Rykker auch auf die Kellnerin Julie (Emma Lahana) trifft und sich ihrer schließlich annimmt, als die bösen Außerirdischen auf der Suche nach Rykker das gesamte Restaurant befrieden, in dem sie gearbeitet hat. Natürlich kommen die beiden sich im weiteren Verlauf schnell näher und man rettet sich gegenseitig aus misslichen Situationen, bis Saylons Männer sie entführen. Rykker hat zudem als Fremdling ein paar Probleme mit menschlichen Verhaltensweisen. Man kennt diese Späßchen ja zur Genüge.
Vlady Pildyshs einfallsloses Drehbuch behandelt dabei wirklich so ziemlich alle Klischees, die man in so einem B-Movie erwartet und noch mehr. So sind beispielsweise diese Selbstheilungsprozesse irgendwie doof erklärt und schlecht getrickst.



Dafür stimmen allerdings die prächtigen Actionszenen, in denen die Pyrotechniker oft viel Gedöns in der Umgebung explodieren lassen dürfen. Mark Dacascos gibt zwischendurch immer wieder seine begnadeten Martial Arts-Fähigkeiten zum Besten und prügelt alles zusammen, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Gerade der Fight gegen den verschenkten Dominiquie Vandenberg (Interner Link"Pit Fighter") enttäuscht allerdings mit einem eintönigen Verlauf und keinerlei sehenswerten Kombinationen. Vandenberg bekommt allerdings vorweg einen prima Soloauftritt spendiert.
Die Actionpalette komplettieren einige Shootouts diverser Kaliber und Rykkers doppeläufige Schrotflinte mit spezieller Alien-Kill-Munition, denen neben einigen Unschuldigen natürlich zig Aliens zum Opfer fallen, sowie Autoverfolgungsjagden ohne spektakuläre Ergebnisse, wenn man von dem eingangs erwähnten Stunt absieht.

Die schauspielerischen Leistungen erweisen sich als zufriedenstellend bis schwach. Mark Dacascos agiert gewohnt sympathisch. Daneben fällt nur Amelia Cooke ähnlich wie schon in Interner Link"Species III" als sexy Killer-Queen auf. Wobei sich speziell Kim Coates und Billy Zane nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Für ein B-Movie gehen die gebotenen Darbietungen aber noch in Ordnung.

Dennoch liegt bei "Alien Agent" noch einiges im Argen. Trotz einer genretypischen Nettolaufzeit von 90 Minuten entwickelt der Film keinen Drive, sondern wird durch zu viele Szenen ausgebremst, die öfter den Eindruck von Füllmaterial erwecken. Speziell einige Dialoge sind schlichtweg überflüssig (Kim Coates' Rolle hätte man sich sparen können) und hätten der Schere zum Opfer fallen sollen. Da der Plot weder sonderlich einfallsreich noch spannend ist, hätte ein bisschen mehr Tempo nicht geschadet, um die gut gemachten Actionszenen, die manchmal auch etwas ausführlicher gestaltet sein könnten, aufeinander folgen zu lassen.



Der Transfer liefert überdurchschnittlichen Bildtechnik, die allerdings wie die meisten B-Movies dieser Art nicht perfekt ist. Die Schärfe geht in Ordnung, wirkt über die gesamte Laufzeit aber wechselhaft. Können Nahaufnahmen noch überzeugen, wirkt das Bild in Totalen deutlich weicher, was auf die in diesen Szenen vorhandene Detailarmut zurückzuführen ist. Selten treten auch leichte Doppelkonturen in Erscheinung, was vermuten lässt, dass Filter einegsetzt wurden, die für die weichen Passagen verantwortlich sind. Die Farbgebung ist sehr natürlich, wobei vor allem viele Blautöne dominieren und das Bild dann sehr kühl erscheinen lassen. Dies wirkt für einen Scifi-Action-Thriller aber sehr passend. Sehr positiv fällt das kaum vorhandene Rauschen und die recht ordentliche Kompression auf, die aber leichte Blockbildungen nicht ganz vermeiden kann. Nicht ganz so gut zeigt sich der Kontrast, der vor allem in hellen Bereichen deutlich überstrahlt. Bildfehler sind zudem nicht auszumachen, wodurch das Bild gute 4 Punkte erreicht.

Akustisch wird man allerdings enttäuscht. Zwar erfreut die Dialogwiedergabe mit klaren und verständlichen Stimmen, doch für einen Film mit hohem Actionanteil wird einfach zu wenig geboten. Dies bezieht sich auf den Originalton als auch auf die beiden deutschen Synchronspuren. Deutlich fehlt es an entsprechende Dynamik und dem Einsatz direktionaler Effekte, denn nur sehr leise verirren sich einige Geräusche auf die hinteren Boxen, was für einen ordentlichen Raumklang eindeutig zu wenig ist. Im direkten Vergleich der beiden Sprachfassungen klingt zumindest die englische Originalspur etwas kräftiger und im hinteren Bereich auch minimal lauter. Besonders gegen Ende des Films hätte man sich ordentlich Krach gewünscht, doch leider ist dem nicht so. Somit sind das Endergebnis solide Tonspuren, die ihr Potenzial verschenken.


Wirklich mager ist das Bonusmaterial ausgefallen, das mit zwei Trailer zum Film und einer umfangreichen Slideshow mit Werbefotos auskommen muss. Gerade wenn man bedenkt, dass "Alien Agent" ein neuer Film ist, hätte man sich mehr spezifischen Bonus gewünscht. Da entschädigt auch nicht die umfangreiche Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Programm.

Fast man nochmals alles zu einem Fazit zusammen, darf man sagen, dass Jesse Johnsons solide Auftragsarbeit "Alien Agent" einiges von dem vermissen lässt, was seine Filme sonst eigentlich auszeichnet. Da er letztlich nur die Dreharbeiten zu verantworten hatte und die Actionszenen sich soweit auf seinem gewohnt hohen Level bewegen, kann man ihm da kaum einen Vorwurf machen. Der am ehesten noch mit P.M. Entertainments Interner Link"The Silencers" vergleichbare Science-Fiction-Actioner krankt schlichtweg an einem schwachen wie einfallslosen Drehbuch, mitunter nicht topmotivierten Darstellern und hölzernen Dialoge, sowie Effekten von schwankender Qualität. Anhänger preisgünstiger Filmware können trotzdem zuschlagen. Kopfschmerzen verursacht der Film nicht und einige Defizite sind nunmal genretypisch.


Film+++/--
Bild++++--
Ton+++/--
Bonus/-----


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.