Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2008
Originaltitel:Prom Night
Länge:85:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nelson McCormick
Buch:J.S. Cardone
Kamera:Checco Varese
Musik:Paul Haslinger
SFX:Almost Human Inc.
Darsteller:Brittany Snow, Scott Porter, Jessica Stroup, Dana Davis, Collins Pennie, Kelly Blatz, James Ransone, Brianne Davis, Kellan Lutz, Mary Mara, Ming-Na, Johnathon Schaech
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:23.10.2008 (Verleih) / 18.11.2008 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Nelson McCormick, Brittany Snow und Jonathon Schaech
  • 5 entfallene Szenen (mit/ohne Audiokommentar Regisseur und Besetzung):
    • Donnas altes zuhause (0:50 Min.)
    • "Du verdienst es" (1:09 Min.)
    • Fentons Flucht (1:08 Min.)
    • Ein kleines Geheimnis (0:51 Min.)
    • Penton beobachtet Donna (1:15 Min.)
  • Alternatives Ende (mit/ohne Audiokommentar Regisseur und Besetzung) (0:33 Min.)
  • Die besten Versprecher (2:01 Min.)
  • Bridgeport High Vikings - Video Jahrbuch (5:31 Min.)
  • Making of Prom Night (12:43 Min.)
  • Profil eines Killers (6:00 Min.)
  • Schaurige Plätze - Die perfekte Location (4:48 Min.)
  • Abschlussball - Geschichten der Schauspieler (6:14 Min.)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-Ray (2:20 Min.)
    • Starship Troopers 3 (1:58 Min.)
    • Anaconda 3 (1:23 Min.)
    • Hancock (2:08 Min.)
    • Jugend ohne Jugend (2:01 Min.)
    • Leg dich nicht mit Zohan an (2:02 Min.)
    • Ananas Express (2:26 Min.)
    • Quarantäne (1:33 Min.)
Nachdem Donnas Eltern und jüngerer Bruder von ihrem ehemaligen, psychopathischen Lehrer brutal ermordet wurden, versuchen Freunde und Verwandte Donnas Leben wieder in "normale" Bahnen zu lenken. Der Abschlussball, die sogenannte "Prom Night" soll für sie die Krönung ihrer Highschoolzeit und die schönste Nacht ihres Lebens werden. Doch die grausame Vergangenheit holt sie wieder ein: Der Killer ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich an allen rächen, die sich ihm und seiner krankhaften Liebe nach Donna entgegenstellen - und zwar ausgerechnet in der Nacht des Abschlussballs. Für Donna und ihre Freunde wird ein Kampf auf Leben und Tod, wobei der sadistische Killer ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Als John Carpenter vor gut 30 Jahren mit Interner Link"Halloween" das Genre des Slasherfilms endgültig erfunden hatte, fing eine Welle von Filmen gleicher Art an zu rollen, wie man es nicht für möglich gehalten hat. Die zumeist äußerst billig gemachten Streifen sprossen wie Unkraut aus dem Boden, ohne dass zumeist sonderliche Innovationen dahinter steckten. Auch Interner Link"Prom Night" mit Jamie Lee Curtis und Leslie Nielsen in den Hauptrollen ist einer dieser Streifen, wobei dieser aber dennoch einen relativ hohen Kultstatus genießen durfte. Die relativ stimmige Inszenierung dürfte dafür der Hauptgrund gewesen sein, auch wenn Interner Link"Prom Night" heutzutage schon mächtig angestaubt ist. Deshalb entschied sich nun Teenie-Slasher-Produzent Neal H. Moritz diesem Schlitzerfilmchen ein Denkmal zu setzen, indem er davon ein Remake produzierte, welches mit J.S. Cardone als Schreiberling einen weiteren, ähnlich gelagerten Macher des Genres vorweisen kann. Dennoch ist das Remake ziemlich schmucklos geraten, wenn auch nicht ganz so öde, wie von mancher Seite behauptet.



"Prom Night 2008" hat eigentlich so gut wie gar nichts mit dem Original gemein. Schon die Geschichte weicht spürbar von diesem ab. Es geht um Donna Keppel, deren Eltern vor 2 Jahren von einem verrückten Lehrer, der hinter Donna her war, umgebracht wurden. Mittlerweile lebt das verwaiste Mädchen bei ihren Verwandten und freut sich auf den großen Abschlussball. Doch just an diesem Tag bricht der inhaftierte Killer aus und macht wieder Jagd auf seinen Schwarm. Und wie schon vor 2 Jahren geht er dabei über Leichen ...

Wer das Original kennt, der merkt schnell, dass die so ziemlich einzige Übereinstimmung zwischen den beiden Filmen der Abschlussball ist, auf dem der Mörder sein Unwesen treibt. Ansonsten aber nimmt sich Cardone sehr viele Freiheiten heraus, um das verstaubte Filmchen von damals in die Neuzeit zu übertragen, ohne dabei noch irgendwelche weitere Anhaltspunkte zu übernehmen. Dies ist zwar immer noch besser als eine 1:1-Kopie, aber so hat der Film eigentlich nicht wirklich das Recht, sich als Interner Link"Prom Night"-Remake auszugeben.

Aber nun gut, wenn man sich langsam an diese Tatsache gewöhnt hat, dann kann man sich doch einigermaßen solide mit dem ganzen Film beschäftigen. Positiv fällt dabei vor allem die Tatsache auf, dass der "Prom Night"-Film im Gegensatz zu den meisten Horrorstreifen von heute mal nicht so sehr auf Blut und Gedärm setzt, sondern sich schön klassisch auf die Grusellinie verlässt. Einen gewisser Aufbau von Atmosphäre ist jedenfalls nicht zu übersehen, wenn der Abschlussball sich nach und nach in ein Massaker verwandelt, das zwar nicht aus allen Ecken vor Blut trieft, aber dennoch einiges für so manche Herzattacke bereit hält. Vor allem bei Anfängern kann das Gezeigte ordentlich einschlagen. Zudem kommt das Ende schön prompt, ohne sich noch mit irgendwelchen Belanglosigkeiten aufzuhalten und auch einen Cliffhanger gibt es - glücklicherweise - nicht! Zudem ist auch die Tatsache, dass der Killer diesmal keine übermenschlichen Fähigkeiten besitzt, sondern einfach nur der "ganz normale" Stalker von neben an ist, mehr als löblich.



Ansonsten aber hat "Prom Night" leider nicht viel zu bieten! Innovationen bleiben vollkommen auf der Strecke und wirklich spannend ist das Ganze, trotz spürbarer Bemühung den Zuschauer bei Laune zu halten, auch nicht. Vor allem wer nicht ganz unbedarft in Sachen Slasherfilm ist, wird die Schockeffekte und das ganze weitere Vorgehen im Film schon Meilen gegen den Wind riechen. Zudem hat der Streifen keinerlei Höhepunkte zu bieten, alles plätschert 90 Minuten lang so vor sich hin. Und auch irgendwelche aufregenden Wendungen sind nicht auszumachen. Damit hält sich "Prom Night" zwar vor, sich in irgendwelche Blödheiten rein zu steigern, aber wirklich schweißtreibende oder gar interessante Unterhaltung kann das Ganze dadurch leider auch nicht bieten. Zudem agieren auch die Darsteller allesamt relativ müde. Sie sind im Vergleich zu anderen Genrefilmen zwar nicht unbedingt die Schlechtesten, aber wirklich mit Freude dabei sind sie definitiv nicht. Allenfalls Hauptdarstellerin Brittany Snow kann durch ihr sexy Auftreten so einiges reißen, aber ansonsten ist auch auf dieser Ebene nicht wirklich etwas Aufregendes vorhanden.

Wesentlich besser als der Film gestaltet sich die qualitative Aufarbeitung der DVD aus dem Hause Sony Pictures, denn die Bildqualität zeigt sich von einer fast tadellosen Seite und kann demnach auch einiges an Bewertungspunkten für sich verbuchen. Besonders gefallen kann bei dem anamorphen Transfer der Kontrast, welcher im Zusammenspiel mit einem satten Schwarzwert sehr ausgewogen wirkt und selbst in dunklen Bereichen immer noch Details ordentlich wiedergibt ohne Teilbereiche zu verschlucken. Selbst in hellen Bildbereichen kommt es zu keinen Überstrahlungs bedingten Schwierigkeiten. Auch die Farbgebung weiß zu gefallen und verfügt über natürliche und kräftige Töne. Auf dem Abschlussball wird stilbedingt mit Farbfiltern gearbeitet, um typisches Discoflair zu erschaffen, was unheimlich gut gelungen ist und dafür sorgt, dass die Party im heimischen Wohnzimmer stattfindet. Die Schärfe bewegt sich auf einem guten Niveau, hätte aber ruhig noch etwas intensiver ausfallen können, da es immer wieder zu etwas weicheren Passagen kommt, in denen Details nicht ordentlich wiedergegeben werden. Zudem ist ein leichtes Rauschen vorhanden und auch die Kompression sorgt für minimale Unruhen innerhalb homogener Flächen. Ansonsten zeigt sich das Bild sehr sauber und ist frei von Schmutz und Defekten.



Bei den vorhandenen Tonspuren in Deutsch und Englisch darf man lediglich von einer soliden Dolby Digital 5.1-Abmischung sprechen. Dies liegt hauptsächlich an der Dialoglastigkeit des Films, denn nur selten werden die hinteren Lautsprecher zur Unterstützung der wenigen Schockmomente genutzt. Ist dies jedoch der Fall, bekommt auch der Subwoofer etwas zu tun. Meist werden die Rears aber nur zur Unterstützung der musikalischen Klangkulisse und einigen Hintergrundgeräuschen in Anspruch genommen, was letztendlich durch den zurückhaltenden Einsatz von direktionalen Effekten nicht ausreicht, um ein räumliches Klangbild zu erschaffen. Dafür stimmt aber die Abmischung bezüglich der Homogenität und so kommt es auch nicht zu Überlagerungen. Außer dass der englische Originalton präziser klingt, gibt es keine hörbaren Unterschiede zwischen den beiden Tonspuren. Deutsche Untertitel werden optional angeboten.

Das Bonusmaterial, das Sony Pictures der DVD beifügt, ist ziemlich mau ausgefallen. Der Audiokommentar mit Regisseur Nelson McCormick, Brittany Snow und Johnathon Schaech ist sehr belanglos. Wenn die Sprecher auch motiviert sind, die halbgaren Anekdoten und Charakterisierungen einzelner Personen halten dieses Extra sehr oberflächlich, was dafür sorgt, dass schnell die Lust am Zuhören vergeht. Die entfallenen Szenen als auch das alternative Ende sind zurecht aus dem Film geflogen und hätten nur für eine unnötige Verlängerung gesorgt. Positiv sind dabei die zuschaltbaren Regiekommentare, die genauere Erläuterungen zur jeweiligen Szene geben. Ein paar unlustige Versprecher und das komplette "Bridgeport High Vikings - Video Jahrbuch", das man im Film nur in Ausschnitten zu sehen bekommt, sind weitere anwählbare Bereiche des Bonusmaterials. Das Making of hingegen entpuppt sich sehr schnell als eine Werbeveranstaltung für den Film und lässt Macher und Darsteller zwischen diversen Filmszenen zu Wort kommen. Ebenso überflüssig sind die restlichen Featurettes, denn hierbei handelt es sich lediglich um eine Weiterführung des Making ofs. Im "Profil eines Killers" wird versucht die Hintergründe des Killers zu rechtfertigen und eine Verbindung zum Originalfilm von 1980 herzustellen, was letztendlich eine Frechheit ist, denn die Macher sind doch wirklich in dem Glauben, ein echtes Genrehighlight mit ihrem Pseudo-Remake abgeliefert zu haben, das dem Original in nichts nachsteht bzw. sogar noch viel intensiver als dieses wirkt. Stellt sich doch wirklich die Frage, ob die Damen und Herren einen anderen Film gesehen haben? Da können auch die Drehortbesichtigung "Schauriger Platz - Die perfekte Location" und die Geschichten der Crew zum eigenen Abschlussball nicht wieder versöhnlich wirken. Alles irgendwie bedeutungslos und stellenweise sogar nervig anzusehen. Einzig die für das gesamte Bonusmaterial vorhandenen deutschen Untertitel sind ein positiver Lichtblick. Ein paar Trailer zu weiteren Titel des Anbieters runden den Werbecharakter letztendlich ab.



Lässt man die gesammelten Eindrücke nochmals Revue passieren, dann entpuppt sich "Prom Night" als ein solider, aber alles in allem doch ziemlich konventionell geratener Slasher-Film, welcher zwar mehr auf die Spannungs-, denn auf die Blutschiene setzt, dabei aber absolut nichts Neues zu bieten hat und auch aus dem Üblichen nicht viel Brauchbares herausholt. Eine gewisse Atmosphäre lässt sich zwar nicht verleugnen und allzu viel depperte Begebenheiten sind auch nicht vorhanden, doch für ein wirklich gelungenes Slasher-Erlebnis reicht das Gezeigte nicht aus. Slasher-Allesfresser können somit zwar durchaus mal reinschauen, wirklich begeistert werden aber auch sie nicht sein und Gelegenheitszuschauer schon gleich gar nicht. Dafür wird aber eine ordentliche Bild- und Tonqualität präsentiert, die jedoch nicht als Kaufgrund angesehen werden sollte.


Film++/---
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus++/---


Druckbare Version
Prom Night - Eine gute Nacht zum Sterben (Unrated Version)
Prom Night
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.