Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2006
Originaltitel:Walking Tall 2
Länge:90:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tripp Reed
Buch:Brian Strasmann, Joe Halpin
Kamera:Jas. Shelton
Musik:David Wurst, Eric Wurst
SFX:Jeff Frink
Darsteller:Kevin Sorbo, Yvette Nipar, A.J. Buckley, Bentley Mitchum, Haley Ramm, Jennifer Sipes, Robert Paschall Jr., Charles Baker, Ron Bath, Riley Chambers, Steve M. Clark, Gail Cronauer
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:14.03.2007 (Verleih) / 10.04.2007 (Kauf)
Specials:
  • Deleted Scenes (7:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-ray (1:15 Min.)
    • Spiderman 3 (2:24 Min.)
    • Spiel auf Bewährung (1:58 Min.)
    • Ghost Rider (1:21 Min.)
    • Das Spiel der Macht (2:00 Min.)
Kevin Sorbo spielt die Hauptrolle in der actiongeladenen Fortsetzung von "Walking Tall". Dieses Mal geht es um einen Lokalhelden, der die Gerechtigkeit selbst in die Hand nimmt. Nick kehrt in seine Heimatstadt zurück, nachdem sein Vater, der Sheriff, unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Schnell findet er heraus, dass die liebenswerte Stadt, in der er aufwuchs, inzwischen von einer brutalen Bande skrupelloser Verbrecher beherrscht wird, die mit Einschüchterung und Erpressung die Bewohner dazu bringen, ihnen Geschäfte zu verkaufen. Mit Hilfe eines FBI-Agenten und ein paar alten Freunden gelingt es Nick, selbst Sheriff zu werden. Er gelobt, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Gang und ihren rücksichtslosen Anführer zu vernichten und seine Stadt zurückzuerobern.
"He's raising the stakes to new heights."

Basierend auf der wahren Geschichte des amerikanischen Gesetzeshüters Buford Pusser, der vornehmlich in den 60ern innerhalb seines Zuständigkeitsbereichs schon einmal das Recht zugunsten der guten Sache in die eigene Hand nahm, entstand 1972 Phil Karlsons Film "Walking Tall" (mit Joe Don Baker), welcher in der Folgezeit gar noch zwei Fortsetzungen und eine Fernsehserie hervorbrachte. 2004 schickte man ein gleichnamiges "Remake" Schrägstrich Kino-Vehikel für den ehemaligen Profi-Wrestler Dwayne "the Rock" Johnson ins Rennen, das zwar zu keinem echten Blockbuster avancierte, Fans altmodischer Action-Streifen jedoch zufrieden stellte und spätestens im Rahmen der DVD-Auswertung in die Gewinnzone vorstieß. Im Jahre 2007 präsentierten uns Metro-Goldwyn-Mayer und Sony Pictures Home Entertainment dann gleich zwei vom "Vorgänger" unabhängige "Direct to Video"-Sequels, die Rücken an Rücken mit dem TV-Schauspieler Kevin Sorbo in der Hauptrolle produziert wurden: Den Anfang machte der hier vorliegende "The Payback", gefolgt vom wenig später erschienenen "Lone Justice".



Die Zustände in der kleinen, ländlich in Texas gelegenen Stadt Boone haben sich in letzter Zeit zunehmend verschlechtert: Grundstücksbesitzer werden von einer lokalen Bande Krimineller unter Druck gesetzt, ihre im Ortskern gelegenen Immobilien zu Spottpreisen zu verkaufen - ansonsten steht entweder ihr Betrieb und/oder ihre Gesundheit auf dem Spiel. Keiner weiß, warum dies geschieht - grundsätzlich wird die Angelegenheit ohnehin nicht zu einem öffentlichen Thema gemacht.
Die Frage nach den Hintergründen beschäftigt auch den County Sheriff (Steve M. Clark), der nur Vermutungen, bloß keine Beweise vorbringen kann ... bis es eines Tages zu einem explosiven Vorfall an einer Tankstelle kommt, infolge dessen er eine (im Rahmen der Vertuschung übersehene) Waffe in den Trümmern entdeckt. Um jene untersuchen zu lassen, bringt er sie nach Dallas ins dortige Department - gerät aber im Zuge dessen an einen korrupten Ansprechpartner, der ihn prompt an die Drahtzieher der laufenden Aktion verrät. Es ist nämlich so, dass demnächst eine Schnellstraße durch Boone gebaut wird, was den Wert des betreffenden Landes dann automatisch um ein Vielfaches steigert - und ein mächtiger Geschäftsmann will sich dieses extrem lukrative Geschäft auf keinen Fall entgehen lassen. Angesichts der neuen Lage kontaktiert letzterer umgehend sein "ausführendes Organ" vor Ort, Harvey Mason (A.J. Buckley), und weist diesen an, das Problem schnellstmöglich zu lösen - kurz darauf ist der störrische Sheriff tot, dem Erfolg des Plans scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Allerdings haben sie die Rechnung ohne den Sohn des Ermordeten gemacht, dem ehemaligen Soldaten Nick Prescott (Kevin Sorbo), welcher eigentlich auf einem Pferdehof etliche Meilen entfernt nach dem geleisteten Kriegsdienst seine Ruhe finden wollte, nun jedoch zur Beerdigung ins heimatliche Städtchen zurückkehrt und verwundert zur Kenntnis nehmen muss, was sich dort seit seinem Weggehen so alles verändert hat.
Anfangs hält er sich aus den Geschehnissen heraus, macht sich nur ein eigenes Bild der Dinge - doch angesichts der untätigen Behörden und immer intensiver werdenden Übergriffe, da die Details des Deals demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, ist selbst für ihn der Punkt zum Handeln irgendwann erreicht: Gemeinsam mit einer engagierten FBI-Agentin (Yvette Nipar) sowie dem vertrauenswürdigen Deputy (Dell Johnson) seines Dads, der ihn auch kurzerhand zum Hilfssheriff ernennt, sagt er jenen üblen Machenschaften den erbitterten Kampf an, was in einer Spirale der Gewalt mündet, welche diverse Anschläge, persönliche Übergriffe und Leichen auf beiden Seiten mit sich bringt.



"Walking Tall: The Payback" ist nun also der ein "R"-Rating tragende (indirekte) "DTV"-Nachfolger des "PG-13"-Kinofilms - verfasst von Steven Seagals Stamm-Schreiberling Joe Halpin (gemeinsam mit Brian Strasmann), produziert von B-Movie-Routinier Andrew Stevens und inszeniert von Regisseur Tripp Reed ("Manticore"). Erstere hielten sich bei der Konzeption des Drehbuchs rigoros an die simpel gestrickten Standard-Formel, nach welcher die meisten diesem Sub-Genre zugehörigen Werke aufgebaut sind: Ohne irgendwelche kreativen Mühen oder inhaltliche Risiken einzugehen, variierte man die zentralen Storyelemente des Vorläufers nur geringfügig und bettete diese in eine neue, den Verlauf gradlinig von Punkt A nach B führende Hintergrundgeschichte ein.
Texas als Schauplatz passt gut, denn im Kern handelt es sich hierbei um einen modernen Western - besonders gegen Ende deuten entsprechend arrangiert Sequenzen (der Held bläst auf dem Rücken eines Pferdes zum Angriff, es kommt zum Duell mit dem Baddie im lodernden Flammenschein etc.) evident darauf hin, dass den Machern diese Gegebenheit ebenso vollkommen bewusst war, was ich sehr begrüße, zumal jene Augenblicke nie erzwungen anmuten, sondern harmonisch mit allem drum herum harmonieren. Standesgemäß gibt es eine zünftige Kneipen-Schlägerei (klassisch eingeleitet von dem Irrglauben eines der Bösewichte, auch in Nicks Gegenwart die Zeche prellen zu können), die Anwohner müssen erst einmal davon überzeugt werden, sich gegen ihre Peiniger aufzulehnen, und die Taten des Helden werden im Vorfeld zur Genüge legitimiert - in diesem Fall, zusätzlich zu der persönlichen Komponente, hauptsächlich in Gestalt etlicher Gewalttaten gegen Unschuldige. Alles sehr vorhersehbar, rein zweckgebunden ausgerichtet. Der Gute ist einem sympathisch, u.a. weil er sich um seine Mom und Freunde kümmert, sein Gegenspieler angesichts der von ihm begangenen Taten umfassend verabscheuungswürdig - die aufgezeigte Welt haben Halpin und Strasmann demnach streng in Schwarz und Weiß eingeteilt, ganz ohne Grauzonen. Einfallslos, keine Frage, aber auf eine primitive Art und Weise unweigerlich effektiv, wenn es um die Sicherung des Zuschauerzuspruchs geht - eine differenziertere Herangehensform wäre natürlich trotzdem wünschenswert gewesen.



Kevin Sorbo, vielen gewiss u.a. dank der TV-Serien "Hercules: The Legendary Journeys"" und "Gene Roddenberry's Andromeda" ein Begriff, füllt die Hauptrolle ziemlich geeignet aus: Zwar fehlt ihm das Charisma seines direkten Vordermanns (The Rock), dennoch hätte man unschwer eine wesentlich schlechtere Wahl im Sinne der Besetzung des Parts treffen können, weshalb wir angesichts seiner soliden, wenngleich in bestimmten (emotionaleren) Momenten eher hölzernen Leistung insgesamt zufrieden sind. Sein Widersacher wird von A.J. Buckley ("The Forsaken") verkörpert, der seine stereotype Rolle ebenso restlos annehmbar meistert: Unrasiert, mit etwas längeren Haaren und etlichen Tattoos, repräsentiert er das altbewährte Bild eines zeitgemäßen Rednecks, der seine Musik laut hört, harte Spirituosen konsumiert und in seiner Freizeit gern mal im Beisein seiner Kumpels Shooter-Spiele auf der Konsole zockt. Als Masons rechte Hand tritt Marc Macaulay (Interner Link"Monster", Interner Link"The Punisher"") in Erscheinung - er ist einer dieser Akteure, den so ziemlich niemand vom Namen her kennt, dessen Gesicht aber sicherlich jedem schonmal in der zweiten Reihe etlicher Produktionen begegnet ist.
Die mich stets an Dina Meyer erinnernde Yvette Nipar (Interner Link"Vampire Clan") sollte wohl noch Erwähnung finden, nicht nur weil sie im Sequel wieder mit von der Partie ist: Unabhängig ihrer sichtlichen Bemühungen erhält sie leider aufgrund der oberflächlichen Gestaltung ihrer Figur schlichtweg nicht den nötigen Raum zugesprochen, um einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu können, was im Prinzip auf alle anderen Beteiligten genauso zutrifft - zumindest bleiben uns Fehlbesetzungen und/oder mimische Totalausfälle glücklicherweise erspart.


"Blood...Pain...JUSTICE"

Die DVD aus dem Hause Sony Pictures spendiert dem Film mit 7 Minuten an "Deleted Scenes" sogar ein wenig Bonusmaterial, was zudem interessant ausgefallen ist. Ansonsten gibt es nur eine handvoll Trailer, leider ohne den Originaltrailer zum Film.
Die Soundabmischung bleibt sehr verhalten und die Rears werden nur äußerst selten wirklich sinnvoll genutzt. Das bedeutet, dass wir überwiegend einen sehr frontlastigen Sound spendiert bekommen, der selbst in den Actionszenen nicht so wirklich aus sich heraus kommen will. Auch wenn gerade zum Finale hin die Abmischung etwas an Fahrt gewinnt, so klingt weder der deutsche noch der englische Soundmix wirklich räumlich, oder gar kraftvoll. Dafür sind die Dialoge sehr sauber zu verstehen, was für einen guten Digital-Mix aber nicht reicht. Optional gibt es diverse Untertitel.
Bildtechnisch kann "Walking Tall - The Payback" leider auch nicht viel reißen, was zum einen daran liegt, dass der anamorphe Transfer sehr weich und stellenweise sogar deutlich unscharf erscheint. So wirkt das Bild nie wirklich detailliert und die Schärfe arbeitet lediglich auf einem durchschnittlichen Niveau. Der Kontrast wurde wie auch die Farbgebung deutlich verfremdet und lässt das Bild sehr dunkel erscheinen. Zudem saufen in dunklen Bildteilen immer wieder nötige Details ab und die Farben wirken durchweg sehr blass und erdig. Desweiteren machen sich deutliche Unruhen bemerkbar, welche u.a. auf einen sehr grobkörningen Transfer schließen lassen. So wirkt das sehr rauschig und grobe Bild deutlich zu unruhig und zeigt leichte Kompressionsprobleme, sowie Nachziehen in schnellen Bewegungen. Zudem huschen immer wieder kleinere Defekte durch das Bild, die aber kaum störend ausfallen.


"Walking Tall: The Payback" beweist einmal mehr anschaulich, dass man kein umfangreiches Budget benötigt, um einen altmodischen Action-Streifen auf die Beine zu stellen. Mit nur einem Bruchteil der finanziellen Mittel des ersten Teils gesegnet, der für das Gebotene damals ohnehin viel zu überteuert war, serviert Regisseur Reed dem Publikum ein handwerklich absolut brauchbar umgesetztes Werk, das sich keineswegs vor artverwandten Veröffentlichungen verstecken muss - im Gegenteil: Uns hat die Professionalität der Inszenierung überrascht, welche Cinematographer Jas Shelton ("The Garage") zudem in eine ansehnliche Optik verpackte. Fans des Genres erhalten eine coole Verfolgungsjagd sowie mehrere Prügeleien, Shoot-Outs und nette Explosionen geboten, deren Verteilung jedoch nicht rundum optimal anmutet: In der ersten Hälfte geschieht nur punktuell etwas Aufregendes (wobei klar herausgestellt werden muss, dass der Verlauf in dieser Phase keinesfalls langweilig oder dröge daherkommt), in der zweiten geht es allerdings umso kräftiger zur Sache - inklusive der Verwendung einer erstaunlich wuchtigen Schrotflinte. Während die Auseinandersetzungen an sich sind im Ganzen relativ bündig geraten sind, hätte eine durchaus intensive Vergewaltigungsszene im Gegenzug aber getrost etwas kürzer ausfallen dürfen.
Eine hölzerne Schlagwaffe wird übrigens nur flüchtig eingesetzt, quasi als Tribut an Pusser sowie die vorangegangenen Verfilmungen - schließlich ist Texas ja auch nicht unbedingt für seine holzverarbeitende Industrie bekannt. Alles in allem ist es schade, dass das Skript nur mit einer derart banal zusammengeschusterten Story aufwartet, denn letzten Endes vermochte uns diese solide DTV-Fortsetzung, obgleich frei von Innovationen und arm an nachhaltigen Attributen, nichtsdestotrotz einigermaßen passabel zu unterhalten.


Film+++---
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus+-----


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.