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USA 2008
Originaltitel:Jumper
Alternativtitel:Hüppaja
aka. Jumper - Franchir le temps
aka. Skakac
aka. Teleport
Länge:84:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Doug Liman
Buch:David S. Goyer, Jim Uhls, Simon Kinberg, Steven Gould
Kamera:Barry Peterson
Musik:John Powell
SFX:Soho VFX, Hydraulx, Gentle Giant Studios, Cinema Production Services u.a.
Darsteller:Hayden Christensen, Samuel L. Jackson, Diane Lane, Jamie Bell, Rachel Bilson, Michael Rooker, AnnaSophia Robb, Max Thieriot, Jesse James, Tom Hulce, Kristen Stewart, Teddy Dunn, Barbara Garrick, Meredith Henderson
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:DigiPack
DVD-Start:28.07.2008 (Verleih) / 22.08.2008 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Trailer bei DVD-Start:
    • Bank Job (2:17 Min.)
    • Mensch, Dave! (1:55 Min.)
    • P2 - Schreie im Parkhaus (0:42 Min.)
  • Trailershow:
    • Mr. & Mrs. Smith (2:20 Min.)
    • Live! (2:12 Min.)
    • Léon - Der Profi (1:33 Min.)
    • Die Neunte Kompanie (3:23 Min.)
    • Million Dollar Baby (2:31 Min.)
    • Die Vorahnung (1:51 Min.)
    • Free Rainer (2:05 Min.)
  • Trailer A [Deutsch/Englich] (2:26 Min.)
  • Trailer A [Deutsch/Englich] (2:30 Min.)
  • Audiokommentar von Regisseur Doug Liman, Drehbuchautor/Produzent Simon Kinberg und Produzent Lucas Foster
Bonus-DVD:
  • Picture in Picture Modus mit anwählbaren Storyboards (84:52 Min.)
  • Deleted Scenes (10:44 Min.)
  • Jumping from Novel to Film (7:47 Min.)
  • Making an Actor Jump (7:16 Min.)
  • Jumping around the World (16:44 Min.)
  • Die Locations:
    • Baja - Mexico (0:13 Min.)
    • Toronto - Kanada (1:10 Min.)
    • New York - USA (0:09 Min.)
    • Paris - Frankreich (0:10 Min.)
    • Rom - Italien (0:45 Min.)
    • Tokio - Japan (1:06 Min.)
  • Davids Story als animierter Zeichentrick (7:42 Min.)
  • Fotogalerie (33 Bilder)
  • Storyboards:
    • Spritztour durch Tokyo (6:02 Min.)
    • Kampf Jumper gegen Jumper (6:55 Min.)
    • David befreit Millie (5:22 Min.)
  • Vorvisualisierung einer möglichen Jumper-Fortsetzung (4:20 Min.)
  • Doug Liman's Jumper Uncensored (34:06 Min.)
  • Samuel L. Jackson Profile (3:36 Min.)
  • Internet Reportagen:
    • Die Schauspieler (4:13 Min.)
    • Der Regisseur (3:59 Min.)
David Rice hatte sich immer für einen ganz normalen Typen gehalten, bis er mit 15 seine Fähigkeit zu springen entdeckt. Binnen Sekunden kann er sich an jeden beliebigen Ort der Welt teleportieren. Die perfekte Methode, seinem tristen Elternhaus zu entkommen und bei einem Zwischenstopp im Banktresor gleich noch das nötige Kleingeld für ein Luxusleben in New York einzusammeln. David genießt seine neue Mobilität in vollen Zügen: Morgens zum Surfen nach Hawaii, mittags Lunch auf dem Kopf der Sphinx und abends ein Abstecher in die Londoner Clubszene. Als er den abgebrühten Griffin kennenlertn, stellt sich heraus, dass er längst nicht der einzige Jumper. Doch sein Leben ist in höchster Gefahr. Die hochspezialisierte Geheimorganisation der Paladinen will Menschen wie David auslöschen - und ihr skrupelloser Anführer Cox ist ihm ganz dicht auf den Fersen.
"Let me tell you about my day so far. Coffee in Paris, surfed the Maldives, took a little nap on Kilimanjaro.
Oh, yeah, I got digits from this Polish chick in Rio. And then I jumped back for the final quarter of the N.B.A. finals--courtside of course. And all that was before lunch. I could go on, but all I'm saying is, I'm standing on top of the world."


Hollywood ist immer auf der Suche nach dem nächsten großen Blockbusterding. Gerade jetzt, wo so viele große Filmtrilogien ihren Abschluss gefunden haben und es nicht sicher ist, ob eine weitere Fortsetzung noch möglich wird oder sinnvoll erscheint, muss frisches Material her.
"Jumper" erschien da wohl wie ein vielversprechendes Konzept. Jugendliche Teleporter, gejagt von einer mysteriösen Geheimorganisation, das versprach sowohl viele Spezialeffekte wie auch den Einsatz von potentiellen jugendlichen Stars, was sich an den Kinokassen in eine Menge Teenagertaschengeld umsetzen lässt. Also plante man nach den Roman von Steven Gould gleich mal flott eine Trilogie und setzte vermeintlich erfahrenes Personal daran: Regisseur Doug Liman ist seit "Die Bourne Identität" und "Mr. Und Mrs. Smith" ein actionversierter Regisseur und David S. Goyer als Drehbuchautor hatte seine Pfoten in gut der Hälfte aller Comicverfilmungen der letzten Dekade. Doch Letzteres würde auch erklären, dass er mit seinen Schreibkollegen das Skript offenbar auf die Schnelle in einem Stehimbiss auf einer Lunchserviette niederschrieb und es danach auch nicht mehr besonders viele Erweiterungen erfuhr. "Jumper" ist nämlich modernes Popcornkino in seiner schlimmsten Form: flach, inhaltsleer, auf bloßen Effekt angelegt - wie geschaffen für ein gut 13-16jähriges Zielpublikum und alle übrigen, die in dieser intellektuellen Altersklasse frei- oder unfreiwillig verharren.



Der Plot ist papierdünn, die dramatische Einleitung allein (Mäuschenteenager entdeckt beim Einbruch ins Eis seine Teleporterfähigkeiten und beginnt dank marodem Elternhaus sein Glück in Banktresoren zu versuchen) ist schon ein abgegriffener Standard, der zwar generell dazu angetan ist, feuchte Pubertätsträume (männlich) anzuregen, aber kaum in die Kategorie "spektakulär" einzuordnen ist. In der Folge gerät der Film zu einem großen Reisebildband Marke "Schaut mal, wohin auf diesem Planeten wir das Kamerateam alles geschickt haben", denn ausgiebig wird exotischen Schauplätzen gefrönt, womit aber die Story an sich noch lange nicht in Gang kommt.
Zu dem Fertiggericht gehören in der Folge noch: ein weiterer Springer jungen Alters; die heimliche Jugendliebe, die erobert sein will; die bösen bösen Paladine (in Personalunion dargestellt von einem auf Autopilot chargierenden Samuel Jackson, der seinen Kopf offenbar ohne Angabe von Gründen morgens in Talcumpuder gewälzt hat) und für ganz Doofe ein Mysterium um das verschwundene Mütterlein.


"Paladins kill Jumpers, I kill Paladins, class dismissed."

Wer da jetzt auf eine Art Interner Link"Star Wars"-Story à la Skywalker gesetzt hat (immerhin spielt Hayden Christensen die Hauptrolle, gibt es einen Mentoren, einen düsteren Bösewicht und "Paladin" kann man irre witzig mit "Padawan" verwechseln), wird enttäuscht - der Plot gibt einfach nichts her außer extremen Leerlauf oder totaler Hektik.
Reizarm und überraschungslos wickelt sich der 3-Sätze-Stoff in gerade mal 88 Minuten mit einer Trägheit ab, die Filmen von Eric Rohmer ganz neue Dynamik verleiht. Ständig wird gesprungen und gehopst, Sightseeing im Zeitraffer, nur zu erzählen haben die Macher nichts. Weder wird auf Ursache noch auf Wirkung des Teleportierens eingegangen, Motivationen scheren die Autoren offenbar einen rechten Dreck, stattdessen gibt es Pappdeckeldialoge ohne Ende.
Da passt es ganz gut, dass die Darsteller in diesem Kanon entsprechende Leistungen zu verantworten haben: Christensen spielt auch Jahre nach Interner Link"Episode 2" immer noch wie ein gut geöltes Stück Holz; Rachel Bilson sieht zwar einigermaßen aus, salbadert aber ständig nur nerviges Zeugs, das von der Story ablenkt; Jackson ist offensichtlich gelangweilt und Jamie Bell, traditionell der ambitionierteste Darsteller, muss dermaßen hibbelig jede Szene zerwuseln, als hätte man ihm sein Ritalin vorenthalten. Spannungsmomente oder echte Höhepunkte kommen da dann auch so gut wie gar nicht auf, rein mechanisch das ganze Geschehen, nur die Tricks sind überaus ansprechend, doch der Joke des Springens und Irgendwas-Mitnehmens, was sich als Waffe eignet, nutzt sich mit der Zeit auch ab. Fakt ist, dem fertigen Produkt fehlt so ziemlich alles, aber vor allem der rechte Biss.
Zu wenig Hintergrund wird geliefert, um eine echte Bedrohung überhaupt aufkommen zu lassen und die paar roten Heringe für einen eventuellen zweiten Teil, lassen einen auch nicht vor Erregung erzittern. Und wenn der Gute am Ende den Bösen (der immerhin den Daddy gemeuchelt hat) pazifistisch rating-gerecht nicht umbringt, sondern in der Wildnis aussetzt, dann kann der Zuschauer ob dieser Zahnlosigkeit eigentlich nur noch hämisch kichern.



Ein paar Anschmachter oder Anspruchslose werden sich dann doch wohl noch ins Kino verirren, vorzugsweise unterhalb der Twen-Jahre, aber ob der Film angesichts des eher mäßigen US-Einspiels tatsächlich in drei Jahren fortgesetzt wird, darf mit Fug und Recht angezweifelt werden. In Deutschland wird dieses Teil im Mittelfeld versacken - und damit ist er eigentlich noch gut bedient.



"So you're a Paladin and I'm a Jumper. What happens now?"

Mit der vorliegenden 2-Disc Special Edition von "Jumper" liefert Kinowelt uns einen satten und kraftvollen 5.1-Mix ab, der in den Actionszenen mit einer guten Dynamik und einem druckvollen Bass aufwarten kann. Die Effektkanäle sind permanent im Einsatz, wodurch eine hervorragende Räumlichkeit erzeugt wird und neben stets gut ortbaren Umgebungsgeräusche, sowie einer Vielzahl gut platzierter direktionaler Effekte, ein angenehmes Mittendringefühl geboten wird ohne dass die Dialogverständlichkeit darunter leidet. Diese klingen selbst in den Actionsequenzen sehr verständlich und sauber, in ruhigeren Sequenzen dominieren sie niemals das Geschehen und passen sich gut den restlichen Nebengeräuschen ein. Der englische Soundtrack unterscheidet sich nicht sonderlich vom deutschen Pendant und lediglich die Dialoge klingen im Zusammenspiel mit dem restlichen Klangbild etwas natürlicher. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.

Der anamorphe Widescreen-Transfer zeigt einen harten und teilweise absichtlich überhöhten Kontrast, erscheint meist eine Spur zu dunkel und verschluckt somit immer wieder kleinere Details. Die Farbgebung wurde angepasst und so sind die Farben meist sehr kühl und das Bild wirkt leicht grünstichig. Die Schärfe erweist sich als solide und das ist für einen aktuellen Film wie "Jumper" keine Auszeichnung. Nahaufnahmen zeigen zwar immer wieder einiges an Details, doch richtig scharf will das Bild nicht werden. Die Konturen wirken dabei sehr wechselhaft. Mal sehr weich und schwammig, dann wieder sichtlich nachgeschärft inkl. Doppelkonturen, erscheint das Bild nie optimal. Hinzu kommt eine sichtbare Blockbildung in homogenen Flächen und die Kompression verhält sich leider auch nicht immer unauffällig. Bildrauschen ist ebenfalls vorhanden und in schnellen Bewegungen macht sich leichtes Nachziehen breit. Dafür ist der Transfer frei von Schmutz und Defekten. Für einen aktuellen Film und aufgrund der gewollten Bildverfremdungen mit Wohlwollen noch 4 Punkt.
Das vorliegende DigiPack beinhaltet zwei DVDs, eine für den Hauptfilm und eine für das Bonusmaterial. Auf der Hauptfilm-Disc befinden sich noch zwei Kinotrailer, sowie eine Trailershow und ein Audiokommentar vom Regisseur Doug Liman, dem Drehbuchautor und Produzenten Simon Kinberg und dem Produzent Lucas Foster. Letzterer kann überzeugen, wurde aber nicht deutsch untertitelt. Wer aber etwas mehr als Schulenglisch kann, erfährt eine Menge über die Produktion, die Dreharbeiten, sowie die geplante Trilogie.
Weiter geht es nun auf der Bonus-Disc, welche randvoll mit Extras gefüllt ist. Definitives Highlight stellt zweifelsfrei der Picture in Picture-Modus mit anwählbaren Storyboards dar, in dem der gesamte Film nochmals vorhanden ist. Wie der Name dieses Extra schon besagt, gibt es zwei Bildfenster, eins für den Film und das zweite Fenster für Making of-Aufnahmen zur jeweiligen Szene. Zusätzlich wird immer wieder der Hinweis eingeblendet, dass an bestimmten Stellen durch Drücken der Enter-Taste Storyboards aufgerufen werden können. Wirklich eine rundum gelungene Sache, die man gern noch öfters sehen würde. Der nächste Punkt befasst sich mit den Deleted Scenes, die mehr oder weniger gelungen erscheinen und meist zurecht aus dem fertigen Film geflogen sind. "Jumping from Novel to Film" befasst sich mit den Büchern von Steven Gould und der Erschaffung von "Jumper". Gould und viele weitere der Crew geben in aufschlussreichen Gesprächen viele Infos bezüglich der Verarbeitung von der Novelle übers Drehbuch zum fertigen Film preis. Ebenfalls darf das Featurette "Making an Actor Jump" zu den wirklich interessanten Sachen des Bonusmaterials gezählt werden, da man hier genau auf die Sprünge, und wie sie zustande kamen, eingeht. Nett gedacht aber eigentlich uninteressant, da einfach zu kurz gehalten, sind die Mini-Featurettes um "Die Locations". In kurzen Interviews oder anhand von Bildern werden kleine Einblicke zu dem jeweiligen Drehort gegeben. Eine spaßige Angelegenheit ist "Davids Story", der die Grundgeschichte nochmal als einen kurzen Zeichentrickfilm wiedergibt. "Doug Liman's Jumper Uncensored" ist dann wieder eine gelungene Dokumentation, die von den ersten Vorabentwürfen von "Jumper" berichtet, in denen die Figuren von David und Milie noch von anderen Darstellern gespielt wurden. Im "Samuel L. Jackson Profile" darf der Star über seine Rolle berichten, wobei dies eher ein werbeträchtiger Beitrag ist und nur an der Oberfläche kratzt, ohne wirkliche Informationen zu bieten. Für den Fall eines weiteren "Jumper"-Films, wurde schon eine computergenerierte "Vorvisualisierung einer möglichen Fortsetzung" erstellt, die sich ebenfalls im Bonusbereich der DVD befindet. Die beiden "Internet Reportagen" befassen sich mit dem Regisseur und den Darstellern, sollten aber auch nur als Werbefilmchen abgestellt werden. Drei Storyboards und eine Fotogalerie beenden dann die Bonus-DVD. Bleibt nur noch zu sagen, dass die gesamten Extras mit deutschen Untertiteln ausgestattet sind, was von uns lobend anerkannt wird.


"Jumper" ist seichtes Popcorn-Kino und nette Unterhaltung für Zwischendurch, hätte aber auch soviel mehr sein können. Wer dennoch einmal einen Blick riskieren will, sollte sich diese DVD einfach einmal ausleihen. Für einen aktuellen Film ist die Bildqualität leider nicht wirklich überzeugend, dafür haut der Ton aber richtig rein. Die 2-Disc-Special Edition erscheint in einem hübschen DigiPack und bietet neben einigen werbeträchtigen Featurettes auch sehr interessantes Zusatzmaterial.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus+++++-


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