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USA 2008
Originaltitel:April Fool's Day
Länge:87:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mitchell Altieri & Phil Flores (als The Butcher Brothers)
Buch:Mikey Wigart
Kamera:Michael Maley
Musik:James Stemple
SFX:David Hill
Darsteller:Taylor Cole, Sabrina Aldridge, Michael Beasley, Corinne Biazzo, Dave Blamy, Samuel Child, Joe Egender, R. Keith Harris, Mark D. Headen, Josh Henderson, Eric Hollenbeck, Christy Johnson, David Lowe, Joseph McKelheer, Tiffany LeShai McMinn, Adam Melton, Alexa Motley, George Peroulas, Robert Pineiro, Sara Platt, Mark Alton Rose, Mark Scarboro, David Schifter, Paul Shaw, Jennifer Siebel, Marjorie Strauss, Scout Taylor-Compton, Tommy Allen Taylor
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:24.06.2008 (Verleih) / 24.07.2008 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Ich weiß wer mich getötet hat (2:27Min.)
    • Prom Night (1:57 Min.)
    • Demnächst auf Blu-ray Disc (0:32 Min.)
    • The Cottage (1:41 Min.)
Jedes Jahr am 1. April feiert die märchenhaft reiche, junge Desiree Cartier in ihrer luxuriösen Südstaatenvilla die begehrtesten Debütantinnenparties. Auf diesen gesellschaftlichen Ereignissen dürfen ihre unnachahmlichen Streiche natürlich nicht fehlen. Als jedoch ihr diesjähriger Streich ein tödliches Ende nimmt, werden Desiree, ihr Bruder Blaine und fünf ihrer Freunde zur Zielscheibe eines wahnsinnigen Killers, der die jungen Leute in dieser erschreckenden Geschichte über Verführung, Verrat und Rache nacheinander zur Strecke bringt.
"This April Fool's Day, Put All Jokes Aside...Because You May Be Next." - Werbezeile

Remake über Remake und ein Ende ist bis dato nicht in Sicht. So sieht es momentan aus, wenn man sich in Hollywoods Horrorwerkstatt einmal so umschaut. Da werden uralte Abschlussbälle wieder aufgeführt, Männer mit Masken töten zu Halloween erneut unschuldige Babysitter und grausig entstellte Mutanten morden sich erneut durch sehende Hügel. Doch da die Ideenarmut hier mitunter keine Grenzen kennt, kommen nun langsam auch all jene Filme zu ihrem Remake, die kaum eine Socke kennt. "April, April - Tote scherzen nicht" dreht nun den durchaus guten, aber eher unbekannten "April Fool's Day" durch die Mangel und beweist damit einmal mehr, dass man keine neuen Ideen braucht, um den Verbraucher zu schröpfen, wenn es auch alles in allem noch gerade so solide zugeht, zumindest für Slasherfans!



Allerdings muss man sich wieder einmal damit abfinden können, dass das Remake mit dem Original Null und nichts zu tun hat. Auch wenn die Story erst einmal so klingt, als hätte sie Bezüge zum Original. So muss man schnell feststellen, dass dem, bis auf eine einzelne Sache, nicht so ist. Es geht also um die reiche Desiree Cartier, welche jedes Jahr zum 01.04. eine extravagante Party schmeißt. Natürlich treibt sie auf diesen Partys auch immer ihre bösen Scherze, aber diesmal geht sie zu weit und eines ihrer Opfer kommt ums Leben.
Ein Jahr später, wieder zum 01.04., werden die Freunde an das Grab der Toten geladen und erhalten eine Drohung, dass keiner von ihnen den Tag überlebt. Und die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten....
Ja, wie schon gesagt, mit dem Original hat das Ganze, bis auf Ereignistag und Titel, nichts zu tun. Zwar twistet das Ende ähnlich herum wie das Original, später mehr dazu, aber ansonsten machen es sich die Butcher Brothers, so der dubiose Künstlername der Regisseure, schon sehr einfach, ihren Film als Remake zu verkaufen. Zudem kommen natürlich auch noch die üblichen Probleme von harscher Unlogik und dem völligen Fehlen von Sinn und Verstand hinzu, aber das ist bei Slashern ja eh Gewohnheit.


Und da diese Punkte schon traurige Normalität sind, stören sie den Slasherfan auch nicht so wirklich. Langeweile, fehlende Atmosphäre und Blutleere sind da schon eher Punkte, an denen man sich stört. Und leider fehlt genau das auch "April, April ...", zumindest in der ersten halben Stunde. Da wird der Zuschauer genötigt, sich eine Party voller Superreicher anzuschauen, die allesamt die Sympathie einer Stockente haben und so müde feiern, dass man schon nach wenigen Minuten gewillt ist, diese Party zu verlassen. Die Aprilscherze sind zudem äußerst bräsig und auch sonst gibt es hier für 'ne ganze Weile erst einmal nichts, was groß das Interesse des Zuschauers schüren könnte. Zumal der angesprochene, tödliche Scherz auch erst nach knapp 25 Minuten passiert und ebenfalls vollkommen lahmarschig daherkommt, so dass man nicht einmal an dieser Stelle ein wenig aufwacht. Nein, also den Anfang haben die Butcher Brothers wirklich gänzlich versemmelt.



Glück für sie und für uns, dass es wenigstens danach ein wenig besser wird. Denn sobald die Freunde auf den Friedhof geladen werden und erfahren, dass jemand den Tod auf der Party rächen will, kann sich das Ganze dann doch einigermaßen solide durchziehen. Die Frage nach dem "Wer ist der Täter" bleibt jedenfalls stetig präsent und ist auch bis zu einem bestimmten Punkt nicht sonderlich vorhersehbar. Momente von Atmosphäre bleiben auf geringem Niveau, sind dann aber auch ab und an vorhanden und auch die Morde sehen allesamt recht nett aus, wenngleich sie, für einen Slasher, ebenfalls deutlich unter den Bereichen des Möglichen bleiben. Alles in allem kann man sich aber mit der restlichen Stunde Film durchaus seicht unterhalten lassen, sofern man das Slashergenre wirklich in all seinen Winkeln gerne hat.


Was die Auflösung angeht kommen wir zum einzigen Punkt, der sich wirklich mit dem Original vergleichen lässt, da dieser die größte Ähnlichkeit zu eben jenem aufweist. War schon damals die Auflösung wirklich ein absoluter Knaller, so dürften diejenigen, die das Original nicht kennen auch hier durchaus große Augen bekommen. Zwar hat die Auflösung hier wesentlich mehr das Problem der Unglaubwürdigkeit als damals der 1986er Film, im Slasher-Einerlei kann sie sich jedoch trotzdem sehen lassen.
Wer den Vorgänger allerdings kennt, dürfte kaum überrascht sein und die Lösung schon von Anfang an gerochen haben. Nett allerdings, dass sich der Film dann ganz zum Schluss nicht noch in ein weiteres bekanntes Klischee des Slasherfilms verrennt, sondern eine Figur, bei der man erwartet hätte, dass er wieder aufsteht, wirklich in Frieden ruhen lässt. Jedenfalls solange niemand auf die selten dämliche Idee kommt, noch eine Fortsetzung zu drehen.


Was die Darsteller angeht, wird allerdings wieder auf tiefstem Niveau angesiedelt. Mein Gott, was haben sich die Gebrüder Butcher bloß dabei gedacht, den Streifen mit solchen Trantüten zu besetzen, die allesamt müder spielen, als man beim Zuschauen des Films je sein könnte? Auch wenn man die Meisten irgendwo schon einmal gesehen hat, z.B. Josh Henderson in Interner Link"Desperate Housewives" oder Scout Taylor-Compton in Interner Link"Halloween", wirklich mit Talent gesegnet scheinen sie hier wohl nicht zu sein. Oder sie hatten einfach keine Lust auf mehr, was wohl durchaus auch im Bereich des Möglichen ist, zumal ihre Charaktere allesamt eh für den Allerwertesten sind. Man weiß es nicht, jedenfalls nach dem Trauerspiel hier, möchte man sie allesamt nicht so schnell wiedersehen.


"She has a killer party planned." - Werbezeile

Sony Pictures veröffentlicht "April, April - Tote scherzen nicht" als Direct-to-DVD-Titel ohne nennenswertes Bonusmaterial. So gibt es lediglich drei Trailer aus dem Haus eigenen Programm. Der anamorphe Transfer sieht derweilen aber gut aus. Die Farben sind satt und kräftig, bleiben dabei aber stets natürlich und der Kontrast wartet mit einem satten Schwarzwert und einer hervorragenden Durchzeichnung auf, ohne allzu oft nötige Details zu verschlucken, wobei das Bild insgesamt etwas dunkel erscheint. Die Schärfe erreicht leider nicht ganz so gute Werte und so mangelt er vor allem an Detailschärfe. Das Bild erscheint sehr weich, ohne wirklich unscharf zu erscheinen. Für etwas Plastizität sorgt hier aber die gute Kantenschärfe, welche hin und wieder etwas überstrahlt und leichte Doppelkonturen zeigt. Die Kompression arbeitet meist sauber, zeigt im Hintergrund aber leichte Blockbildung. Zudem fällt immer wieder leichtes Farbrauschen auf. Ansonsten ein guter Transfer, ohne Schmutz und Defekte, der selbst in Bewegungen einen sauberen Eindruck macht.
Der deutsche Soundmix liegt in Dolby Digital 5.1 vor, bietet aber nur geringfügig weiträumige Klänge. Überwiegend frontlastiger Natur, darf zumindest der Score sich auf sämtliche Kanäle erstrecken und Umgebungsgeräusche sind dezent aus den Rears wahrzunehmen. Wenn nötig gibt es auch immer wieder gut platzierte, aber nicht wirklich spektakuläre Effekte zu hören. Der Dynamikumfang ist hierbei nicht besonders groß und der Subwoofer bekommt nur wenig zu tun. Dafür klingen die Dialoge weitgehend natürlich und bieten saubere Höhen. Der englische 5.1-Mix klingt natürlicher und bietet ein deutlich besseres Zusammenspiel von Dialogen und Nebengeräuschen, klingt im Vergleich zum sprachlich angehobenen deutschen Mix aber etwas dumpfer, dafür aber auch realistischer, wobei die Dialogwiedergabe im Hochtonbereich etwas kratzig erscheint. Ansonsten gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.



Äußerst überflüssiges Remake, zu einem unbekannten und alles in allem recht unterschätzen 80er Jahre-Slasher-Film, das zum einen kaum etwas mit dem Original zu tun hat und zum anderen auch lange Zeit sehr langweilig und behäbig zur Sache geht. Nach einer guten halben Stunde hebt sich das Niveau zwar ein wenig, hat dann auch ab und an ein paar spannende und atmosphärische Momente zu bieten, doch insgesamt bleibt das ganze Treiben auch hier mehr als austauschbar, zumal die Auflösung auch nur bei Anfängern wirklich wirken dürfte. Dazu schnarchlahme Darstellerleistungen und fertig ist das Allerwelts-DtV-Produkt, welches sich nimmersatte Slasherfans zwar trotzdem mal anschauen dürfen, aber eigentlich von niemanden wirklich gebraucht wurde. Also weg damit!
Die DVD bietet gehobenen Standard in puncto Bild und liefert solide Ergebnisse im Tonbereich. Bonusmaterial sucht man vergebens. Bleibt nur zu erwähnen, dass "April, April - Tote scherzen nicht" völlig ungekürzt ab sechzehn Jahren freigegeben wurde, dafür aber auch nicht wirklich sehr blutig ausfällt.


Film++/---
Bild++++/-
Ton+++/--
Bonus/-----


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News"April, April" - das "April Fool's Day"-Remake
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