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D, ZA 2007
Originaltitel:Three Investigators and the Secret of Skeleton Island, The
Alternativtitel:Drei Fragezeichen und das Geheimnis der Geisterinsel, Die
Länge:90:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Florian Baxmeyer
Buch:David Howard, Philip LaZebnik, Thomas Oliver Walendy
Kamera:Peter Krause
Musik:Annette Focks
SFX:Max Poolman
Darsteller:Chancellor Miller, Nick Price, Cameron Monaghan, Naima Sebe, Nigel Whitmey, James Faulkner, Langley Kirkwood, Akin Omotoso, Fiona Ramsey
Vertrieb:Buena Vista / Walt Disney
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:29.05.2008 (Verleih) / 29.05.2008 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (Start beim Einlegen der DVD)
    • DWK 5 - Die wilden Kerle 5 (1:38 Min.)
    • Disney - Blu-ray-Disc-Werbetrailer (1:11 Min.)
  • Audiokommentar mit dem Regisseur Florian Baxmeyer und Creative Producer Ronald Kuschak
  • Trailer:
    • Kinoteaser (0:38 Min.)
    • Kinotrailer 1 (1:58 Min.)
    • Kinotrailer 2 (1:42 Min.)
    • Vorschau auf Teil 2 (0:51 Min.)
  • Making of (21:57 Min.)
  • Backstage bei den drei ???
    • Erster Detektiv Justus Jonas (2:55 Min.)
    • Zweiter Detektiv Peter Shaw (3:06 Min.)
    • Recherche & Archiv Bob Andrews (2:50 Min.)
    • Die geheime Zentrale (2:40 Min.)
    • Mit den drei Detektiven am Set (6:54 Min.)
    • Der Stuntdreh in Township (2:00 Min.)
    • Die deutschen Sprecher der Detektive (3:55 Min.)
  • Fünf zusätzliche Szenen plus 2 Outtakes (8:00 Min.)
  • Soundtrack Special (7:02 Min.)
  • Schatzsuche - Finde den Code / Making of (9:45 Min.)
"Die drei ???" Justus, Peter und Bob sind sich einig: Sie haben sich endlich einen Urlaub verdient! Die Jungs folgen also der Einladung von Peters Vater, der auf der Geisterinsel vor der Küste Südafrikas der reichen Erbin Miss Wilbur hilft, einen Vergnügungspark zu errichten. Doch Erholung sieht anders aus! Denn kaum sind "Die drei ???" angekommen, wird Miss Wilbur in einer furchteinflößenden Höhle angegriffen. Der Täter ist schnell ausfindig gemacht: Gamba, ein Einheimischer, soll den Angriff verübt haben. Oder war es doch etwa der sagenumwobene Tokolosh, ein mysteriöses Tier? Chris, die Tochter Gambas ist verzweifelt und bittet die Detektive, die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. "Die drei ???" lassen sich natürlich nicht zweimal bitten ...
"... wir lösen jeden Fall!"

Wie ist er denn jetzt geworden? Das wird wohl die Frage sein, die zurzeit jedem Fan der Hörspielserie im Kopf rumspukt. Als kurzes Fazit könnte man vielleicht den Spruch "GOONIES für das neue Jahrtausend" bringen, denn das beschreibt den Film wohl am besten. Auch wenn "Investigators" nie den Kultstatus der Spielberg-Produktion haben wird, so bietet er doch wunderbares Abenteuer-Kino auf kindgerechtem Niveau, das trotz allem auch Erwachsenen noch Spaß machen dürfte.
Trotz aller (irgendwie auch nachvollziehbarer) Kritik im Vorfeld an der Besetzung von Jungs im recht frühen Teenageralter (alle 3 waren während der Dreharbeiten gerade mal 13 Jahre alt), kann man den Produzenten ein glückliches Händchen bei der Rollenverteilung nicht absprechen. Einzig Cameron Monaghan, der Bob Andrews spielt, will in meinen Augen nicht so ganz ins Gesamtbild passen. Das hat jedoch weniger was mit seiner schauspielerischen Leistung zu tun, sondern primär mit seinem Aussehen. Rothaarig und mit Massen von Sommersprossen im Gesicht, erinnerte er mich einfach zu sehr an ein Mitglied der Weasley-Familie, denn an einen der 3 Detektive. Hier wollte einfach das über Jahre hinweg durch die Hörspiele aufgebaute Bild nicht weichen. Insbesondere, da er im Vergleich zu seinen beiden Kollegen um gut zwei bis drei Jahre jünger wirkt.



Grandios dagegen die Besetzung von Chancellor Miller als Jupiter Jonas (es werden also tatsächlich die ursprünglichen Namen und nicht die eingedeutschten Versionen verwendet, auch wenn es sich bei diesem Film um eine primäre deutsche Produktion handelt). Nicht ganz so dick, wie ich ihn mir von den Hörspielen her vorgestellt hatte, sondern "nur" etwas stämmiger, bringt Chancellor Jupiters immer wieder um drei Ecken gehende Rede-Arien glaubhaft rüber, so dass hier sicherlich schon so manch einer aufstöhnen wird.
Wo Miller aber gänzlich obsiegt und somit den Charakter Jupiters in meinen Augen um ein vielfaches tiefschichtiger werden lässt, als es 120 Hörspiele vermochten, ist eine kurze, dafür aber umso mehr prägnante Szene, in welcher Jupiter Chris allein auf dem Dach der Pension antrifft. Das Mädchen eröffnet ihm ihre Sorgen um ihren Vater, da ihre Mutter bereits tot ist, ohne daran zu glauben, dass Jupiter auch nur etwas von ihren Gefühlen verstehen kann. Wie sehr sie sich geirrt hat, muss sie (und der Zuschauer) sogleich erkennen, als der sonst so redegewandte 1. Detektiv verzweifelt nach Worten sucht, um den Gefühlen, die mit dem Tod seiner Eltern einhergehen, Ausdruck zu verleihen.
Diese eine Szene macht nicht nur den gesamten Charakter viel menschlicher, sondern erklärt (zusammen mit ein paar eingestreuten Sätzen über den Film hinweg) die Obsession Jupiters mit ungeklärten Rätseln, da der Flugzeugabsturz, bei dem seine Eltern umkamen, immer noch ungeklärt ist. Eine Tatsache, die Jupiter nie verwunden hat. Glaubt den Kommentaren der Produzenten in einem Interview so wird dieser Unfall noch eine größere Rolle in den kommenden Filmen (bis dato ist eine Trilogie geplant) spielen.



Am Film selbst gibt es nicht viel auszusetzen. Er ist gut getimed und wirkt an keiner Stelle langweilig. Die wenigen (erkennbaren) Tricks weisen einen internationalen Standard auf und brauchen sich vor vergleichbaren ausländischen Produktionen nicht zu verstecken. Insbesondere im Hinblick auf das mit 7 Millionen (im Interview ist wiederum von 11 Millionen die Rede) im internationalen Vergleich doch recht moderat angesetzte Budget. Der Kameramann trägt dem gewählten 2,35-Bild Rechnung und zaubert recht imposante Bilder des afrikanischen Kontinents auf die Leinwand (auf DVD liegt der Film komischerweise in 1,78:1 vor). Und lässt damit zum Glück gleich die typische TV-Optik solcher, gerne auf Hochglanz polierten, deutschen Produktionen wie Interner Link"Cascadeur" oder "Der Clown" weit hinter sich. Einzig die Szenen, welche in den Slums von Kapstadt spielen, hinterlassen einen bitteren Geschmack im Mund. In goldenes Sonnenlicht getaucht, spielen Kinder Fußball, die Männer finden in klassischen Brettspielen Unterhaltung und die größte Sorge der Frauen scheint die persilweiße Wäsche zu sein. Und natürlich spricht die in den Slums groß gewordene Chris lupenreines Englisch. Das ist Verherrlichung pur. Auch wenn es sich hierbei um einen Kinderfilm handelt, so hätte diesen Szenen etwas mehr Sorgfalt gut getan. Entweder man hätte sie komplett herauslassen sollen (was den Wegfall einer recht netten Action-Szene bedeutet hätte) oder sie zumindest in einen anderen Stadtteil verlegen sollen, wenn man schon nicht die Armut der Leute wirklich darstellen wollte.
Ansonsten ein durchaus sehenswerter und empfehlenswerter Film, insbesondere für die Fans der ???, auch wenn er (OK, noch ein Mini-Kritikpunkt) noch nicht so klar die jeweiligen kleinen Eigenheiten der Detektive herausarbeitet, wegen derer wir Fans die ??? ja so lieb gewonnen haben.



Leider spendiert uns Buena Vista keine englische Tonspur, dafür aber einen guten deutschen 5.1-Mix, der durchaus eine passende Räumlichkeit erzeugen kann. Die Rears sind nahezu ständig im Einsatz und sorgen für eine angenehme Weiträumigkeit, bei der der Score ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, sich insgesamt aber zu stark im Frontbereich aufhält, wobei die Rears auch immer wieder gut angesteuert werden. Der Dynamikanteil des deutschen Tracks geht in Ordnung. Übermäßig Druck wird nicht erzeugt und auch wenn immer wieder Surroundeffekte zum Einsatz kommen, so wären die Möglichkeiten eines effektiveren Mixes doch gegeben gewesen. Dafür sind die Dialoge aber gut und klar abgemischt und fügen sich sauber dem restlichen Klanggeschehen unter, ohne an Verständlichkeit einbüßen zu müssen.
Rein bildtechnisch serviert man uns leider nur solide Kost und der anamorphe Transfer wartet zwar mit satten und kräftig, überwiegend warmen Farben auf, jedoch wurde der Kontrast sehr hart gewählt und wirkt meist unnatürlich und in hellen Flächen steil, ohne groß zu überstrahlen. Zudem neigen dunkle Flächen dazu Details zu verschlucken und der Transfer zeigt sich sehr grobkörnig und offenbart Farbrauschen. Hinzu kommt leiches Blockrauschen, wobei die Kompression soweit sehr ordentlich arbeitet.
Das Schärfeverhalten ist für einen aktuellen Film aber doch etwas enttäuschend und so erscheint das Bild sehr weich und arm an Details. Zudem erscheinen die Konturen deutlich zu weich, wodurch es dem Bild an Plastizität mangelt. Tiefenwirkung entsteht eigentlich nie, aber wiklich unscharf erscheint der Transfer aber auch nicht. Somit ist das Bild irgendwo zwischen ganz gut und ausreichend. Für eine aktuelle Produktion ist das Ergebnis aber enttäuschend, zumal die DVD sogar noch im falschen Bildformat von 1,78:1 vorliegt und nicht wie im Kino in 2,35:1. Sehr ärgerlich ...



Besser ist auf jedenfall das Bonusmaterial, bei dem ein deutscher Kommentar von Regisseur Florian Baxmeyer und "Creative Producer" Ronald Kuschak den Anfang macht. Beide gehen sehr ausführlich auf einzelne Szenen ein, sprechen über ihr Vorhaben, den Kern der Buchvorlagen beizubehalten, um die Fans nicht zuverärgern, erläutern warum schlussendlich vieles wieder aus dem Drehbuch gestrichen wurde und geben ihre Eindrücke des Drehs in Afrika wieder. Wirklich sehr empfehlenswert, nicht nur für "Drei ???"-Fans. Im eigentlichen Bonusmaterial gibt es ein Special mit dem Titel "Schatzsuche". Hier müsst ihr einen fünfstelligen Zahlencode eingeben, um ein knapp 10minütiges, deutschsprachiges Making of sehen zu können. Hier kommen unter anderem auch die deutschen Hörspielsprecher der drei ??? zu Wort. Die Ziffern findet ihr immer als Texteinblendung am Schluss einiger anderer Features im Bonusmaterial.
Weiter geht es mit 8 Minuten an zusätzlichen Szenen und Outtakes, sowie ein schönes Making of zur Entstehung des Soundtracks, welches ebenfalls komplett in deutscher Sprache vorliegt. "Backstage bei den Drei ???" zeigt uns 7 Mini-Dokus über die drei Detektive, über die Zentrale der drei Fragezeichen, sowie die Synchronarbeit. Zudem bekommen wir einen kleinen Einblick in die Stuntarbeit und dürfen uns einige Setaufnahmen anschauen. Auch hier sind alle Clips in deutscher Sprache. So auch das 20minütige Making of, welches allerdings sehr oberfächlich geraten ist und lediglich die Macher und den Cast zu Worte kommen lässt, welche ein paar weniger interessante Äußerungen von sich geben. Am Schluss gibt es noch diverse Trailer zum Film, sowie einen Teaser zum 2009 in die Kinos kommenden zweiten Teil "The Three Investigators and the Secret of Terror Castle".



Fans der Drei ??? sollten ihre Vorurteile vergessen und sich das erste Kinoabenteuer der drei Detektive anschauen. Es ist eine unterhaltsam und gute Umsetzung mit sympatischen Darstellern, obleich vorhersehbar von der Storyline her. Leider kränkelt die DVD vor allem in puncto Bildqualität und beim Ton gibt es nur eine deutsche Tonspur. Dafür lassen sich aber deutsche Untertitel für Hörgeschädigte hinzuschalten.


Film++++/-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++/--


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News"Die drei ???" erobern die Kinoleinwand!
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