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UK 1972
Originaltitel:Asylum
Alternativtitel:House of crazies
aka. House on the Strand, The
Länge:84:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roy Ward Baker
Buch:Robert Bloch
Kamera:Denys N. Coop
Musik:Douglas Gamley
Darsteller:Patrick Magee, Herbert Lom, Britt Ekland, Peter Cushing, Robert Powell, Barbara Parkins, Richard Todd, Charlotte Rampling, Sylvia Syms, Richard Todd, James Villiers, Geoffrey Bayldon
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 1.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Keep Case im Schuber
DVD-Start:27.03.2008 (Kauf)
Specials:
  • 8seitiges Booklet
  • Originaltrailer (1:24 Min.)
  • Radiospots:
    • Cut 1 (0:60 Min.)
    • Cut 2 (0:30 Min.)
  • Bildergalerie (28 Bilder)
  • Trailershow:
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:24 Min.)
    • Die Schöne und das Biest (1:47 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:05 Min.)
    • Blutige Seide (1:58 Min.)
    • Petroleum Miezen (1:15 Min.)
    • Der große Coup (3:24 Min.)
Eine abgelegene Anstalt für Geisteskranke. Hier bewirbt sich der junge Dr. Martin für eine freie Stelle. Die Aufnahmeprüfung gestaltet sich jedoch als abenteuerlich - sie besteht darin, sich von vier verschiedenen Wahnsinnigen jeweils eine Geschichte erzählen zu lassen und so den ehemaligen Anstaltsleiter zu erkennen. Wenn er das schafft, dann bekommt er die Stelle. Zu spät muss er erkennen, dass er gefangen ist - im Irrgarten des Schreckens ...
"The hot-blooded beauty in the cold freezer."

"Asylum" ist eine weitere Sammlung von Horrorstories, die zusammengehalten von einer Rahmenhandlung, eine Reihe britischer Genre-Darsteller präsentiert. Zu sehen sind dabei unter anderem Peter Cushing, Britt Ekland, Herbert Lom, Robert Powell und etliche mehr. Für das sehr gelungene Drehbuch ist Horror-Schriftstellerikone Robert Bloch zuständig, der unter anderem ein guter Freund des berühmt berüchtigten H.P. Lovecraft war. Ganz so wahnsinnig und bedrückend wie die Storys von Lovecraft ist "Asylum" zwar nicht, doch für einen gepflegten Gruselabend wird einem alles geboten, was man sich nur wünschen kann.



Der junge Arzt Dr. Martin kommt in Erwartung eines neuen Arbeitsplatzes in einer abgelegenen psychiatrischen Klinik an. Als er nach dem Klinikleiter Dr. Starr fragt, wird ihm von dessen Nachfolger mitgeteilt, das Starr selber irregeworden ist, und sich nun unter den Insassen befindet. Martin erhält seinen Job, falls es ihm gelingen sollte, unter den Patienten den ehemaligen Klinikchef ausfindig zu machen. Und so macht sich Dr. Martin zusammen mit Reynolds dem Aufseher auf, um die vier Patienten zu "begutachten":

"The doctor makes his last house call. "

1. Patientin: Bonnie. Sie war die Geliebte eines Mannes, der vom Geld seiner Frau lebte. Als sie ihm sagte, dass sie ihn nie verlassen würde, tötete er sie mit einer Axt und zerstückelt sie, um sie anschließend in der Gefriertruhe zu verstecken. Doch aus dem frommen Wunsch "Rest in pieces" wird so schnell nichts ...



2. Patient: Bruno. Vor seiner Einlieferung in die Klinik war er Schneider. Eines Tages kam ein seltsamer Fremder (Peter Cushing) in seine kleine Schneiderwerkstatt, um von ihm einen besonderen Mantel zu verlangen. Bruno sollte aus einem eigenartigen Material, das der Mann, der sich Mr. Smith nannte, ihm mitbrachte, immer in den Stunden nach Mitternacht einen Mantel für den Sohn von Mr. Smith nähen. Als er den fertigen Mantel liefert, erfährt er für welche Zwecke der Mantel wirklich gedacht ist.


3. Patientin: Barbara. Frisch entlassen aus einer Klinik kommt Barbara zu ihrem Bruder ins Haus, um sich pflegen zu lassen. Dazu stellt ihr Bruder eine Pflegerin ein. Doch Barbara wird schon bald darauf von einer alten Freundin überrascht, die sie zur Flucht überredet. Doch warum kann keiner außer Barbara die geheimnisvolle Lucy sehen ...


Beim vierten Patienten schwenkt die Story dann wieder in die Gegenwart. Dr. Martin trifft auf den letzten Patienten Byron, der fest davon überzeugt ist, seine Seele in eine kleine Spielzeugfigur übertragen zu können. Verwirrt macht sich Martin wieder auf den Weg zum Klinikleiter, der kurz darauf von einer von Byrons Figuren umgebracht wird. Entsetzt macht sich Martin auf den Weg zurück ins Obergeschoss, wo sich ihm der alte Klinikleiter zu erkennen gibt ...

"Look at the leg that creeps - but there's no body."

Die einzelnen Geschichten schwanken zwischen böse und gruselig, sind aber alle von gleicher hoher Qualität und wissen durchweg nicht nur den geneigten Fan des britischen Horror-Films zu überzeugen. Natürlich darf da der Schockmoment zum Schluss nicht fehlen. Und der kommt hier wirklich überraschend. Die Darsteller spielen auf gewohnt hohem Niveau und besonders Peter Cushing als geheimnisvoller und tragischer Mr. Smith zeigt mal wieder sein ganzes Können. Brit Ekland beweist einmal mehr, dass sie zwar schön und süß aussieht, aber nicht wirklich über großes Schauspieltalent verfügt.
Das kann den mehr als guten Gesamteindruck aber keineswegs schmälern und so kann man den Film wirklich ohne Einschränkungen jedem zu empfehlen, der auch Interner Link"The House That Dripped Blood" und Interner Link"Dr. Terrors House of Horrors" mochte.



"Asylum" hat einige Jahre auf den Buckel und Gemessen an dem Alter der Produktion können wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein, wobei man keine Wunder erwarten sollte. Die Schärfe befindet sich auf einem befriedigenden Niveau, wirkt nur wenig detailliert und erscheint überwiegend sehr weich, ohne dabei aber wirklich unscharf zu werden. Der Kontrast fällt dem Alter entsprechend aus, erscheint meist sehr steil und neigt dazu helle Flächen überstrahlen zu lassen. Dies bleibt zwar im Rahmen des Erträglichen, stellt aber eine deutliche Schwäche des Transfers dar. Die Farbgebung wirkt derweilen recht angenehm und erfreut sich einiger satter und kräftiger Farben, deren Alter man aber ebenfalls nicht verleugnen kann. Ansonsten gibt es leichtes Hintergrundrauschen auszumachen, was aber ebenso wenig stört wie hin und wieder auftauchende Defekte und Verschmutzungen oder ein nicht immer optimaler Bildstand. Die Kompression zeigt leichte Probleme auf homogenen Flächen, fällt also vor allem auf Großbildschirmen auf. Insgesamt aber ein angenehmer Transfer - vor allem für einen Independent-Horrorfilm aus den 70er Jahren.
Der deutsche Monoton überzeugt mit einer angenehmen, auch etwas dumpfen Wiedergabe, bleibt aber stets gut verständlich. Dafür rauscht der Track hörbar, was vor allem dann auffällt, wenn man den Ton etwas lauter aufdreht. Größere Defekte oder Verzerrungen trüben den Soundtrack nicht. Der englische 1.0-Track ist absolut rauschfrei und klingt überraschend frisch und sehr gut verständlich. Störungen gibt es keine, lediglich leichtes Zischen im Hochtonbereich ist auszumachen. Hinzu kommt ein sehr saubere und vor allem natürliche Wiedergabe. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Damals geschnittene Szenen liegen standardmäßig mit deutschen Untertiteln vor, können aber jederzeit ausgeschaltet werden.

Das Bonusmaterial ist alles andere als umfangreich, dafür aber sehenswert und so dürfen wir uns über zwei englischsprachige Radiospots, eine kleine Bildergalerie und den Originaltrailer freuen. Das 8seitige Booklet enthält diesmal leider mehr Produktwerbung statt wirkliche Hintergrundinfos und ansonsten findet sich auf dem Silberling nur noch eine obligatorische Trailershow. Wie alle DVDs aus der "Der phantastische Film"-Edition wird auch "Asylum" als KeepCase im Schuber ausgeliefert. Fans britischer Horrorfilme werden den Kauf nicht bereuen.


Film++++/-
Bild+++---
Ton++----
Bonus+/----


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