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USA 1998
Originaltitel:I Still Know What You Did Last Summer
Länge:96:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Danny Cannon
Buch:Lois Duncan, Trey Callaway
Kamera:Vernon Layton
Musik:John Frizzell
SFX:Threshold Entertainment - Digital Research Lab
Darsteller:Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Brandy Norwood, Mekhi Phifer, Muse Watson, Bill Cobbs, Matthew Settle, Jeffrey Combs, Jennifer Esposito, John Hawkes, Ellerine Harding, Benjamin Brown, Red West, Michael P. Byrne, Jack Black
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Holländisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Hindi, Hebräisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Griechisch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Filmdokumentation (5:41 Min.)
  • Teaser Trailer (2:02 Min.)
  • Kinotrailer (2:01 Min.)
  • Musikvideo: Jennifer Love Hewitt "How Do I Deal" (3:31 Min.)
  • Filmografien:
    • Jennifer Love Hewitt (2 Seiten)
    • Freddie Prinze Jr. (2 Seiten)
    • Mekhi Phifer (2 Seiten)
    • Brandy (4 Seiten)
Ein neuer Sommer und Julie James (Jennifer Love Hewitt) ist auf dem besten Wege, ihr Leben neu zu organisieren. Sie ist wieder im College und bewohnt ein Zimmer zusammen mit ihrer neuen Freundin Karla (Brandy). Als Karla eine Reise für vier Personen auf die Bahamas gewinnt, beschließen die Mädchen mit ihren Freunden Tyrell (Mekhi Phifer) und Will (Matthew Settle) zu fahren. Es wird die Reise in einen grässlichen Alptraum. Denn auch auf dem paradiesischen Eiland wartet bereits der irre Killer mit dem Haken auf die Clique: Und er weiß immer noch um die Geschehnisse jenes verhängnisvollen Sommers ...
Sequels sind ja bekanntlich im Slasher-Genre besonders beliebt. Kommt dann noch eine Teenie-Slasher-Welle dazu, wie sie in den 90ern über uns hergeschwappt ist, lässt sich ein zweiter Teil zu einem halbwegs erfolgreichen Interner Link"Scream"-Klon durch nichts auf der Welt verhindern.

Hier haben wir es nun mit der Fortsetzung zu Interner Link"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" zu tun, in dem ein paar Jugendliche versehentlich einen Fußgänger überfahren hatten und die Leiche - von einem Schwur, niemals über das Ereignis zu sprechen, begleitet - im Meer verschwinden ließen. Damals löste diese Fahrerflucht eine Mordserie aus, bis Ben Willis, der vermeintlich Überfahrene, als Killer enttarnt und von einem Schiff geschleudert wurde. Hätte allein die Tatsache, dass keine Leiche gefunden wurde, genügt, einen zweiten Teil zu rechtfertigen, musste man natürlich dennoch einen draufsetzen und Julie, die Hauptfigur, noch einer finalen Schocksequenz aussetzen. War diese bereits im ersten Film völlig überflüssig, wird sie jetzt sogar komplett ignoriert und der zweite Film geht so weiter, als hätte man nach der Sache auf dem Schiff niemals mehr etwas von Ben Willis gehört. Okay, wäre anders auch schwierig geworden, aber warum man am Ende von Teil 2 exakt denselben Unsinn noch einmal produzieren musste, das dürften eigentlich höchstens der Regisseur und eventuell der liebe Gott wissen.


Nun gut, die Handlung setzt also genau ein Jahr nach den Ereignissen aus Teil 1 ein und Julie ist immer noch überdurchschnittlich schreckhaft. Doch alles Nachdenken über den bevorstehenden Jahrestag ist wie weggefegt, als Julies Mitbewohnerin Karla einen Wochenendtrip für vier Personen auf die Bahamas gewinnt. Dass Julie und Karlas Freund Ty mitkommen, versteht sich von selbst. Julies Freund Ray kann angeblich nicht, darum landet kurzerhand Ersatzmann Will im Boot bzw. im Jeep und auf geht's.


Einmal im Tropenparadies angekommen schlägt die Stimmung relativ schnell um. Zunächst ist es nur der Zuschauer, der erfährt, dass der Tag der Ankunft auch gleichzeitig der letzte Sonnentag auf der Insel ist. Doch als an der Hotelrezeption erst nach ewigem Klingeln jemand aufkreuzt und dieser Mr. Brooks die vier auch noch mit unverblümter Feindseligkeit empfängt, ist auch bei unserer Reisegruppe die erste Freude etwas getrübt. Der unfreundliche Hotelmanager wird übrigens von Jeffrey "Dr. Herbert West" Combs gespielt, was für den geneigten Horrorfan zwar einen netten Cameo abgibt, aus Sicht des Interner Link"Re-Animator" aber schon ein wenig bedauerlich anmutet. Um bei mit Stars besetzten Nebenrollen zu bleiben, sei auch Jack Black erwähnt, der hier zwar noch ziemlich unbekannt war, der es aber mittlerweile in die großen Produktionen Hollywoods geschafft hat. Hier spielt er einen von Gras besessenen Rastamann, der mit schriller Stimme und bemerkenswerter Penetranz den Restlichen auf der Insel Verbliebenen auf die Nerven geht. Denn neben den genannten Personen befinden sich nur noch ein Zimmermädchen, ein Portier, ein Page und eine Barkeeperin auf dem Eiland, was die Vier aus der Großstadt ebenfalls ein wenig beunruhigt.


Den ersten Mord entdeckt selbstverständlich Julie und als sie den anderen die Leiche präsentieren will, ist diese natürlich verschwunden. Es ist immer wieder erstaunlich, in welch kurzer Zeit die Killer in solchen Filmen nicht nur die Toten wegschaffen, sondern auch Boden und Wände blitz und blank wischen. Eigentlich müsste doch jemand mal auf die Idee kommen, diesen Umstand für einen Meister Propper-Werbespot zu nutzen ...
Wie gehabt gilt die arme Julie von nun an bei ihren Begleitern als verrückt und da sie bis zu diesem Zeitpunkt mehrfach irgendwelche Gestalten gesehen haben will, kann man die Jungs auch irgendwie verstehen. Jetzt dauert es ein bisschen, bis die nächsten Toten auftauchen, dann aber gleich drei an verschiedenen Stellen, die zeitgleich von allen Vieren entdeckt werden. Jetzt gilt Julie nicht mehr als verrückt, dafür hat man nun das Problem mit dem Killer. Was folgt, ist eine in die Länge gezogene Hatz auf die Teenies, bei der einige das Zeitliche segnen und die am Schluss die entscheidenden Personen zusammenführt. Einmal mehr steht der totgeglaubte Ben Willis vor Julie, aber diesmal erhält er noch Unterstützung. Die Auflösung ist dann ebenso unlogisch und im Grunde auch belanglos, wie der ganze Film, denn "Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" besitzt zwar fast alle Genre-typischen Elemente, kann dabei aber keines so gekonnt ausspielen, um den Film sich von anderen abheben zu lassen. Die Morde sind nicht besonders originell und bis auf ein, zwei Ausnahmen auch relativ unblutig. Besonders beim Finale trifft hier das eigentliche Credo einer Fortsetzung "höher, schneller, weiter" überhaupt nicht zu.


Jennifer Love Hewitt ist zwar in ihrer Teenie-Slasher-Uniform (enges, weißes Top) durchaus nett anzusehen, aber eine kurze Bikini-Szene reicht wirklich nicht, um den Film erwähnenswert sexy zu gestalten. Witz und Charme vermisst man ebenfalls, nicht mal mit den Genre üblichen Querverweisen kann der Film aufwarten. Neben dem Auftritt von Jeffrey Combs gibt es lediglich die erschreckend plumpe Frage, ob Julie vielleicht auch einen Freddy oder einen Jason gesehen hat. Etwas mehr Fingerspitzengefühl wäre auch hier angebracht gewesen.


Nun soll der Film aber nicht als völlige Gurke dastehen, es handelt sich durchaus um soliden Durchschnitt. Filme, die in ein Genre fallen, das in wenigen Jahren zig Ableger ausspuckt, sollten aber schon etwas Innovatives zu bieten haben oder wenigstens auf eines der genannten Kriterien merkbaren Wert legen und nicht in völlig uninspirierter Weise das Standardprogramm herunterspulen.


So wenig gehaltvoll wie der Film beginnt auch das deutsch untertitelbare Bonusmaterial: Die Filmdokumentation ist eine mit Szenen angereicherte Nacherzählung der Handlung, die natürlich von besonderer Sorgfalt in Idee und Umsetzung sein soll. Es folgt das etwas vorzeitig weich ausgeblendete Musikvideo der Hauptdarstellerin, zwei Trailer und 4 Biografien. Im Hauptmenu herrscht auch tote Hose, denn stumme Standbilder bestimmen dieses. Auch beim Cover hat man geschlampt, genauer gesagt beim Inhaltstext, der in obiger Version schon mal berichtigt wurde und welcher im Original die Namen ein wenig durcheinander bringt.


Derart muss ein Bild aussehen, dann klappt's auch mit der DVD! Personen im Vordergrund sind sehr detailliert, selbst im Hintergrund leistet die Schärfe sehr gute Arbeit. Natürlich darf man davon ausgehen, dass man keine Verschmutzungen entdeckt und auch die Kompression zeigt sich nicht. Anders als das etwas kühle Cover herrscht ebenso wie bei den Teens auch bei den Farben Urlaubsstimmung, so dass selbst in dunklen Szenen die Leuchtkraft und Intensität des bunten Treibens erhalten bleibt. Die Leistung des Kontrasts ist ebenso erfreulich, denn der gute Schwarzwert fällt in jeder Szene gleichbleibend gut aus, so dass selbst ein Panorama in dunkelster Nacht noch sehr gut erkennbar bleibt. Einzig die leicht abfallende Schärfe in solchen weniger ausgeleuchteten Stellen fällt auf, wobei man sich nach heutigem Stand der Technik in diesem Bereich insgesamt noch etwas verbessern könnte. 5 Punkte sind das trotzdem, denn alles in allem wird das Auge hier wirklich verwöhnt.


Die tonale Umsetzung steht dem in nichts nach, schafft die Referenznote wegen kleinerer Unstimmigkeiten aber nicht. Am Surround-Klang mag es nicht liegen, denn allein der sehr dynamisch auftretende Score ist ein Garant für kraftvollen Einsatz der hinteren Lautsprecher. Sehr gut gefällt mir, dass die 5 Lautsprecher nicht losgelöst arbeiten, sondern als Einheit gesehen werden und demnach sämtliche Signale sehr weit verteilt sind und des Öfteren auch gleichzeitig auf mehr als zwei Boxen zu hören sind. Die Klangpalette schöpft ihre sehr klaren und gut verständlichen Elemente nicht nur aus den spätestens in der zweiten Filmhälfte ausufernden Wettergeräuschen, sondern kann auch abseits davon eine Vielzahl an Surround-Tönen platzieren. Etwas besser könnte die Einmischung der Dialoge im Deutschen sein, die mir etwas zu glatt wirken - wohl ein generelles Problem solcher Slasher-Synchronisationen - und die gern noch etwas lauter hervorstechen bzw. an Beweglichkeit gewinnen könnten. Auch der Bass dürfte noch ein wenig dicker gestaltet werden, aber auch so bin ich hoch zufrieden. Der englische Track ist gleichwertig, im Surround-Bereich nur minimal leiser und mit einer Unmenge an Sprachen untertitelbar.


"Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" spult das typische, amerikanische Slasher-Klischee im 10-Kleine-Negerlein-Prinzip ab und ist dabei professionell genug produziert, um ein Mindestmaß an Spannung und Action einzubringen, besitzt dabei aber zu wenige Charakteristika, um aus dem Einerlei dieses Genres hervorstechen zu können. Der bereits abgedrehte Direct-to-Video-Nachfolger Interner Link"Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast" (die Namen werden immer besser!) steht ja bereits in den Startlöchern. Vielleicht hat man dort gelernt, dass ein 6-Schuss-Revolver keine 8 Schüsse hintereinander abgeben kann, ohne nachzuladen und kann den ewig wieder auferstehenden Hakenmörder mit einem etwas triftigeren Grund wieder aus dem Grab kratzen.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+-----


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Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
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