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USA, UK 1999
Originaltitel:World is not Enough, The
Alternativtitel:Welt ist nicht genug, Die
Länge:123:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Apted
Buch:Neal Purvis, Robert Wade, Bruce Feirstein, Ian Fleming
Kamera:Adrian Biddle
Musik:David Arnold
SFX:Cinesite, The Magic Camera Company, The Visual Effects Company u.a.
Darsteller:Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards, Robbie Coltrane, Judi Dench, Desmond Llewelyn, John Cleese, Maria Grazia Cucinotta, Samantha Bond, Michael Kitchen, Colin Salmon, Goldie, David Calder, Serena Scott Thomas, Ulrich Thomsen, John Seru, Claude-Oliver Rudolph, Patrick Malahide, Omid Djalili, Jeff Nuttall, Justus von Dohnanyi
Vertrieb:MGM
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
Verpackung:DigiPack
DVD-Start:11.10.2006 (Verleih) / 13.11.2006 (Kauf)
Specials:
  • 8seitiges Booklet
DVD 1:
  • Audiokommentar mit Regisseur Michael Apted
  • Audiokommentar mit Peter Lamont, David Arnold und Vic Armstrong
  • DVD-Credits (1:17 Min.)
DVD 2:
  • Aus dem Geheimarchiv des MI6:
    • James Bond flussabwärts (25:03 Min.)
    • Erschaffung eines Idols: Das Making Of des Teaser-Trailers (4:25 Min.)
    • Hongkonger Pressekonferenz (9:46 Min.)
    • Alternative Winkel und nicht verwendete Szenen:
      • Boot-Verfolgungsjagd auf der Themse (1:09 Min.):
        • Erweiterte Szene (8:07 Min.)
        • Szene it alternativem / erweitertem Winkel (6:09 Min., 3 Videospuren)
      • Nicht verwendete Szene: Treffen mit Renard (2:44 Min.)
      • Erweiterte Szene: Bond versucht King zu stoppen (3:18 Min., opt. Audiokommentar)
      • Erweiterte Szene: Was wir nicht alles für England tun (1:47 Min.)
      • Nicht verwendete Szene: DB5 auf Kings Beerdigung (0:28 Min.)
      • Nicht verwendete Szene: Öl und Blut (1:52 Min., opt. Audiokommentar)
      • Nicht verwendete Szene: Statische Aufladung (1:08 Min., opt. Audiokommentar)
      • Alternative Szene: Probleme mit der Pipeline (1:14 Min.)
  • 007-Missionskontrolle:
    • 007:
      • Der Pistolenlauf (0:18 Min.)
      • Titel:
        • Eröffnungstitel (2:46 Min.)
        • Eröffnungstitel ohne Text (2:45 Min.)
    • Die Frauen:
      • Dr. Christmas Jones:
        • Warten Sie auf einen Hoffnungsschimmer? (0:23 Min.)
        • Kleine Herausforderungen (0:19 Min.)
        • Immer hübsch der Reihe nach (1:00 Min.)
        • Sofortige Kernschmelze (0:26 Min.)
        • Christmas in der Türkei (0:22 Min.)
        • Einmal im Jahr (0:15 Min.)
    • Die Verbündeten:
      • M:
        • Das dürfen wir nicht hinnehmen (0:23 Min.)
        • Nehmen Sie das nicht persönlich (0:53 Min.)
        • Briefing über Renard (0:37 Min.)
        • Ein Geschenk für Sie (1:07 Min.)
        • Mein Scharfrichter (1:05 Min.)
        • Körperwärme (0:46 Min.)
      • Miss Moneypenny:
        • Eng, aber keine Zigarre (0:29 Min.)
        • Hingabe (0:19 Min.)
      • Q (2:05 Min.)
      • Qs Assistent:
        • Gut geeignet (2:05 Min.)
        • Körperwärme (0:46 Min.)
    • Die Bösewichter:
      • Elektra King:
        • Das Leben ist sinnlos (0:34 Min.)
        • Wie hast du überlebt? (0:41 Min.)
        • Mein Scharfrichter (1:05 Min.)
        • Ich fühle nichts (1:05 Min.)
        • Die Welt ist nicht genug (1:36 Min.)
        • Vielleicht auch nicht (0:52 Min.)
      • Renard:
        • Teufelshöhle (0:32 Min.)
        • Ich bin schon tot (1:48 Min.)
        • Mein Scharfrichter (1:05 Min.)
        • Ich fühle nichts (1:05 Min.)
        • Der letzte Kampf (1:58 Min.)
    • Kampfverzeichnis:
      • Absturz (0:36 Min.)
      • Q-Boot (1:22 Min.)
      • Angriff des Motorgleiters (1:17 Min.)
      • Kaviarfabrik (1:10 Min.)
      • Vielleicht auch nicht (0:52 Min.)
      • Der letzte Kampf (1:58 Min.)
    • Das Labor von Q:
      • Explodierende Pistole (0:15 Min.)
      • Q-Boot (1:22 Min.)
      • Qs Labor (2:05 Min.)
      • Röntgenbrille (0:17 Min.)
      • Türöffner-Scheckkarte (0:15 Min.)
      • Felshaken-Uhr (0:16 Min.)
      • Ferngesteuertes Auto (1:10 Min.)
    • Exotische Drehorte (3:48 Min.)
  • Missions-Dossier:
    • Das Making Of von "Die Welt ist nicht genug" (15:06 Min.)
    • The Bond Cocktail (22:51 Min.)
    • Tribut an Desmond Llewelyn (3:13 Min.)
    • "The World Is Not Enough" - Musikvideo von Garbage (4:03 Min.)
    • Die Geheimnisse von 007 - Alternative Video-Optionen:
      • Sprung im Vorspann (1:09 Min.)
      • Boot-Verfolgungsjagd (3:22 Min.)
      • Eröffnungstitel (1:59 Min.)
      • Hologramm (1:26 Min.)
      • Ski-Szene (1:56 Min.)
      • Röntgenblick (1:25 Min.)
      • Atomanlage (2:45 Min.)
      • Kaviar-Fabrik (5:35 Min.)
      • U-Boot (2:59 Min.)
  • Propaganda-Ministerium:
    • Kinoarchiv:
      • Original Kinotrailer (2:06 Min.)
  • Bilderdatenbank:
    • Einführung (1 Seite, 5 Bilder)
    • Pierce Brosnan (1 Seite, 11 Bilder)
    • Sophie Marceau (2 Seiten, 8 Bilder)
    • Robert Carlyle (2 Seiten, 4 Bilder)
    • Denise Richards (2 Seiten, 7 Bilder)
    • Maria Grazia Cucinotta (1 Seite, 4 Bilder)
    • Goldie (2 Seiten, 3 Bilder)
    • Bonds Team (2 Seiten, 11 Bilder)
    • Hinter den Kulissen / Bilbao (1 Seite, 3 Bilder)
    • Hinter den Kulissen / Q-Boot (1 Seite, 5 Bilder)
    • Hinter den Kulissen / Baku (1 Seite, 3 Bilder)
    • Hinter den Kulissen / Ski-Rennen (1 Seite, 7 Bilder)
    • Hinter den Kulissen / Testanlage für Atomwaffen (2 Seiten, 5 Bilder)
    • Kostüme (1 Seite, 7 Bilder)
    • Produktionsskizzen (1 Seite, 12 Bilder)
    • Marketing (1 Seite, 1 Bild)
Im Hauptquartier des britischen Geheimdienstes kommt Öl-Multi-Sir Robert King bei einem Bombenanschlag ums Leben. Agent 007 soll den Mörder entlarven und gleichzeitig Elektra, die bildhübsche Erbin des Milliarden-Imperiums, vor berüchtigten internationalen Terroristen beschützen. Mit der Nuklearwaffen-Expertin Dr. Christmas Jones an seiner Seite beginnt Bonds gefährliche Mission. Die Spur führt zu dem skrupellosen Hightech-Terroristen Renard. Eine Kugel im Gehirn macht ihn gegen jede Art von körperlichen Schmerzen immun und so zu einem ungewöhnlich tödlichen Feind.
Brosnan startet in sein drittes 007-Abenteuer. Diesmal kämpft er gegen einen Gegner, der keinen Schmerzen fühlt (Aua!)

Als sich der Öl-Milliardär Robert King im Hauptquartier des MI6 einen Batzen Geld abholen will, kommt er bei einem Bombenanschlag ums Leben. James Bond (Pierce Brosnan) versucht das zu verhindern, kommt aber zu spät. Er verfolgt eine Frau, die ihn darauf zu erschießen versucht. Sie beginnt Selbstmord, bevor Bond sie befragen kann. Nun bekommt der Doppelnullagent einen neuen Auftrag. Er soll die Tochter des Ermordeten vor einem Terroristen beschützen. Elektra King (Sophie Marceau) ist dem Terroristen Renard entkommen. Bond vermutet, dass der Terrorist hinter alle dem steckt ...



Man beginnt konventionell. James muss sich mal wieder seiner Haut erwehren und flieht auf spektakuläre Weise aus einem Büro. Auftrag wurde natürlich ausgeführt. Ab zum Hauptquartier, wo dann eine übereifrige Bombe explodiert. Zum ersten Mal wird in einem Bond-Film wird damit das Hauptquartier selber getroffen. Aber das ist bei weitem nicht das einzige Tabu, das hier gebrochen wird.
Über zu wenig Action muss man sich in diesem Abenteuer gewiss nicht beklagen. Erfreulich ist dabei, dass man es mit den CGI-Tricks nicht übertrieben hat und sie wohldosiert eingesetzt hat. Weniger ist eben doch mehr. Zu den atemberaubendsten Szenen gehören dabei die Bootsjagd auf dem seltenen Drehort Themse und das Treffen mit Renard im Bergwerk. Vor allem die Bootsjagd hat einiges zu bieten. Da darf Bond durch die Luft fliegen, tauchen und Torpedos abschießen, was das Zeug hält. Lässig, wie er unter Wasser seine Krawatte gerade rückt.

Aber auch sein erstes Treffen mit Renard ist nicht von schlechten Eltern. Renards Auflösung muss doch ganz schön am Bond-Ego gekratzt haben, als der ihm verrät, dass er für ihn nur eine Spielfigur war. Die anschließende Action, mit den sich schließenden Türen und Bonds Rückzug vor der Bombe, ist vom Allerfeinsten. Es gibt aber noch etliche Szenen mehr, wie zum Beispiel das Entschärfen der Bombe in der Pipeline, die 1a inszeniert wurden und perfekte spannende Unterhaltung bieten. Von den Überraschungen möchte ich mal nicht zu viel verraten. Doch wer genau aufpasst, weiß schon früh, wer falsch spielt. Sogar M gerät hier in höchste Gefahr (Jaja, die fiesen Mutterinstinkte).



Am meisten hat mich das Wiedersehen mit Valentin Dmitrovich Zukovsky (Robbie Coltrane) gefreut, der, nachdem er von einem Kreissägen schwingenden Hubschrauber verfolgt wurde, Bond heldenhaft das Leben rettet. Der knuddelige Russe war schon in Interner Link"GoldenEye" eine echter Sympathieträger. Schade, dass es keine weiteren Auftritte von ihm geben wird.
Ein wenig makaber ist der letzte Auftritt von Desmond Llewelyn. Im Nachhinein sind die Dialoge um seinen Nachfolger R sehr traurig. Sein geplanter Abgang wurde mit seinem wirklichen Tod nämlich traurige Wirklichkeit. John Cleese könnte sich aber als annehmbarer Ersatz erweisen. Nur sollte er in Zukunft Abstand von den Slapstickeinlagen halten. Ein Agententüftler sollte nicht unbedingt eine Witzfigur sein.
Ein wenig lächerlich wirkte Denise Richards' Rolle. Wenn man als Nuklearwissenschaftlerin Christmas Jones heißt und dabei andauernd in Top und kurzer Hose rumläuft, wirkt das nicht besonders glaubwürdig. Zumindest bietet sie aber was fürs Auge. Trotzdem hätte man sie anders in Szene setzen müssen. Ansonsten gibt es noch die gewohnten Zutaten: Hübsche Mädchen, gerührte Drinks, viele nette technische Einfälle und einen Oberbösewicht. Der hat diesmal eine Kugel im Kopf, so dass er nichts mehr fühlen kann. Robert Carlyles etwas schmächtiger Körperbau kann durch sein grimmiges Aussehen nur teilweise wettgemacht werden. Für einen ordentlichen Bösewicht ist er viel zu klein und dünn.
Der Endkampf im absaufenden U-Boot, oder besser: in dessen Reaktor, vereint Renard und Bond in einem Raum. Es wird zur brutalen Endschlacht geblasen, in der Bond die "bohrendsten" Argumente hat. Die obligatorische Fummelei mit Denise Richards (Wer kann es ihm verdenken?) bildet einen zufriedenstellenden Abschluss.

Zu den Schauspielern, insbesondere Pierce Brosnan, braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Der Mann hat sich als James Bond gut profiliert. Sein Nachfolger wird es schwer haben, in die großen Schuhe zu schlüpfen. Er ist und bleibt neben Connery und Moore der beste Bond - charismatisch, höflich und diesmal auch sehr emotionell. Und es kommt nicht alle Tage vor, dass Bond eine Frau erschießt.
Die französische Aktrice Sophie Marceau ist hierbei Elektra King. Endlich hat man mal eine Frau gecastet, die nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch noch schauspielern kann. Sie spielt ihren Part des facettenreichen Luders mit sehr viel Hingabe. Besonders der Teil mit Bond auf dem Stuhl ist sehr prickelnd. Lange bleibt sie undurchschaubar, nur die Trauer um ihren bei der Explosion umgekommenen Vater verfliegt etwas zu schnell.



Auch musikalisch ist die Bond-Reihe regelmäßig auf hohem Niveau. Das Bondtheme ist altbekannt und etwas modernisiert worden. Der Titelsoundtrack von Garbage ist eine Klasse für sich, über die restliche musikalische Untermalung brauch man auch nicht streiten. Die charakteristische Bond-Musik ist und bleibt genial: exotisch, spannungsfördernd, erotisch und kribbelnd.

Obwohl man weiß, dass die Ultimate Editions der James Bond-Filme allesamt eine Bildqualität bieten, die man eben nur von einer Multimillionendollarproduktion erwartet, fällt "Die Welt ist nicht genug" ein wenig aus dem Rahmen. Das fällt vielleicht am ehesten auf, wenn man sich den hohen Detailgrad der anderen Bond-Filme anschaut, die während der Brosnan-Ära entstanden. Der ist hier stellenweise auch existent, doch meist könnte die DVD an allen Stellen noch ein wenig mehr Tiefenschärfe und Detailreichtum vertragen. Ansonsten aber ist der Stream, der ohne sichtliche Verluste komprimiert wurde, wieder mal sehr gut aufgearbeitet worden. Der Kontrast lässt keine Wünsche übrig und die Farben sind auf natürliche Töne getrimmt, die bestimmte Szenen oder Gegenstände aber auch hervorheben können. Natürlich wurde ein wenig die Farbsättigung hochgedreht, aber das sieht man bei den meisten Blockbustern. Somit eine gute Leistung, bei weitem aber nicht perfekt.



Die Tonspuren bieten das übliche Getöse. Die Bond-Verfilmungen dürften ja dafür bekannt sein, dass sie in Sachen Dynamik und Surround-Verhalten so einiges zu bieten haben. Das soll auch bei "Die Welt ist nicht genug" so sein, wenn auch nicht in Perfektion. Bei all den actionreichen Szenen ist für ein ordentliches Klanggewitter auf den hinteren Boxen gesorgt. Besonders schön sind aber die Momente, die sich merkbar von den Frontlautsprechern auf die Rears schieben. Das passiert meistens beim angenehm wuchtigen Score, dem es klanglich an nichts fehlt und der von der deutschen DTS-Abmischung profitiert. Es werden sowohl sehr klare, als auch bassige Momente geboten, wobei diese oft nur vom Score produziert werden. Das ist vielleicht auch der einzige Kritikpunkt, denn "normale" Geräuschkomponenten könnten durchgängig mehr Wumms vertragen. Auch wenn die Synchro wieder mal erstklassig ist, lohnt sich auch der englische Originalton in Dolby Digital 5.1, der gerade bei den Dialogen eine etwas greifbarere Abmischung enthält. Für beide Sprachen existieren Untertitel - sogar in einer Version für hörgeschädigte Zuschauer.

Die Story hätte origineller und spektakulärer sein können, vielleicht ist die Zeit der "Ich will die Welt beherrschen"-Bösewichte aber auch vorbei. Der Film bietet einige neue Ideen und witzige Einfälle, sowie eine Riege guter Schauspieler. Die Action ist wie gewohnt auf höchstem Niveau und Bonds Spielereien sind faszinierend wie eh und je. Über Mankos wie eine Atomwissenschaftlerin im Topp und einen zu kleinwüchsigen Bösewicht muss man sich da nicht weiter aufregen. Mal wieder Superunterhaltung mit der Doppelnull.



Nach der Special Edition dieses Titels folgt die Ultimate Edition, die man natürlich ein wenig aufgestockt hat - ein Anreiz für den Nochmalkauf muss ja schließlich vorhanden sein.
Auf der DVD 1 des 2er Sets befinden sich zwei Audiokommentare. Der vom Regisseur ist inhaltlich als auch vom Ausdruck her der interessantere. Obwohl er die Aufgabe der Erörterung allein übernimmt, ist er wesentlich aktiver als das Dreiergespann des zweiten Kommentars, bestehend aus Produktionsdesigner Peter Lamont, dem Leiter des Action-Drehteams Vic Armstrong und dem Komponisten David Arnold. Kommentar Nr. 1 beschäftigt sich mit der gesamten Serie, mit technischen Schwierigkeiten, aber auch mit einzelnen Drehtagen, während der zweite vor allem die Entwicklung der Figuren und die verschiedenen Skriptfassungen bespricht.

Da besonders die Action-Szenen bei einem Bond-Film interessant sind, dürfte es nicht verwundern, dass das knapp halbstündige Making auf DVD 2 einen der sehenswertesten Teile des Bonusmaterials ist. Die Dreharbeiten zur Verfolgungsjagd rund um die Themse wird hier thematisch behandelt und enthält einige atemberaubende Stunt-Vorbereitungen und Details, die die fertige Szene im Film gleich viel gefährlicher aussehen lassen. Denn wer dachte, dass lediglich ein rasanter Schnitt und viel CGI für die Szenen verantwortlich war, der hat sich getäuscht, denn es wurden eigens für den Dreh sehr wendige Hochgeschwindigkeitsboote angefertigt, die auch wirklich bei hohem Tempo bewegt wurden. "Erschaffung eines Idols" zeigt Gedanken und Aufnahmen, die für den Vorspann genutzt wurden. Wer sich fragt, ob die Darstellerinnen, die teilweise nur in der Silhouette zu sehen sind, ihre Szenen nackt drehen, der sollte hier einen Blick drauf werfen. Die anschließende Pressekonferenz wurde in Hongkong geführt, wo Bond-Darsteller Pierce Brosnan trotz der eigentlichen Promo-Arbeit ein paar interessante Aspekte des neuen Films nennt und zum Scherzen aufgelegt ist. Als Abschluss des "Geheimarchivs" werden diverse alternative oder ganz entfernte Aufnahmen gezeigt, die allesamt eine Einleitung, manchmal sogar einen Audiokommentar vom Regisseur bekommen haben. Die Bootverfolgungsjagd kann man sogar in verschiedenen Kamerawinkeln anschauen, die teils nicht für den fertigen Schnitt verwendet werdet. Die "007-Missionskontrolle" kann man getrost überspringen, denn sie zeigt nur thematisch geordnete Clips, die lediglich beweisen, wie gut der Film nur als Clip-Show funktionieren kann. Lediglich der letzte Punkt "Exotische Drehorte" bietet etwas Informationsgehalt, denn hier werden die Drehorte des Films anhand von Filmszenen kurz vorgestellt.



Definitiv gehaltvoller wird's dann wieder im "Missions-Dossier", auch wenn das Making Of erstmal nur dafür gedacht ist, um im TV ausgestrahlt die Leute für den Film zu interessieren. Es ist moderiert, zeigt massig Ausschnitte und auch ein paar arrangierte Interviews, ist dabei aber so durchgestylt und abgeklärt, dass man es kaum anschauen muss. "The Bond Cocktail", bei dem die Magie der Serie anhand von alten Bond-Filmen, aber natürlich auch dem neuen Bond erklärt wird, ist da schon eher die Art von Making, die man sich vorstellt und gern anschaut. Natürlich wird hier Material gezeigt, was man vorher schon sehen durfte, insgesamt ist es aber ein interessanter Einblick geworden, der sich durch sämtliche Thematiken anhand von fingierten Lexikoneinträgen gräbt. Als Tribut an den langjährigen Q-Darsteller Desmond Llewelyn, der in 17 Bond-Filmen mitspielte und im Dezember 1999 verstarb, wird ein Zusammenschnitt von Ausschnitten aus mit seinen Auftritten präsentiert, natürlich mit etwas 007-Witz garniert. Eine Biografie wäre natürlich auch nicht schlecht gewesen. Das Garbage-Musikvideo ist ein richtig kleines Kunstwerk geworden und die "Geheimnisse" beinhalten nicht nur alternative Kameraeinstellungen von bestimmten Szenen, sondern auch Design-Entwürfe, Storyboards, Analysen der CGIs und mehr. Zuletzt wird noch ein Trailer und mehrere, meist überschaubare Bildergalerien geboten, denen eine Textseite vorangestellt wird.
Außerdem darf die Verpackung, eine DigiPack, optisch wieder herausstechen und es liegt ein Booklet mit Hintergrundinformationen bei.


Ja, "Die Welt ist nicht genug" kann überzeugen. Als Bösewichte muss zwar wieder ein Terrorist aus dem Osten herhalten, ansonsten gibt es aber nicht all zu viele Klischees. Die Story ist zwar leider keine "Böser will Welt beherrschen"-Story, aber dem aktuellen Zeitgeschehen angepasst. Überraschungen gibt es genug, so dass dem Bond-Fan nicht langweilig wird. Allein das Ende im U-Boot ist schon ein Knüller, aber bei weitem nicht die einzige interessante Location im Film.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus+++++-


Druckbare Version
James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug (Special Edition)
James Bond 007 - GoldenEye (Ultimate Edition)
James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau (Special Edition)
James Bond 007 - Goldeneye (Special Edition)
James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie (Special Edition)
James Bond jagt Dr. No (Special Edition)
James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag (Special Edition)
James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät (Special Edition)
James Bond 007 - Man lebt nur zweimal (Special Edition)
James Bond 007 - Feuerball (Special Edition)
James Bond 007 - Goldfinger (Special Edition)
James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie (Ultimate Edition)
James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag (Ultimate Edition)
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