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JP 2004
Originaltitel:Nichijô kyôfu gekijô: Omohi no tama nenju
Alternativtitel:Omoinotama
Länge:87:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:-
Buch:-
Kamera:-
Musik:-
SFX:-
Darsteller:-
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:25.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (1:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:27 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:59 Min.)
    • Catch A Virgin Ghost (1:02 Min.)
    • Naina (2:28 Min.)
    • Shinobi (2:00 Min.)
    • Survive Style (1:36 Min.)
    • The Heirloom (1:34 Min.)
Real (29:29 Min.)
Was ist Wirklichkeit und was nicht? Ist unsere gesamte Realität nur eine Lüge? Ein Wissenschaftler versucht dies zu ergründen. Und er macht eine erstaunliche, grauenvolle Entdeckung ...

Mushroom Hunting (28:49 Min.)
Drei junge Leute verabreden sich zu einer Pilzsuche in einem abgelegenen Wald. Ein Bettler warnt sie vor einer alten Hexe, die genau dort leben soll, wo die Gruppe eigentlich hin möchte. Aber Hexen gibt es ja schließlich nicht. Oder etwa doch?

Eddie (29:29 Min.)
Eine Art Robbe taucht in der Bucht von Tokio auf. Die Öffentlichkeit gibt diesem putzigen Tier den Namen Eddie. Nur ein Junge zeigt sich von Eddie unbeeindruckt, ganz im Gegenteil, er beginnt sogar, vor Eddie zu warnen. Aber warum sollte eine Gefahr von diesem niedlichen Wesen ausgehen?
Der Auftakt "Real" ist eine nette Geschichte für alle Verschwörungsfanatiker, die sich sicher sind, dass wir schon länger von Aliens geleitet oder sogar beobachtet werden. Der gesamte Hintergrund der Droge, der die Menschen seltsame Tentakel und grünes Blut sehen lässt, erinnert stark an John Carpenters Interner Link"Sie leben", denn auch dort gelangen einige Aussetzige an die wahre Sicht der Dinge, die ihnen Unbeschreibliches offenbart. Die Hauptfigur ist ein Arzt, der schon seit längerem von Kopfschmerzen gepeinigt wird und der sich künftig gegen die Monstren, die er da sieht, verteidigt, was natürlich sein Leben ruiniert. So wenig wie er kann auch der Zuschauer ahnen, was denn nun Realität und was Einbildung ist. Sicherlich lässt sich in die Rolle des Fremden, der ihn die Droge vermittelt und der im Jenseits auf ihn "wartet," lang und breit interpretieren, dafür reicht mir aber die Spielzeit nicht aus, denn in die Tiefe geht "Real" mit seinen 30 Minuten nicht wirklich. Trotzdem sehenswerter Genre-Beitrag mit einigen unangenehmen, weil gut gemachten Effekten.


Episode 2, der titelgebende "Mushroom Hunting" ist eine Variation des "Hänsel und Gretel"-Märchens. In diesem Fall sind es zwei Hänsel, die sich mit einem Mädchen, das sie über das Internet kennengelernt haben, zum Pilzesuchen in einem Wald treffen. Die beiden Jungs sind ziemlich unterschiedlich, der eine schüchtern, der andere eher draufgängerisch, aber beide bemühen sie sich um die Gunst ihrer weiblichen Begleitung. Wie es sich für einen dunklen Wald gehört, sitzt an dessen Rand ein alter, vermummter Mann, der den Teenagern Worte der Warnung vor einer alten Hexe mit auf den Weg gibt. Natürlich glaubt keiner daran und natürlich stehen sie nach einem Irrlauf irgendwann vor dem Haus einer alten Dame - mitten in der Wildnis! Die ist anfangs sehr freundlich, bereitet sogar leckere Pilzsuppe zu, aber der Zuschauer weiß bereits, dass hier was nicht stimmt. Besondere Überraschungen sind hier nicht zu erwarten, nur eine kleine Variation des eingangs erwähnten Märchens macht kurz aufmerksam. Sonst wird viel Füllmaterial (z.B. die Gespräche im Chat, die zum Kennenlernen führten) und eine Menge unnützes Gewäsch geboten, das wohl der schlimmen deutschen Synchro zu verdanken ist. Eine blutige Szene und weitere Sauereien gibt es zu betrachten, sollen aber nicht den Glauben aufkommen lassen, "Mushroom Hunting" wäre mit Gore und Blut nur so gespickt. Es ist natürlich Fantasy, das mit ein paar Effekten gespickt ist, von denen man auf der deutschen DVD leider kaum etwas erkennen kann, weil das Bild im dunklen Ambiente keinerlei Kontrastwerte zeigt. Das macht dann die erste von zwei Pointen nur vermutbar. Aber alte Genre-Hasen werden den Braten eh schon aus der Ferne gerochen haben, auch wenn das nicht heißt, dass "Mushroom Hunting" nicht sehenswert wäre.


Mit der letzten Episode präsentiert man gleichzeitig die Interessanteste. In "Eddie" geht es um eine Robbe selben Namens, die immer wieder im Fluss auftaucht und von den Menschen zum Medienspektakel gemacht wird. Ein älterer Herr setzt sich dafür ein, dass dem seltsamen Tier, das von der Wissenschaft als Seerobbenabstammung definiert wird, nichts passiert, während sich in seinem Privatleben so einiges tut. Er hat seinen Enkel aufgenommen, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und der sich stets seltsam verhält. Die Menschen mögen den kleinen Jungen nicht und der mag seltsamerweise auch die Robbe nicht. Es scheint, als ob er Böses im Schilde führt, denn er besitzt eine Gabe, die Unheil anzieht.
"Eddie" merkt man seine billige Machart an vielen Stellen an. Die Szenen mit dem schmierigen Reporter, der sich stets und ständig lächerlich macht, sind lediglich Füllstoff, die Menschenmenge besteht meistens nur aus ein paar Statisten und die Robben sind klar als CGIs zu erkennen. Gerade Letzteres ist aber leicht zu verschmerzen, weil die Bewegung natürlich aussieht und die Aufklärung zum Schluss das Aussehen auch ein wenig relativiert. Der große Pluspunkt dieser Episode ist, dass man glaubt, das glubschäugige Tier wäre schützenswert und der kleine Junge nicht. Es stellt sich aber anders heraus, denn am Fluss werden immer wieder kopflose Leichen gefunden. Gleichzeitig erfährt man, dass der Junge übersinnliche Fähigkeiten besitzt, die ihn Dinge voraussehen lassen. Nun vermehren sich die Robben auch noch und die Antipathie des Jungen wächst. Der Schluss ist ein toll gemachtes Spektakel, das auch mit blutigen Details nicht geizt. Nur der Einsatz des TV-Senders, aus dessen Sicht wir dies verfolgen, passt mal wieder nicht.


Wieder verstehe ich nicht, warum das Bild so dunkel und kontrastarm sein muss. Eine düstere Umgebung gehört sicherlich zu einem schaurigen Film dazu, aber hier erkennt man in vielen Szenen wieder mal gar nichts. Die Figuren ertrinken oftmals in dem schwachen Schwarz und auch die Farben tragen keinerlei Natürlichkeit in sich. Lediglich "Real" weicht etwas an, weil hier zwei Arten von Filter angewandt wurden. Der Erste entzieht fast gänzlich die Farben, so dass ein kühles Blau bzw. Grün übrig bleibt und der andere taucht das Bild in ein bräunliches Rot. Aber auch ohne die Helligkeitsprobleme gehört diese DVD-Umsetzung nicht zu den Besseren. TV-Umsetzungen sehen nicht selten besser aus als das hier Gebotene leicht unscharfe, weil detailarme Letterbox-Bild. Dieser glatte Effekt kann aber auch bei anderen Filmen, wenn auch nicht ganz so stark, verfolgt werden. Der Nachruckeleffekt von DVD 1 scheint hier nicht mehr aufzutreten, so dass Bewegungen sauber und weich geraten. Das leichte Rauschen ist kaum Kritikpunkt und auch die Kompression hat sich nicht verausgabt.


Natürlich ist jeder Dolby Digital 5.1-Mix auf gewisse Weise künstlich, denn Surround-Effekte lassen sich am effektivsten einsetzen, wenn sie hinzugemischt werden. Der zweite Teil der "Cycle Of Fear"-Reihe bietet in seiner DVD-Auswertung abermals beide Sprachen in diesem Modus an und kann vergleichsweise kräftige Surround-Einschübe vorweisen. Die drängen sich dem Hörer aber zu sehr auf und bestehen oftmals aus nicht mehr als eher belanglosen Umgebungsgeräuschen, so dass man keinen Vergleich ziehen kann mit echten Surround-Krachern. Denn Beweglichkeit ist kaum gegeben, lediglich der häufige Einsatz der Rear Speaker ist erstaunlich. Für eine TV-Umsetzung in Ordnung.


Unter den Extras stellt das Label weitere DVDs vor und zeigt den Gesamttrailer zu "Cycle Of Fear". Das organische Menu ist sehr gut gelungen. Technisch ist die Scheibe sicherlich kein Glanzstück, inhaltlich konnte man sich aber ein wenig steigern. So sind die einzelnen Episoden nun unterhaltsamer angelegt und besitzen einige herbe Überraschungen. Da die Episoden mit jeweils 30 Minuten vergleichsweise kurz sind, eignen sie sich bestens, um den Asia-Fan zwischendurch vor den Fernseher zu ziehen.


Film+++/--
Bild++/---
Ton+++/--
Bonus/-----


Druckbare Version
Cycle Of Fear - Echoes
Cycle Of Fear - Prayer Beads
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