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USA 2006
Originaltitel:Drive-Thru
Alternativtitel:Hellaburger
Länge:82:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Brendan Cowles, Shane Kuhn
Buch:Brendan Cowles, Shane Kuhn
Kamera:Vincent E. Toto
Musik:Ralph Rieckermann
SFX:Torrence Hall
Darsteller:Leighton Meester, Nicholas D'Agosto, Van De La Plante, Larry Joe Campbell, Lola Glaudini, Paul Ganus, Sita Young, Morgan Spurlock, Shedrack Anderson III, Penn Badgley, Rachael Bella, Sarah Buehler
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:19.02.2007 (Verleih) / 01.03.2007 (Kauf)
Specials:
  • Originaltrailer:
    • Deutsch (1:57 Min.)
    • Englisch (1:57 Min.)
  • Outtakes (4:29 Min.)
  • Trailershow:
    • Dark Town (1:23 Min.)
    • The Butcher (1:21 Min.)
    • Revenge of the Warrior (2:54 Min.)
    • The Cutter (1:24 Min.)
    • Born to fight (1:45 Min.)
    • Running Scared (2:18 Min.)
    • The Big (1:47 Min.)
    • House of 9 (1:44 Min.)
Die 17-jährige MacKenzie Carpenter (Leighton Meester) muss kurz vor ihrem Geburtstag feststellen, dass Fast Food nicht nur ungesund ist, sondern sogar absolut tödlich sein kann: Ein als Maskottchen der Imbisskette "Hella Burger" maskierter Killer-Clown schickt einen ihrer Freunde nach dem anderen erbarmungslos zur Hölle. Die Spur des Killers führt 20 Jahre in die Vergangenheit, als durch einen dummen Jugendstreich ein Junge in einem Fast Food Restaurant an seinem 18. Geburtstag verbrannte ....
Die Zeit der Rache ist gekommen.
Fast Food kills. Diese Weisheit wollte uns vor kurzem noch "Super Size Me", mehr oder weniger, vermitteln und schaffte dies auch in einem wunderbaren Dokumentarstil, der doch so einige Denkanstöße in der (vor allem amerikanischen) Bevölkerung gab. Und langsam scheint sich nun auch die Filmindustrie außerhalb der Dokuschiene dafür zu interessieren, denn gleich zwei Filme mit dieser "Message" sollen derzeit die Runde machen. Neben dem anspruchsvollen Drama "Fast Food Nation", welches vor kurzen in unseren Kinos lief, bringt die Videothek den Slasherwitz "Drive-Thru", welcher aber natürlich nicht wirklich so etwas wie eine Moral aufzuweisen hat, sondern nur ein Schlitzer ist, der sich das Thema zu nutzen macht, um einen mörderischen Clown im schauderhaften Ronald McDonald-Stil auf die hilflose Teenie-Brut loszulassen. Herausgekommen ist dabei wieder einmal ein recht typischer Slasher, der aber zumindest beim angestrebten Publikum unterhalten kann.



"Drive Thru" erzählt die durch und durch konventionelle Slasher-Story von ein paar Teenies, die sich eines Tages in der Gewalt eines mörderischen Psychopathen befinden, der ihnen ans noch so junge Leder will. In Verkleidung eines Clowns, der das Maskottchen des Fast-Food-Restaurants "Hellaburger" darstellt, jagt er das Teeniemädchen MacKenzie und ihre Freunde immer wieder durch alle möglichen Gegenden und ermordet einen nach dem anderen von ihnen auf bestialische Art und Weise. Als MacKenzie dem Psycho dann auf die Schliche kommt, ist es fast schon zu spät ...
Ja, dass kennt man und hat es irgendwie schon tausend Mal hier und da in ähnlicher Variation gesehen. Ein verkleideter Psycho, der der Jugend ans Leder will, nein, dass ist nicht neu. Und doch passt das für einen simplen Slasher wie diesen ganz gut ins Konzept, zumal der Clown auch wirklich so etwas wie einen Fun-Faktor besitzt, der durchaus für Unterhaltung sorgen kann. Auf Innovationen und clevere Wendungen wartet man bei Slashern sowieso schon seit langen vergebens, warum also nicht wenigstens mal den Killer ein wenig aufpeppen, wenn auch mit altbekannten Mitteln. Jedenfalls haut der Clown hier schön brav in die passenden Kerben, so dass Langeweile nicht wirklich aufkommt, zumal auch das Tempo des Films mehr als angenehm ist. Es gibt kein allzu großes Vorgeplänkel, sondern es geht von der ersten Minute an zur Sache, ohne dass irgendwelche großen Pausen entstehen. Die Figuren werden nur am Rande mal ein wenig vertieft, was mitunter besser funktioniert, als wenn ein Slasher sich erst einmal einzig und allein aufs Figurenvorstellen konzentriert und erst zum Ende hin dann in die Vollen langt. Hier ist der Killer jedenfalls ständig präsent und mordet durchaus mindestens im 5-10 Minuten-Takt, was einfach keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Gut so!



Und auch die Kills an sich machen durchaus Laune und sind auch eher von der härteren Sorte. Da wird z.B. mal ein Kopf so mir nichts dir nichts in einem Mikrowellen förmigen Gerät, noch am lebendem Körper, gegrillt, es gibt einige schöne Körper-Zweiteilungen, ein Schlachterbeil, das schwer aus einem Kopf eitert, und vieles mehr. Es wurde also durchgehend blutig und mit dem richtigen Drive inszeniert, so dass auch der Splatterfan durchaus seine Freude haben kann. Schade nur, dass zwischen all dem Gekröse für richtige Spannung und Atmosphäre nicht allzu viel Platz zu sein scheint. Denn so richtig frösteliges Mitzittern mit den Charakteren kommt hier leider wirklich nie auf. Auch wenn das Treiben größtenteils im Dunkeln spielt und auch hinter der Kamera durchaus annehmbare Arbeit verrichtet wird, so will der Atmosphärefunken einfach nicht überspringen. Das liegt zum einen am völlig misslungen Einsatz des Scores, der in den entscheidenden Momenten leider immer wieder drögen Metal- und Hardrock-Songs ausweichen muss, die die Killer-Szenen aber akustisch eher zerstören als dass sie diese aufwerten. Zum anderen setzt "Drive-Thru" leider auch viel zu stark auf den im Film vorhandenen Comedy-Part, der aber ebenfalls nicht funktioniert, da es sich bei den Jokes nicht etwa um gelungene Satire handelt, sondern um mitunter äußerst platte Witzchen, die eher an den unterirdischen Comedy-Teil von "Club Mad" erinnert als an die gelungenen Jokes aus Interner Link"Scream". Und somit wird leider im Endeffekt doch einiges des sonst recht gelungenen Horrors versaut. Schade!
Zu den Darstellern sei noch schnell das Übliche gesagt: Sie sind fürs Genre durchaus zu gebrauchen, in größeren Produktionen möchte man sie aber allesamt nicht wirklich wieder sehen, auch wenn die weiblichen Darstellerinnen durchaus Futter fürs lüsternde, männliche Auge sind. Hier sind sie jedenfalls soweit ganz passend aufgehoben.



"At Hella Burger, It Won't Be The Food That Kills You ... But You'll Wish It Did."

Die Farben der e-m-s-DVD sind satt und kräftig und der anamorphe Transfer überzeugt zudem durch einen sehr ausgewogenen Kontrast, der selbst in dunklen Szenen alle nötigen Details offenbart und mit einem ausgezeichneten Schwarzwert auftrumpfen kann. Einziges Manko ist hierbei die Detailschärfe. Während der Schärfegrad als durchweg angenehm bezeichnet werden kann, saubere Konturen und Kanten zeigt, wodurch eine schöne Plastizität entsteht, fehlt es dem Bild an der nötigen Tiefe. Dies fällt vor allem in den Totalen auf, in denen der Transfer deutlich zu weich wirkt und selbst in Halbtotalen, sowie in Nahaufnahmen wirkt das Bild nur wenig detailliert. Bildrauschen lässt sich kaum ausmachen, dafür merkt man verstärkt dezentes Blockrauschen im Hintergrund, was vor allem auf homogenen Flächen zu erkennen ist. Hin und wieder huschen mal ein paar Defekte durch das Bild, was aber kaum der Rede wert sein dürfte. Was uns aber auffiel: In der 46. Minute z.B. fängt das Bild leicht an zu zittern. Insgesamt dennoch ein wirklich guter Transfer, der mit einer knackigen Detailschärfe wirklich alle Sechse hätte abräumen können.
Obgleich der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix sehr frontlastig wirkt, offenbart dieser eine bessere Räumlichkeit als der Originalton, der nahezu keine direktionalen Effekte auf den Rears zulässt. Da punktet der deutsche Track also nicht nur durch eine bessere Sprachverständlichkeit, gut platzierten Effekten und einem sauberen Musik-Mix, sondern darf hin und wieder auch etwas Räumlichkeit aufkommen lassen. Zumindest wirkt das ganze räumlicher und vor allem weiträumiger als die eher dumpfe englische Abmischung. Die deutsche DTS-Spur ist dagegen unnütz und bietet keinerlei Unterschiede. Untertitel lassen sich nicht hinzuschalten.
Wenn es schon keine wirklichen Extras gibt, dann hat sich das Label wenigstens bei dem vorliegenden Material ordentlich Mühe gegeben. So sehen wir hier einige Minuten an hübschen Outtakes - keine Besonderheit, aber dafür liegen sie in einer hervorragenden Qualität, anamorph abgetastet im deutschen und englischen Dolby Digital 5.1-Mix vor. So etwas haben wir zumindest bei Outtakes noch nicht erlebt. Sehr schön! Zudem gibt es noch einen deutschen und englischen Trailer und die obligatorische e-m-s-Trailershow.



Einigermaßen gelungener Clown-Slasher, der aber wohl nur bei nimmersatten Slasherfans auf Interesse stoßen dürfte. Die Geschichte um den Mörderclown einer Fast-Food-Kette ist völlig konventionell und ideenlos, passt aber alles in allem ganz gut, um für annehmbare Slasherunterhaltung zu sorgen. Die Kills sind mitunter recht hart und gut in Szene gesetzt und wurden zudem löblicherweise über den ganzen Film verstreut, so dass eigentlich keine Langeweile aufkommt. Schade nur, dass man so etwas wie Atmosphäre eher mit der Lupe suchen muss, da der völlig verpatzte Musikeinsatz hier und da, sowie der schauderhafte Comedy-Part jeden Ansatz davon im Keim ersticken. Ansonsten aber dürfen Slasherfreaks gerne zugreifen, am besten bei Fritten, Burger und Coke. Alle anderen halten sich aber lieber fern und bleiben bei gesundem Obst und Gemüse! Die unzensierte DVD aus dem Hause e-m-s überzeugt durch eine gute, bis sehr gute Bildqualität und auch der deutsche Ton kann sich hören lassen. Leider mangelt es an Extras und deutschen Untertiteln.


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus++----


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