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USA 2003
Originaltitel:Leprechaun: Back 2 tha Hood
Alternativtitel:Leprechaun: Back in Da Hood
Länge:86:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Steven Ayromlooi
Buch:Steven Ayromlooi, Mark Jones
Kamera:David Daniel
Musik:Michael Whittaker
Darsteller:Warwick Davis, Tangi Miller, Laz Alonso, Page Kennedy, Sherrie Jackson, Donzaleigh Abernathy, Shiek Mahmud-Bey, Sticky Fingaz, Keesha Sharp, Sonya Eddy, Beau Billingslea, Christopher Murray, Vickilyn Reynolds
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi (Indisch), Isländisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:08.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Regisseur Steven Ayromlooi und Darsteller Warwick Davis
  • Audiokommentar von Regisseur Steven Ayromlooi und Kameramann David Daniel
  • Storyboards (25:11 Min.)
Schon wieder sucht der Leprechaun "Tha Hood" heim, wie immer ziemlich bedröhnt und überaus rachedurstig! Als Emily und ihre Freunde seinen Schatz entdecken, merken sie schnell, dass sie in ein Wespennest gestochen haben! Mit Hilfe seiner Kostbarkeiten verwandeln sie sich über Nacht von bettelarmen Ghettokids in Millionäre und verpulvern ihren unerwarteten Wohlstand für heiße Schlitten und Haarverlängerungen. Nacheinander stellen sich die Freunde dem Marihuana rauchenden, Messer schwingenden, Autos stehlenden Leprechaun in den Weg, der vor nichts Halt macht, um seinen Schatz zurückzubekommen. Das Böse meldet sich mit einem ganz neuen Rap zurück, und die Kids aus "Tha Hood" sollten lieber gut auf sich aufpassen!
Der Leprechaun ist zurück. Zurück in den amerikanischen Ghettos, der "Hood". Nachdem sich der grüne Fiesling durch drei eher märchenhafte Horrorfilmchen gemausert hat und danach mit einer absoluten Trashgranate im All sein Unwesen trieb, hatte er es im sich im letzten Teil zwischen seinen schwarzen "Mitbürgern" in den amerikanischen Ghettos gemütlich gemacht und dort u.a. Ice-T ins Jenseits befördert. Und anscheinend gefällt es ihm dort merklich gut, so dass er sich mit seinem 6. Film erneut in diese Gegend schleicht, um wieder einen Bewohner nach dem Anderen zu dezimieren. Herausgekommen ist dabei ein weiterer typischer Leprechaun-Streifen, der die Tradition seiner Vorgänger fortsetzt und wieder munter trashige Unterhaltung bietet, wenn auch leider mit einigen Hängern. Klar sein dürfte auch, dass dieser Teil abermals ein typischer, manchmal etwas unbeholfener Versuch ist, sich dem afroamerikanischen Publikum anzubiedern und dabei manchmal etwas von seiner phantastischen Kinoatmosphäre einbüßt. Aber damit hatten ja bereits die beiden Vorgänger Probleme ...


Die Geschichte zu "Leprechaun 6" ist dabei genauso dünn wie eh und je. Eine Gruppe von Ghetto-Bewohnern findet in ihrem Viertel plötzlich eine Kiste voller Gold, welche niemals leer wird, da sie jedes Mal mit den fehlenden Goldstücken gefüllt wird, die gerade erst entwendet wurden. Also leben sie ihr Leben fortan in Saus und Braus, bis der Besitzer dieser Truhe, ein bösartiger Leprechaun, sein Eigentum wieder zurück verlangt. Und dafür geht er, wie es sich für ihn gehört, über Leichen ...
Trashig, irisch, und alles in allem natürlich auch recht blödsinnig, so kennt man die Geschichten des Leps und so ist sie natürlich auch hier. Dünne Charaktere, dusselige Ideen und keinerlei Sinn und Verstand. Alles ist bei der Rückkehr in "tha Hood" auf dem gleichen Niveau geblieben, wie es schon beim Vorgänger war, nur dass dieses mal Stars wie Ice-T fehlen. Eben eine typische B-Movie-Horror-Story in Leprechaun-Manier.


Doch wer erwartet bei einem "Leprechaun"-Film schon eine sinnvolle Handlung? Die trashig, charmante Kobold-Reihe zeichnete sich eigentlich eher durch seine fiese Hauptfigur aus, sowie durch blutige Szenarien und witzige Leprechaun-Sprüche. Und all das gibt es durchaus auch hier zu bestaunen, doch dieses Mal eher im geringeren Maße als sonst. Bevor der fiese irische Mistkerl seinen ersten Auftritt hat (sieht man einmal von der Anfangsszene mit dem Priester ab), dauert es doch eine geschlagene halbe Stunde und auch danach hat er eher wenig zu sagen bzw. zu morden. Irgendwie richtet sich das Hauptaugenmerk dieses mal etwas zu sehr auf die potenziellen Opfer, die einem allerdings schnell auf den Senkel gehen können, wenn man mit Hip Hop-Getue sonst nicht allzu viel anfangen kann, zumal sich das Ganze in diesen Momenten auch viel zu ernst nimmt. Wirklichen Spaß kann nur der Leprechaun bereiten, doch auch dieser hatte schon mal mehr drauf.


Zwar mordet unser ekelhafter Gnom wieder hübsch brutal und blutig, so haut er u.a. einem kiffendem Rapper mal so mir nichts, dir nichts die Haschpfeife durch den Magen oder wetzt seine riesigen Fingernägel in eines seiner Opfer, doch wenn es um seine Sprüche geht, verhält sich der Leprechaun merkwürdig witzlos. Was konnten wir über seine Sprüche, vor allem im dritten Teil der Reihe ("Der Finger ist auch gut"; "Ahhh, halbnackte Mädchen - Nein!"; "Es kam aus meiner Hinterlade und ist jetzt hier, ist das nicht schade?" etc.) doch schmunzeln, dieses mal sind seine Sprüche eher harm- und witzloserer Natur. Zwar hat Lepi auch hier seine witzigen Momente, aber eben doch viel zu selten. Schade!


Zu den Darstellern sei erwähnt, dass nur die Hauptrolle wieder hervorragende Leistungen vollführt. Warwick Davis, dem die Rolle des irischen Zwergs ja förmlich auf den Leib geschneidert wurde, spielt seine Rolle auch hier wieder mit absoluter Bravour. Es ist einfach eine absolute Freude, ihm bei seinem mörderischen Spiel unter Tonnen von Make-Up zuzuschauen. Dagegen stinken seine Schauspielerkollegen leider allesamt ab und können wirklich keinen Strich gegen ihn setzen, auch wenn zumindest die Damen allesamt doch ganz lecker aussehen mögen. Nun ja.


Auch der 6. Leprechaun-Streich ist wieder trashige Leprechaun-Unterhaltung, sowie man sie aus den Vorgängern, vor allem aus dem direkten Vorgänger, kennt. Die Geschichte ist kaum von Bedeutung, die kruden Taten des Leprechaun schon eher. Schade nur, dass er hier alles in allem doch etwas zu kurz kommt und der Fun der früheren Filme nicht ganz erreicht wird. Insgesamt können sich Fans des irischen Gnoms aber dennoch einen trashig-unterhaltsamen Abend mit seiner Rückkehr in die Hood machen, auch wenn sie ihre Erwartungshaltungen zurückschrauben sollten. Teil 1-3, sowie Teil 5 sind nämlich definitiv besser.


Das Bild der deutschen DVD von "Leprechaun 6" ist zwar gut, aber ganz sicher nicht überragend. Das fängt bei den manchmal gedeckten Farben an, die ruhig etwas strahlender sein dürften. Gerade in Räumen scheint ein Schleier über dem Bild zu liegen, der weder den Kontrast und letztlich auch die Farben etwas beeinträchtigt, wodurch sich der Film weg vom Kino- und hin zum TV-Look wendet. In anderen Szenen sind die Grundfarben wiederum sehr kräftig present. Das starke Hintergrundrauschen macht dem Material vermutlich zu schaffen, wobei die Kompression aber ruhig bleibt - trotz vergleichsweise geringer Bitrate. Somit kommen die Details nie über ein gutes Niveau hinaus, weil spätestens bei der Nahansicht von Gesichtern die Details schwinden. Dass Sony nicht das beste Material verwendet haben kann, zeigen hin und wieder auftauchende Defekte, die sich zwar nicht so hartnäckig halten wie bei einem alten Film, dafür aber unnötig präsent sind.


Auch beim Ton hatte ich mehr erwartet. Dicke Bassbeats zum Beispiel, denn nicht alles, was man an Musik zu hören bekommt, entstammt dem orchestralen Score. Dabei verpasst man es ein wenig, den Bass auch richtig mit einzusetzen. Zumindest die klassischen Filmkompositionen machen mit einem breiten, wenn auch nicht übermäßig fülligen Klang auf sich aufmerksam. Die DVD enthält den Film in drei Sprachen, wovon hier nur die deutsche und die englische von Interesse sein sollen. Beide können nur bedingt Surround-Momente einbringen oder diese sind etwas zu sachte abgemischt. Zumindest ist es möglich, mit verschiedenen kleineren Klängen alles etwas aufzulockern. Der englische Ton gefällt mir da noch ein Stück besser, denn die Dialoge verhalten sich nicht so sehr eingeengt. Beide dürften in Sachen Verständlichkeit allen Ansprüchen genügen, Untertitel in verschiedenen Sprachen sind ja auch noch da.


Glücklicherweise hat man nicht nur Bonusmaterial beschafft, sondern auch alles deutsch untertitelt. Somit sind die beiden Audiokommentare für alle gesichert, die sich mit der englischen Sprache schwer tun. In jedem ist der Regisseur dabei, der u.a. erzählt, dass eine Gesprächsszene, die sehr deutlich nach einer wenig gelungenen Sitcom aussieht (zu nah an den Personen gefilmt, zu statische Perspektive, vorhersehbarer Schnitt) nur 3 Stunden vor Drehbeginn geschrieben wurde. Das macht sich natürlich qualitativ bemerkbar. Im Gespräch mit Warwick Davies entstehen einige Diskussionen über die Figur des Leprechaun, aber auch über frühere Verpflichtungen und den Dreh insgesamt. Der zweite Kommentar, der zusammen mit Kameramann David Daniel eingesprochen wurde, überschneidet sich da schon etwas mit dem Ersten und ist für die Fans vielleicht nicht ganz so interessant. Mr. Warwick kommt nicht nur etwas sympathischer rüber, sondern kann auch mehr beitragen als Daniel. Die Untertitel sind bei beiden manchmal etwas seltsam, denn wenn die Redner still sind, dann tauchen Dialogteile des Filmes in ihnen auf.
Weiterhin haben es 25 Minuten an Storyboards auf die DVD geschafft, aber auf eine halbherzige Art und Weise: Die manchmal sehr unscharf abgefilmten Zeichnungen wechseln etwas sehr schnell und kommen auch ohne tonlos, also weder mit Kommentar, noch mit Score aus.


Für den Film gibt's 3,5 von 6 Punkten auf der Leprechaun-Skala und die DVD ist ebenfalls nur knapp über dem Durchschnitt. Ein Grund, sich die Scheibe nicht zuzulegen, dürfte ein zusätzlicher Kopierschutz aus Sonys Eigenfertigung sein, der keine Garantie für volle Kompatibilität und damit auch keine Garantie für volle Abspielbarkeit auf allen Geräten geben kann, womit er mal wieder die Falschen treffen könnte. Daher: Für 'nen 10 Zehner abwägen und austesten, ansonsten Finger weg!


Film+++/--
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus++/---


Druckbare Version
Leprechaun 2
Leprechaun 1
Leprechaun 3
Leprechaun 5 - In The Hood
Leprechaun 4 - In Space
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