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JP, USA, CAN 2006
Originaltitel:Trapped Ashes
Länge:100:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Sean S. Cunningham, John Gaeta, Monte Hellman, Ken Russell, Joe Dante
Buch:Dennis Bartok
Kamera:Zoran Popovic, Makoto Watanabe
Musik:Kenji Kawai
SFX:Roy Knyrim
Darsteller:Henry Gibson, Michasha Armstrong, Jayce Bartok, Amelia Cooke, Richard Ian Cox, John Saxon, Glynis Davies, Rob deLeeuw, Matreya Fedor, Henry Gibson, Lara Harris, Richard Heaven, Scott Heindl, Yoshinori Hiruma
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:25.01.2008 (Kauf)
Specials:
  • The Making of "Trapped Ashes" (53:40 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:48 Min.)
  • Original Trailer (2:48 Min.)
  • Trailershow:
    • Animal 2: Hard Justice (1:42 Min.)
    • Stone Merchant (2:22 Min.)
    • Bullets, Blood and a Fistful of Cash (1:12 Min.)
    • Diamond Dogs (1:38 Min.)
Die Rahmenhandlung ist das Filmset eines House of Horror, in das sieben Fremde während einer Filmstudio-Tour eingesperrt werden. Jeder von ihnen muss eine Horrorgeschichte erzählen. Es werden vier Geschichten, jede mit einem unverwechselbaren Blick auf die dunkle Seite des Menschen. In den Hauptrollen: Vampir-Brüste, japanische Dämonen auf der Suche nach empfangsbereiten Amerikanerinnen, eine Frau die von ihren Liebhabern sprichwörtlich alles einfordert, ein kleines Mädchen mit einem hungrigen, mehr als ausgewachsenen Bandwurm ...
Wenn ich mir "Trapped Ashes" so anschaue, muss ich direkt an die alten Episodenhorrorklassiker der Amicus Studios denken. Mit Interner Link"Totentanz der Vampire" und Interner Link"Die Todeskarten des Dr. Schreck" lehrte das Studio uns das Fürchten und auch über 50 Jahre später haben diese Episodenfilme nichts von ihrem Glanz verloren. 2006 schien es an der Zeit zu sein, das Episodenformat wieder aufleben zu lassen, ganz in der Tradition der zeitlosen Klassiker eine Hommage an das Genre zu produzieren und dafür fünf Meister des Grindhouse-Kinos zu verpflichten, welche die Drehbücher des Produzenten und Autors Dennis Bartok umsetzen und sich dabei so wenig wie nur möglich vom Stil der klassischen Vorlage entfernen sollten.



Die Rahmenhandlung wird dabei von Joe Dante (Interner Link"Gremlins") inszeniert, welcher eine Truppe von Touristen durch ein altes Horror-Set-Gemäuer aus den 1930er Jahren treibt. Als die Gruppe im Haus eingesperrt wird, kommen sie auf die Idee sich persönlich zugetragene Horrorgeschichte zu erzählen, um so das Gebäude wie damals im Film lebend zu verlassen. Hier setzt Ken Russells "Girl with Golden Breast" ein, welcher sich als kleine Trashperle entpuppt und einen überzeugenden Einstieg darstellt. Er handelt von einem Mädel, welches sich erhofft durch eine Brustvergrößerung in Hollywood mehr Chancen zu bekommen. Doch leider entwickelt die Brust ein blutiges Eigenleben und braucht vor allem den roten Nektar. Nicht wirklich spannend, sehr ruhig inszeniert, dafür aber schön bizarr und comicartig, was man uns hier vorlegt und genau das Gegenteil von dem, was uns Sean S. Cunningham (Interner Link"Freitag der 13.") mit "Evil Spirit" bietet.



Hier vermischt sich typischer Horrorcomic-Stil à la "Tales from the Crypt" mit den modernen Mangas Japans. Die Geschichte um einen verführerischen Dämon wurde mit Anime-Sequenzen angereichert und sticht somit etwas aus dem Rest der Episoden hervor, ohne dabei wirklich besser zu sein. Ganz im Gegenteil - "Evil Spirits" ist stellenweise sogar extrem langweilig und langgezogen, baut dennoch deutlich mehr Atmosphäre auf als der Vorgänger. Den Vogel schießt aber eindeutig "Stanley's Girlfriend" von Monte Hellman ab. Die konfuse Geschichte um einen Drehbuchautor, der eine schicksalhafte Begegnung macht, ist nicht einmal ansatzweise spannend und lediglich der Film Noir-Stil macht die Episode zu Beginn interessant. Unter Grusel bzw. Horror verstehe ich aber etwas anderes.
Jon Gaetas Beitrag "My Twin, the worm" ist da schon deutlich besser und stellt Gaetas Debüt dar, welcher sich sonst nur für visuelle Effekte in Filmen verantwortlich zeichnete. Die Geschichte einer jungen Frau, die schwanger wird und zugleich einen Bandwurm in sich trägt, der nicht entfernt werden kann, ist zwar weder spannend, noch gruselig, dafür visuell ein Augenschmaus und wartet mit einigen schönen Kameraeinstellungen und Lichtspielen auf, welche zwar nicht neu sind, der Episode aber gut zu Gesicht stehen. Am Ende fügt die Rahmenhandlung alles wie gewohnt zusammen und wartet mit einem kleinen Schlussgag auf, von dem Episodenhorror erprobte sicherlich wenig überrascht sein werden.



Insgesamt ist "Trapped Ashes" ein netter, aber auch gescheiterter Versuch, die 1960er Jahre wieder aufleben zu lassen. Zum einen gibt es mit John Saxon (Interner Link"Nightmare - Mörderische Träume") und Henry Gibson ("Meine teuflischen Nachbarn") nur zwei wirklich bekannte Gesichter und zudem sind die Geschichten zu unspektakulär und einfach nicht "creepy" genug. Für einen kurzweiligen Videothekenabend sicherlich nett, aber als Hommage an die Amicus-Reihe leider eine herbe Enttäuschung.


Der anamorphe Transfer überzeugt mit einem meist sehr guten Schärfeverhalten und sauberen, gar knackigen Konturen. Hinzu kommt ein ausgewogener Kontrast, der vor allem durch seine gute Durchzeichnung auftrumpft und dank des sehr guten Schwarzwerts ein durchweg plastisch wirkendes Bild erzeugt. Die Farbgebung erscheint satt, kräftig und wird stellenweise aufgrund der atmosphärische Unterstützung etwas verfremdet. Vorhandenes Bildrauschen trübt den Sehgenuss kaum und die Kompression arbeitet bis auf dezente Blockbildung auf homogenen Flächen sehr sauber und unauffällig. Für eine Independent-Produktion ein durchaus gutes Ergebnis.
Der 5.1-Mix beschränkt sich weitgehend auf eine sehr weiträumige Stereofront und überzeugt neben einer sauberen Sprachwiedergabe mit einem ordentlichen Dynamikumfang. Die Effektkanäle haben meist Sendepause und werden lediglich für den Score und hin und wieder auftauchende Umgebungsgeräusche atmosphärisch eingesetzt. Hier wäre mehr Druck und Räumlichkeit angemessen gewesen. So bleibt das Klangbild recht ordentlich und der deutsche und englische Tack unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Die 54minütige Dokumentation über "Trapped Ashes" wurde ebenfalls deutsch untertitelt und bietet uns einen sehr ausführlichen Einblick in die Produktion der einzelnen Episoden, sowie der Dreharbeiten im Allgemein und lässt zugleich Macher und Darsteller zu Wort kommen. Hinzu kommt eine obligatorische Trailershow und der englische und deutsche Trailer zum Film. Die Menügestaltung kann zudem als gelungen bezeichnet werden.
Wer also einmal einen Blick riskieren will, macht mit er deutschen DVD nichts falsch, zumal sie völlig ungekürzt eine KJ-Freigabe bekommen hat. Allzu heftig geht es aber nicht zur Sache.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton+++/--
Bonus++/---


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News"Trapped Ashes" von Koch Media
"Trapped Ashes" - weitere Horror-Anthologie
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