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USA 1993
Originaltitel:Nightmare before Christmas, The
Alternativtitel:Tim Burton's Nightmare Before Christmas
Länge:73:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Henry Selick
Buch:Tim Burton, Michael McDowell, Caroline Thompson
Kamera:Pete Kozachik
Musik:Danny Elfman
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Chris Sarandon, Catherine O'Hara, Danny Elfman, William Hickey, Paul Reubens, Ken Page, Edward Ivory
Vertrieb:Touchstone
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Kroatisch, Slowenisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:21.11.2002 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow beim Start der DVD (4:01 Min.):
    • Monster AG
    • Verschwörung der Super-Schurken
    • Disney's Meisterwerke Trailer
  • Audiokommentar von Regisseur Henry Selick und Kameramann Peter Kozachick
  • Making of des Gruselklassikers "Nightmare before Christmas" (24:45 Min.)
  • Vom Storyboard zum Film (3:48 Min.)
  • Zusätzliche Szenen:
    • Unveröffentlichte Storyboards mit Regiekommentar:
      • Behemonths Lied (0:55 Min.)
      • Oogie Boogie und die tanzenden Käfer (0:40 Min.)
      • Oogie Boogies zweites Leben (1:25 Min.)
    • Unveröffentlichte Animierte Sequenzen:
      • Jacks wissenschaftliche Experimente (2:05 Min.)
      • Vampir-Hockey (0:20 Min.)
      • Kleiner Horrortrip mit Angst, Furcht und Schrecken (2:20 Min.)
      • Oogie Boogies Schattentanz (0:29 Min.)
  • Galerie: Die Fantasiewelt von Tim Burtons "Nightmare before Christmas":
    • Die Stadt Halloween:
      • Jack Skellington:
        • Entwürfe der Figur Jack (23 Bilder)
        • Animations-Test [mit Regiekommentar] (2:09 Min.)
        • Zeichnungen von Jacks Turm (15 Bilder)
      • Sally:
        • Entwürfe der Figur Sally (15 Bilder)
        • Animations-Test [mit Regiekommentar] (0:28 Min.)
        • Zeichnungen von Sallys Schlafzimmer und Küche (11 Bilder)
      • Oogie Boogie:
        • Entwürfe der Figur Oogie Boogie (5 Bilder)
        • Zeichnungen von Oogies Höhle (28 Bilder)
      • Dr. Finkelstein und sein Diener Igor:
        • Entwürfe der Figuren: Dr.Finkelstein und sein Diener Igor (22 Bilder)
        • Zeichnungen des Labors (14 Bilder)
      • Furcht, Angst und Schrecken:
        • Entwürfe der Figuren: Furcht, Angst und Schrecken (10 Bilder)
        • Zeichnugen des Baumhauses (15 Bilder)
      • Die Einwohner von Halloween:
        • Entwürfe der Figuren (127 Bilder)
        • Animations-Test [mit Regiekommentar] (0:52 Min.)
        • Die Stadt Halloween Entwürfe (98 Bilder)
    • Weihnachtsland:
      • Entwürfe der Figur Nikolaus (7 Bilder)
      • Entwürfe der Figuren der Helfer von Nikolaus (9 Bilder)
      • Zeichnungen (55 Bilder)
    • Die Menschenwelt:
      • Entwürfe der Figuren (19 Bilder)
      • Zeichnungen (27 Bilder)
  • Poster & Trailer:
    • Poster (5 Bilder)
    • Kino-Teaser (1:44 Min.)
    • Kino-Trailer (1:27 Min.)
  • Kurzfilme aus Tim Burtons kleinem Horrorkabinett:
    • Vincent (5:56 Min.)
    • Frankensteenie - der kleine süße Horrorhund (30:05 Min.)
Das spindeldürre Gerippe Jack Skellington ist der Star von Halloweentown, wo sich ein ganzes Batallion von Geistern und Monstern das ganze Jahr über auf das nächste Halloween vorbereitet. Aber Jack ist nicht glücklich: Bei einem Spaziergang entdeckt er zufällig den Weg in die Weihnachtsstadt, wo alles bunt und froh ist. Jack beschließt, den Weihnachtsmann zu entführen, um dessen Platz einzunehmen und selbst die Kinder dieser Welt zu bescheren. Nur seine Freundin Sally ahnt das bevorstehende Desaster.
"Tim Burton's classic returns in 3-D so real, it's scary."

Eine Welt der drei Welten, die sich aus gutem Grund kaum tangieren - Halloween-Town, Christmas-Town und natürlich die Abbildung des Realen sind kontrastiert entworfene Schauplätze in Henry Selicks komödiantischem Grusical, dessen Ideen und Figuren nicht nur dem kreativen Geist Tim Burtons entsprungen sind, sondern deren Umsetzung als dreijähriger Arbeitsprozess sich auszahlte: "Nightmare Before Christmas", der erste Langspielfilm in Stop-Motion, ist ein technisch herausragend kreierter, mit skurrilem Witz überladener Gegenentwurf zu klassischen Weihnachtsgeschichten wie der vom Grinch und verzaubert durch schrullige, detaillierte Zweckentfremdungen von Raum und Gegenständen als durch und durch typischer Burton-Film.


Die visuelle Erscheinung des mit 24 jeweils individuellen, um wenige Millimeter veränderten Bildern pro Sekunde animierten Films verblüfft nicht nur durch den unvorstellbaren Aufwand, der für die Entstehung zahlreicher aberwitziger Figuren und Bauten nötig war, sondern durch die allgegenwärtig spürbare Liebe zum Detail, der immensen Überzeugungskraft, diese Welt zum Leben erwecken zu können. Da tummeln sich untote Skelette neben kleinwüchsigen Mad Scientists (nach "Frankenweenie" und Interner Link"Edward Scissorhands" abermals Indiz für die Begeisterung gegenüber dem Frankenstein-Stoff), treffen zusammengenähte Schönheiten auf sprechende Wölfe und treiben drei Knirpse, die wohl ein Halloween-Fest zu viel feierten, allerlei Schabernack. Diese morbide Welt voller Tod und Verwesung ist bezeichnenderweise um einiges lebendiger, farbenfroher und verspielter gestaltet als die gradlinige, leer erscheinende "Wirklichkeit" geschenkgieriger Kinder und steifer Erwachsener, die der Film zudem niemals als ganze Figuren zeigt, sondern sie quasi ausblendet. Burtons Sympathien gehören ohne Zweifel dem sympathischen Gruselstädtchen.



Die Geschichte vom Kürbiskönig Jack, der die alljährliche Halloween-Vorbereitung gegen die begeisterte Planung des Weihnachtsfestes eintauscht, nachdem er zufällig im nahe gelegenen Christmas-Town vorbeischnuppern durfte und entzückt wurde durch die leuchtenden Ketten, Kugeln und Tannenbäume, den funkelnden Schmuck und meterhohen Schnee ("What's this? What's this?"), die ist übersichtlich und ordnet sich allmählich dem Ideenreichtum unter. Dafür garantiert allein die musikalische Gestaltung, selten zuvor wurden Songs und Themen im Genre so sehr in einen Zusammenhang gebracht, standen so stark im Zeichen klassischer Disneyarbeiten, wo Bewegungen musikalisch betont wurden, wie im Falle von "Nightmare Before Christmas". Danny Elfman komponierte und schrieb den vollständigen Soundtrack; seine wilden Musicalnummern integrieren sich übergangslos in den Erzählfluss der Handlung, präsentieren gleich zu Beginn auf clevere wie gelungene Weise Settings und Figurenspektrum, und tragen bedeutend zur mal ausgelassenen, mal dramatischen Atmosphäre des Films bei. Zudem erweist sich Burtons Stammkomponist als hervorragender Vokalist, übernimmt er doch die Gesangsstimme des holprigen Jack.


Das große Augenmerk liegt auf dem künstlerischen Stil. Wie bereits in seinem Kurzfilm "Vincent", der mit ähnlicher Technik inszeniert wurde, unterstreicht Burton sein Faible für Ecken und Kanten, Schatten und Lichtkontraste des expressionistischen Films, durchgehend weisen die von verschiedenen Kunstepochen beeinflussten Ausstattungsmerkmale auf die Vorliebe zum Verschrobenen hin. Während die Computertechnologie mittlerweile in der Lage war, ganze Tiere digital zu erzeugen, wählt "Nightmare Before Christmas" für seine rasante Photographie das Motion-Control-Verfahren, bei dem computergesteuerte Kameras die starren Einstellungen vergangener Stop-Motion-Filme ablösen, und vereinbart so traditionelle Animation mit modernen Tricks, musste gegenüber Steven Spielbergs gigantischen Dinosauriern bei der Oscarverleihung allerdings den kürzeren ziehen. Denn von ganz besonderer Spezialität und Eleganz sind die feinen Puppen, die sich auf dürren langen Beinen bewegen und kugelrunde Köpfe besitzen. Mit ihrer filigranen Beweglichkeit markieren sie genau das Zerbrechliche und Sensible, das die dunklen, morbiden Fantasien in ihrer letztendlichen Liebenswürdigkeit auszeichnet, während die Welt dieser Charaktere und Anthropomorphismen grenzenlos in ihrer Vielfalt scheint.


"A ghoulish tale with wicked humour & stunning animation."

Die dieser Rezension vorliegenden Special Edition hat bereits vier Jahre auf dem Buckel, hinterlässt aber auch aus heutiger Sicht einen guten Eindruck. Zu allererst fiel uns der gute bis sehr gute Kontrast auf, der trotz düsterer Szenarien keinerlei Details missen lässt. Auch wenn Jack ins Christmastown kommt, bei dem die triste Finsternis einer kunterbunten Farbpracht weichen muss, kommt der Kontrast nicht ins Schleudern. Einziges Manko des anamorphen Transfers dürfte die Schärfe sein. Wirken die Kanten und Konturen noch sehr ansehnlich und lassen das Bild hin und wieder dezent plastisch erscheinen, fehlt es hier insgesamt deutlich an Details und hin und wieder wirkt das Bild sogar matschig.
Zudem arbeiten die Kompressionen nicht immer sehr sauber und offenbaren im Hintergrund Blockrauschen und leichte Artefaktebildung. Hier hätte man durchaus mehr herausholen können und anstelle das gesamte Zusatzmaterial auf die Disc zu packen, welche immer noch rund 20 Prozent freien Speicherplatz übrig hat, hätte man hier besser den komplette Platz für den Hauptfilm nutzen sollen. Dennoch ein guter Transfer, nicht mehr und auch nicht weniger. Defekte und Verschmutzungen finden wir kaum.
Kommen wir nun zum tonalen Teil dieser Besprechung. Die deutsche Synchronfassung wartet mit bekannten Stimmen wie z.B. Ron Williams, Nina Hagen, Michael Gahr und Bill Kaulitz auf. Die Sprachwiedergabe ist gut ausgefallen und uns wird ein klare und saubere Front geboten, wobei das Klangspektrum deutlich an Weiträumigkeit missen lässt. Der Dolby Digital Mix erinnert mehr an einen Upmix und muss sich von daher vom englischen Track in seine Schranken verweisen lassen. Zwar wird auch hier der Score von Danny Elfman auf die Rears gelegt, jedoch bleiben die Frontkanäle stets dominant und Umgebungsgeräusche, sowie direktionale Effekte finden ihren Weg in die Effektkanäle nur schwerlich. Das sieht beim englischen Mix schon deutlich anders aus. Neben einer schönen Weiträumigkeit und einer guten Dynamik, welche etwas brachialer hätte ausfallen dürfen, werden uns vereinzelt ein paar schöne direktionale Effekte spendiert und auch die Umgebungsgeräusche werden sauber wiedergegeben. Weiterhin kommt der Subwoofer, dem es in der der deutschen Fassung etwas an Druck fehlt, hier ordentlich zum Tragen. Alles in allem zwei guten Mixe, wobei man stets deren Alter ins Auge fassen sollte. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.


Kommen wir nun zum Bonusmaterial, welches komplett mit dem Hauptfilm auf eine Disc gequetscht wurde. Den Anfang macht hier ein sehr schöner Audiokommentar mit Regisseur Henry Selick und Kamermann Peter Kozachick, welcher komplett deutsch untertitelt wurde. Danach geht es weiter mit einem knapp 24minütigen Making of, bei dem wir einen insgesamt vielleicht etwas kurzen, dafür aber sehr informativen Einblick in die Stop-Motion-Technik bekommen und auch der Score kommt hier nicht zu kurz.
Unter Vom Storyboard zum Film finden wir einen knapp 4minütiges Split-Screen-Bild. Interessant hierbei dürfte sein, dass der Ton in deutsch und in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Der nächste Bonuspunkt heißt "Zusätzliche Szenen": Hier finden sich drei unveröffentlichte Storyboard-Sequenzen, welcher aber vertont wurden. Zudem gibt es noch vier unveröffentlichte Szenen, in einer recht schlechten Bildqualität. Jede der Sequenzen wird vom Regisseur eingeleitet.
Neben diversen Trailern und einer Postergalerie gibt es unter "Galerie - Die Fantasiewelt von Tim Burtons "Nightmare before Christmas" noch eine umfangreiche Galerie an Entwürfen, Zeichnungen und Animationstests, bei denen sich ebenfalls der Regisseur kurz zu Wort meldet. Insgesamt werden hier über 450 Bilder und drei Animationstests vorgestellt. Den Abschluss bilden zwei Kurzfilme aus Tim Burtons kleinen Horrorkabinett. "Vincent" und "Frankenweenie - Der kleine, süße Horrorhund" heißen die beiden in schwarzweiß gedrehten Filme und liegen sogar deutsch synchronisiert vor, sowie im englischen Original. Für Burton-Fans sind das natürlich Pflichtfilme. Schlussendlich bleibt also ein recht umfangreiches Bonusmaterial in Erinnerung, wobei wir gerne noch ein paar Interviews und ein umfangreicheres Making of gehabt hätten. Auch das etwas langweilige DVD-Menü hätte etwas peppiger und zumindest vollanimiert ausfallen dürfen.


Zwar ist "Nightmare Before Christmas" ein Weihnachtsfilm und wird auch dieses Jahr wieder bei vielen in den DVD-Player wandern, doch abgesehen davon ist das ganze recht zeitlos und kann immer und immer wieder angeschaut werden. Die mittlerweile knapp 4 Jahre alte, jedoch immer noch aktuelle DVD-Edition bietet einigen Schwächen im Bild und Ton und auch beim Bonusmaterial hätte man noch etwas raus holen können. Doch wollen wir uns nicht beklagen. Die DVD liegt seit langem im Nice Price-Sektor und kostet keine zehn Euro mehr. Eine lohnende Anschaffung.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++++--


Druckbare Version
Tim Burton's Nightmare Before Christmas (Collector's Edition)
IMDb.com OFDb.de



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