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USA 2006
Originaltitel:Hatchet
Länge:80:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Adam Green
Buch:Adam Green
Kamera:Andy Garfield
Musik:Will Barratt
SFX:John Carl Buechler
Darsteller:Joel David Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond, Kane Hodder, Parry Shen, Mercedes McNab, Joleigh Fioreavanti, Joel Murray, Richard Riehle, Patrika Darbo, Robert Englund, Joshua Leonard
Vertrieb:Sunfilm / Tiberius Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:07.11.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar mit Regisseur Adam Green, Kameramann Will Barratt und den Darstellern
  • Deutscher Trailer (1:43 Min.)
  • Original Trailer (1:43 Min.)
  • Trailershow:
    • Cold Prey (2:08 Min.)
    • Storm (1:46 Min.)
    • Scorpion (1:38 Min.)
    • Nightmare Detective (2:20 Min.)
    • The Night Listener (2:28 Min.)
    • Behind the Mask (2:16 Min.)
    • The Hamiltons (2:21 Min.)
    • Manufacturing Dissent (1:31 Min.)
    • Hinterm Mond Gleich links (1:49 Min.)
    • Die wilden Siebzger (1:31 Min.)
Bonus-DVD:
  • Making Of (39:17 Min.)
  • Meeting Victor Crowley (9:23 Min.)
  • Guts & Gore (10:57 Min.)
  • Anatomy of a Kill (6:20 Min.)
  • A twisted Tale (8:31 Min.)
  • Gag Reel (3:41 Min.)
Als Ben seinen Kumpel Marcus bei ihrem New Orleans-Besuch überredet eine "Haunted Swamp Tour" mitzumachen, ahnen beide noch nicht, dass die Legende von Serienkiller Victor Crowley ganz und gar der Wahrheit entspricht. Mit ihrem Boot sind sie im Sumpf gestrandet und müssen nun einen Weg zurückfinden. Doch der schrecklich entstellte Massenmörder lauert schon mit seiner Axt und schlägt sich damit buchstäblich durch die jungen frischen Opfer. Eine Spur aus Blut und Körperteilen zieht sich durch das Dickicht und Ben und Marcus müssen einen Weg finden Victor Crowley zu stoppen, bevor sie Futter für die Alligatoren werden...
"It's not a remake. It's not a sequel. And it's not based on a Japanese one." - Werbezeile

Wer erinnert sich noch? An Jason, Freddy, Michael, den Candyman und wie sie alle hießen? Die Ikonen des Slasherfilms. Noch heute haben sie ihren Kultstatus inne, noch immer sind sie die ungekrönten Helden, wenn es um das gekonnte Abmetzeln von (vorzüglich) Teenies im Film geht. Lange Zeit war danach Stille, bis Wes Craven das Genre wieder auf Vordermann brachte und mit seinem Ghostfacekiller erneut einen irren Mörder über die Leinwände scheuchte. Doch auch diese Zeiten liegen schon wieder einige Jahre zurück und nur noch als DtV-Ware kann sich der Schlitzer einigermaßen über Wasser halten. Auch "Hatchet" gehört zu dieser Ware, verspricht auf dem Cover allerdings endlich wieder einmal "Old-School-Horror", der zudem mit einigen Schauspielerikonen von damals aufwarten soll. Nun ja, als etwas zu vollmundig entpuppt sich dieses Versprechen, nachdem man das Endergebnis zu Gesicht bekommen hat, doch seinen Spaß kann man damit dennoch haben, wenn auch nicht uneingeschränkt.



Um erst einmal die größte Hoffnung zerplatzen zu lassen: Wirklicher "Old-School-Horror" ist "The Hatchet" nicht, eher ein typischer Slasher von heute, der versucht sich daran anzulehnen. Die Story ist dabei genauso dünn wie eh und je in dem Genre. Eine Gruppe von todesmutigen Teenies und Möchtegernforschern macht sich auf, um bei einer Bootsfahrt in das Reich des gefürchteten Victor Crowley zu gelangen, der, der Legende nach, viele unschuldige Menschen auf dem Gewissen haben soll. Doch die Bootstour entpuppt sich als lausig, bis der für Tod geglaubte Mörder plötzlich quicklebendig auf die Jagd nach ihnen geht. Und das Blutbad kann beginnen ...
Entbehrt von jedwedem Sinn und jedweder Logik, sowie vollgestopft mit allerhand blödsinnigen Szenarien, hebt sich "The Hatchet" in seiner Handlung wirklich kaum vom Rest der üblichen Genre-Kost ab. Wie so oft wird erst versucht das Böse zu erklären, bevor es dann eiskalt über alle beteiligten Charaktere hereinfällt. Innovationen und Spannung sind hier Fehlanzeige, hier regiert, wie so oft bei Slashern, der Bodycount und die Atmosphäre und damit kann "Hatchet" dann doch ganz gut auffahren.



Denn was die Atmosphäre angeht, haben sich die Macher doch zeitweise ganz gut ins Zeug gelegt, um den Zuschauer das Gruseln zu leeren. Die Nebel behangenen Ufer des Sumpfes, der dunkle Wald oder die gruselige Hütte bürgen doch einiges an Atmosphäre, die vor allem bei Anfängern schon mal die ein oder andere Schweißperle aus den Poren drückt. Zumal auch der Soundtrack sein Übliches bringt und immer dann auf volle Dröhnung gestellt wird, wenn unser irrer Massenmörder auf seine Opfer trifft. Für alteingesessene Genrefreaks ist das Meiste natürlich vorhersehbar, doch für das ein oder andere Erschreckerli hier und da reicht es auch bei ihnen.

"Victor Crowley Lives!" - Werbezeile

Genauso wie das Gore-Szenario, welches der FSK irgendwie verständlicherweise bei der ersten Sichtung zu derbe vorkam und erst beim zweiten Versuch seitens des Verleihers das begehrte KJ-Siegel aufgedrückt bekam. Es splattert gar heftig, wenn Victor Crowley auf seine Opfer trifft und sie formgerecht zerhackt, ihnen die Gliedmaßen vom Leibe reißt oder eine Schädelspaltung nach der Anderen durchführt. Ohne großartige Computereffekte, sondern schön von Hand gemacht, sind sie das Einzige, was hier wirklich als "old school" durchgehen dürfte und beim Zuschauen einen Heidenspaß hervorruft, zumindest wenn man das ewig verdrängte Splatterkiddie im Inneren endlich mal wieder an die frische Luft lässt. Zarte Gemüter dürften das Gemetzel jedenfalls nicht sonderlich lange ertragen.


Einen weiteren Pluspunkt erfährt der Streifen zudem durch die Tatsache, dass er sich zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst nimmt, sondern die Doofheit seiner Charaktere teils äußerst offenkundig zur Schau stellt. So ist z.B. ein Dialog wie "Wie ist die Nummer der Polizei?", "Natürlich 911", "Auch vom Handy aus oder haben die da eine andere Vorwahl?", schon durchaus den ein oder anderen Schmunzler wert und auch ein Zeichen dafür, dass das ganze Treiben, so dämlich es im Endeffekt auch sein mag, nie und nimmer ernst gemeint ist und Lachen durchaus erwünscht und nicht unfreiwillig ist.
Schade nur, dass sich das Treiben wieder einmal viel zu viel Zeit nimmt um in die Gänge zu kommen und erst nach mehr als der Hälfte der Spielzeit so einigermaßen interessant wird. Desweiteren ist auch das Verheizen der angekündigten Slasherikonen schade, denn Robert Englund ist gerade einmal 5 Minuten am Leben und "Candyman" Tony Todd hat auch nicht mehr als einen überflüssigen Cameo-Auftritt. Na und Kane Hodder darf Victor Crowley und dessen Vater spielen, wobei er aber auch nur in der Vaterrolle zu erkennen ist, ansonsten nur hinter einen dicken Maske agiert. Deshalb kann man hier durchaus von einem Verbrauchen der Gaststars sprechen.


Und auch die restlichen Darsteller sind allesamt nicht der Rede wert. Wirklich kennen wird man sie größtenteils alle nicht, sieht man vielleicht einmal von Richard Riehle, Joshua Leonard und Deon Richmond ab, und wirklich überzeugen können sie erst recht nicht. Zwar könnte man diese Tatsache auch als "old school" bezeichnen, denn wirklich gute Schauspieler hat das Slashergenre noch (so gut wie) nie besessen, aber nur ein wenig mehr Emotion im Spiel wäre doch wünschenswert gewesen. Aber nun gut.

"Stay out of the swamp." - Werbezeile

Zwar sieht man immer wieder ein deutliches Bildrauschen im Hintergrund, dafür erweist sich der Schärfegrad aber als sehr hoch und der gesamte anamorphe Transfer ist sehr detailliert und scharf ausgefallen. Hinzu kommt eine saubere Kantenschärfe und eine ausgesprochen hohe Plastizität. Es gibt kaum eine Szene, welche irgendwie weich oder schwammig wirkt und selbst problematische Szenen mit Nebel zeigen sich tadellos und frei von Blockbildung und Artefakten. Der Kontrast ist ebenfalls hervorragend ausgefallen und zeichnet ein sattes Schwarz, ohne in dunklen Szenen die nötigen Details zu verschlucken. Auch die Farbgebung ist trotz einiger Verfremdungen sehr natürlich ausgefallen und trumpft mit satten und kräftigen Farbtönen auf. Alles in allem also ein grandioser Transfer, der nur ganz knapp an der Höchstnote vorbei schliddert. Sunfilm war schon immer bekannt dafür, ihre DVDs mit einem DTS-Track auszustatten. So auch "Hatchet", wobei die Unterschiede zum 5.1-Mix eher marginal ausgefallen sind und die DTS-Spur nur etwas lauter erscheint. Die Soundabmischung ist nicht sonderlich innovativ ausgefallen, war genrebedingt aber auch nicht anders zu erwarten. Wir bekommen einen soliden Einsatz der Effektlautsprecher für die Umgebungsgeräusche und der Score darf auch für etwas Räumlichkeit sorgen, wobei der Subwoofer ruhig etwas satter hätte ausfallen dürfen. Hin und wieder sorgen direktionale Effekte für ein stimmiges Ambiente und die Dialoge werden klar und sauber wiedergegeben. Insgesamt ein recht guter Mix, mit einer ordentlichen Dynamik, einer guten deutschen Synchronisation, deren Lippensynchronität aber deutlich zu wünschen übrig lässt. Der O-Ton klingt im Vergleich etwas natürlicher, bietet ansonsten aber die gleichen Stärken und Schwächen, außer dass die Stimmen sich etwas harmonischer in die restliche Klangkulissen integrieren können. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.


Für den Audiokommentar mit Regisseur Adam Green und Kameramann Will Barratt existieren leider keine deutschen Untertitel, was schade ist, denn beide reden sehr entspannt über die Produktion, über die Spezialeffekte und die Darsteller. Anekdoten von den Dreharbeiten dürfen ebenso wenig fehlen wie kleine Ausschweifungen, welche nicht explizit auf den Film gemünzt sind, oder Infos über das Setdesign. Interessant auch, dass Sunfilm nur mit dem Regisseur und den Kameramann wirbt, sie aber die Darsteller vergessen, welche im laufe des Films hinzu kommen und für eine Menge Spaß sorgen. Hier werden dann auch mal kurz Splatterszenen kollektiv abgefeiert.
Nachdem wir uns noch den deutschen und englischen Trailer angeschaut haben, können wir uns dem Bonusmaterial auf der beiliegenden Zusatz-Disc anschauen. Den Anfang macht ein 40minütiges Making of, in dem wir alles über die Entstehungsgeschichte von "Hatchet" erfahren und dass die Macher es nicht leicht hatten, den Film zu realisieren - ohne Internet würde es den Film heute wahrscheinlich nicht geben. "Meeting Victor Crowley" stellt eine 10minütige Dokumentation über Kane Hodder und seine Doppelrolle im Film dar. Hier sehen wir, dass der Darsteller in seinem Crowley-Kostüm nur vermummt am Set herumlaufen durfte, damit die Reaktionen beim Dreh echter wirken und man sich wirklich beim Anblick ekelt und erschreckt. Die 11 Minuten lange Doku "Guts & Gore" geht auf die Realisierung der Splatterszenen ein und lässt SFX-Schöpfer John Carl Buechler zu Wort kommen. In "Anatomy of a Kill" werden einzelne Effektszenen sehr ausführlich besprochen, angefangen mit den Storyboards über die Kameraarbeit bis zum fertigen Schnitt. Leider sind 7 Minuten einfach zu wenig. "A Twisted Tale" ist Dee Snider, seines Zeichens Kopf der kultigen Rockband Twisted Sister gewidmet. In knapp 9 Minuten erfahren wir, warum Regisseur Adam Green den Mann so schätzt und warum Snider maßgeblich dazu Beitrug, dass "Hatchet" überhaupt erst realisiert werden konnte. Wer danach noch etwas lachen möchte schaltet am besten die Gag-Reel an. Hier gibt es vier Minuten an missglückten Szenen und Versprechern. Bis auf den Kommentar und die Trailer wurden alle Extras deutsch untertitelt.



"Terror Goes Old School" - Werbezeile

Der Publikumsliebling "Hatchet" entpuppt sich nach all den großen Ankündigungen als nichts anderes als ein typischer Slasher von heute, der sich zwar durchaus vor dem Genre als solches verbeugt und mit einigen atmosphärischen Momenten und dem mehr als ordentlich geratenen Strudel aus Blut und Gedärm auch durchaus daran zu erinnern weiß, im Endeffekt aber dennoch mehr auf der modernen Schiene fährt, als auf der wirklichen 80er-Welle. Zudem werden die Gaststars viel zu schnell verheizt und das ganze Treiben braucht auch wieder einmal viel zu lange, um wirklich in Fahrt zu kommen. Da sich der Spaß aber insgesamt nie wirklich ernst nimmt und es irgendwo auch hübsch ist, Jason-Darsteller Kane Hodder mal wieder in seinem Element zu sehen, kann man sich als Genre-Freak hiermit dennoch nette 80 Minuten machen. Alle anderen sollten sich den Kauf aber vielleicht noch einmal überlegen.
Die DVD erscheint in einem edlen Steelbook und ist rein technisch über jeden Zweifel erhaben. Die Bildqualität ist schon fast auf Referenzniveau, die Soundtrack solide und die Extras machen Spaß. Zudem ist die KJ-Fassung völlig unzensiert.


Film++++--
Bild+++++/
Ton++++--
Bonus++++--


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Hatchet
Hatchet II (Uncut)
Hatchet III (Uncut)
News"Hatchet"-Newsthread
"Hatchet" kommt im Oktober
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