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USA 2007
Originaltitel:TMNT
Alternativtitel:Teenage Mutant Ninja Turtles
aka. Teenage Mutant Ninja Turtles IV
aka. Teenage Mutant Ninja Turtles: Immortal
Länge:83:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Kevin Munroe
Buch:Kevin Munroe
Kamera:Stephen G. Lumley
Musik:Klaus Badelt
Darsteller:ka.
Vertrieb:Universum Film / Tobis
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:05.12.2007 (Verleih) / 07.01.2008 (Kauf)
Specials:
  • About the Digital Creation of Characters:
    • Raphael's Rough House Fight Test (opt. Audiokommentar) (1:41 Min.)
    • Monsters Come Alive (opt. Audiokommentar) (2:50 Min.)
    • Featurette: Dobby Digital Data Files (1:56 Min.)
    • Voice Talent First Look (5:04 Min.)
  • Extended/Additional Scenes (opt. Audiokommentar):
    • Alternate Beginning (3:03 Min.)
    • Alternate Ending (1:16 Min.)
    • Extended Scene: Mikey's Birthday Party (3:16 Min.)
    • Extended Scene: Roof Top Workout (5:34 Min.)
    • Extended Scene: Still Wanna Fight? (3:11 Min.)
    • Additional Scene: Splinter Gets Cake (2:08 Min.)
  • Internationale Kino-/Online-Trailer
    • Dt. Kinotrailer (1:42 Min.)
    • Engl. Kinotrailer (1:38 Min.)
    • Onlinetrailer (3:52 Min.)
  • Trailershow
    • Arthur und die Minimoys (2:08 Min.)
    • Mein Nachbar Totoro (2:12 Min.)
    • Die Chroniken von Erdsee (1:21 Min.)
    • Der Fluch der goldenen Blume (1:41 Min.)
    • Asterix und die Wikinger (1:51 Min.)
Die Ninja Turtles sind kein Team mehr: Der älteste, Leonardo, hat sich nach Südamerika abgesetzt, während Raphael in den Straßen von New York den nächtlichen Beschützer spielt, Michelangelo den Party-Clown gibt und Donatello sich bei einer Telefonhotline verdingt. Ihre menschliche Freundin April schafft es, Leonardo zur Rückkehr zu bewegen. Das Schildkröten-Team muss sich erst zusammenraufen, um mächtige Krieger aus einer anderen Dimension mit vereinten Kräften in die ihre zurück zu schicken.
"What is it with ninjas and smoke powders?"

"Ein Kulturgut ist ein Ergebnis künstlerischer Produktion oder auch ein historisches Dokument, das institutionell als wichtig und erhaltenswert anerkannt wurden", so lautet die Definition, wie sie sich bei Wikipedia findet. Im Jahr 1984 wurden die Teenage Mutant Ninja Turtles geboren, vier - wie der Name schon sagt - mutierte Schildkröten, die eine humanoide Form annahmen und von der ebenfalls mutierten humanoiden Ratte Splinter in der Kampfkunst der Ninjas ausgebildet wurden, um fortan gegen ihren Erzfeind Shredder und sein Foot Clan zu kämpfen. Zugegeben, das ganze klingt recht schwachsinnig, vier mutierte Schildkröten, aber die Turtles erfreuten sich schon bald erstaunlicher Beliebtheit. Bereits drei Jahre später hatten es die Turtles 1987 zu einer animierten Fernsehserie gebracht, welche in verschiedenen Formen bis ins 21. Jahrhundert weiterreichte. Neben vielen Videospielen und anderen Krams, verdanken die Turtles ihre größte Aufmerksamkeit dreier Live-Action-Kinofilmen von 1990 bis 1993. Bis zur heutigen Zeit markiert eben jener erster Kinofilm auch den größten Erfolg der Turtles, spielte er doch das zehnfache seiner Kosten wieder ein.




Vor sieben Jahren dann begannen die Planungen für einen neuen Kinofilm, welcher diesmal jedoch auf CGI basieren und unter der Führung von John Woo entstehen sollte. Dieser sprang jedoch wieder ab und stattdessen wurde das Projekt Kevin Munroe anvertraut, welcher hiermit sein Spielfilmdebüt abgeben durfte. Eine weitere Entscheidung war, dass dieser vierte Film seinen drei Vorgängern chronologisch folgt und somit Shredder in diesem Teil keine Rolle spielt. Stattdessen bekommen es die Turtles mit Monstern aus einer anderen Dimension und dreitausend Jahre alten Kriegern zu tun. Außerdem sind die vier Brüder gespalten, seit Leonardo zum Training nach Südamerika gegangen und die anderen zurückgelassen hat. Während sich Michelangelo und Donatello in das Alltagsleben einfügen, nimmt Raphael das Gesetz in die eigene Hand. Doch mit dem Großindustriellen Max Winters erscheinen plötzlich neben den Monstern auch die alten bekannten der Turtles, der Foot Clan, wieder auf der Bildfläche und es entbrennt ein Kampf um das Schicksal der Welt!




Die Entscheidung von Live-Action zur CGI-Animation zu wechseln hat sich sichtbar bezahlt gemacht, seit langen haben die Turtles nicht mehr so frisch gewirkt und nur so lässt sich die phantastische Geschichte um dreitausend Jahre alte Krieger und Monster "glaubwürdig" erzählen. Dabei sind neben den Turtles auch die menschlichen Animationen sehr gelungen (ich sage nur April und Karai - woah! - für meine Schwäche gegenüber animierten Damen bin ich ja inzwischen bekannt *g*). Die Action und die Musik passen zum Flair, das Licht, die Ausstattung, in "TMNT" stimmt von technischer Seite wirklich alles und lässt so gut wie keinen Raum zur Kritik. Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde aber beim "voice cast" auf alte Gesichter verzichtet und so fehlen die Stimmen von Corey Feldman (Donatello) oder Elias Koteas für Casey Jones, der stattdessen von Chris Evans gesprochen wird. Werden die Turtles von eher namenlosen Schauspielern gesprochen, fallen mit Sarah Michelle Gellar, Zhang Ziyi, Laurence Fishburne und Patrick Stewart andere renommierte SchauspielerInnen in Nebenrollen auf und sind als akzeptabel anzusehen. In seiner letzten Rolle leiht der für den Oscar nominierte Mako dem weisen Splinter seine Stimme und starb bedauerlicherweise noch vor Fertigstellung des Filmes. Im Abspann wird ihm der Film gewidmet.




Schade an "TMNT" ist, dass sich die Handlung auf den Zwist zwischen Leonardo und Raphael konzentriert. Dies war leider schon viel zu oft der Fall und besonders zu leiden haben darunter Michelangelo und mein persönlicher Favorit Donatello, die nicht über die Funktion der Sidekicks hinaus kommen. Eben gerade weil der Autoritätskampf zwischen Leo und Raph bereits so oft das Thema war (beispielsweise im 2. Teil), ist es schade, dass andere Figuren so ins Hintertreffen geraten. Dies wird hoffentlich beim Sequel, das in Planung steht, da die Produzenten scheinbar mit dem fast dreifachen Kosteneinspiel zufrieden waren, wieder ausgeglichen. Gut möglich, dass für die Macher der kluge Kopf Donnie einfach nur ein Nerd darstellt, den keiner mag (was ich jedoch nicht finde und ich bin zum Beispiel weit davon entfernt ein kluger Kopf zu sein). Hierbei bleibt natürlich zu bedenken, dass "TMNT" für Kinder ab 6 Jahren konzipiert ist und daher keine Weltwunder zu erwarten sind.



Die Geschichte ist dafür aber überraschend düster ausgefallen und wird allein wegen des Nostalgiefaktors jedem echten Fan viel Spaß bereiten. Amerikanische Kritiker führten an, dass man seinen Spaß an den Turtles haben wird, wenn man bereits die früheren Filme, Fernsehserien und Videospiele toll fand. Diejenigen, welche mit dem Thema noch nie was anfangen konnten, würden dies auch in diesem Fall nicht tun. Dem kann ich nur beipflichten, meine Bewertung ist subjektiv und von Erinnerungen überflutet, ich bin ein Turtles-Fan, war es schon immer und auch wenn die Handlung teilweise lahm gewesen war, war sie es doch für die Köpfe von sechsjährigen und ich hab mich trotzdem unterhalten gefühlt. Den letzten Satz kann man dabei natürlich interpretieren wie man will, ich sage aber, wer die Turtles mag, der wird auch "TMNT" mögen und von daher an der diesen Test vorliegenden deutschen DVD nicht vorbei kommen.


"Hey, I've been training. Since you've left, my videogame scores have, like, doubled."

Obgleich "TMNT" in Deutschland nicht annähernd so erfolgreich war wie in anderen Ländern und wir bisher auch auf eine HD-Umsetzung des Titels verzichten müssen, spendiert Universum Film uns eine gelungene Umsetzung. Es ist für ein Animationsfilm sehr selten, dass dieser im Widescreen-Format vorliegt, dies steht dem Film aber prächtig. Ebenso prächtig sind die satten und kräftigen Farben, sowie der ausgewogene Kontrast, der keinerlei Details missen lässt. Die Schärfe ist gut, aber es gibt ausreichend Potenzial für Verbesserung, welches leider nicht genutzt wird. Ob dies Absicht war oder auf den Transfer zurückzuführen ist, kann erst im direkt Vergleich mit anderen Veröffentlichungen herausgefunden werden. Jedoch wirken die Konturen deutlich zu weich und lassen den Transfer nicht so plastisch erscheinen wie andere Animationsfilme. Die Kompression arbeitet derweilen tadellos und wie nicht anders zu erwarten sind keine Störungen in Form von Defekten oder Schmutz auszumachen, lediglich in Kameraschwenks ist eine dezente Bewegungsunschärfe auszumachen.


Die Soundabmischung ist dagegen um einiges besser ausgefallen. Wenn nötig werden uns satte Bässe geboten und die Effektlautsprecher werden neben dem Score für Umgebungsgeräusche und direktionale Effekte genutzt, wodurch der 5.1-Mix sehr ausgewogenen und stets räumlich klingt. Der Dynamikumfang ist gut und die Dialoge werden tadellos aus der Front wiedergegeben, ohne sich aber großartig von dort zu lösen. Dennoch wirkt der Mix niemals frontlastig und schliddert nur knapp an der Höchstnote vorbei. Der DTS-Mix klingt lediglich lauter und voluminöser, es sollte aber trotzdem der 5.1-Track vorgezogen werden, da dieser deutlich harmonischer klingt als die DTS-Version, bei dem der Frontbereich durch die Lautstärkeanhebung zu undifferenziert klingt. Die englische Synchronfassung liegt ebenfalls in Dolby Digital 5.1 vor, steht der deutschen in nichts nach und überzeugt sogar mit einem etwas besseren Zusammenspiel zwischen Stimmen und Geräuschen. Leider spendiert man uns keine deutschen Untertitel, dafür aber englische.




Nun, wenigstens sind die Extras deutsch untertitelt, dafür aber leider auch etwas mager ausgefallen. Neben drei verschiedenen Trailern zum Film und einer Trailershow des Verleihs gibt es vier kleine Featurettes über die Erschaffung der Figuren im Film. Insgesamt sind es gerade mal 11 Minuten, welche sehenswert, aber viel zu kurzweilig ausgefallen sind. Hier hätte man ein lange Dokumentation produzieren können über die Animationen, die Synchronisation etc. Stattdessen gibt es leider nur kurze Clips mit Storyboardvergleichen, Testanimationen und einen PR-Clip mit Ausschnitten aus den Filmen und Kommentaren der Sprecher und Macher. Das ist deutlich zu wenig. Da können dann auch die 18 Minuten an zusätzlichem Szenenmaterial nicht mehr viel retten, wobei diese mit einem Regiekommentar ausgestattet wurden, welcher deutsch untertitelt vorliegt. Hier sehen wir dann einen alternativen Anfang, ein alternatives Ende und drei erweiterte Szenen, sowie eine alternative Sequenz. Interessant dabei ist, dass die Szenen allesamt noch unfertig und teilweise nur als Storyboard oder Testanimation vorliegen. Die US-Disc beinhaltet zusätzlich einen Audiokommentar, welcher hier leider fehlt. Bleibt eigentlich nur zu sagen, dass das DVD-Menü Universum Film typisch im 4:3-Format vorliegt.


Film++++/-
Bild++++/-
Ton+++++-
Bonus++----


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Turtles III
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