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D, USA 2007
Originaltitel:Bourne Ultimatum, The
Länge:110:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Greengrass
Buch:Tony Gilroy, Scott Z. Burns, George Nolfi
Kamera:Oliver Wood
Musik:John Powell
SFX:Mark Noel
Darsteller:Matt Damon, Julia Stiles, David Strathairn, Scott Glenn, Paddy Considine, Edgar Ramirez, Albert Finney, Joan Allen, Tom Gallop, Corey Johnson, Daniel Brühl, Joey Ansah
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Ungarisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Hebräisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Ungarisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:10.01.2008 (Verleih) / 10.01.2008 (Kauf)
Specials:
  • Filmkommentar von Regisseur Paul Greengrass
  • Unveröffentliche Szenen (12:23 Min.)
  • Immer in Bewegung: Jason Bourne:
    • Berlin (6:11 Min.)
    • Paris (3:42 Min.)
    • London (4:16 Min.)
    • Madrid (4:07 Min.)
    • Tanger (5:46 Min.)
  • Verfolgungsjagd über den Dächern (5:40 Min.)
  • Die Schlachtpläne (5:00 Min.)
  • Fahrschule (3:24 Min.)
  • Verfolgungsjagd in New York (10:47 Min.)
Jason Bourne ist der CIA-Elitekiller, der jede Erinnerung an seine Identität verloren hat. Mit Hilfe der Treadstone-Mitarbeiterin Nicky Parsons und des Journalisten Sam Ross jagt Jason um den halben Erdball, um endlich den Mann zu stellen, der ihn zu einem willenlosen Auftragsmörder umformte. Doch Bournes skrupelloser Schöpfer setzt eine Gruppe ganz neuer, tödlicher Agenten ein, um die Geheimnisse seiner mysteriösen Blackbriar-Organisation zu schützen. Auf den Straßen New Yorks kommt es zum furiosen Endkampf der Agenten, den Bourne vielleicht nicht überleben wird.
Zappel-Philipp @ work.

Regisseur Paul Greengrass spendiert Elite-Agent Jason Bourne (Matt Damon, Interner Link"Saving Private Ryan", Interner Link"The Departed") nun endlich seine wahre Identität, beantwortet alle offenen Fragen und macht reinen Tisch mit den zwielichtigen Figuren der CIA - ein Ende mit ordentlich Zündstoff also. Wer schon an den ewigen Wackeleien in "The Bourne Supremacy" seine helle Freude hatte, wird hier nun endgültig auf seine Kosten kommen. Greengrass und sein Protegé Oliver Wood (Interner Link"Die Hard 2", "Face/Off") können die Kameras nicht für den Bruchteil einer Sekunde still halten und sorgen spätestens bei der nächsten Actionszene für ein heilloses Chaos, weil aufgrund ihrer neurotischen Wuselei die Inszenierung kaum mehr genießbar ausfällt.
Nichtsdestotrotz ist der (hoffentliche) Abschluss der Trilogie eine runde Sache, die fast zwei Stunden ein ziemlich hohes Tempo geht, Spannung und Dramatik allerdings oft durch ihre hektischen Regie suggeriert. Spaß macht der Film (weitestgehend) trotzdem noch.



Jason Bourne ist also wieder da und sucht nach wie vor nach seiner wahren Identität. Eher zufällig liest er in der Zeitung einen Artikel über sich und hofft über den verantwortlichen Journalisten an mehr Informationen zu gelangen. Die CIA hat aber längst spitz bekommen, dass sie ein Leck hat, lässt den Schreiberling liquidieren und sucht nach der undichten Stelle in den eigenen Reihen, während Bourne mit seinen alten Spielgefährten wieder Katz' und Maus spielt, um ihnen zuvorzukommen.


Nach "The Bourne Identity" und "The Bourne Supremacy" baut der Spannungsbogen im dritten Teil trotz ständiger Locationwechsel deutlich ab, da der unkaputtbare Bourne, egal wie weit man ihn die Enge treibt, sowieso alle kommenden Schachzüge vorhersieht und sich dann, ohne eine Miene zu verziehen, instinktiv durch die feindlichen Agenten schießt/prügelt, bis er wieder untertaucht und neben einigen Leichen mal wieder einen fassungslosen Einsatzleiter zurücklässt, der schon den Plan B und einen Sündenbock für den Notfall in der Tasche hat.
Ruhige Momente kann Bourne auch deswegen nie genießen. Sein erneutes Zusammentreffen mit Nicky Parsons (Julia Stiles, "Save the Last Dance", Interner Link"The Omen") erlauben wenigstens ein kurzes Durchatmen und neue Erkenntnisse, Daniel Brühls Szene hätte man dagegen ebenso gut streichen können. Dann geht es aber auch fix weiter. Weitere feindliche Agenten warten in Reichweite auf ihre 5 Minuten Ruhm, bevor Bourne sich nonchalant um sie kümmert. Martial Arts, Schießereien, Verfolgungsjagden per pedes, Roller oder Auto, "The Bourne Ultimatum" fährt das komplette Programm auf, verwechselt die dynamische Umsetzung nur leider mit einer in Schnittstakkatos ersaufenden, heillosen Unübersichtlichkeit.


Weitaus interessanter sind da schon fast die Rangeleien innerhalb der CIA. Black Operations müssen vertuscht werden, da Bourne strenggeheimes Material stiehlt und alsbald Unruhe und Misstrauen in den eigenen Reihen ausbricht, woraus letztlich für Bourne auch die Schlüsselfigur resultiert, die seinem Gedächtnis endgültig auf die Sprünge hilft und die Trilogie zu einem würdigen Abschluss verhilft. Am Ende hätten es sogar noch ein paar Sätze mehr sein dürfen ...

"Remember everything. Forgive nothing."

Der anamorphe Widescreen-Transfer unterliegt wie so oft in aktuellen Hollywood-Produktionen einigen Stilmitteln, welche aber gezielt eingesetzt werden und fast niemals zu Lasten der Bildqualität gehen. Der meist recht kühle Look wartet daher mit einer durchweg recht natürlichen Farbgebung auf, darf aber je nach Szenario in sein Farbschema variieren. Der Kontrast wirkt dabei überraschend ausgewogen und überzeugt mit einem sehr satten Schwarzwert, wobei Stil bedingt helle Flächen etwas steil geraten sind. Wir dürfen uns aber darüber freuen, dass dunkle Flächen nicht absaufen und der Transfer dank einer sauberen Kantenschärfe recht plastisch und angenehm scharf wirkt. Der Detailbereich mag hierbei zwar nicht immer wirklich überzeugen, aber im Schnitt darf man sich auf ein sehr detailliertes Bild freuen, welches nur selten unter einem leichten Einsatz von Rauschfiltern zu kämpfen hat. Bildrauschen fällt von daher auch nur gering auf und Defekte oder Verschmutzungen sind erst gar kein Thema. Die Kompression arbeitet auch unauffällig und zeigt nur auf Großbildschirmen leichte Blockbildung auf homogenen Flächen.


Soundtechnisch wird uns ein vor allem in den Actionszenen gut abgemischter 5.1-Mix geboten, welcher mit vielen direktionalen Effekten aufwarten kann, die für einen Actionfilm zwar überzeugen, aber sicherlich nicht das Maß der Dinge darstellen. Dabei überzeugt vor allem die Abmischung des Soundtracks und der Nebengeräusche, welche für eine stimmige Atmosphäre und ein angenehmes Raumgefühl sorgen, dessen Bassschübe sehr wuchtig ausgefallen sind. Leider spielt sich das Geschehen noch zu sehr im Frontbereich ab, wodurch Zweikämpfe sich leider viel zu selten aus der Frontlösen und nicht die Wirkung erzielen, die sie erzielen könnte. Die Stimmen sind derweilen gut zu verstehen und durch einigen gelungenen Dynamikschüben macht die Abmischung trotz kleinere Mängel wirklich Spaß, wobei gerade der Hochtonbereich etwas ausgewogener hätte ausfallen dürfen. Der englisch Mix unterscheidet sich eigentlich nur im Dialogbereich von deutschen Pendant und wirkt dahingehend etwas natürlicher und lässt optional deutsche Untertitel einblenden.

Der informative Audiokommentar mit dem Regisseur ist ebenfalls deutsch untertitelt und beinhaltet einiges an nützlichen Hintergrundinfos zu den Dreharbeiten, wobei es dem Kommentar besser getan hätte, wenn eine zweite Person anwesend gewesen wäre. Im Bonusmaterial Bereich lassen sich 12 Minuten an entfernten Szenen anschauen, welche anamorph abgetastet in einer guten Bildqualität und mit deutschen Untertiteln vorliegen. "Immer in Bewegung: Jason Bourne" ist ein 25minütiges, in 5 Episoden unterteiltes Featurette, welche uns tolle Behind the Scenes-Aufnahmen aus fünf verschiedenen Städten in fünf verschiedenen Ländern zeigt. Hier bekommen wir einen sehr schönen Einblick in die Dreharbeiten und man lässt dabei Darsteller, Regisseur, Setdesigner etc. zu Wort kommen. Das nachfolgende Featurette hat eine Laufzeit von knapp 6 Minuten und hat die Verfolgungsjagd über die Dächer zum Thema. Auch hier kommen wieder die Macher zu Wort und man gewährt uns einen interessanten, aber leider viel zu kurzen Einblick, bei dem wir aber sehen, dass Matt Damon auch hier überraschend viele Stunts selbst gemacht hat, auf ein Stuntdouble aber nicht verzichtet werden konnte. "Die Schlachtpläne" zeigt ein kurzen Bericht über den spektakulären Zimmerkampf zwischen Bourne und seinen Widersacher Desh, bei dem Matt Damon und Joey Ansah sich drei Tage lang unter Aufsicht eines Stuntkoordinators ordentlich prügeln durften, bevor wir uns in "Fahrschule" drei Minuten lang der wilden Autoverfolgungsjagd und ihrer Entstehung widmen. Die "Verfolgungsjagd in New York" zeigt rund 10 Minuten lang den Showdown in New York und enthält neben Filmausschnitten und Kommentaren der Macher viel Hinter den Kulissen-Material.
Insgesamt sind die Extras sehr sehenswert ausgefallen und es ist schade, dass wir nicht noch mehr Einblicke erhaschen können. Zudem wäre es doch sicherlich nicht zuviel verlangt gewesen, den Trailer zum Film mit auf DVD zu pressen, oder?



Bei Schorse Michael Bay und Tony Scott schreit gleich jeder laut auf, bei Paul Greengrass soll es also nun Kunst sein? "The Bourne Ultimatum" bildet ein solides Ende der Treibjagd, die endlich die Wahrheit ans Licht bringt, alle Fragen klärt und sich dabei tatsächlich mit einigen Überraschungen hervortut. Greengrass' Inszenierung ist allerdings eine einzige Zumutung, die zumindest in den Actionszenen stilistisch ähnlich arbeitende Regisseure wie Chorknaben dastehen lässt. Die Schauspieler, allen voran der überzeugende Matt Damon, erledigen ihren Job solide (Scott Adkins hat nur eine sehr kleine Nebenrolle) und John Powells ("Shrek", Interner Link"X-Men: The Last Stand") Score fällt weit entfernt von Mobys erstklassiger Bourne-Hymne "Extreme Ways" über die volle Distanz nie auf. Summa summarum ein zufriedenstellender Ausklang um den ehemals an Amnesie leidenden Elite-Agenten, dessen Actionszenen sich in realistischen und dennoch spektakulären Bahnen bewegen. Eine Fortsetzung wäre durchaus im Bereich des Möglichen, aber genauso unnötig. Die DVD überzeugt mit einer soliden Umsetzung in Bild und Ton und wartet mit einigen netten Extras auf. Wer mehr möchte greift zur Doppel-DVD-Edition.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+++/--


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