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CAN, USA 2006
Originaltitel:Black Christmas
Alternativtitel:Black X-Mas
aka. Noël noir
Länge:86:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Glen Morgan
Buch:Glen Morgan
Kamera:Robert McLachlan
Musik:Shirley Walker
SFX:Rory Cutler, Steve Janz, W. David McGuire
Darsteller:Michelle Trachtenberg, Lacey Chabert, Mary Elizabeth Winstead, Katie Cassidy, Andrea Martin, Jessica Harmon, Oliver Hudson, Leela Savasta, Karin Konoval, Peter Wilds, Clark Gregg, Kathleen Kole, Aaron Pearl
Vertrieb:Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:09.11.2007 (Verleih) / 05.12.2007 (Kauf)
Specials:
  • Kinotrailer:
    • Deutscher Kinotrailer (0:53 Min.)
    • Original Kinotrailer (2:01 Min.)
  • What have you done? - The Remaking of Black Christmas (28:01 Min.)
  • Making of: May all Your Christmases be Black (26:31 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • Jemand auf dem Dachboden (2:14 Min.)
    • Dieses Telefon ist schwul (1:10 Min.)
    • Bescherung (0:23 Min.)
    • Die Mädchen reden über Kyle und Eve (0:48Min.)
    • Längere Version Anruf von Dana (0:48 Min.)
    • Internationale Version Melissa wird im Flur getötet (0:36 Min.)
    • Szene 132 Version 2 - Laurens Tod (0:56 Min.)
  • Alternative Enden:
    • Variante 1 (4:11 Min.)
    • Variante 2 (5:44 Min.)
    • Variante 3 (1:38 Min.)
  • Cast & Crew Infos:
    • Katie Cassidy (5 Texttafeln)
    • Mary Elizabeth Winstead (5 Texttafeln)
    • Glen Morgan (5 Texttafeln)
  • Produktionsnotizen (7 Texttafeln)
  • Fotogalerie (12 Bilder)
  • Programmtipps:
    • Tideland (1:33 Min.)
    • Sterben für Anfänger (2:10 Min.)
    • Inland Empire (2:25 Min.)
    • Death Sentence (2:04 Min.)
    • Whisper (1:40 Min.)
  • DVD-ROM Part
In einem einsam gelegenen Haus möchte Kelli mit ihren Kommilitoninnen ein besinnliches Weihnachtsfest feiern. Doch das Haus hat eine dunkle Vergangenheit. Plötzlich verschwindet eines der Mädchen - und mysteriöse Anrufe beunruhigen die Studentinnen. Der unbekannte Psychopath treibt mit ihnen ein heimtückisches Spiel, das bitterer Ernst wird, als das erste Mädchen tot aufgefunden wird...
"On the 25th day, of the 12th month, one man will creep around your house ... and leave ... no one alive."

John Carpenters Interner Link"Halloween" gilt nach wie vor als der Vorreiter in Sachen Slasherhorror, doch Insider wissen, dass dies nicht ganz richtig ist. Denn schon vor "Halloween" gab es so manches Filmchen, das im ähnlichen Stil einen Massenmörder präsentierte, so z.B. auch Interner Link"Black Christmas" aus dem Jahre 1974. Unter dem deutschen Titel "Jessy - Die Treppe in den Tod" hierzulande nur mäßig erfolgreich, konnte dieser Film aber vor allem durch seine klaustrophobische Stimmung, sowie einer nicht abreißen wollenden Atmosphäre überzeugen. Im heutigen Zeitalter der ständigen Wiederholungen aus Hollywood, hat es nun auch dieses Werk getroffen. Und da 2006 sowieso kaum etwas anderes als Remakes im Kino liefen, stört es natürlich auch nicht, dass selbst kurz vor Weihnachten hiermit noch ein Weiteres die Lichtspielhäuser erblickte. Aber nun gut, wir wollen mal nicht über die heutige Hollywood-Situation mosern, sondern den aktuellen Film betrachten. Und dieser ist mal ein herrliches Beispiel dafür, wie man selbst die dümmsten Handlungen noch unterhaltsam machen kann.



Um es gleich einmal vorweg zu nehmen: Mit dem Original hat diese schwarze Weihnacht nun wirklich so gut wie gar nichts mehr zu tun. Eher gibt es zwischen den beiden Streifen hier und da mal ein paar Referenzen, aber ansonsten würde man nie darauf kommen, dass nun gerade dieser Film das Remake von "Jessy ..." ist. Die Grundzüge der Story sind da noch die ähnlichsten Fakten. Denn auch hier geht es um eine Studentengemeinschaft, die eigentlich nur in Ruhe das Weihnachtsfest begehen will, dabei allerdings von einem brutalen Psychopathen gestört wird, der früher einmal in dem Haus lebte, in dem sich die Studenten eingenistet haben. Nun heißt es also wieder einmal rette sich wer kann, auch wenn es am Ende sowieso nur eine sein wird, die das Massaker überlebt ...
Ja, wirklich viel steckt hier nicht in der Geschichte drin, vor allem keine Innovationen. Alles, was die Handlung angeht, hat man wirklich schon x-Mal in allen möglichen Variationen gesehen. Wieder einmal laufen die Opfer die Treppe rauf statt herunter. Wenn jemand im Haus schreit, wollen natürlich alle dem Schrei folgen, anstatt sich zu verdünnisieren und so weiter und so fort. Ja, an Unlogik und Dummheit ist dieser Slasher dieses Mal wirklich kaum noch zu übertreffen. Es mutet mitunter sogar regelrecht schlampig an, was man hier in Sachen Drehbuch fabriziert hat. Und doch kommen vor allem Slasherfans mit dem Hang zum Trash auf ihre Kosten.



Denn trotz aller Doofheit im Skript macht das Gezeigte viel Spaß. Nicht nur dass vor allem die Morde immer wieder für perverse Unterhaltung der makabren Sorte herhalten können, sowieso ist der ganze Film getränkt mit allerhand schwarzem Humor, den man so eher von den Briten als von Hollywood erwartet hätte. So werden die Morde natürlich vorzüglich mit allerlei weihnachtlichem Material begangen, wie z.B. einer spitzen Zuckerstange oder der Lichterkette eines Christbaums, sowie auch mit Plastiksack und äußerst spitzen Fingern. Das Blut fließt in Strömen, wenn bei fast allen Opfern die Augen aus ihren Höhlen gerissen werden, wenn Köpfe von ihrem Bestimmungsort abgetrennt werden, oder wenn der ein oder andere spitze Gegenstand das Fleisch des nächsten Opfers durchbohrt. Und das auch mal ein herab fallender Eiszapfen zum tödlichen Gegenstand werden kann, wird ebenfalls genüsslich vorgeführt. Die makabren Highlights bilden dann die neueste Kreation von Weihnachtsplätzchen für Kannibalen, sowie der geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Dachboden, der mit allerhand bluttriefendem Material bestückt wurde, vorzüglich mit herausgerissenen Augen und einem abgetrennten Kopf als Stern von Bethlehem, auf der Spitze des Baumes. Wer sich mit richtig makabrem Humor auskennt, der wird hier jedenfalls vortrefflich bedient.


Und damit das Treiben auch noch einigermaßen spannend bleibt, hat man sich dieses Mal gedacht, die Geschichte des Mörders zwischen den Ablauf der Gegenwart zu mischen. Sprich, immer wieder wird die Weihnachtsfeier der Damen unterbrochen und die skandalöse Geschichte von Psychokrüppel Billy und seiner Schwester/Tochter Agnes wird dem Zuschauer begreiflich gemacht, auch wenn diese natürlich ebenso unlogisch und blödsinnig ist, wie der ganze Rest. Doch für Unterhaltung kann auch dieser düstere Part gut sein, zumal man sich auch immer wieder wundert, warum diese ekelerregende, ja regelrecht verachtenswerte Familie dennoch immer wieder Weihnachten zu begehen scheint. Wer weiß?!

"Terror Is Coming Home for the Holidays."

In puncto Inszenierung lässt sich die aktuelle "Black Christmas"-Produktion dann auch nicht lumpen. So ist die Kulisse natürlich herrlich weihnachtlich ausgefallen und bietet somit wirklich den idealen Kontrast zum blutigen Treiben. Musikuntermalung und Score können gefallen, auch wenn ich es persönlich besser gefunden hätte, wenn man mit Beginn des Abspanns noch ein "We wish you a Merry Christmas" oder ähnliches hinterher geschoben hätte, denn das hätte dem makabren Treiben dann noch die Krone aufgesetzt (auch wenn das "Peace on Earth"-Schild am Schluss schon schön makaber anmutet). Gelungen sind zudem die Blutszenen, die alle noch auf herrliche Old-School-Art hergestellt worden und das Blut nicht aus dem Computer spritzt. Reichlich Rotes gibt es jedenfalls allemal.
Was die Darsteller angeht kann man dann auch soweit zufrieden sein. Natürlich sind Slasher-Darsteller nur selten wirklich gut, doch hier kann man sie wirklich allesamt als annehmbar bezeichnen, zumal sich auch einige bekannte Namen, wie Michelle Trachtenberg, Mary Elizabeth Winstead oder auch die große und wunderbare Andrea Martin, unter ihnen befinden. Hier gibt wirklich jeder sein Bestes, auch wenn das Genre natürlich nicht unbedingt Höchstleistungen voraussetzt. Man kann zufrieden sein.


Nach der abgespeckten Videothekenfassung erscheint "Black Christmas" als "Home Edition" mit reichlich Bonusmaterial. Neben diversen Trailern weiterer Concorde Film-DVDs, sowie etwas Futter für das DVD-ROM-Laufwerk, Bio- und Filmografien und dem deutschen und englischen Kinotrailer, spendiert man uns sieben geschnittene Szenen und drei alternative Enden. Die beiden Featurettes "What have you done - The Remaking of Black Christmas" und "Making of: May all You Christmas be Black" sind sicherlich sehenswert, bleiben aber über weite Strecken sehr werbelastig. Sie zeigen uns ein wenig die Produktionsgeschichte des Films, lassen die Mitarbeiter zu Wort kommen und bieten uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und die Effektarbeit. Langweilig wird es sicherlich nicht, aber es gibt deutlich bessere Featurettes. Zumindest wurden die Extras mit deutschen Untertiteln versehen.
Der Widescreen-Transfer hat deutlich unter den eingesetzten Farbfiltern und dem harten Kontrast zu leiden. Durchweg etwas zu dunkel und aufgrund eingesetzter Rauschfilter nur bedingt scharf, sorgen die extremen Farbverfremdungen für leichtes Bildpumpen und der Kontrast verschluckt sehr oft nötige Details. Der Schwarzwert arbeitet recht sauber, tendiert aber ins Gräuliche, weshalb das Bild nicht immer so plastisch erscheint wie es hätte sein können. Im Hintergrund zeigt sich zudem noch deutliches Flächenrauschen und leichte Kompressionsprobleme zeichnen sich ab. Dafür bleibt der Transfer absolut sauber und frei von Schmutz, muss aber deutliche Abstriche in puncto Deatilschärfe in Kauf nehmen.
Auch die Soundabmischung bietet uns nichts Besonderes, macht ihre Sache aber recht gut, wobei der Subwoofer kaum zum Zuge kommt, weshalb das Klangspektrum recht dünn wirkt. Die Rears werden meist nur für den Score genutzt, direktionale Effekte gibt es nur selten und den Rest müssen die Frontlautsprecher erledigen, welche mangels Dynamik die klangliche Ebene auch nicht mehr retten können. Selbst der DTS-Track klingt viel zu verhalten und es fehlt an Dynamik und Druck. Die Dialoge sind derweilen aber gut zu verstehen, ebenso auch die Umgebungsgeräusche, welche sich hin und wieder solide auf die Rears bewegen. Der englische Soundtrack bietet keine großen Unterschiede, klingt in den Stimmen sogar etwas dumpfer und bleibt schlechter zu verstehen, bietet ansonsten ein nahezu identisches Klangbild ohne Höhepunkte. Optional lassen sich wie auch bei den Extras deutsche Untertitel hinzuschalten.


"This holiday season, the slay ride begins."

Saudoof, aber unterhaltsam, nichts anderes ist "Black Christmas". Die Story ist innovationslos und reif für die Klappsmühle, doch die Umsetzung macht mehr Spaß als so manch anderer moderner Slasher. Schwarzen Humor gibt es hier jedenfalls satt, blutig, makabere Morde sind keine Seltenheit und Spannung ist hier und da sogar auch vorhanden. Auch wenn das Original unerreicht bleibt, so kann man an diesem Remake durchaus seine Freude haben. Zumindest wenn man keine allzu treue Umsetzung des ersten "Black Christmas" erwartet, an derbem Humor seine Freude hat und die nicht umgehbare Trashnote des Films akzeptieren kann. Zudem ist diese DVD-Edition im Steelbook komplett ungekürzt und enthält die Unrated-Version. Na dann, frohe Weihnachten!


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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Black Christmas
News"Black Christmas" - ab November auf DVD
"Black Christmas" (2006) - Erste Infos
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