Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
D 2007
Originaltitel:Neues vom Wixxer
Länge:93:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Joy Fleming, Philipp Stennert
Buch:Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Oliver Welke
Kamera:Jochen Stäblein
Musik:Helmut Zerlett, Christoph Zirngibl
SFX:David Laubsch
Darsteller:Bastian Pastewka, Chris Howland, Christiane Paul, Christoph Maria Herbst, Hella von Sinnen, Joachim Fuchsberger, Judy Winter, Oliver Kalkofe, Wolfgang Völz, Roberto Blanko, Ingrid van Bergen, Frank Zander, Thomas Heinze, Martin Semmelrogge, Achim Menzel, Joy Fleming
Vertrieb:Universum/Ufa
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:Digipack
DVD-Start:29.10.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar von Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka
  • Audiokemmentar von den Regisseuren Cyrill Boss & Philipp Stennert und Produzent Christian Becker
  • Trailershow:
    • Der Wixxer (2:19 Min.)
    • Edgar Wallace Edition (2:25 Min.)
    • Vollidiot (1:59 Min.)
    • Wo ist Fred? (1:51 Min.)
    • (T)Raumschiff Surprise - Periode 1 (1:56 Min.)
    • Der Schuh des Manitu (1:22 Min.)
    • Pastewka (1:00 Min.)
    • Kalkofes Mattscheibe 3 (2:49 Min.)
    • Unsere Erde - Der Film (0:57 Min.)
Bonus Disc:
  • Die Entstehung:
    • Making Of "Neues vom WiXXer" (20:26 Min.)
    • Backstage (23:02 Min.)
    • Die visuellen Effekte (2:33 Min.)
    • Set-Tour für kleine und große Kinder (15:29 Min.)
    • Drehtagebuch (11:45 Min.)
  • Im Schneideraum:
    • Entfernte Szenen*:
      • Je t'aime - Wer mit wem? (1:37 Min.)
      • In der Telefonzelle (0:29 Min.)
      • Unterbrechungen (1:09 Min.)
      • Alternatives Ende (0:21 Min.)
    • Ungekürzte Szenen*:
      • Indianer (Verfolgungsjagd) (3:17 Min.)
      • Todesliste (0:18 Min.)
      • Der teure Hase (0:21 Min.)
      • Falsches Foto (0:16 Min.)
      • Übergewicht (0:18 Min.)
      • Die Beschattung (2:06 Min.)
      • Die eigene Herangehensweise (0:23 Min.)
      • "Sieht nett aus in bunt" (0:57 Min.)
      • Rein metaphorisch (0:43 Min.)
      • Abschied (0:56 Min.)
    • Verpatzte Szenen (6:34 Min.)
    • A Star is Born (1:22 Min.)
    • Tanzstunde mit Much
  • Musikvideos:
    • The Dead 60S "Ghostfaced Killer" (2:41 Min)
    • Madness "Its must be Love" (4:14 Min.)
    • Madness "HW5 (I would give you everything)" (4:34 Min.)
    • Making Of "HW5" (5:44 Min.)
    • "It must be Love" (Rosenindermix) (3:22 Min.)
  • Karaoke-Träumereien:
    • Dschingis Khan (0:53 Min.)
    • Einmal um die ganze Welt (1:04 Min.)
    • Ich war noch niemals in New York (0:50 Min.)
    • My Way (4:02 Min.)
  • Trailer & Teaser:
    • Teaser (1:17 Min.)
    • Trailer (2:20 Min.)
    • Pro 7-Trailer (2:02 Min.)
    • "Handy aus"-Spots (2:49 Min.)
    • Internationaler Trailer (2:20 Min.)
    • Englische Fassung (Ausschnitte) (11:16 Min.)
  • Fotogalerien:
    • Longers Fototagebuch (80 Bilder)
    • Poster-Entwürfe ( 39Bilder)
    • Jim-Rakete-Fotos (25 Bilder)
  • Biografien:
    • Oliver Kalkofe
    • Bastian Pastewka
    • Oliver Welke
    • Joachim Fuchsberger
    • Christiane Paul
    • Christoph Maria Herbst
    • Wolfgang Völz
    • Jonja Kirchberger
    • Judy Winter
    • Christian Tramitz
    • Chris Howland
    • Lars Rudolph
    • Cyrill Boss & Philipp Stennert
    • Christian Becker
  • Kalkofes Wallace Top 10 (Texttafeln inkl. Trailer):
    • 01. Der Frosch mit der Maske (3:01 Min.)
    • 02. Die Bande des Schreckens (2:09 Min.)
    • 03. Die toten Augen von London (3:20 Min.)
    • 04. Die seltsame Gräfin (3:26 Min.)
    • 05. Das Gasthaus an der Themse (3:07 Min.)
    • 06. Das indische Tuch (3:15 Min.)
    • 07. Der Hexer (3:17 Min.)
    • 08. Der unheimliche Mönch/Der Mönch mit der Peitsche (5:55 Min.)
    • 09. Der Hund von Blackwood Castle (3:12 Min.)
    • 10. Im Banne des Unheimlichen (3:25 Min.)
  • Hidden Features:
    • 3 Ansagen an Videothekenbesitzer und Kinobetreiber (3:37 Min.)
    • 2 Raubkopiererspot von Hatler (2:24 Min.)
    • Outtakes für die DVD-MenüAufnahmen (1:19 Min.)
* Optional mit Audiokommentaren von Cast und Crew
London: In nebligen Gassen treiben schwere Jungs und leichte Mädchen ihr Unwesen. Jede Teepause könnte die letzte sein, gäbe es nicht Chief Inspector Even Longer und seinen treuen Begleiter Inspector Very Long. Seit die beiden Superhelden von Scotland Yard vor drei Jahren den WiXXer zur Strecke brachten, ist das Leben der Metropole des Schreckens etwas weniger schrecklich. Aber die Gefahr, den Porridgelöffel vorzeitig abzugeben, steigt wieder dramatisch. Denn: Es gibt Neues vom WiXXer! Eine lange Liste mit Todeskandidaten nämlich, die Long und Longer in schweißnassen Händen halten. Auf ihr stehen wohlbekannte Namen: Inspector Long soll innerhalb der nächsten 24 Stunden das Zeitliche segnen ebenso wie Victoria Dickham, die schöne Geliebte von Chief Inspector Longer und Tochter des legendären Ex-Chefs von Scotland Yard, Lord David Dickham. Und da sich im geräumigen Kühlraum des Yard-Pathologen Dr. Brinkman die ersten Leichen stapeln, ist jedem klar, dass die Drohung des WiXXers sehr ernst zu nehmen ist.
Weiter geht's im Kino-Comedy-Jahr 2007 und zwar mit der neuesten Oliver Kalkofe-Interpretation alter Edgar Wallace-Filme namens "Neues vom Wixxer". Nachdem das deutsche Komödienkino dieses Jahr ja doch recht mau angelaufen ist und mit "Die Aufschneider"75 >"Lissy"-Streich kann nicht an seine alten Filme anknüpfen und "Neues vom Wixxer" steht seinem Vorgänger dagegen wirklich in nichts nach. Denn auch wenn es dieses mal mitunter unglaublich flach zugehen soll, am Ende hat man sich doch die Schenkel blutig geklopft vor Lachen.



"Neues vom Wixxer" ist im Grunde eine genauso liebevolle Homage und Abrechnung mit den alten Edgar Wallace-Klassikern, wie schon der Vorgänger. Wieder einmal haben die Drehbuchschreiber Kalkofe, Welke, Pastewka alles richtig gemacht, um das anvisierte Zielpublikum 90 Minuten königlich ablachen zu lassen. Das fängt schon bei der Geschichte an, die man besser und passender gar nicht hätte weiterspinnen können, auch wenn sie natürlich das Niveau einer Blödelgeschichte nie verlässt. Unsere beiden Inspektoren Very Long und Even Longer haben gerade erst den Wixxer zur Strecke und ins Kitchen gebracht, da taucht bereits ein neuer Wixxer auf, noch gefährlicher und tödlicher als sein Vorgänger. Und natürlich fackeln Long und Longer nicht lange, um erneut der Spur des Wixxers zu folgen, die sie dieses mal zum schmierigen Lord Dickham bringt, der mit der ganzen Sache doch äußerst stark verwickelt zu sein scheint. Und Zeit ist Geld, oder in diesem Fall sogar Leben, steht doch Longers Partner Very auch auf der Todesliste des Mörders. Werden es unsere beiden sympathischen Kommissare schaffen, den neuen Wixxer aufzuhalten ...?
Gut, diese Frage ist natürlich überflüssig, denn an ein fehlendes Happy End würde sowieso niemand glauben. Dennoch ist die Story durchaus spannend, beinhaltet einige nette Wendungen und bietet einen Wixxer, den man am Anfang sicher nicht vermutet hätte. Das Fehlen jedweder Logik ist dabei natürlich klar, aber wenn stört das bei dieser Art Film schon? Das absolute Ah und Oh sind bei einer Komödie die Gags und in dieser Hinsicht funktioniert das Gezeigte einfach nur wunderbar.


Ja, was der Zuschauer hier geboten bekommt, ist wirklich Blödelhumor von der allerbesten Sorte, was vor allem daran liegt, dass die Macher nie etwas anderes vorhatten, als diese Art von Humor, der genau deshalb so bravourös zündet. Wieder einmal wird alles,, was beim guten E. Wallace nicht niet- und nagelfest war, durch den Kakao gezogen. Da wird zitiert, was das Zeug hält und veralbert, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Egal, ob Hexer oder Peitschenmönsch, ob Fuchsberger oder Flickenschildt, es wird persifliert, dass sich die Balken biegen. Oft flach, manchmal bissig, aber immer das Ziel genau ins Auge gefasst und ins Schwarze getroffen. Man kommt einfach aus dem Lachen nicht mehr heraus, wenn man sich z.B. die ominöse Todesliste des Wixxers anschaut, ein trotteliger Inspektor den Sand aus verschiedenen Urnen schön säuberlich auseinanderfegt, dabei ein Kalauer den Nächsten jagt und die Dialoge wie "Wer schief geht, wird schief angeschaut, Chief Inspektor!" einem nur so um die Ohren fliegen. Sicher, manches mag manchmal wirklich etwas arg flachgebügelt sein und so einige schwer verdauliche Blindgänger - die Klaus Kinski-Verarsche in Form von Chucky Norris ist hier z.B., im Gegensatz zum Original, komplett gegen die Wand gefahren worden - gibt es auch. Aber alles in allem ist dieser Wixxer wieder genau das, was man als Fan des ersten Films sehen will, auch deshalb weil auf den sonst so beliebten Fäkal-Humor wieder nahezu durchgehend verzichtet wurde.



Zumal auch auf die alten Werte des Vorgängers nicht verzichtet wurde. So darf der wunderbare Christoph Maria Herbst auch dieses mal wieder den guten alten schnauzbärtigen Hatler spielen, dass es nur so eine Freude ist. Mehr noch als im ersten Teil zieht er dabei seine Vorlage durch den Kakao, weit besser wohl als es manch anderem Hitler-Parodisten in letzter Zeit gelungen sein dürfte. So sind Dialoge wie "Ich habe kein Verständnis für ihre Nazi-Methoden" aus dem Mund Hatlers zwar ebenfalls flach, aber für einen Brüller immer noch mehr als gut zu gebrauchen. Und wenn Hatler dann bei einem Karaoke-Festival "I did it my Way" singt, und Herbst sein ganzes Können und Wohlwollen in die Performance hineinlegt, dann schäumt das Comedy-Fass manchmal fast schon über, ähnlich schon wie bei seiner Szene im ersten Teil, als er zu Hasselhoffs "I been looking for freedom" Sport treibt. Ja, Herbst ist auch dieses mal wieder eines der absoluten Glanzlichter des Films. Hinzu kommt dann auch wieder die Idee eines Nonnenklosters im ähnlichen Stil wie "Black/White-Castle" aus dem ersten Film, in dem sich das Treiben wieder nur in schwarz/weiß abspielt, abgesehen wenn mal eine Hochzeit bevorsteht und das Schloss per Schalterumlegung dann doch in Farbe erstrahlt, nur um diese Möglichkeit wieder in einem grandiosen Gag zu verwursten. In Schwarz/Weiß sehen eben doch alle Bombendrähte gleich aus!



Aber auch an einigen neuen Ideen mangelt es nicht. So wird der Streifen z.B. mittendrin mal von einem gar herrlichen Werbeblock unterbrochen, in dem Kalkofe, ganz in alter Interner Link"Mattscheibe"-Manier, über die Werbewelt von heute herzieht. Hat zwar mit dem Film im Grunde überhaupt nichts zu tun, zieht aber mit die größten Lacher auf sich. Auch die sich selbst in Cameos aufs Korn nehmenden Gastauftritte, die dieses mal noch weit zahlreicher sind als schon beim Vorgänger, sorgen für Laune. So bekommt Kalkis bester Freund Achim Menzel natürlich wieder einen herrlich selbstironischen Aufritt geschenkt, den Even Longer nur mit einem kühlen "So etwas Scheußliches habe ich noch nie gesehen" abtut. Oder Roberto Blanko und Bernd Clüver als Bodyuards namens "Der Puppenspieler von Mexiko" und "Der Junge mit der Mundharmonika", Roger Willemsen, der in "Schleim Life" eine gar herrlich schreckliche CD-Sammlung an den Mann bringen will und Hella von Sinnen, ebenfalls in einer herrlichen Mini-Rolle. Es ist doch verwunderlich, aber mindestens auch genauso schön, wie viele von Kalkis (früheren) Opfer anscheinend doch über sich selbst lachen können und ihm hier einen Auftritt spendieren, der ihnen selbst mitunter wohl nicht wirklich gut tun dürfte! Oder etwa doch?


Neben der ungemein hohen Humorkomponente ist es aber auch die Inszenierung, die wieder einmal herausragend ist. Hier steckt wirklich unglaublich viel Liebe zu Edgar Wallace und seine Verfilmungen drin, die man hier in jedem Frame spürbar merkt. Angefangen bei den grandiosen Kulissen, die einen mit einen Schlag gleichmal 40 Jahre zurück versetzen. Egal, ob es das alte London, das schwarz/weißefarbene Kloster oder Hatlers Irrenanstalt ist, die Ausstatter durften sich bei der Kulissengestaltung wirklich durchgehend ausleben und verbeugen sich vor den alten Wallace-Filmen, so dass man als alter Fan dieser Filme nur Wohlgefallen daran finden kann. Dazu die stimmige Ausleuchtung mancher Szenen, geschickt gesetzte Kamerafahrten und Schnitte, sowie die tolle und höchst atmosphärische Musikuntermalung von Harald Schmidts Hofkomponist Helmut Zerlett, sowie der Gruppe Madness. Hier wurde wirklich durchgehend saubere Arbeit abgeliefert, dem "Wixxer"- und Wallace-Fans eigentlich nicht genug dank zollen können.


Und auch die Darstellerleistungen können sich sehen lassen, wenn auch leider nicht durchgehend. Pastewkas Performance des Inspektors Very Long jedenfalls ist wieder einmal nur so eine Freude und beweist einmal mehr, dass er zur absoluten Elite der deutschen Comedy-Szene gehört. In der letzten Zeit ist er ja des Öfteren sehr positiv aufgefallen, man denke nur an seine geniale Comedy-Serie "Pastewka". Dieses Talent und diese Freude am Beruf lebt er auch hier wieder spürbar aus. Hinzu kommt ein alt gewordener, aber nicht minder unterhaltsamer Wolfgang Völz, sowie Joachim Fuchsberger, der sich dieses mal nicht nur köstlich selbst durch den Kakao zieht, sondern gleichzeitig auch das Feuer wieder entfachen kann, das er damsl als Inspektor schon kräftig geschürt hat. Und natürlich darf auch Christoph Maria Herbst nicht vergessen werden, der einfach noch einmal lobend erwähnt werden muss, sowie Christian Tramitz, der ebenfalls Spaß macht.
Oliver Kalkofe ist dagegen auch dieses mal noch kein wirklicher Schauspieler, auch wenn sich seine Performance gegenüber dem Vorgänger schon um einiges gebessert hat. Wirklich negativ fallen da eher die Damen ins Gewicht, als da wären Christiane Paul als peinliche Lords-Tochter Victoria, Sonja Kirchberger in einer wirklich unsagbar schlechten Performance als Lady Dickham und Judy Winter, die von dem Dreiergespann zwar noch die beste Leistung abliefert, aber ebenfalls bei weitem nicht an ihre früheren Leistungen heranzukommen vermag. Schade eigentlich!


Verwixxt nochmal ...

Vom Prinzip her können wir mit dem anamorphen Widescreen-Transfer recht zufrieden sein. Es gibt keine Verschmutzungen, keine Defekte und selbst die Kompression arbeitet überwiegend sehr sauber und unauffällig, bleibt aber nicht gänzlich frei von leichtem Blockrauschen im Hintergrund. Der Kontrast wurde absichtlich erhöht, wirkt meist etwas steil und neigt in hellen Flächen zum Überstrahlen. Der Schwarzwert ist derweilen solide gewählt, zeigt aber kein wirklich sattes Schwarz. Hinzu kommen verfälschte Farben, welche diverser Stilmittel unterliegen und nur selten das Wort "natürlich" verdient haben. Ein großes Manko wäre aber die Schärfe- und Detailwiedergabe. Beides befindet sich leider nur auf einem soliden Level, was am eingesetzten Rauschfilter liegen dürfte, der dem Bild deutlich Brillanz raubt. Zudem wirken die Konturen etwas ausgefranst und nicht so sauber, wie man es für eine aktuelle Produktion erwarten würde. Ingesamt aber ein guter Transfer mit kleinen Schönheitsfehlern.
Tonal spendiert man uns einen gut abemischten 5.1-Track, dessen Musikwiedergabe ebenso vorbildlich ist wie der Einsatz von Umgebungsgeräuschen. Die gut platzierten und überraschend vielfältigen, direktionalen Effekten lassen den Dolby Digital Mix sehr weiträumig erscheinen, was bei einer Komödie eher selten der Fall ist. Hinzu kommt eine über alle Zweifeln erhabene Dialogwiedergabe und ein ordentlicher Basseinatz. Der Dynamikumfang befindet sich ebenfalls auf einem angenehmen Level, weshalb gern 5 Punkte vergeben werden. Optional lassen sich deutsche Untertitel für Hörgeschädigte hinzuschalten.


Diese dem Test vorliegende "Doppel Deluxxe Edition" bietet reichlich Bonusmaterial auf der zweiten DVD, sowie eine obligatorischen Trailershow und zwei Audiokommentare auf der Hauptfilm-Disc. Die Kommentare sorgen für gute Unterhaltung, eine Menge Spaß und einiges an Hintergrundwissen. Der erste Kommentar wird von Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, sowie Oliver Welke bestritten und es ist erstaunlich, wie gut es ihnen gelingt, Witze mit Infos zu kombinieren. Nachlegt wird dann von den Regisseueren Cyrill Boss und Phillipp Stennert sowie Produzent Christian Becker, die ebenfalls reichlich Hintergrundwissen zum Besten geben, dabei aber etwas souveräner an die Sache heran gehen.
Weiter geht es auf der Bonus-DVD mit einem 22minütigen Making of, welches man auch überspringen kann, weil es nicht anders als ein Werbeclip für den Film darstellt und außer ein paar Aufnahmen vom Set, Filmsequenzen und Statements der Crew keine wirklichen Infos zu bieten hat. Backstage bietet etwas mehr Input für den Filmfan, zeigt aber ebenfalls 24 Minuten lang nur Filmszenen und Interviewblöcke, bei dem eigentlich nur Bekanntes durchgekaut wird, ohne dass wirklich etwas "Wichtiges" dabei herum kommt. Das kann bzw. muss besser gehen.
Weiter geht es mit einem unkommentierten Visual Effects Featurette, welches mit knapp 3 Minuten nicht nur sehr kurz, sondern auch informationsschwach ausgefallen ist, da hier nur die Entwicklungsabfolge ohne Erklärung gezeigt wird. Wenn wir jetzt auf "Settour für kleine und große Kinder" klicken, dürfen wir uns über 30 Minuten gute Unterhalung freuen. Hier führt man uns durch das Set und zeigt uns diverse Produktionsstätten. Selbst Cast & Crew darf sich zu Wort melden und bleibt dabei alles andere als ernst. Weiter geht es mit einem Drehtagebuch von Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka. Hier informieren uns beide über den Tagesablauf am Set anhand einiger ausgewählter Drehtage. Beide Featurettes laufen zusammen knapp 27 Minuten.
Nett anzusehen sind auch die 20 Minuten an entfernten, ungekürzten und verpatzten Szenen, sowie ein alternatives Ende im Menüpunkt "Schneideraum", welche zudem mit zwei Kommentaren ausgestattet wurde. Unter Karaoke-Träumereien werden vier Karaoke-Szenen mit Alfons Hatler in ihrer ungekürzten Version gezeigt. Dies war schon im Film lustig und sorgt auch hier wieder für Lacher. Zum Ende hin gibt es noch diverse Trailer, TV-Spots, Teaser, sowie 11 Minuten an Filmauschnitten der englischen Synchronfassung. Desweiteren kann man sich noch über die Bildergalerien und 14 Biografien, sowie diverse Hidden Features freuen. Unter Kalkofes Top 10 Wallace-Filme stellt uns Oliver Kalkofe seine Lieblings-Edgar Wallace-Filme vor, kommentiert diese und zeigt uns den jeweiligen Original-Trailer dazu.

Sehr schön ist auch wieder die Menüführung ausgefallen. Wie bereits beim ersten Teil wird unser Warten mit dem Auftauchen einiger Figuren aus dem Film verkürzt. Zu Beginn stellen sie sich vor und sind noch freundlich, doch je länger man wartet, desto angenervter werden sie und geben einige tolle Sprüche zum Besten. Dieses Goodie beschränkt sich aber nicht nur auf das Hauptmenü, sondern wird in den Untermenüs weitergeführt, wodurch das Durchforsten der DVD zum Spaß wird. Insgesamt sind die Extras aber leider etwas oberflächlich geraten. Man bietet uns zwar eine Menge, aber bis auf die Audiokommentare ist der reine Informationsgehalt recht gering ausgefallen. Dafür dürfen wir uns über Hatlers Raupkopiererspot freuen und zudem ercheint die DVD in einem edlen Digipack im Schuber mit Prägeschrifft.


Auch der zweite Wixxer-Film ist wieder einmal deutsche Comedy, sowie man sie sich nur wünschen kann. Angefangen bei der Geschichte, die clever weitergesponnen wurde und durchaus auch für so manch spannende Szene gut sein kann, sowie einige nette Wendungen parat hat; dann der Comedy-Part, der zwar hier und da etwas unter Flachheit zu leiden hat, aber selbst diese noch auf eine absolut komische und schenkelklopfende Art und Weise präsentieren kann, dass man den ein oder anderen Blindgänger da locker übersehen kann; abgerundet von einer unglaublich detailverliebten Inszenierung, sowie Darstellern, denen man den Spaß an diesem Projekt zu jeder Sekunde ansehen kann. Auch wenn Kalki immer noch kein wirklicher Schauspieler ist und die weiblichen Darstellerinnen dieses mal allesamt austauschbar sind, so kann man dem Team Kalk-Welk-Pastew(ka) doch nur zu diesem geglückten Sequel gratulieren, das die Fans des Original definitiv rundum überzeugen wird.
Die Doppel-Deluxxe-Edition hinterlässt einen guten Eindruck, auch wenn es bildtechnisch einige Mängel gibt. So sind die Extras umfangreich, aber bleiben etwas oberflächlich. Dafür bietet man uns aber ein innovatives DVD-Menü mit über 150 Moderationen und eine schöne Umverpackung. "Wixxer"-Fans werden gerne zugreifen.


Film+++++-
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
Neues vom Wixxer
Neues vom Wixxer (Doppel DeluXXe Edition)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.