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D 2006
Originaltitel:Hui Buh - Das Schlossgespenst
Länge:98:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Sebastian Niemann
Buch:Dirk Ahner, Sebastian Niemann
Kamera:Gerhard Schirlo
Musik:Egon Riedel
SFX:Scanline
Darsteller:Christoph Maria Herbst, Hans Clarin, Heike Makatsch, Michael Herbig, Nick Brimble, Oliver Pocher, Rick Kavanian, Wolfgang Völz
Vertrieb:Constantin Film / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:Digipack
DVD-Start:08.12.2006 (Verleih) / 14.12.2006 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar mit Michael Bully Herbig, Christop Maria Herbst, Rick Kavanian, Sebastian Niemann (Regie), Christian Becker (Produzent)
  • Making Of (12:08 Min.)
  • Kinotrailer (2:19 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Michael Bully Herbig
    • Christoph Maria Herbst
    • Heike Makatsch
    • Rick Kavanian
    • Ellenie Salvo González
    • Wolfgang Völz
  • Unsere DVD-Empfehlung: "Französisch für Anfänger" (2:31 Min.)
  • Der besondere Filmtipp:
    • Schwere Jungs (0:50 Min.)
    • Sissi und wilde der Kaiser (0:36 Min.)
  • Trailershow:
    • Der Räuber Hotzenplotz (2:06 Min.)
    • Die wilden Hühner (2:15 Min.)
    • Step Up (1:52 Min.)
    • Sams in Gefahr (2:20 Min.)
Bonus DVD:
  • Making Ofs:
    • Hui Buh Backstage (22:55 Min.)
    • Making of Hui Buh (21:10 Min.)
    • Set-Tour mit Charles (26:55 Min.)
  • Deleted und Extended Scenes:
    • 12 Deleted Scenes (11:57 Min.)
    • Gagreel (1:55 Min.)
    • CGI-Funstuff-Reel (2:42 Min.)
  • Interviews:
    • Michael Bully Herbig (1:02 Min.)
    • Christop Maria Herbst (3:55 Min.)
    • Heike Makatsch (1:15 Min.)
    • Rick Kavanian (9:56 Min.)
    • Elennie Salvo González (1:28 Min.)
    • Nick Brimbe (2:21 Min.)
    • Wolfgang Völz (0:45 Min.)
    • Hans Clarin (1:33 Min.)
    • Martin Kurz (2:04 Min.)
    • Sebastian Niemann (1:34 Min.)
    • Christian Becker (4:00 Min.)
  • Musikvideos:
    • Culcha Candela feat. Maliq "Follow Me" (3:16 Min.)
    • Gentleman Video "On We go" - Hui Buh Version (3:55 Min.)
  • Teaser, Trailer und Promos:
    • Teaser 1 (0:44 Min.)
    • Teaser 2 (0:53 Min.)
    • Kinotrailer 1 (2:23 Min.)
    • Kinotrailer 2 (2:19 Min.)
    • Handy-aus Spots [Final] (0:41 Min.)
    • Handy-Aus Spots [Layouts] (1:08 Min.)
    • Hui Buh gratuliert dem FFF (1:19 Min.)
  • Visual Effects [VFX] (6:46 Min.)
  • Entstehung der Filmmusik (4:35 Min.)
  • Film-Premiere (1:43 Min.)
  • Produktionszeichnungen (18 Bilder)
  • Storyboard (7:43 Min.)
  • TV-Ausschnitte:
    • Johannes B. Kerner Show (16:25 Min.)
    • KI.KA-Kinomagazin "Trickboxx.Kino!" (6:12 Min.)
  • Merchandising: Computerspiel-Trailer (1:53 Min.)
Nachdem der nicht gerade mit ritterlichen Tugenden bestückte Ritter Balduin beim Glücksspiel seine Mitspieler betrügt, wird er nicht nur von denen mit einem Fluch belegt, sondern kurze Zeit später auch noch vom Blitz getroffen. Er erwacht wieder als Gespenst Hui Buh und ist verdammt von nun an sein Leben als Schlossgespenst auf Burgeck fortzuführen. Eigentlich gefällt Hui Buh, der nicht wirklich gruselig ist, sein Leben zusammen mit dem alten Kastellan ganz gut, bis König Julius, der 111. auf Schloss Burgeck sein Erbe antritt. Nachdem Hui Buh dessen Verlobungsfeier stört, hat Julius genug und will Hui Buh seine Spuklizenz entziehen.
"Manche Leute sagen, es gibt Gespenster ..."

"Hui Buh, dass Schlossgespenst" dürfte für viele das Hörspielereignis aus ihrer Jugend sein. Noch bevor der Dickhäuter Benjamin und die Hexe Bibi Blocksberg die Kinderherzen eroberten, spukte Hui Buh, mit der Stimme von Hans Clarin, durch die Kinderzimmer vieler Mädchen und Jungen. Im Jahre 2006 sollte nun, nach der erfolgreichen Kinoadaption von Interner Link"Bibi Blocksberg", auch Hui Buh seinen Leinwandauftritt erhalten. Doch schon als die Besetzung der Hauptrolle bekannt gegeben wurde war vielen klar, dass das nichts werden kann. Denn Tausendsassa Michael "Bully" Herbig konnte sich nun wirklich niemand als Hui Buh vorstellen. Dennoch wurde der Film fertiggestellt und von der Kritik natürlich zerrissen. Und auch als überzeugter Fans von Michael "Bully" Herbig und vielleicht Nichtkenner der Hörspiele, wird man schnell feststellen dass aus dem Film nicht wirklich etwas Unterhaltsames geworden ist.


Die Story ist dafür allerdings nicht zuständig, denn die passt eigentlich ziemlich gut als naive Geistergeschichte in einem Kinderfilm. Schlossgespenst Hui Buh spukt seit vielen hundert Jahren auf Schloss Burgeck, als plötzlich der versnobte König Julius der 111. dort sein Quartier aufschlägt, um seiner angetrauten Gräfin Leonora zu Etepetete einen Heiratsantrag zu machen. Schnell versucht ihn Hui Buh aus seinem Gemach zu vertreiben, doch der Plan schlägt fehl und Hui Buh verliert zudem noch seine Spuklizenz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Julius eigentlich ein ganz netter König ist, der unserem Geist hilft diese Lizenz wieder zu erlangen. Unwissend allerdings, dass seine Angetraute Leonora eigentlich finstere Pläne mit ihm vorhat ...
Ja, das klappt wirklich. Die Geschichte zum Hui Buh-Film muss man einfach gern haben. Sie steckt voller Fantasie, hat nett verschrobene Figuren zu bieten und hält sich durchgehend an die Regeln eines kindergerechten Spukspektakels. Es gibt einige finstere Szenen, aber natürlich keine wirklich dramatischen Vorgänge, die die Kiddies überfordern könnten. Kurzum, für kindergerechte Filmunterhaltung könnte von Storywegen her wirklich gesorgt sein.



Doch leider kann die Handlung nicht durchgehend überzeugen. Denn im Grunde wechseln sich hier typische Bully-Gags mit einigen chaotischen Szenen, sowie seichtem Kindergrusel ab und das funktioniert mal mehr mal weniger. Wenn Hui Buh z.B. wirklich jedes Mal für Chaos sorgt, wenn er durch die Lüfte saust, dann ist das beim ersten Mal vielleicht noch komisch, doch bei der x-ten Wiederholung geht es einem eher auf die Nerven, wenn "Herr Gespenst" mal wieder alles mögliche kaputt macht, weil er unbedingt durch die nächste Wand fliegen will. Nein, es gibt sogar immer wieder Stellen, die regelrecht langweilig geraten sind. Dazu halten sich auch die Gags als solches nicht immer auf dem gleichem Niveau. Während es einige Jokes gibt, die wirklich in bester Bully-Manier sind, so gibt es auch viel zu viele Blindgänger zu betrachten. Und das liegt dieses mal vor allem an derjenigen Person, welche die Gags gerade vorträgt. Wenn z.B. der grandiose Christoph Maria Herbst, gerade besessen von Hui Buh, seine eigene Party ruiniert und dabei einen trockenen Spruch nach dem anderen loslässt, dann ist Brüllen garantiert. Genauso verhält es sich mit Rick Kavanian, der hier einmal mehr sein grandioses Komikertalent unter Beweis stellt und mit einer so genialen Mimik und Gestik strotzt, dass man selbst bei seiner blödesten Szene aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Leider sind Herbst und Kavanian aber auch die einzigen wirklichen Lachgarantien in diesem Film.


Anders sieht es da nämlich bei unserer Hauptfigur aus, die dieses mal leider wirklich mehr als durchwachsen ist. Nicht nur dass man sich mit der Idee, Herbig größtenteils nur als mäßig animierten Computergeist zu zeigen, ein Eigentor geschossen hat, so ist er hier leider auch nur hin und wieder mal wirklich komisch. Seine besten Szenen hat er da noch am Anfang, noch nicht animiert, als er bei einem gezinkten Skat-Spiel des Betrugs entlarvt und daraufhin vom Blitz getroffen wird. Diese vielleicht 5 Minuten sind bester Bullyhumor pur, da Bully sich hier wunderbar selber wiedergibt und wirklich der ist, den man nun schon seit so vielen Jahren aus dem deutschen Comedy-Geschäft kennt. Als animierter Gruselgeist hat er dann aber nur noch wenige witzige Szenen zu bieten, da es eben meist das pure Chaos ist, was er anrichtet und deshalb, auf die Dauer, nur noch bedingt witzig rüberkommt. Ob das aber die Hauptzielgruppe, die Kiddies, auch so sehen, darf allerdings bezweifelt werden, zumindest in den meisten Vorstellung haben sich einige selbst bei der albernsten und unwitzigsten Hui Buh-Szene noch vor lachen gekrümmt. Anders sah es da bei den "alten Hasen" aus, die Hui Buh noch von damals kannten. So sind z.B. bei der Pressevorführung einige bereits nach 20 Minuten gegangen und waren fortan nicht mehr zu sehen.

"Manche Leute sagen, es gibt keine Gepenster..."

Nun gut, kommen wir zu den inszenatorischen Details, die zumeist recht überzeugend ausgefallen sind, sieht man einmal von der Animation Hui Buhs ab, die nicht immer sonderlich gelungen wirkt. Nicht nur dass einem das hyperaktive Gezappel von Buh irgendwann auf die Nerven fällt, so können die Animationen auch leider wirklich keinen Satz gegen die schier genialen Computerfiguren z.B. eines "Polarexpress" setzen. Zudem fragt man sich auch, warum man überhaupt Hui Buh animieren musste, wenn doch alle anderen Gespenster nicht animiert wurden, sondern "nur" perfekt geschminkte Schauspieler sind. Denn was die Arbeit der Maskenbildner angeht, so kann man wirklich nur von perfekter Handarbeit sprechen, genauso wie die brillante Auswahl der altertümlichen Kostüme.
Sowieso wurde viel Wert auf eine glaubwürdige Umgebung gesetzt. Die Kulissenauswahl ist schier perfekt geworden, genauso wie die Bauten, das Ambiente und die ganze Ausstattung des Schlosses. Ritterrüstungen, Äxte, Schwerter, Falltüren lassen doch eine recht gekonnte Atmosphäre aufkommen, die durch die perfekt funktionierende Ausleuchtung, einer cleveren Kameraarbeit, sowie manchem netten Spezialeffekt noch unterstrichen wird. Und auch die Musikauswahl kann sich soweit hören lassen.


Wie schon erwähnt sind vor allem Herbst und Kavanian die absoluten Gewinner der Vorstellung. Über ihre Auftritte kann man wirklich jedes Mal aus vollen Halse lachen und auch die Darstellung ihrer Figuren klappt vorzüglich. Anders dagegen leider Michael Bully Herbig, der nur in den Anfangsminuten funktioniert, als Schlossgespenst aber nicht immer überzeugen kann. Des weiteren gibt es auch noch eine recht nervige Heike Makatsch zu betrachten, die nach wie vor zu den überschätztesten deutschen Schauspielerinnen gehört und auch hier mal wieder exzellent beweist, dass man auch ohne großes Talent zum Film kommen kann. Und natürlich Hans Clarin, die eigentliche Stimme von Hui Buh, der hier seinen letzten Auftritt hat, bevor er letztes Jahr von uns gegangen ist. Mager und mit gebrochener Stimme kann er hier zwar als Butler überzeugen, aber eigentlich blutet einem jedes Mal das Herz, wenn man dem schon sehr kranken Mann dabei zusehen muss, wie er sich für seine Rolle abrackert. So gern man ihn auch zusieht, aber das hätte er wirklich nicht machen müssen. Aber nun gut. Als Cameos gibt es dann übrigens auch noch einige Auftritte des großen Wolfgang Völz zu betrachten, sowie eines blassen Oliver Pochers und eines dämlichen Michael Kesslers, die beide völlig für den Allerwertesten sind. Somit also ziemlich durchwachsen das Ganze!

"Ich aber sage: Hui Buh ist ein Gespenst!"

Constantin Film spendiert uns "Hui Buh" in ihrer Premium Edition, welche in einem hübschen Digipack mit Schuber erscheint. Die Doppel-DVD-Edition wartet mit einem netten, in Dolby Digital 5.1 abgemischten Menü auf, in dem Hui Buh etwas herumspuken darf. Auf der Hauptfilm-DVD dürfen wir uns neben einem werbelastigen und fürs TV produzierten Making of auf einen tollen Audiokommentar mit Michael Bully Herbig, Christop Maria Herbst, Rick Kavanian, Regisseur Sebastian Niemann und Produzent Christian Becker freuen. Christop Maria Herbst ist bei diesem Kommentar allerdings nicht vor Ort, sondern wird per Satellitenkonferenz live hinzugeschaltet. Der Kommentar bietet reichlich Informationen rund um die Produktion, den Darstellern und natürlich den Special Effects. Trotz der vielen Beteiligten und dem hohen Spaßfaktor geht dies niemals zu Lasten des Infogehaltes, was sehr selten ist. Ansonsten gibt es auf der Hauptfilm-Disc nur noch diverse Trailer zu weiteren Filmen aus dem Constantin Film-Programm, sowie den Originaltrailer und ein paar Darstellerinfos in Form von Texttafeln. Die Trailer liegen anamorph abgetastet und in 5.1er Dolby Digital vor.


Wechseln wir jetzt zur eigentlichen Bonus-DVD, welche uns drei, jeweils knapp 25minütige Making ofs bietet, bei denen sich zwei inhaltlich leider sehr stark überschneiden. Wie auch schon das "Making of" auf der Hauptfilm-Disc wurden diese Featurettes fürs Fernsehen produziert, demzufolge hoch ist der Werbecharakter ausgefallen. Hier wir viel erzählt, jeder lobt den anderen und wir werden vollgestopft mit Filmausschnitten. Aufnahmen hinter den Kulissen gibt es von daher prozentual gesehen nur wenige und Themen wie Setbau und CGI-Effekte werden nur oberflächlich abgehandelt. Dafür spricht man viel über Hans Clarin, der auch selbst zu Wort kommen darf, dessen Interview hier aber nur ein auf wenige Sekunden beschränktes Bruchstück des Features darstellt. Die Wiederholungen machen die Sache nicht besser und man fragt sich schnell, warum man für die DVD nicht ein richtiges "Making of" produziert hat, anstelle nur auf fürs TV freigegebenes Material zurückgreift. Da ist die "Settour" mit Rick Kavanian in seiner Rolle als Charles schon etwas besser, weil lustiger und man sieht zumindest ein wenig von den "Hui Buh"-Kulissen.
Als nächstes dürfen wir uns über 12 Deleted Scenes freuen, welche optional vom Regisseur untertitelt wurden. Weiterhin finden wir unter der gleichen Rubrik Outtakes und CGI-Spielereien, welche "CGI-Funstuff-Reel" genannt wurden. Nun geht es weiter mit 11 kurzen Interviews mit Cast & Crew. Hier ist leider nichts wirklich interessantes dabei, da die Inteviews auf eine Länge von 1 bis 4 Minuten pro Block geschnitten wurde (mit Ausnahme des 10minütigen Rick Kavanian-Interviews). Bei allen geht es dann aber auch recht oberflächlich zu oder wir kennen die Sequenzen bereits aus den Making ofs. Als nächstes gibt es zwei Musikvideos, welche unpassender nicht gewählt hätten werden können und gar nicht zum Thema "Hui Buh" passen. Wenn wir dann alle Teaser, Spots und Trailer durch haben, geht es weiter mit einem 6minütigen VFX-Making of, welches das bisher interessanteste Featurette auf dem Silberling ist und einen schönen Einblick in die Entstehung des animierten Geistes gewährt.


Ein kurzes Featurette über die Entstehung der Filmmusik, gefolgt von Impressionen der Filmpremiere, über Produktionszeichnungen bis hin zu knapp 8 Minuten an kommentierte Storyboard-Vergleichen sind unsere nächste Anlaufstelle und zum Schluss dürfen wir uns noch auf ein 16minütiges Interview der Cast & Crew bei Johannes B. Kerner, sowie ein 6 Minuten langes Special vom KI.KA Kinderkanal freuen. Beide sind sogar interessanter und informativer als die gesamten Werbe-Making ofs und Interviews zusammen. Abschließend wirbt man noch mit einem Trailer zum "Hui Buh"-Computerspiel und das 8seitiges Booklet zeigt nochmal ein paar Kurzbiografien der Darsteller.


Schauen wir uns am Ende noch einmal den Hauptfilm etwas genauer an. Hier hätte der Widescreen-Transfer ruhig etwas knackiger sein dürfen, obgleich wir es mit einem guten Bild zu tun haben. Insgesamt fehlt es hier etwas an Tiefe und die eingesetzten Rauschfilter sorgen für viele weichgezeichnete Bildteile. Da kann dann auch die ansonsten recht gute Schärfe nicht mehr vollends überzeugen, vor allem da der Transfer nie wirklich plastisch wirkt. Der Kontrast überzeugt jedoch und es werden keine Details verschluckt. Dafür darf der Schwarzwert nur als solide bezeichnet werden und mischt schwarz immer mit einem leichten Grün-Braun-Schimmer, was wiederum an der Farbgebung liegen dürfte, die entsprechend verfremdet wurde und sehr warm wirkt. Im Hintergrund können wir leichtes Rauschen beobachten und hin und wieder zeigt die Kompression leichte Artefaktebildung. Ansonsten ist der Transfer frei von Defekten und Verschmutzungen, zeigt jedoch in Kameraschwenks leichte Bewegungsunschärfe.
Constantin Film spendiert uns einen 5.1-Mix und einen DTS-Track - beide unterscheiden sich nur minimal in der Lautstärke voneinander. Die Sprachwiedergabe bleibt stets natürlich und der Score wurde sehr räumlich abgemischt und verteilt sich schön über sämtliche Kanäle. Selbst Umgebungsgeräusche und einige Effekte finden sich in den Rears wieder, wobei man leider sagen muss, dass bei der Abmischung viel an Potenzial verschenkt wird und das Klangbild sehr frontlastig wirkt, vor allem was die Geräuschkulisse angeht. Auch der Subwoofer wirkt etwas schwach auf der Brust; hier wäre mit Sicherheit mehr machbar gewesen. Optional lassen sich deutsche Untertitel für Hörgeschädigte hinzuschalten.



"Hui Buh, das Schlossgespenst" ist, leider bei weitem nicht der große Wurf geworden, den man nach der (für einen deutschen Kinderfilm) groß angelegten Werbekampagne hätte erwarten können. Die Story und die Inszenierung funktionieren zwar soweit, dafür ist aber die Handlung ein ständiges Auf und Ab, genauso wie das Niveau der Witze. Während man bei Herbst und Kavanian manchmal aus dem Lachen nicht mehr herauskommen mag, ist Bully dieses mal nur für wenig gelungene Szenen gut, was aber auch an der völlig verkorksten und unnötigen Animationsidee liegt, die eigentlich komplett in die Hose gegangen ist. Dazu eine unterirdische Heike Makatsch, blöde Cameos von Pocher und Kessler und mit Hans Clarin der traurige Abschied von einem der größten und besten Schauspieler und Synchronsprecher, die Deutschland je gehabt hat. Wer mit seinen Kindern mal wieder einen DVD-Abend machen möchte, der macht hiermit bestimmt nicht viel falsch, Bully-Fans und vor allem alte Hui Buh-Fans werden aber doch eher unzufrieden sein!
Die Premium Edition aus dem Hause Constantin Film zeigt in puncto Bonusmaterial, dass Quantität vor Qualität stand und Bild und Ton stehen hinter dem zurück, was wir von einer aktuellen Produktion erwarten. Beides befindet sich insgesamt aber auf einem guten Niveau.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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