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FR, D, IT 1974
Originaltitel:Trio infernal, Le
Alternativtitel:Infernal Trio, The
aka. Trio infernale
Länge:100:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Francis Girod
Buch:Solange Fasquelle, Francis Girod, Jacques Rouffio
Kamera:Andréas Winding
Musik:Ennio Morricone
Darsteller:Michel Piccoli, Romy Schneider, Mascha Gonska, Philippe Brizard, Jean Rigaux, Monica Fiorentini, Luigi Zerbinati, Hubert Deschamps, Monique Tarbès, Andréa Ferréol, Francis Claude, Pierre Dac
Vertrieb:NEW Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch,
Verpackung:kleine Hartbox (oder limitierte große Hartbox)
DVD-Start:15.08.2007 (Kauf)
Specials:
  • Bildergalerie (46 Bilder / 3:08 Min.)
  • Über "Trio Infernal" (5:49 Min.)
  • Trailer (frz.) (3:09 Min.)
  • Trailer (dt.) (2:55 Min.)
  • Super-8-Fassung (32:13 Min.)
  • Soundtrack (9 Stücke)
  • Hidden Feature (2:44 Min.)
Dem angesehenen Rechtsanwalt und Lebemann Georges Sarret ist jedes Mittel recht, um sein luxuriöses Leben zu finanzieren. Ob Versicherungsbetrug, Erpressung oder Mord - Sarret scheut vor Nichts zurück. In den beiden Schwestern Philomena und Catherine Schmidt findet er zwei ebenso hübsche wie skrupellose Gespielinnen. Für das "Trio Infernal" scheint alles perfekt zu laufen. Doch dann geraten die Pläne des Monsieur Sarret aus den Fugen ...
Ein weiterer Klassiker mit Romy Schneider. Neben Interner Link"Nachtblende" und Interner Link"Abschied in der Nacht", ist zweifelsfrei "Trio Infernal". Zwar ist er von den drei genannten Titeln im direkten Vergleich der schlechtere Vertreter, dafür aber auch der Skandal trächtigste und für Romy Schneider der endgültige Bruch mit ihrem Sissi-Image.


Erzählt wird die Geschichte von George Sarret (Michel Piccoli), einem französischen Anwalt, der mit Hilfe zweier deutscher Schwestern (Romy Schneider und Mascha Gonska) Kranke und alte Menschen ausnimmt. Um nicht fernab der menschlichen Gelüste zu sein, vergnügt er sich zudem auch sexuell mit den beiden Schwestern. Alles läuft immer nach Plan doch mit jedem neuen Opfer steigt auch die Gier nach noch größerer Erfüllung von Geld und Macht. Der Gipfel scheint erreicht nach dem Mord an einem Ehepaar. Doch ist es nicht möglich, die Leichen auf normalem Weg für Tod zu erklären wie es bei den alten Leuten sonst der Fall war. Abhilfe schein ein Säurebad zu leisten, doch die nächsten Verbrechen, getarnt als abstrakte Perversion, schleichen sich schon in die Gedankenkanäle ein.


"Le Trio Infernal", wie der Film im Original heißt, orientiert sich an den gleichnamigen Bestseller von Solange Fasquelle, der wiederum auf einer wahren Begebenheit beruht, und die Geschichte des in den 30er Jahren in Frankreich ansässigen Serienmörders Georges-Alexandre Sarrejani erzählt. Der ausgelöste Skandal in der Kinoadaption ist wohl den vielen abstrakten, zugleich auch perversen Taten der drei Hauptpersonen zu verdanken, die sich Mordgelüsten und sexuellen Obsessionen hingeben. Dennoch kann er nicht über viele recht unbedeutende Filmsegmente hinwegtäuschen, die gerade in der zweiten Hälfte an Überhand gewinnen und die starke erste Hälfte an Tempo verlieren lassen. Darstellerisch ist das Geleistete grandios gespielt und vor allem Romy Schneider zeigt deutlich, dass sie eine ernst zu nehmende Charakterdarstellerin ist. Sie schaut zwar immer gut aus, vom netten Mädchen ist sie aber durch ihre skrupellose, teils schon morbide Art sehr weit entfernt. Diese Rolle dürfte wohl auch ihre freizügigste gewesen sein, wobei man beim Schnitt schon darauf geachtet hat, dass nicht zu viel gezeigt wird. Doch auch Michel Piccoli kann die ihm auferlegte Hauptrolle als Anwalt mit Bravour meistern. Echte Gefühle scheinen die beiden nicht zu kennen.


Der Höhepunkt ereignet sich in der Mitte des Films als das besagte Ehepaar brutal erschossen wird und ihre Leichen in einer Badewanne gefüllt mit Säure zersetzt werden. Diese Szene war es dann auch, die Joe D'Amato fünf Jahre später in seinem Interner Link"Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf" kopierte und um einige Gemeinheiten verfeinerte.
Musikalische Unterstützung bekam Regisseur Francis Girod von Komponistenlegende Ennio Morricone, der wieder eine vortreffliche Arbeit seines Könnens abliefert und dem Film ungemein gut zu Gesicht steht.


Der Film wird in dieser Auflage von NEW Entertainment erstmalig ungekürzt veröffentlicht und weist alle bisherigen deutschen DVDs in ihre Schranken. Das Bild im Originalformat kann nicht vollauf zufrieden stellen, da die Schärfe etwas zu weich erscheint. Somit wird die Detailwiedergabe etwas vernachlässigt. In Nahaufnahmen wiederum sieht es dann schon wesentlich besser aus. Die Farben wirken etwas zu kräftig und über das Bild legt sich zudem ein leichter Grünstich. Der Schwarzwert ist gelungen, doch der Kontrast kränkelt etwas in dunklen Szenen und lässt einige Details verschwinden. Defekte tauchen nur sehr selten auf und auch die Kompression arbeitet auf solider Ebene, wird aber von einem leichten Bildrauschen begleitet.
Tonal sind beide vorhandenen Tonspuren als gelungen zu bezeichnen. Zwar ist der Originalton in Französisch etwas klarer als sein deutscher Pendant, aber beide sind sehr gut zu verstehen und das ist das Mindeste, was man bei einem Monotrack verlangen kann. Störgeräusche konnten auch keine ausgemacht werden.

Beim Bonusmaterial trumpft man bei NEW wieder richtig auf. So gibt es neben dem Trailer in deutscher oder französischer Ausführung noch einen interessanten Rolltext von Michael Püttmann, der Wissenswertes zur Produktion zu berichten weiß. Die richtigen Schmankerl sind aber der Soundtrack von Ennio Morricone der mit 9 Stücken vertreten ist, sowie die alte deutsche Super-8-Fassung mit erheblichen Nostalgiewert. Auch ein kleines Hidden Feature hat sich versteckt, also ruhig etwas suchen - bitte aber erst nach dem Film.


"Trio Infernal" ist zwar ein Skandalfilm seiner Zeit, dennoch fehlt es ihm zum richtigen Klassiker, wie es beispielsweise bei "Nachtblende" der Fall ist. Filmkenner werden dennoch nicht an dieser Veröffentlichung vorbeikommen. Fans von Sissi sollten trotz Romy Schneider eher einen Bogen um den Film machen, um nicht ihre Illusionen von der jungen Kaiserin zu zerstören.


Film++++--
Bild+++---
Ton++----
Bonus+++---


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Trio Infernal
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