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CH, KR 2001
Originaltitel:Musa
Alternativtitel:Musa - The Warrior
aka. Warrior, The
aka. Warrior Princess, The
aka. Warriors, The
aka. Musa - The Warrior and the Princess of the Desert
aka. Wu shi
Länge:157:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kim Sung-Soo
Buch:Kim Sung-Soo
Kamera:Hyung-ku Kim
Musik:Shirô Sagisu
Darsteller:Jung Woo-sung, Ahn Sung-Kee, Ju Jin-mo, Zhang Ziyi, Park Yong-woo, Park Jeong-hak, Yu Hye-jin, Jeong Seok-yong, Lee Du-il, Han Yeong-mok, Yu Rong Guang
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Koreanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase im Schuber
DVD-Start:27.12.2006 (Verleih) / 01.03.2006 (Kauf)
Specials:
  • 12seitiges Booklet
Film-DVD
  • Kino-Trailer (1:52 Min.)
  • Trailershow:
    • Brotherhood (2:50 Min.)
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Wassup Rockers (1.40 Min.)
    • The Big White (1:48 Min.)
    • Legend of the Evil Lake (1:43 Min.)
    • Fighter in the Wind (1:23 Min.)
Bonus-DVD
  • Making of "Musa" (42:37 Min.)
    • Ankunft in China
    • Die Wüste lebt
    • Nostalgie
    • Im Wald
    • Erinnerungen
  • Behind the Scenes (17:05 Min.):
    • Kostüme / Settings
    • FX/ Stunts
  • Cast & Crew Interviews (87:36 Min.):
    • Park Jun-Hak (Lieutenat Ga-nam)
    • Park Yong-Woo (Übersetzer Ju-myeong)
    • Jung Suk-Yong (Jäger Ha-ll)
    • Han Yong-Monk (Soldat)
    • Jung Woo-Sung (Yeosol)
    • Ahn Sung-Gi (Sergant Jin-Lib)
    • Joo Jin-Mo (General Choi Jung)
    • Yoo Hai-Jin (FarmerDu-Chung)
    • Cho Min-Hwan (Produzent)
    • Kim Sung-Soo (Regisseur)
    • Zhang Xia (Produzent [China])
    • Kim Hyun-Goo (Kamera)
    • Kim Sung-Soo (Regisseur)
    • Lee Kang-San (Gaffer)
    • Kim Sung-Soo (Regisseur)
    • Jung Doo-Hong (Action-Director)
    • Kim Tae-Hoon (FX)
    • Shin Chae-Ho (Make Up-Artist)
    • Hou Ting Xaou (Art-Director)
  • Die Musik (9:52 Min.):
    • Everyones Heart Belongs
    • A Fight for our Motherland
    • Marching Soldiers
    • Chase and Fight
  • Originaltrailer (1:40 Min.)
  • Bildergalerie (39 Bilder)
1375 kämpfen innerhalb Chinas die Vertreter der Yuan und Ming um den vakanten Kaiserthron. Eine koreanische Diplomatendelegation auf dem Weg nach Nanking wird der Spionage verdächtigt und von den Ming kollektiv in die Wüste gejagt. An einer Oase treffen die Koreaner auf Yuan mit einer gefangenen Ming-Prinzessin im Gepäck. Man beschließt, die Aristokratin zu befreien und zur Küste zu bringen, um im Gegenzug freies Geleit in die Heimat von den Ming zu erhalten. Doch ganz so einfach geben sich die Yuan nicht geschlagen.
Ob "Tiger and Dragon" oder Interner Link"Hero": das asiatische Kino kann durchaus auch in westlichen Gefilden Erfolge verbuchen. Ein weiterer Vertreter dieser schwierig zugänglichen Werke ist das geradlinige "Musa - The Warrior", welches angeblich auf einer wahren Legende beruht. Mit einem Budget von 8 Millionen Dollar ist es das teuerste Filmunterfangen Koreas und bricht einige Tabus, die man bei uns so nur selten zu sehen bekommt: Mord oder Gräueltaten an Tieren, Frauen und Kindern.



Im 14. Jahrhundert hat in China die Ming-Dynastie die Herrschaft übernommen und schickt einen Botschafter nach Korea, der auf dem Werg dorthin getötet wird. Um die gespannte Beziehung zu verbessern schickt Korea seinerseits Abgesandte, die aber festgenommen und ins Exil geschickt werden. Dort gelingt es der Gruppe aus Soldaten, Diplomaten und Sklaven eine Ming-Prinzessin zu befreien. Indem sie sie in ihren Palast zurückbringen, wollen sie das Verhältnis beider Länder zueinander wieder verbessern, doch die mongolischen Kidnapper sitzen ihnen schon im Nacken ...

"Musa" (übersetzt Kämpfer) ist ein reinrassiges Mainstreamwerk, das bei uns aber auf Grund der gezeigten Härte und Kompromisslosigkeit wohl für Verwunderung sorgen dürfte, da die hollywoodschen Epen doch meist softer und unterhaltsamer inszeniert sind, während "Musa" eben auf sehr brutale Kämpfe (abgehackte Körperteile, spritzendes Blut, von Speeren und Pfeilen durchbohrte Körper) setzt, dabei aber leider eine zu belanglose Story zum Besten gibt. Obwohl die Schlachten zwischen den Koreanern und den Mongolen häufig sind, extrem schnell in Interner Link"Gladiator"-Stil (kurze Kameraverschlusszeiten) geschnitten, blutig und mit Slow- und Fastmotion aufbereitet worden sind, kann der Film insgesamt betrachtet nicht ganz überzeugen.
Der Style ist düster, die Bilder (besonders die Wüstenlandschaften) wunderschön wie körnig und meist mit braunem Farbfilter gespickt, die Kostüme authentisch, aber der Plot kommt nicht in Fahrt und die Charaktere bleiben klischeehaft wie eindimensional. Ob schweigsamer Überkämpfer, weiser alter Mann, hochnäsige Prinzessin, egoistische Anführer, treue Soldaten und gepeinigte Sklaven und Arbeiter: alles wird einem geboten und in einer Gruppe zusammengeführt, die sich im Verlauf des Films auf Grund unterschiedlicher Herkunft und Idealen öfter ins Gehege kommt.



Die erste Stunde verbringt der Film größtenteils mit dem Versuch, die Motive der Hauptcharaktere dem Zuschauer Nahe zu bringen, scheitert dabei aber recht kläglich, was zu einem Verlust der Identifikationsmöglichkeit mit den Figuren führt. Die Ziele des stets zu Boden schauenden, mysteriösen Speerkämpfers bleiben unklar, während der Anführer der Soldaten genau so unsympathisch ist wie die Prinzessin. Einzig und allein die eher spärlich vorgestellten Nebencharaktere, wie der Bogenschützenveteran, können hier überzeugen und sich als "Held" des Zuschauers anbieten.
So wundert es auch nicht, dass dem Film danach nichts Neues mehr einfällt und einen tristen Wechsel von Wandern und Kämpfen zum Besten gibt, die bekannte östlichen Themen wie Gehorsam, Ehre, Freundschaft und Aufopferung verarbeitet, dabei aber klischeehaft wirkt und die Geduld des Zuschauers strapaziert. Lobenswert hierbei, dass der Gruppe auch mal alltägliche Probleme wie Sandstürme oder Proviantmangel den Männern und Frauen zu schaffen machen, die Autorität des Anführers der Gruppe dabei zu schwinden beginnt und sich neue Figuren aus der "Masse" hervorheben. Untypisch hierbei auch die Schicksale aller, denn von Anfang bis Ende muss man um das Leben so ziemlich jedes Charakters fürchten, was für Hollywoodverwöhnte Zuschauer von Heldenepen befremdend wirkt, in diesem Fall aber eine willkommene Abwechslung bietet.



Die Locations dabei bleiben leider abwechslungsarm, dafür aber die Kämpfe stets auf dem gleichen spektakulären Niveau ohne an Länge einzubüßen. Schauspielerisch präsentiert sich "Musa" durchaus solide, denn die hier unbekannten Darsteller verkörpern ihre Rollen mit sichtbarer Freude an den Figuren, verzweifeln aber mit unter an dem arg spannungslosen, zähen Plot. Das dramatische Finale, das in einer Belagerung einer alten Festung sein Ende findet kann dafür aber größtenteils entschädigen.

"We must go back to Koryo!"

Kommen wir nun zu deutschen Special Edition-DVD, welche als Doppel-Amaray im edlen Pappschuber ausgeliefert wird.
Leicht macht es uns der anamorphe Transfer nicht gerade einfach. Wirken die Farben sehr kräftig und satt, unterliegen sie häufig einschlägiger Stilmittel, welche dem Bild einen sehr warmen und erdigen Touch verleihen. Der Kontrast wurde dabei sehr hart gewählt, wirkt teilweise deutlich zu dunkel und verschluckt feinere Details. In hellen Flächen neigt das Bild zudem dazu, etwas zu überstrahlen, was aber ein gewolltes Stilmittel sein dürfte und von daher nicht in unserere Bewertung einfließt. Die Schärfe befindet sich ebenfalls auf einem sehr wechselhaften Niveau. Erscheinen die Konturen meist sehr knackig und scharf, so fehlt es dem Transfer deutlich an Detailzeichnung und Tiefe. Selbst Nahaufnahmen von Gesichtern wirken glatt gebügelt und teilweise deutlich zu weich. Schuld daran dürfte der eingesetzten Rauschfilter sein, der seine Spuren in Form von leichten Blockrauschen und Bewegungsunschärfen hinterlässt. Dabei arbeiten die Kompressionen sehr sauber und störendes Block- oder Flächenrauschen ist hier sehr selten auszumachen. Dafür huschen für einen aktuellen Film aber ungewöhnlich viele Defekte und Drop-Outs durch das Bild, welche aber nie ein störendes Level erreichen.
Die deutsche Dolby Digital 5.1-Fassung hinterlässt schon nach wenigen Minuten einen sehr positiven Eindruck, obgleich das Klangbild eine Spur zu frontlastig ausgefallen ist. Der Einsatz der Effektlautsprecher hätte noch präziser sein müssen. Zwar wird die Musik auf sämtliche Kanäle verteilt, die Tatsache, dass sich die Actionszenen aber überwiegend im Frontbereich abspielen, gehen zu lasten der Räumlichkeit. Ein richtiges Mittendringefühl möchte einfach nicht aufkommen und es fehlt ein Mindestmaß an direktionalen Effekten, was gerade bei den Schlachten als störend angesehen werden darf. Auf der anderen Seite überzeugt uns die deutsche Synchronisation und die Sprachwiedergabe ist sehr sauber und absolut fehlerfrei.
Die Front bietet zudem eine schöne Dynamik und auch der Subwoofer darf hin und wieder etwas Druck ausüben. Ingesamt hätten wir aber Direktionalität gewünscht. Die koreanische Originalfassung wirkt leiser und vor allem kraftloser als das deutsche Pendant. Zwar wirken die Stimmen und das Klangbild natürlicher und alles passt sich besser der Umgebung an, jedoch wirkt der gesamte Mix noch mal deutlich frontlastiger und insgesamt viel zu gedrungen. Somit sollte die deutsche Fassung die erste Wahl sein. Optional gibt es deutsche Untertitel.



Kommen wir nun zum Bonusmaterial. Die Hauptfilm-Disc ist dabei identisch zur Verleih-Version und bietet lediglich den Original-Trailer und eine Trailershow mit fünf weiteren "Highlights" aus dem e-m-s-Programm. Zudem wurde das DVD-Menü hübsch teilanimiert und mit Musik unterlegt. Auf der Bonus-DVD werden wir von Extras erschlagen. Den Anfang macht ein 5teiliges Making of mit einer Laufzeit von knapp 43 Minuten.
Hier bekommen wir einen schönen Einblick in die Dreharbeiten und obgleich es einige Längen gibt, ist dieses Featurette sehenswert. In den darauf folgenden Interviews mit einer Gesamtlaufzeit von 87 Minuten erfährt man auch alles Nötige über die Produktion, jedoch gilt auch hier: Alles toll, aber etwas zäh. Beim "Behind the Scenes"-Featurette bekommen wir noch einen weiteren Einblick hinter die Kulissen samt Interviews spendiert und zudem gibt es noch einen 10minütigen Beitrag über die Musik im Film, welcher in drei Teilen unterteilt wurde und ebenfalls aus Interviews besteht. Zum Schluss können wir uns noch den Original-Trailer anschauen, sowie eine Bildergalerie. Last but not least sei noch das 12seitige Booklet mit weiteren Infos erwähnt.



Atemberaubende Schlachten, die einen mitten hinein in das Geschehen versetzt und sehr brutal inszeniert wird, sowie tolle Kostüme und Landschaftsaufnahmen sind die klaren Stärken dieses Blockbusters. Leider bleibt der vorhersehbar Plot bis zum Ende enttäuschend linear und arm an Abwechslung. Die all zu arg klischeebeladenen Charaktere schaden dem Film, während die eher unscheinbaren Nebenrollen überzeugen können. Zwar kein neuer Interner Link"Braveheart", aber verdammt nah dran, was dem unkonventionellem Ende zu verdanken ist.

Die DVD zeigt vor allem im Ton so seine Schwächen und vom anamorphen Transfer hätten wir uns etwas mehr Schärfe gewünscht. Dafür sind die Extras sehr umfangreich und auch wenn sie einige Längen aufweisen, mehr als sehenswert. Von daher eine lohnenswerte Anschaffung in einer schönen Umverpackung.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++++--


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