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USA 1978
Originaltitel:It Lives Again
Länge:87:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Larry Cohen
Buch:Larry Cohen
Kamera:Fenton Hamilton
Musik:Bernard Herrmann
Darsteller:Frederic Forrest, Kathleen Lloyd, John P. Ryan, John Marley, Andrew Duggan, Eddie Constantine, James Dixon, Dennis O'Flaherty, Melissa Inger, Victoria Jill, Bobby Ramsen, Glenda Young
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 1.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Französisch, Griechisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:15.10.2004 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Larry Cohen
  • Original-Trailer (0:35 Min.)
Das junge Ehepaar Scott erwartet ein Baby. Leider allerdings kein Normales. Wie sich schon im Vorneherein, durch etliche Tests, feststellen ließ, erwarten die Scotts ein Monsterbaby. Da Ärzte und Regierung allerdings einen Skandal, wie bei der Familie Davis vor einigen Jahren, vermeiden möchten, soll das Baby schon bei der Geburt sterben. Da taucht allerdings Frank Davis auf, der die Scotts zu einer geheimen Forschungsstadion bringt, die aus den Monsterbabys ganz normale Menschen machen will. Doch der Preis dafür ist hoch und die fiesen Racker lassen sich einfach nicht umerziehen. Ein fürchterliches Blutbad soll folgen ...
"The 'It's Alive' Baby is back ... Only now there are three of them."

Larry Cohen, König des B-Movies, und seine Wiegen-Filme sind allesamt typisch für seinen Unterhaltungsstil. Die Storys erinnern in leichten Zügen an "Rosemarys Baby", die Inszenierung ist auf einem solide-trashigen Niveau und der Gore-Gehalt ist hoch. Doch nur der erste Streifen sollte wirklich überzeugen können. Mit dem zweiten Teil ging die Talfahrt bereits los, bevor sie im dritten Teil zum endgültigen unsäglichen Trash verkommen sollte. Unterm Strich ist "Die Wiege des Satans" dabei aber noch ganz solide!
Storymäßig wird die Geschichte aus dem ersten Teil fortgesetzt, wenn es auch nur Frank Davis geschafft hat, dabei zu bleiben. Eine neues Paar trägt ein neues Satansbaby aus und als die Regierung davon Wind kriegt, wollen sie dem Geschöpf gleich bei seiner Geburt den Garaus machen. Davis allerdings will der Familie mit allen Mitteln helfen, damit sie ihr Baby behalten können. Der Preis dafür ist allerdings hoch und einige Leichen sollen folgen.
Storymäßig ist das Ganze natürlich nicht wirklich etwas wert. Die Vorkommnisse sind allesamt roh, vorhehrsehbar und fernab jeglicher Logik. Wie Davis z.B. einen Revolver mit in ein Krankenhaus schleppen konnte und wirklich keiner der Polizisten auch nur die geringste Zuckung durchfährt, Davis aufzuhalten, dürfte wohl nur den Drehbuchschreibern logisch erscheinen.



Es ist also schon in Sachen Story nahezu purer Trash, der hier geboten wird. Doch trotz all des Blödsinns macht die Geschichte um ein paar bösartige Monsterbabys auch beim zweiten Mal Laune, sofern man sich mit trashigen Geschichten anfreunden kann. Ansonsten kann der Streifen nur mit seinen Gore-Effekten wirklich überzeugen, die wirklich herrlich fies und blutig geraten sind und auch nicht gerade als zimperlich gelten. Ordentlich von Hand inszeniert, dürfte der Gore-Gehalt jeden Horror-Fan soweit zufrieden stellen, auch wenn es jetzt nicht unentwegt splattert. Dazu kommen noch ein paar nette Maskeneffekte, vor allem was die Babys anbelangt, die aber schon irgendwo wieder deutlich machen, dass wir es hier mit einem Streifen zu tun haben, der nahe am Trash liegt. "Nett" aussehen sind die Babys allerdings allemal.
Was die Atmosphäre angeht, so wird allerdings wirklich nicht allzu viel geboten. Beim Score macht eigentlich nur das Titelthema wirklich Spaß, ansonsten sind die Klänge eher müde und 08/15. Und auch sonst ist die Inszenierung nicht wirklich auf Atmosphäre getrimmt worden, dafür ist das ganze Geschehen dann doch 'ne Spur zu plump geraten und die Optik viel zu üblich, als dass sie atmosphärisch was rausreißen könnte. Somit sollten sich Freunde, die es gerne atmosphärisch knisternd mögen, doch eher fern halten. Und auch der etwas träge Beginn und einige Zwischenhänger trüben den Filmspaß. Ab und an kommt das Ganze nicht wirklich in die Gänge und langweilt den Zuschauer mit längeren Floskeln. Hier hätte ab und an ein Tritt in den Hintern der Figuren nicht geschadet.
Was die Darsteller angeht, so wird typisches Horror-Niveau geboten, wobei eigentlich wirklich keiner sonderlich herauszuragen vermag, weder im Guten noch im Schlechten. Für einen kleinen B-Film kann man sie vielleicht sogar schon als ganz gut einstufen. Kurzum, viel zu meckern findet man, bei Bedacht des Genres, hier eigentlich kaum.



"The monster child returns - but now there are three!"

Durchschnittlicher zweiter Teil der "Wiegen"-Reihe von Larry Cohen, der mit seiner trashigen Story und der ordentlich blutigen Inszenierung der Gore- und Maskeneffekte, für gepflegte Trash-Laune sorgen kann. Atmosphärisch aber recht dünn und mit einigen Längen versehen, dürfte der Streifen im Endeffekt dennoch nur bei wirklichen Cohen-Fans gut ankommen. Für alle anderen ein typischer Horror-Zeitvertreib für Abende, an denen man einfach nichts Besseres vorhat. Vielleicht sollte man sich dann aber doch lieber noch einmal das Original anschauen.
Die DVD ist leider Warner typisch recht mau ausgefallen. Sicherlich bringen die Filme nicht soviel Geld, dennoch sollten auch Backprogrammtitel und Klassiker besser auf DVD veröffentlicht werden. Aber wir wollen nicht meckern, denn "Die Wiege des Satans" gehört noch zu den besseren Backprogrammtiteln, was die Bild- und Tonqualität angeht. So wirkt der Kontrast teilweise etwas schwach, verschluckt dafür aber selbst in dunklen Szenen keinerlei Details, wobei man noch dazu sagen muss, dass der Schwarzwert nicht sonderlich hoch ist. Die Farben wirken mitunter etwas ausgeblichen und milchig. Zudem fällt die Schärfe sehr wechselhaft aus. So überzeugen einige Aufnahmen mit einer sehr guten Schärfe, bei der sich auch viele Details offenbaren und dann plötzlich auch die Farben sehr satt und kräftig erscheinen. Im nächsten Moment wirkt das Bild wieder etwas schwammig und unscharf. Selbst Nahaufnahmen wirkten dann sehr detailarm und stehende Rauschmuster und sichtbare Bewegungsunschärfe lassen auf den Einsatz von Rauschfiltern schließen. Defekte und Verschmutzungen huschen immer mal wieder durch das Bild, trüben den Sehgenuss aber nicht sonderlich. Dafür arbeitet die Kompression nicht immer zu unserer Zufriedenheit und immer wieder befindet sich sichtbares Blockrauschen auf homogenen Flächen, bis hin zu leichter Artefaktebildung. Leider viel zu wechselhaft, um vier Punkte zu vergeben. Schade ...
Der Monotrack überzeugt mit einer guten Sprachverständlichkeit. Störendes Rauschen oder Verzerrungen treten zum Glück nicht auf. Tonbedingt klingt das ganze etwas dumpf, was aber altersbedingt nicht weiter schlimm ist. Die englische Monospur bietet kaum Unterschiede und wartet ebenfalls mit einer guten Sprachwiedergabe auf. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
Der Regiekommentar bietet leider keine Untertitel, ist aber auch so gut zu verstehen und sehr informativ. Regisseur Larry Cohen spricht sehr deutlich und geht dabei ausführlich auf die Produktion und viele der einzelnen Szenen ein. Zudem dürfen wir uns noch über den Original-Kinotrailer freuen. "Die Wiege des Satans" liegt uns hier in der ungeschnittenen Fassung vor und ist seit knapp 2 Jahren nicht mehr indiziert. Fans werden gern zugreifen, zumal die DVD fast überall nur knapp 6 Euro kostet.


Film+++---
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


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