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USA 2006
Originaltitel:Prestige, The
Länge:125:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Christopher Nolan
Buch:Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Kamera:Wally Pfister
Musik:David Julyan
SFX:John Vulich
Darsteller:Andy Serkis, Christian Bale, Daniel Davis, David Bowie, Hugh Jackman, Michael Caine, Piper Perabo, Rebecca Hall, Samantha Mahurin, Scarlett Johansson
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2,5
Bildformat:2.40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Spanisch, Portugiesisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:11.05.2007 (Verleih) / 30.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Das Notizbuch des Regisseurs: Christopher Nolans Cineastisches Kunstück
    • Die Heraufbeschwörung der Vergangenheit (4:57 Min.)
    • Das virtuelle Labyrinth (3:19 Min.)
    • Metapher der Täuschung (3:17 Min.)
    • Tesla: Der Mann, der das 20. Jahrhundert erfand (2:30 Min.)
    • Resonanzen (1:00 Min.)
  • Das Design von Prestige:
    • Der Film (26 Bilder)
    • Kostüme und Drehorte (27 Bilder)
    • Hinter den Kulissen (21 Bilder)
    • Die Filmplakate (10 Bilder)
  • USA-Kinotrailer (1:40 Min.)
In dieser Kriminalgeschichte voller Drehungen und Wendungen entsteht im Viktorianischen England eine brutale Rivalität zwischen zwei aufstrebenden Magiern. In einem Wettkampf der Zaubertricks riskieren sie alles, um der Beste zu sein und lassen zugleich nichts unversucht, um die Berufsgeheimnisse des Anderen aufzudecken. Als diese beiden außergewöhnlichen Männer aber Wagemut gegen Begehren, Effekthascherei gegen Wissenschaft und Ehrgeiz gegen Freundschaft ausspielen, sind die Folgen gefährlich, trügerisch und tödlich. Es beginnt alles im sich rasch wandelnden London der Jahrhundertwende. Zu einer Zeit, als Magier noch Idole und Berühmtheiten ersten Ranges waren, machen sich zwei junge Zauberer auf ihren eigenen Weg zum Ruhm. Während der raffinierte Robert Angier ein schillernder Unterhaltungskünstler in Vollendung ist, mangelt es dem ruppigen Puristen Alfred Borden am angemessenen Stil, um seine kreativen Genieeinfälle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu Beginn sind sie noch befreundete Partner, die sich gegenseitig bewundern. Doch als ihr größter Trick entsetzlich fehlschlägt, werden sie zu lebenslangen Feinden - jeder darauf versessen, den anderen zu übertrumpfen und auszustechen. Trick für Trick, Show für Show, steigert sich ihr grausamer Wettkampf, bis er keine Grenzen mehr kennt. Sogar die durch Nikola Teslas wissenschaftliche Brillanz neu entdeckten Kräfte der Elektrizität machen sie sich für ihre Magie zunutze, während das Leben aller um sie herum auf dem Spiel steht. Gespickt mit aufregenden Tricks und Enthüllungen, taucht der Film in eine fesselnde Welt ein - und geht dabei bis an die entferntesten und dunkelsten Grenzen des Glaubens, des Vertrauens und des Vorstellbaren.
"There are 3 parts to Every Magic Trick ... 1) The Pledge, 2) The Turn, and 3) The Prestige!"

Regisseur Christopher Nolan (Interner Link"Memento", "Insomnia") erfüllt die hohen Erwartungen und spielt mit "The Prestige" nun endgültig in der ersten Liga Hollywoods. Hat ihm bei Interner Link"Batman Begins" noch Co-Autor David S. Goyer (Interner Link"Blade: Trinity", "The Invisible") in die Suppe gespuckt, so verfasst er hier zusammen mit seinem Bruder Jonathan das Drehbuch komplett nach seinen Vorstellungen selbst, ohne dass ihm jemand reinpfuschen konnte. Christian Bale (Interner Link"Equilibrium", Interner Link"Der Maschinist") und Edelsupport Michael Caine (Interner Link"The Italian Job", "Get Carter") nahm er vom geglückten Flattermann-Comeback gleich mit und verpflichtete dazu noch Hugh Jackman (Interner Link"X-Men", Interner Link"Van Helsing"). Wahrlich eine traumhafte Konstellation, die mit "The Prestige" zurecht eine sehr positive Presse erfuhr und sich über ordentliche Einspielergebnisse freuen durfte.



Bale und Jackman spielen in "The Prestige" zwei talentierte Magier, die zur Zeit des viktorianischen Zeitalters, etwa um 1900, in London aufeinandertreffen. Als Gehilfen eines erfolgreichen aber mutlosen und recht konventionellen Künstlers erlernen sie ihr Handwerk, wobei Alfred Borden (Bale) sich durch seinen enormen Ehrgeiz und die damit verbundene Risikobereitschaft auszeichnet. Als Robert Angiers (Jackman) Freundin Julia (Piper Perabo, "Coyote Ugly", Interner Link"The Cave") während einer missglückten Nummer auf der Bühne ums Leben kommt, macht Angier Borden dafür verantwortlich. Aus den beiden Nachwuchstalenten werden erbitterte Rivalen, die sich von nun an versuchen gegenseitig zu überbieten, auszutricksen und dabei den besten Zaubertrick des anderen zu stehlen. Sympathische Charakterzüge legt keiner der beiden obsessiven Künstler an den Tag. Das Gegenteil ist der Fall. In dem Wahn, der Beste sein zu wollen, werfen sie allen moralischen Anstand über Bord und puschen sich gegenseitig.

Christopher Nolans Film bewegt sich nah an der Perfektion, denn seine geschickte Erzählstruktur auf mehreren Ebenen ist schlichtweg brillant und die famose Ausstattung ein Genuss für die Augen. Den Rest besorgen die extrem guten Darsteller, bei denen Michael Caine keinesfalls neben Bale und Jackman, die im großen Stil ihr privates Duell ausfechten, zurückstehen muss. "The Prestige" ist selbst ein Zaubertrick, dessen Auflösung der (zu) erfahrene Zuschauer leider erahnen kann, der nichtsdestotrotz sein Publikum zwei faszinierende Stunden täuscht und in eine andere Welt entführt.



Das Duell der Magier findet in drei Erzählsträngenstatt, deren Lücken von Michael Caine als Erzähler gestopft werden, welcher hier den einfallsreichen Tüftler gibt, der seine Zauberkünstler für ihre Vorstellungen mit dem nötigen Equipment versorgt und viel über den Charakter und die Philosophie des Zauberns mitzuteilen hat. Ohne dass der Zuschauer Gefahr läuft den Überblick zu verlieren, schaltet Nolan zwischen den Ebenen hin und her, entlockt dem Duell neue Überraschungen und setzt schließlich zum verblüffenden Schlussspurt an, der in eine unerwartete Richtung abdriftet. Die Wirkung des abschließenden Twists verliert deswegen leider genauso wie die Auflösung des Tricks ein wenig von seiner Faszination, der würdige Abschluss gelingt Nolan dennoch.


"The Prestige" pflegte eine düstere Atmosphäre, die das Publikum von der ersten Minute in seinen Bann zieht und das ehrgeizige Treiben der beiden Rivalen unterstreicht. Die tollen Sets stehen dem in Nichts nach und auch die weitestgehend klassische Inszenierung Christopher Nolans lässt eine omnipräsente Sorgfalt, gepaart mit seinem ehrgeizigen Drang, ein formvollendetes Werk ohne Kompromisse zu schaffen, durchblicken. Dass Hugh Jackman und Christian Bale schauspielerisch vollends überzeugen, versteht sich dabei fast von selbst, wobei besonders Bale mal wieder eine unheimliche Präsenz an den Tag legt, weil man ihn nie durchschauen kann. Beide Schauspieler spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an und geben diese obsessiven Magier mit unwahrscheinlich viel Leidenschaft und Hingabe, dass einem mulmig werden kann.


"A Friendship, That Became a Rivalry ... A Rivalry, That Became a Battle."

Der hart gewählte Kontrast, sowie die natürliche, teilweise reduzierte Farbgebung, welche immer wieder warm wirkt, darf als Stilmittel Nolans gesehen werden. Auch wenn dadurch Details in dunklen Szenarien verschwinden und der Schwarzwert nicht immer optimal anmutet, so geht dies schon einmal nicht zu Lasten Warner. Was die Bildschärfe angeht, muss man seitens des Labels aber wieder Schläge einstecken. Denn es scheint wie bereits bei einigen anderen Produktionen, als würde man diese absichtlich zurückschrauben, um im direkten Vergleich mit den Medien der nächsten Generation besser abzuschneiden. So wirkt das Schärfeverhalten zwar gerade noch gut, aber für einen brandaktuellen Film ist das bereits inakzeptabel. Überwiegend erscheint der Transfer weich, teilweise unscharf. Eine ausgeprägte Detailzeichnung fehlt ebenso und lediglich die meist sauberen Konturen können das Bild noch vor einer weiteren Abstufung retten. Hier meinte man es mit dem eingesetzten Rauschfilter mal wieder zu gut und der Transfer zeigt weitaus weniger Rauschen als andere aktuelle Warner-Titel. Nun sollte das niemals zu Lasten der Brillanz und Schärfe gehen, aber Großbildschirmbesitzer oder Beamer-Gucker werden das Problem kennen und wir sehen schon mit Entsetzen dem DVD-Release von Interner Link"300" entgegen. Im Übrigen arbeitet die Kompression abermals nicht sauber und lässt neben dem üblichen Maß an Blockrauschen deutliches Artefaktepumpen durch den Transfer ziehen. Zwar fällt das nicht so störend auf wie seinerzeit bei Interner Link"Departed", aber das absichtliche Herunterdrücken der Kompression ist eine weitere schlechte Angewohnheit von Warner geworden. Dafür ist das Bild frei von Schmutz und Defekte und wird sicherlich auf Blu-ray oder HD-DVD traumhaft aussehen, nur leider auf DVD nicht.


Tonal spielt das Ganze schon eine Liga höher. Obwohl wir hier allein thematisch schon kein Effektspektakel erwarten dürfen, so werden wir doch mit einem recht angenehmen Raumklang versorgt. Die Rears werden immer wieder mit Nebengeräuschen versorgt und der Score verteilt sich sehr homogen auf sämtliche Kanäle. Insgesamt könnte alles etwas kräftiger und dynamischer wirken, doch für den Film sollte es reichen. Die Dialogwiedergabe ist nahezu tadellos und lediglich der englische Mix klingt etwas tiefer, ansonsten unterscheiden sich alle drei Tonspuren nicht hörbar voneinander. Was bleibt, ist ein solider Soundmix, in dem sicherlich noch etwas Potenzial steckt, vor allem was den Einsatz von Effekten und dem Subwoofer angeht. Optional lassen sich dann noch diverse Untertitel hinzuschalten.


Bei den Extras kocht Warner auf Sparflamme und bietet uns neben dem USA-Kinotrailer, einer Bildergalerie, nur noch die 15minütige und in 5 Teilen aufgesplittete Dokumentation "Das Notizbuch des Regisseurs: Christopher Nolans cineastisches Kunstück". Letzteres bietet trotz seiner kurzen Laufzeit ein hohes Maß an Informationen. Dennoch hätten wir uns über so etwas wie einen Audiokommentar, geschnittene Szenen und Interviews gefreut. So reicht das es gerade mal für 2 Punkte. Schade ...


Christopher Nolan hat mit "The Prestige" sein Meisterstück abgeliefert. Das brillant erzählte Duell zweier Magier wird nicht nur von seiner atmosphärischen, düsteren Inszenierung und den phantastischen Darstellern, sondern vor allem von Nolans ausgefeilten Drehbuch getragen. Fast zwei Stunden dauert diese jahrelange Rivalität zwischen den beiden Künstlern, bis einer von ihnen zu weit geht. Dabei wird der aufmerksame Zuschauer sicherlich früher auf die Lösung stoßen oder sich an dem Science-Fiction-Element verbeißen und damit die einzige Schwäche des Skripts entdecken, die Qualitäten des Films mindert dieses Manko aber kaum noch. Spannend, famos inszeniert und exquisit ausgestattet. Einfach ganz großes Kino. Man kann nur hoffen, dass Christopher Nolan für den nächsten Batman-Film wieder die selben Freiheiten gewährt werden.
Technisch bleibt die DVD leider deutlich hinter den Erwartungen zurück und kränkelt deutlich in puncto Bildqualität. Tonal macht der Film dafür einen soliden bis guten Eindruck, lediglich die Extras hätten wir uns umfangreicher gewünscht. Nichtsdesotrotz eine DVD, die man im Regal stehen haben sollte.


Film++++++
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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News"Prestige - Die Meister der Magie" von Warner
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