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USA 2006
Originaltitel:Gridiron Gang
Länge:120:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Phil Joanou
Buch:Jac Flanders
Kamera:Jeff Cutter
Musik:Trevor Rabin
Darsteller:The Rock, Xzibit, L. Scott Caldwell, Leon Rippy, Kevin Dunn, Michael J. Pagan, Jade Yorker, David V. Thomas, Setu Taase, James Earl, Brandon Smith, Jamal Mixon
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:08.05.2007 (Verleih) / 05.06.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Regisseur und Autor
  • Entfallene Szenen (23:10 Min.):
    • "Wir haben nur geredet"
    • Willies erster Tag im Gefängnis
    • Telefonanruf
    • Dexter kritisiert Sean
    • Briefe an die Liebsten
    • Malcolm hadert mit Seasns Methoden
    • "Waren sie bei den Profis?"
    • Abgelenkt durch Cheerleader
    • 6 Punkte zurück
    • Sean bittet Malcolm um Verzeihung
    • Touchdown von Kelvin
    • In der Zeitung
    • Touchdown von Madlock
    • Die Mustangs holen sich den Ball zurück
    • Mustangs Wandbild
  • Football Training (6:20 Min.)
  • Regisseur Phil Joanou (4:08 Min.)
  • The Rock ist zurück auf dem Feld (4:10 Min.)
  • Multi Angle-Football-Sequenzen (3:38 Min.)
Sean Porter ist Bewährungshelfer in einer Jugendstrafanstalt, in der er zusammen mit seinem Kollegen, Malcolm Moore, eine Gruppe jugendlicher Schwerverbrecher in vier Wochen in ein Highschool-Footballteam verwandeln will. Konfrontiert mit Gangrivalitäten und erbittertem Hass zwischen den Mitgliedern seines Teams, versucht Porter den Kids Sinn für Selbstachtung und Verantwortung beizubringen. Dabei lernt er auch selbst noch ein paar Lektionen dazu.
Da rund 75 Prozent dieser jugendlichen Insassen in den Knast zurückkehren oder ein gewaltsames Ende auf der Straße finden, stehen Porter und Moore scheinbar unüberwindbaren Hürden gegenüber. Hinzu kommt, dass niemand gegen verurteilte Kriminelle antreten will. Erst durch harte Arbeit und viel Motivation können sich Porter und sein Team den Weg zu einer zweiten Chance erkämpfen.
Als The Rock alias Dwayne Johnson ("The Rundown", "Walking Tall") vor einigen Jahren ins Filmgeschäft einstieg, prophezeiten dem Profi-Wrestler viele eine große Karriere auf dem Action-Sektor. Er brachte das nötige Charisma mit, verfügte über eine gesunde Selbstironie und besaß auch das schauspielerische Talent, um das schwere Erbe von Sylvester Stallone ("Rocky", Interner Link"First Blood"), Arnold Schwarzenegger (Interner Link"Total Recall", Interner Link"True Lies") und Co. Anzutreten. Trotzdem floppten seine Filme durchweg. Richard Kellys Interner Link"Southland Tales" wird wohl auch aufgrund der ewigen Verschiebungen in absehbarer Zukunft keine Ausnahme bilden. So ist es nur logisch für ihn mal auf ein sicheres Pferd zu setzen, das sein Portfolio erweitert. Hollywoods formelhafte Sportdramen spielen jedes Jahr ihr Geld ein, obwohl sie immer wieder die selbe Geschichte zu erzählen haben. Da betritt "Gridiron Gang" natürlich keine neuen Pfade, darf sich jedoch immerhin mit soliden Einspielergebnissen brüsten.


Regisseur Phil Joanou ("Final Analysis") nimmt dem trendgemäß auf wahren Tatsachen beruhenden Thema aber vorsichtshalber die Schärfe und strickt es zu einem formelhaften Stoff um, der unter dem gleichen Namen Anfang der Neunziger schon mal als TV-Dokumentation über die amerikanischen Flimmerkisten lief. The Rock spielt auf seine üblich sympathische, leidenschaftliche Art den gescheiterten Ex-Footballer Sean Porter, der in einem Boot-Camp aus einem kriminellen Rudel der sozialen Brennpunkte der U.S.A. entstammender Jugendlicher eine Football-Einheit formen will. Über den Sport will er sie erziehen und ihnen Respekt wie Verantwortungsbewusstsein beibringen, weil die Rückfallquote von 75 % eine zu deutliche Sprache spricht. Die derzeitigen Methoden fruchten einfach nicht. Seine unkonventionelle Idee stößt nicht nur bei seinen Vorgesetzten sondern auch bei den Insassen auf Skepsis, die untereinander Gang-Rivalitäten ausfechten und sich durch ihre aggressiven Verhaltensweisen auszeichnen. Einzelne Individuen werden grob herausgeschält und dann geht es auch schon auf den Trainingsplatz, wo eifrig geschwitzt und geflucht wird, aus den Einzelgängern aber langsam eine Mannschaft wächst, während The Rock sie mit seinen markigen Ansprachen weiter anspornt.


Der Ablauf ist bekannt, weil ihn mindestens ein halbes Dutzend sehr ähnlich gelagerte Genrefilme jedes Jahr genauso herunterspulen. Trotz Knatsch entwickelt sich nach kurzen Startschwierigkeiten alles prächtig, obwohl Porter Stöcke zwischen die Beine geworfen werden und er noch ein persönliches Schicksal mit sich herumträgt. Das erste Match wird mit Pauken und Trompeten verloren, doch die Jungs lernen ihre Lektion, wachsen noch enger zusammen und entwickeln sich auch mental denkbar positiv. Die zaghaft nebenher eingestreute Kritik am amerikanischen Vollzug bleibt dabei nur ein begleitendes Strohfeuer, doch mehr darf man von diesem Film auch gar nicht erwarten.
Dass dabei Klischees und Pathos Schlange stehen, versteht sich genauso von selbst, wie die herangezogenen Statistiken den eingeschlagenen Weg Porters untermauern. Phil Joanou inszeniert konventionell aber stilsicher mit prägnantem Farbfilter und hat sogar Xzibit ("xXx: State of the Union", Interner Link"Derailed") unter Kontrolle, der sich als Porters Co-Trainer Malcolm Moore ausnahmsweise zurücknimmt und schauspielerisches Talent aufblitzen lässt. Getragen wird der Film trotzdem allein von The Rock, dem auch keine Emotionen fremd sind und der mit seiner Präsenz viele Mängel des Stoffes spielend ausgleichen kann. Seine Jungs agieren derweil unauffällig aber authentisch, ohne dass sich von ihnen jemand in den Vordergrund spielen kann. Zum Schluss wartet auf alle natürlich das Happy End, der Sieg über das arrogante High School-Team, die Versöhnung mit der Familie und der Blick in eine Zukunft mit Perspektive, auch wenn dies nicht für alle gilt. Als so ehrlich erweist sich "Gridiron Gang" dann letztlich doch. Für alle funktioniert diese Lösung nicht, aber einigen tut sich nach ihrem Jahr im Boot-Camp eine Zukunft auf. Ist doch auch was.



Der anamorphe Widescreen-Transfer überzeugt mit seinen satten und kräftigen Farbe und einem meist sehr ausgewogenen Kontrast, dessen Schwarzwert sich auf einem hohen Niveau befindend. Hin und wieder werden in dunklen Sequenzen feinere Details verschluckt. Dafür überzeugt das Bild mit einer guten Kantenschärfe und sauberen Konturen. Im Detailbereich hätten wir uns zwar etwas mehr Tiefe gewünscht, jedoch dürfen sich die Nahaufnahmen als sehr detailliert herausstellen und selbst die Kompression arbeiten nahezu fehlerfrei. Bildrauschen ist ebenfalls kaum sichtbar und Defekte oder andere Fehler sind Fehlanzeige. Somit dürfen wir uns über einen schönen Transfer erfreuen und vergeben gute 5 Punkte.
Tonal dürfen wir allerdings nicht all zuviel erwarten. Räumlichkeit entsteht meist nur, wenn der Score einsetzt oder in den Football-Spielen, ansonsten dominiert die Front und nur wenige Umgebungsgeräusche tragen zur Räumlichkeit bei. Auch der Subwoofer arbeitet sehr zurückhaltend. Dafür sind die Stimmen sehr sauber und verzerrungsfrei zu verstehen. Die englische Sprachwiedergabe klingt insgesamt etwas dumpfer, ansonsten sind aber keine Unterschiede in der Abmischung auszumachen.
Die Extras beinhalten einen schönen Audiokommentar mit dem Drehbuchautor und den Regisseur des Films. Optional deutsch untertitelt erfahren wir sehr viele nützliche Hintergründe zur Produktion und den Dreharbeiten. Die beiden Sprecher gehen unter anderem auf Drehbuchänderungen, Schnitt und der Zusammenarbeit mit den jugendlichen Darstellern ein.
Weiter geht es mit 15 entfallenen Szenen, welche optional vom Regisseur und Autor kommentiert werden können. Haben wir die 23 Minuten durch, folgt ein 6minütiges Feature über das Football Training, welches die Darsteller über sich ergehen lassen mussten. Kommentiert wird dies vom Stunt- und Football-Koordinator Allan Graf. Was nun folgt ist ein 4minütiges Feature über den Regisseur Phil Joanou, bei dem der Regisseur selbst, aber auch andere Cast & Crew Mitglieder zu Wort kommen und über die Dreharbeiten und natürlich den Regisseur sprechen, was mitunter recht eintönig werden kann. Schön sind auf jedenfall die Einblicke hinter den Kulissen und die Erklärungen, die der Regisseur zu einigen Szenen zum besten gibt. Insgesamt gilt das Extra aber nur der Werbung. Das nächste Video heißt falsch übersetzt "The Rock ist zurück auf dem Feld" im Original heißt es aber "The Rock takes the Field", was soviel heißt wie "The Rock dominiert das Feld". Im Grunde geschieht hier das selbe wie beim vorherigen Featurette, nur dass The Rock diesmal im Mittelpunkt steht, einige Statements von sich gibt und wir ein paar Einblicke hinter die Kulissen bekommen. Dabei kommen auch Regisseur und der Darsteller Xzibit zu Wort und loben, loben, loben ...
Das letzte Extras sind einige Football-Seuqenzen, bei denen man per Multi Angle-Taste fünf verschiedene Kamerawinkel anwählen kann oder im direkten Vergleich diese Szenen gleichzeitig auf einem Bildschirm sieht. Alle Extras wurden optional deutsch untertitelt. Trailer gibt es diesmal keine.


Konventionelles Sportdrama voller Klischees, das mit knapp zwei Stunden etwas zu lang gerät, aber durchweg solide unterhält. The Rock-Fans werden mit "Gridiron Gang" noch am ehesten etwas anfangen können, spielt der charismatische Hüne doch gewohnt sympathisch auf. Inszenierung und Story sind allerdings von der Stange, so dass man sich als Zuschauer schon auf viel Pathos und einige Konventionen gefasst machen sollte. Die DVD-Umsetzung darf dabei als gelungen bezeichnet werden. Das Bild ist schön, der Soundtrack solide und bei den Extras überzeugt vor allem der Audiokommentar.


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++---


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