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USA 2006
Originaltitel:Covenant, The
Länge:93:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Renny Harlin
Buch:J.S. Cardone
Kamera:Pierre Gill
Musik:tomandandy
SFX:Ryal Cosgrove
Darsteller:Steven Strait, Laura Ramsey, Sebastian Stan, Taylor Kitsch, Chace Crawford, Toby Hemingway, Jessica Lucas, Kyle Schmid, Wendy Crewson, Stephen McHattie, Kenneth Welsh, Christian Baril
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:24.04.2007 (Verleih) / 22.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Renny Harlin
  • Ende des Schweigens: Der Pakt wird durchleuchtet (18:46 Min.)
  • Trailershow:
    • Demnächt auf Blue-Ray (1:14 Min.)
    • Spiderman 3 (1:30 Min.)
    • Ghost Rider (1:21 Min.)
    • Attack Force (0:37 Min.)
Die Ipswich Kolonie in Massachusetts, im Jahr 1692: Fünf Familien, die alle über außergewöhnliche Kräfte verfügen, schließen sich zu einem Pakt des Schweigens zusammen. Nur eine Familie, die nach mehr Macht giert, wird verbannt - und verschwindet daraufhin spurlos. Bis heute ...
Ipswich heute: Caleb, Reid, Tyler und Pogue sind Studenten an der Eliteschule Spenser Academy und erleben eine normale Jugend mit Schulstress, Parties und der ersten Liebe. Tatsächlich aber sind sie die Nachkommen der Siedler von Ipswich und verfügen über dieselben besondern Kräfte wie schon ihre Vorfahren. Sie sind schneller und stärker als ihre Altersgenossen und können zudem Gegenstände mit der reinen Kraft der Gedanken bewegen. Verbunden durch ihre gemeinsame Herkunft, sind die vier Jungs unzertrennlich. Doch als einer ihrer Mitschüler nach einer Party tot aufgefunden wird, beginnen sie, sich gegenseitig zu verdächtigen. Nach und nach kommen die Geheimnisse, die sich um den mysteriösen Pakt ranken, ans Licht. Was seit Jahrhunderten die Familien der vier Jungs beschützt hat, scheint ihnen nun zum Verhängnis zu werden.
"Four have the power. One will stop at nothing to possess it."

Wer sich den Film "The Covenant" anschauen möchte, sollte seine Erwartungshaltung auf jeden Fall im Vorfeld zurechtrücken und sich darüber im Klaren sein, auf was genau er sich wirklich einzulassen bereit ist. Ein Blick auf das Kinoposter hilft da schon ein ganzes Stück weiter, denn what you see ist im Grunde exactly what you get: Das Motiv ähnelt verblüffend jenem des 96er Streifens "The Craft", weshalb man sich auf eine XY-Chromosom-Version jenes Titels gefasst machen sollte, unten bei den Credits wird B-Movie-Routinier J.S. Cardone, bestbekannt für seine Interner Link"Near Dark"-Variante "The Forsaken", als Drehbuchautor aufgeführt, der Finne Renny Harlin, ein erfahrener Mann für grobe, anspruchslose Popcorn-Kost, führte Regie, die Besetzung besteht vornehmlich aus unbekannten Darstellern und das angegebene "PG-13"-Rating verortet die angepeilte Zielgruppe treffend, wodurch sich bestimmte Vorstellungen (beispielsweise in Richtung Sex oder Gewalt) augenblicklich abhaken lassen. Zieht man nun auch noch das DVD-Cover heran, wird eine Ähnlichkeit mit den Interner Link"Lost Boys" überdeutlich, die Aussage "from the Producers of Underworld" nährt die ohnehin vorhandene "Style over Substance"-Annahme. Dieses geschnürte Paket erhält der Zuschauer letzten Endes tatsächlich geboten - wer demnach mehr als "mindless entertainment" erwartet, hat selber Schuld ...



Vor dem Hintergrund einer für den restlichen Verlauf wegweisenden Titelsequenz, welche aus einer dynamischen (schnell geschnittenen), lauten (mit einem Remix von Rob Zombies "More Human than Human" unterlegten), optisch ansprechenden mehrschichtigen Bildcollage besteht, erfährt man die Eckpfeiler der dieser Story zugrunde liegenden Mythologie: Zu Zeiten der Hexenverfolgungen aus Europa geflohen, ließen sich fünf Familien, die eine "besondere Gabe" teilen, in New England nieder und gründeten dort die Kolonie Ipswich. Als es 1692 zu den "Salem Witch Hunts" kam, schlossen sie sich zu einem "Pakt der Verschwiegenheit" zusammen, um ihr Überleben zu sichern - nichtsdestotrotz wurden viele von ihnen hingerichtet, eine Blutlinie gar ganz ausgelöscht. Bis heute prägen sich jeweils an dem 13.Geburtstag der (allesamt männlichen) Nachkommen spezielle übernatürliche Kräfte aus - quasi ein Vorgeschmack auf den vollen Umfang, welchen sie genau fünf Jahre später erhalten. Kraft und gutes Aussehen liegen ohnehin in ihrer Natur, doch viel mehr als nur das ist in Gefahr, sollte man diese Mächte nicht im Griff haben: Je öfter man diese nämlich einsetzt, desto süchtiger wird nach ihnen - zugleich verbraucht ein Nutzen unwiederbringbare Körperenergie, so dass die menschliche Hülle mit jedem fortschreitenden Mal ein Stück schneller altert. Auf diesem inhaltlichen Fundament entfalten sich die folgenden Ereignisse, welche der Kinotrailer unglücklicherweise beinahe komplett vorwegnimmt:


Das neue Schuljahr an der elitären Spenser Academy läutet simultan jenes ein, in dem die vier "Sons of Ipswich" achtzehn werden - allen voran Caleb (Steven Strait), Star des Schwimmteams sowie inoffizieller, besonnener Anführer der Gruppe, was Reids (Toby Hemingway) Missmut erweckt, denn dieser nutzt seine Fähigkeiten gern des Öfteren zum Spaß (Röcke hochpusten, beim Billard beeindrucken etc). Das führt natürlich zu Spannungen untereinander, welche die anderen beiden, Tyler (Chase Crawford), ein ruhiger, zurückhaltender Zeitgenosse, und der langhaarige Motorrad-Fahrer Pogue (Taylor Kitsch), stets auf einem Minimum zu halten versuchen, um die Einigkeit ihres Bundes weitestgehend zu bewahren. Zwei auffällige Neuzugänge sorgen rasch für Gesprächsstoff: Die bezaubernde, aus Boston stammende Sarah (Laura Ramsey), die von ihrer Zimmergenossin Kate (Jessica Lucas), übrigens Pogues Freundin, umgehend über alles Wissenswerte informiert wird, und Chase Collins (Sebastian Stan), der schnell Anschluss an die Gruppe findet, obwohl ihn eine irgendwie merkwürdige Aura zu umgeben scheint. Als Calebs "Ascension" immer näher rückt, beginnt er plötzlich an schrecklichen Visionen zu leiden, in denen ein "Darkling" ihn heimsucht, kurz nachdem die Leiche eines Schülers im Wald gefunden wurde - die Verbindung führt ihn zu dem Glauben, dass Kräfte ihrer Art daran beteiligt waren. Eine Beziehung zwischen ihm und Sarah keimt auf, und es dauert nicht lange, bis jene sich ebenfalls beobachtet und verfolgt fühlt. Bald haben sich die Albträume auf alle Abkömmlinge der Familien ausgeweitet, Reid erweist sich als unschuldig, Kate erleidet zig Spinnenbisse und fällt ins Koma - es ist eindeutig etwas faul im Staate Massachusetts. Kann es sein, dass die fünfte Blutlinie damals doch nicht endete? Die Intensität der Kraft hinter den Aktionen weist darauf hin, dass die betreffende Person schon im Besitz des vollen Ausmaßes der Gabe ist, und ein heimlicher Blick in Chases Akte bringt zum Vorschein, dass er im Kindesalter adoptiert wurde und eigentlich einen anderen, ihnen bekannten Nachnamen trägt ...



"The Covenant" bewegt sich in nahezu allen Bereichen entlang der Kino/Videotheken-Trennlinie, was deutlich über die Kombination Harlin/Cardone hinausgeht. Im Prinzip handelt es sich um DTV-Material, welches aber mit genügend Talent (auf handwerklicher Ebene) angereichert wurde, dass sich das Ergebnis auch auf der großen Leinwand passabel ansehen lässt, sofern man sich auf ein Werk dieser Ausrichtung einlassen möchte. Ohne Pressevorführungen in einem traditionell qualitativen "cineastischen Dürremonat" (September) veröffentlicht sowie im Rahmen einer minimalen Werbekampagne unter falschem (Code-) Namen ("Full Power") an die Lichtspielhäuser ausgeliefert, sollte sich jeder, der zwei und zwei zusammenzählen kann, seine persönliche Anspruchsmesslatte angemessen hoch bzw. niedrig aufstellen können. Die kurzfristig ausgelegte Taktik des Hauses Sony ging auf: Der Film stieg auf Platz 1 der US-Charts ein und verschwand dann wieder relativ zügig aus den Top 10 - bei einem Budget von nur rund 20 Millionen Dollar keine schlechte Ausbeute, zumal von Anfang an klar war, dass das DVD-Geschäft die Haupteinnahmequelle darstellen würde.


J.S. Cardones Drehbuch ist unoriginell und schwach - eine zu einem unausgegorenen Brei vermengte Ansammlung diverser Horror-, Fantasy- und Geheimbund-Versatzstücke, was in einer Katastrophe resultiert wäre, hätte die Umsetzung nicht noch etliche der Kohlen aus dem Feuer geholt. Der Einstieg ist eine unübersehbare Hommage an Schumachers "The Lost Boys", der Rest reichert das "The Craft" entliehene Grundgerüst mit verschiedenen (mehr oder minder entfernten) Einflüssen aus Produktionen wie "The Skulls",Interner Link"Highlander", Interner Link"Scanners" und vielen anderen an. Man kann sich beinahe freuen, dass der deutsche Verleih nicht den Titel "Die Hexer von Ipswich" gewählt hat. Die erste Hälfte kommt fast völlig ohne Plot aus, was dank der straffen Inszenierung jedoch gut kaschiert wird, Erklärungen zu bestimmten Gegebenheiten werden verbal (aus den Dialogen heraus) eingebunden - und das, obgleich diese meist belanglos, unfreiwillig komisch oder zum Teil gar kläglich ausgefallen sind. Mein liebster "Kracher" erklingt während des Showdowns, als der Baddie zum Goodie meint: "I'm gonna make you my Wee-yatch!"
Allerdings gibt es ebenso einige Kerzen des Lichts in der inhaltlichen Dunkelheit, allen voran zwei verwobene Aussagen, die sich aus den Auswirkungen des Anwendens der Fähigkeiten ableiten lassen: Übermäßige Macht kann den Charakter korrumpieren und, wenn leichtsinnig ausgeübt, zu einer Suchtwirkung führen, sofern einem die damit verbundene Verantwortung aus dem Sinn gerät. Begleiterscheinungen (Glücksgefühl) und Folgen (körperlicher Abbau, beschleunigtes Altern) veranschaulichen die beabsichtigte Drogen-Metapher, selbst das Vokabular ist diesem Bestreben angeglichen. Okay, wer bei einer solchen Thematik auf die Logik achtet, gehört selbstredend ausgelacht und/oder geohrfeigt - nur sind die aufgezeigten sowie im "Book of Damnation" niedergeschriebenen Ursprünge und "Regeln" hier ziemlich schwammig geraten: Was genau beinhaltet dieses vererbte "Kräfte-Paket" eigentlich, wo befinden sich die Grenzen, welche Situationen lassen sich selbst so nicht meistern? Einen Frontalzusammenstoß mit einem LKW kann man unbeschadet überstehen, den Sturz von einem Motorrad hingegen weniger? Ärgerlich? Etwas - aber da wir die Grundsätze nicht kennen, scheidet ein Beleg des Patzers aus. Vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen dem Grad der Auswirkung und dem Faktor, ob man selbst Ziel einer übernatürlichen Einwirkung wird oder nicht - das würde es zumindest ansatzweise erklären. Egal, so können wir uns immerhin an coolen Sequenzen erfreuen, wie einen unliebsamen Zeitgenossen schlagartig zum Kotzen zu bringen, fiese "Darklings" (Dämonen) erscheinen zu lassen oder in einem Hummer von einer Steilklippe zu rasen.
Nüchtern betrachtet, mutet "The Covenant" eher wie ein äußerst hochwertig produzierter TV-Pilot für eine Serie á la Interner Link"Supernatural", Interner Link"Charmed" oder "Heroes" an: Die vorhandene Mythologie wird derart oberflächlich aufgearbeitet, dass sie noch eine Menge Material hergibt - per Rückblenden (von denen es hier übrigens keine einzige gibt) und einer besseren Herausentwicklung der Charaktere hätte man im Idealfall eine kompakte Mini-Serie konzipieren können. Wieso fällt mir dabei nur unweigerlich ein, dass Sony für einen regen Output an DTV-Sequels bekannt ist ...?


Die Besetzung fügt sich nahtlos in das allgemeine Motto des Films ein: Optik ist alles. Das führt dazu, dass die Jungs im Grunde Calvin Klein Models und die Mädels Schönheiten aus der "O.C., California"-Welt entsprechen. Alle sehen toll aus, entkleiden sich öftermals, um ihre makellosen Körper freizulegen - und sind absolut austauschbar. Steven Strait ("Undiscovered", "Sky High"), eine Kreuzung aus Josh Hartnett und James Franco, verbringt die meiste Zeit damit, der nette, unangefochtene "Good Guy" zu sein, was mir persönlich nicht kantig genug war, Toby Hemingways ("The Feast of Love") Part war da eine willkommene Abwechslung, Chase Crawford ("Long Lost Son") und Taylor Kitsch (Interner Link"Snakes on a Plane") haben kaum was zu leisten, Sebastian Stan ("The Architect") verbleibt als Villain genauso blass wie seine Co-Stars, neigt bloß gelegentlich zum "Over-Acting". Erwachsene spielen nahezu keine Rolle - einzig Wendy Crewson (Interner Link"The 6th Day") hinterlässt einen flüchtigen, gewohnt positiven Eindruck. Die Mädels, u.a. Jessica Lucas ("She's the Man"), sind allesamt sehr attraktiv - das reicht sozusagen aus, ihre Aufgaben zu erfüllen. Nur Laura Ramsey ("Venom", "Cruel World"), die ich schon länger im Auge behalte, ragt heraus: Sie hat eine Ausstrahlung, die jeden Jungen dahinschmelzen lässt, was ihre mäßige Leistung annähernd in Vergessenheit drängt. Mag sein, dass sie im richtigen Leben eine Zicke und Schlange ist, sofern es nach ihrem Auftritt im Reality-Flick "The Real Cancun" geht, hier ist sie jedenfalls zuckersüß. Die (maximal) zweidimensionalen Figuren teilen sich in getrennte Kategorien auf: Lässige, Testosteron-getränkte Männer sowie sich an deren starke Schultern anschmiegende Mädels, die es zu beschützen gilt. In dieser Hinsicht kommen beide im Publikum sitzende Geschlechter auf ihre Kosten. Man hat sich sichtbar Mühe gegeben, dem Werk einen sexy Touch zu verleihen - und das (jeweils) erfolgreich, denn die Girls unterhalten sich gern in nicht mehr als Unterwäsche auf ihrem Zimmer, die Guys tragen beim Schwimmen selbstverständlich nur knappe Badehosen. Sarah wird ausführlich beim Duschen gezeigt, unter dem gelüpften Minirock einer formschönen Dame lässt sich weder Höschen noch Tanga entdecken (im Gegensatz zu der harmloseren Version jener Szene im Trailer), Einblicke in den Umkleideraum der Herren werden gewährt. David DeCoteau wäre stolz. Außerdem ist es eine wahre Freude, Sarah (bzw Laura) beim "Dirty Dancing" zuzusehen ...



Was den Film vor dem Absturz rettet, ist Renny Harlins gewohnt ungeniert (konsequent) voranpreschende, sich nicht groß um Subtilität und/oder Plausibilität scherende Inszenierungsweise, welche Logiklöcher geradezu links liegen lässt bzw. diese förmlich mit Eye-Candy aufzufüllen gedenkt - ein aus Interner Link"Deep Blue Sea", "Driven" oder Interner Link"Mindhunters" bekanntes Vorgehen. Vorliegend kombiniert er seine in unterschiedlichen Genres gesammelten Erfahrungen (Interner Link"Nightmare 4", Interner Link"Exorcist 4", Interner Link"Die Hard 2", Interner Link"Cliffhanger") zu einer Action-reichen übernatürlichen Mischung, die anschaulich die Handschrift ihres Schöpfers trägt: Beginnend bei einer rasanten Verfolgungsjagd durch den nächtlichen Wald ... über diverse Fights sowie Interner Link"Underworld"-ähnliche Sprünge von Klippen und Gebäuden ... bis hin zu einem explosiven Wire-Work-Finale im Regen - alles unterlegt mit einem laut rockenden Soundtrack. Hochwertige Optik (kalte, bläuliche Töne), gute Kameraarbeit, hübsch anzusehende Sets im klassisch modernen Gothic-Look (Architektur, Inneneinrichtungen), eine schicke Ausstattung (Cabrios, Motorräder) und fast schon zu bemüht atmosphärisch wirkende Arrangements, wie allgegenwärtige Nebelschwaden, Gewitter, Vollmond, dunkle Wälder sowie menschenleere, spärlich beleuchtete Flure - es sieht insgesamt verdammt cool aus, aber intensiv stimmig ist es nicht.
Die F/X sind keineswegs perfekt, allerdings uneingeschränkt in Ordnung, besonders wenn man sich die Budgethöhe ins Gedächtnis ruft - erstaunlich zurückhaltend eingesetzt, werden sie darüber hinaus nie überreizt. Zwar eindeutig als CGIs auszumachen, punkten sie hauptsächlich aufgrund ihrer Kreativität: Eine Einstellung, in welcher ein Fahrzeug bei einem Unfall in seine Einzelteile zerlegt wird und sich im Anschluss inmitten der fließenden Bewegung wieder zusammensetzt, muss man gesehen haben, genauso wie eine creepy Szene, in der eine Spinne in eine Gesichtsöffnung eines Mädchens eindringt, unter ihrer Haut Eier ablegt sowie diese kurz danach gar schlüpfen - und dann das Finale, dass man mit "Matrix" meets Interner Link"X-Men" meets Interner Link"Donnie Darko" meets Interner Link"Streetfighter" umschreiben könnte, bei dem Renny nochmal alles gibt. Unsinn pur - jedoch wird man bei Laune gehalten. Ich behaupte nicht, dass die ganzen Schwachstellen (eine kleine Länge an der 60-Minuten-Marke, die Story und Darsteller, das Fehlen echter Spannung, ein zu ernster Grundton etc.) vernachlässigt werden könnten - nein, nur sollte man bei Werken dieser Art, zu denen ich etwa auch "Ultraviolet" oder das vereinte Paul WS Anderson-Oeuvre zähle, alle Rahmenbedingungen berücksichtigen und sich damit abfinden, nichts weiter als dumme, ansprechend bebilderte Unterhaltung präsentiert zu bekommen, die einem akzeptabel die Zeit vertreibt.


"To save the future, they must battle their past."

Die DVD aus dem Hause Sony Pictures bietet uns einen erstaunlich guten Transfer mit einer überwiegend guten Bildschärfe und einer überraschend hohen Bitrate von knapp 7 MBit/sek. Die Kompression ist dementsprechend gut ausgefallen und bietet nur selten leichtes Blockrauschen bzw. Artefaktebildung. Stiltechnisch wurde hierbei vom Regisseur eine Menge verfremdet und so bekommen wir durchweg eine sehr kühle Farbpalette spendiert mit meist grünlichen oder blaustichigen Tönen. Wenn die Stilmittel dann mal etwas "dezenter" eingesetzt werden, dürfen wir uns über satte und kräftige Farben freuen. Der Kontrast wurde absichtlich etwas steil gewählt, was vor allem in weißen Flächen zur Geltung kommt, die Atmosphäre des Films aber unterstützen soll. Da sich "Der Pakt" meist im Dunklen abspielt dürfen wir uns über eine stets hervorragende Detailwiedergabe und einen ebenso hervorragenden Schwarzwert freuen, der nie zu Lasten der Farbfilter geht. Die Schärfe überzeugt mit satten und scharfen Konturen, die den Transfer stets sehr plastisch erscheinen lassen und nur durch die eingesetzten Rauschfilter hin und wieder etwas ausfransen. Auch die Detailschärfe ist recht gut, könnte allerdings etwas besser sein, weshalb wird dem Bild auch nur fünf von sechs möglichen Punkten geben.
Auch der 5.1-Mix darf uns überzeugen, erreicht aber ebenfalls nur gute fünf Punkte. Die Effektkanäle werden über die meiste Zeit hervorragend für Umgebungsgeräusche und Score genutzt. Zudem wirkt das gesamte Klangbild sehr weiträumig und offen, überzeugt zudem mit einer guten bis sehr guten Hochtonwiedergabe. In den nötigen Momenten bringen sich die Effekte perfekt in das Geschehen ein, lassen jedoch deutlich an Druck und Dynamik missen. Das ist auch der Grund, weshalb wir keine 6 Punkte vergeben können. Gerade Dynamik- und Bassbereich hätten wir uns wuchtiger gewünscht und so bleibt der erhoffte markerschütternde Effekt in den Actionszenen leider aus. Der englische 5.1-Mix unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant und bietet lediglich eine etwas lautere Front und natürlicher wirkende Stimmen. Optional lassen sich unter anderem deutsche Untertitel hinzuschalten. Das Bonusmaterial ist hierbei leider etwas mager ausgefallen und bietet uns lediglich ein 19minütiges Making of, welches sehr werbelastig ausgefallen ist, eine Sony Pictures-Trailershow und ein interessanter Audiokommentar mit dem Regisseur, welcher optional deutsch untertitelbar ist. Der Trailer zum Film fehlt hier leider, dafür ist das DVD-Menü ansprechend gestaltet worden.

"Only the power of hell can help them."

"The Covenant" entspricht einem visuell appetitlich hergerichteten, filmischen "Fast Food"-Menü, welches aus kaum mehr als attraktiven Menschen, flashy Effekten und coolen Einstellungen besteht. Das angestrebte Ziel, nämlich ein kurzweiliges Beköstigen des jungen Publikums, wird erreicht - und das, obwohl diese Intention das Opfern einer gehaltvollen Geschichte billigend in Kauf nimmt. Klar ist der Streifen anspruchslos und banal - aber er gibt wenigstens zu keiner Sekunde vor, mehr sein zu wollen. Die DVD überzeugt durch eine nahezu perfekte Bild- und Tonqualität, trübt den Gesamteindruck aber durch das Fehlen "spannender" Extras. Für Heimkinofans sicherlich eine lohnende Anschaffung, obgleich man beim Titel selbst wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird.


Film+++---
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++----


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Der Pakt - The Covenant
News"The Covenant" - Erste Bilder online
"Der Pakt - The Covenant" ab Donnerstag im Kino
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