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USA 2007
Originaltitel:Hitcher, The
Länge:80:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Dave Meyers
Buch:Eric Red, Jake Wade Wall, Eric Bernt
Kamera:Steve Jablonsky
Musik:James Hawkinson
SFX:K.N.B Effects Group
Darsteller:Sean Bean, Sophia Bush, Zachary Knighton, Neal McDonough, Danny Bolero, Damon Carney, Lauren Cohn, Kyle Davis, Michael J. Fisher, Jeffrey Hutchinson, Yara Martinez, Kit McGuire
Vertrieb:Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:Steelbook
DVD-Start:23.07.2007 (Verleih) / 23.07.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 1:
  • Kinotrailer (1:25 Min.)
  • Trailershow:
    • Turistas (1:45 Min.)
    • Hannibal Rising (1:38 Min.)
    • Marvel's Man Thing (1:29 Min.)
    • Secuestro Express (1:22 Min.)
    • Thr3e-Gleich bist du tot (1:23 Min.)
    • Open Water 2 (1:46 Min.)
    • The Descent (1:02 Min.)
DVD 2:
  • The Making of (10:53 Min.)
  • A Good Day to Die (13:09 Min.)
  • Road Kill:Crashing Cars (10:01 Min.)
  • 8 Deleted Scenes:
    • Ryder Reveal (1:32 Min.)
    • Jail Cell (4:06 Min.)
    • Motel 1 (5:06 Min.)
    • Motel 2 (4:08 Min.)
    • Motel 3 (1:33 Min.)
    • Motel 4 (2:27 Min.)
    • Jim Death (0:36 Min.)
    • Beating (3:50 Min.)
  • Breaking News (4:36 Min.)
  • Bio- und Filmografien:
    • Das Original
    • Sean Bean (John Ryder)
    • Zach Knighton (Jim Halsey)
    • Sophia Bush (Grace Andrews)
Es regnet in Strömen, als das Studentenpaar Grace (Sophia Bush) und Jim (Zachary Knighton) mit dem Auto auf dem Weg in den Semesterurlaub ist. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts eine dunkle Gestalt (Sean Bean) im Scheinwerferlicht direkt vor ihrem Auto auf. Der Wagen schleudert, Grace gerät in Panik und aus Angst vor dem unheimlichen Anhalter, der noch immer mitten auf der Straße steht, gibt Jim Gas. Doch schon beim nächsten Tankstopp lauert ihnen der mysteriöse Unbekannte erneut auf. Ein blutiger Albtraum wird wahr ...
"Never pick up strangers."

Gerade einmal 20 Jahre ist es her, als der perfide und psychologisch erstaunlich ausgefeilte Horrorthriller Interner Link"The Hitcher" in Gestalt eines Spätwesterns die Kinos unsicher machte. Und nicht nur diese: Fortan hatten es Tramper merklich schwer, eine Mitfahrgelegenheit auftreiben zu können, denn ganz so wie Spielbergs Interner Link"Jaws" einst für leergefegte Badestrände sorgte, bestätigte Robert Harmons Film den zwiespältigen Ruf des Anhalters mit Nachdruck und hatte selbigen Effekt auf die weiten Landstraßen in den USA - zumindest für den einen oder anderen. Schwarzer Humor und eine milde Auflösung wie in Roald Dahls Kurzgeschichte "The Hitch-hiker" hatten im Drehbuch des jungen Eric Red keinen Platz mehr, Interner Link"The Hitcher" funktionierte als kompromissloses Terrorkino, das sich ganz auf seine Basics berief.


Neben Ridley Scotts Interner Link"Blade Runner" assoziiert man kaum eine Rolle so sehr mit Rutger Hauer, wie die des dämonischen Highway-Killers und Bad Guy-Prototypen John Ryder. In der Neuauflage des Stoffes aus dem Hause Platinum Dunes, die jedes Quartal einen weiteren unerfahrenen Videoclip-Regisseur aus dem Hut zu ziehen scheinen, der dann entsprechende Remakes solch berühmt-berüchtigter Filme wie Interner Link"The Texas Chainsaw Massacre" (2003) oder Interner Link"The Amityville Horror" (2005) anfertigen darf, soll nun Sean Bean (Interner Link"The Dark") den Part des grimmigen Meuchelmörders mimen. Das macht er allerdings nicht besonders spielfreudig, die rüde Bedrohung seines Vorbildes erreicht er nur mit Mühe für wenige Augenblicke. Da erstaunt es auch kaum, dass ihm die Rolle kurzfristig zwischen zwei Projekten angeboten wurde und als schmerzlose Finanzspritze wohl gerade recht kam.



An der Geschichte hat sich währenddessen nicht viel getan. Das Studentenpärchen Grace (Sophia Bush) und Jim (Zachary Knighton) befindet sich auf der Durchfahrt in die Semesterferien, als sie im strömenden Regen einen freundlichen Mann auflesen. Nach etwas Smalltalk ist die Sache klar: Der nette Herr erweist sich als Boogey Man der staubigen Wüste und bedroht die Kids schließlich mit einem Messer. Zwar können die beiden ihn aus dem Auto werfen, doch war dieser Zwischenfall erst der Anfang einer alptraumhaften und überaus blutigen Highway-Odyssee, die keine Gnade kennt.


"She's a good looking girl ... how long have you been fucking her?" - John Ryder

"The Hitcher" ist reißerisch und alles andere als geschwätzig, das hat er mit seinem Interner LinkOriginal gemein. Doch hält er sich insgesamt eng an die Vorlage, weicht er ausgerechnet in dessen Personenkonstellation ab und führt den Kontext ad absurdum. Denn aus dem einstigen Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hauer und Howell, also dem Kampf gut gegen böse, Mann gegen Junge, entwickelt sich in Regisseur Dave Meyers' Version ein simpler Racheakt. Nicht der junge Jim, sondern dessen Freundin Grace wird nun zur Kämpferin erklärt und muss sich schließlich ihrem Widersacher stellen, während der Freund das Schauspiel hilflos zwischen zwei Trucks gefesselt mit ansehen muss (und dieses Mal übrigens in Großaufnahme zerteilt wird).



Wir erinnern uns: 1986 war es genau umgekehrt, dort beförderte der wahnsinnige Hauer die junge Jennifer Jason Leigh ins Jenseits, um sich seiner Konkurrentin zu entledigen. Die Antwort darauf gab Drehbuchautor Red später selbst - wie die Kritik schon mutmaßte, war Interner Link"The Hitcher" ein Film, dessen homosexueller Unterton in jedem Moment spürbar war. Der Highway-Killer war nicht viel mehr als ein sexuell konnotierter Fremder, der seine schwule Orientierung mit hilfloser Gewalt zu bändigen versuchte. Das Duell der beiden Hauptdarsteller war diesbezüglich mit derartig vielen Anspielungen geschwängert, dass Interner Link"The Hitcher" zu einem der unterschwellig erotischsten Filme der 80er avancierte (man denke auch an Reds nachfolgende Arbeit Interner Link"Near Dark").
Dass Hauer die Freundin seines (vermeintlichen) Rivalen tötete, war also ein konsequenter, radikaler Schritt, der durch den Rollentausch im Remake natürlich keine Bedeutung mehr hat (obwohl die Figuren denselben Unterbau spendiert bekommen, wenn das Pärchen beispielsweise über zukünftige Kinder sinniert). So gesehen ist Meyers' Kinodebüt zwar ein stringenter und kurzweiliger Thriller, der doppelte Boden fehlt ihm jedoch gänzlich und lässt auf unzureichendes Verständnis gegenüber der Vorlage schließen. Damit wiederum gesellt er sich problemlos zu den anderen Platinum Dunes-Produktionen, die sich ebenfalls nur auf die oberflächlichen Reize ihrer Originale stützten. Als schicker, gestylter Highway-Horror macht der neue "The Hitcher" sicherlich eine ganz passable Figur. Mehr aber auch nicht.


"You scream like a little bitch!" - John Ryder

Kommen wir nun zu DVD-Edition aus dem Hause Universum Film. Der anamorphe Widescreen-Transfer ist wechselhaft ausgefallen, was sich vor allem im Schärfeverhalten zeigt, welches durch die eingesetzten Rauschfilter stark beeinträchtigt wird. So wirkt das Bild oftmals schwammig und etwas zu unscharf, in anderen Sequenzen wiederum bekommen wir es mit einem äußerst knackigen Transfer zu tun, bei welchem wir von einer wirklich guten Schärfe sprechen können. Insgesamt bleibt die Schärfe aber nur auf einen durchschnittlichen Niveau. Die Farben wurden thematisch verfremdet und erstrahlen in einem bräunlichen Look, passend zur Wüstenatmosphäre. Der Kontrast wurde dabei sehr hart und teilweise steil gewählt. Zwar überstrahlen helle Flächen nur geringfügig, dafür werden leider viel zu viele der nötigen Details in dunklen Szenen verschluckt. Dafür liefert der Schwarzwert ein durchweg gutes Ergebnis und der gesamte Transfer wirkt ausgesprochen ruhig und ist frei von Verschmutzungen jeglicher Art. Selbst die Kompression arbeit stets unauffällig und Blockbildung ist nahezu kein Thema.


Es ist selten, dass dem deutschen Käufer neben einer deutschen DTS-Spur gleichzeitig eine englische spendiert wird und so bekommen wir vier Tonspuren geboten, die sich wirklich hören lassen können. Zwar spielen sie sich überwiegend in der Front ab, sind in den Stimmen eine Spur zu dezent, aber zwischenzeitlich setzt man auf brachiale Effektschübe, welche sich dann auch hören lassen können. Und so bekommen wir neben den typischen, stets gut platzierten Umgebungsgeräuschen und Scoreeinsätzen eine Vielzahl direktionaler Effekte spendiert, welche von vorbeifahrenden Autos bis hin zu druckvollen Soundgewittern alles zu bieten haben, was man sich von einem Thriller erhofft. Auch der Subwoofer darf in den richtigen Momenten einen druckvollen Eindruck hinterlassen und würde sich das Klangbild in ruhigeren Momenten etwas mehr aus der Front lösen und im Dynamikbereich etwas effizienter arbeiten, könnte man durchaus die volle Punktzahl verteilen. Beide 5.1-Spuren unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander und auch die DTS-Track klingen nahezu identisch, heben sich dennoch positiv von ihren stärker komprimierten 5.1-Pendants ab. Die DTS-Spuren wirken hörbar lauter und etwas weiträumiger. Optional lassen sich deutsche, sowie englische Untertitel hinzuschalten.


Die Extras wurden auf zwei DVDs aufgeteilt, wobei sich auf der Hauptfilm-DVD lediglich der Kinotrailer und eine Trailershow befindet. Auf der Extra-Disc gibt es ein 11minütiges, leider sehr werbelastiges Making of, sowie 8 Deleted Scenes mit alternativen, teilweise härteren Einstellungen, sowie erweiterten Szenen und einem alternativen Ende. Unter "Breaking News" finden wir einen fiktive Nachrichtensendung in der es um die Morde des Hitchers geht.
Weiterhin gibt es noch Bio- und Filmografien, sowie das 10minütige Featurette "Road Kill", bei dem wir der Massenkarambolage am Ende des Film beiwohnen können und anhand von B-Roll-Material und Interviewblöcke einen kurzweiligen Einblick in diese Autostunts bekommen. Last but not least bleibt noch "A Good Day To Die", ein 13minütiges Featurette, bei dem wir Hauptdarsteller Zachary Knighton bei einem Drehtag beobachten darf. Angefangen vom morgentlichen aus dem Bett Schmeißen, bis hin zu seiner großen Szenen und den darauf folgende Spezialeffekten. Hier ist es wichtig dieses Featurette erst nach der Sichtung des Film durchzuschauen, da man sonst sehr stark gespoilert wird. Alles Extras wurden mit deutschen Untertiteln versehen.


Technisch bietet Universum Film uns eine gute Umsetzung, wobei wir uns eine etwas standhaftere Bildqualität gewünscht hätten. Die Extras sind leider nicht sonderlich umfangreich, aber sehenswert. Jedoch glauben wir, dass der Begriff "Deluxe Edition" etwas weit her geholt ist, auch wenn diese Edition in einem edlen Steelbook erscheint. Dafür handelt es sich hierbei aber um die völlig unzensierte Fassung.
Achtung: Es gibt noch eine gekürzte 16er Version im Standard KeepCase und als Single-Disc.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus+++---


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