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UK, RU, USA 2006
Originaltitel:Pumpkinhead: Ashes to Ashes
Alternativtitel:Pumpkinhead 3
aka. Pumpkinhead III
Länge:90:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jake West
Buch:Barbara Werner, John Werner, Jake West
Kamera:Erik Wilson (als Erik Alexander Wilson)
Musik:Rob Lord
SFX:Daniel Parvulescu
Darsteller:Doug Bradley, Douglas Roberts, Lisa McAllister, Tess Panzer, Emanuel Parvu, ,Ioana Ginghina, Lance Henriksen, Radu Iacobian, Catalin Paraschiv, Dan Astileanu, Dicu Aurel, Julian Glita
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:03.04.2007 (Verleih) / 08.05.2007 (Kauf)
Specials:
  • Trailershow:
    • Der Pakt - The Covenant (2:00 Min.)
    • Demnächst auf Blu-ray (1:14 Min.)
    • Casino Royale (1:25 Min.)
    • Spider-Man 3 (2:23 Min.)
    • Attack Force (0:37 Min.)
Im Hinterwald des amerikanischen Südens stehlen und verschachern die Mitarbeiter eines Krematoriums unter der Führung des unzufriedenen Doc Frasier Organe und Körperteile von Verstorbenen. So manchen, der ihnen auf die Schliche kommt, bringen sie dafür um. Als sie sich am Sohn von Molly Sue vergreifen, sucht die Mutter Rat und Rache bei der lokalen Amateurokkultistin. Die beschwört den Redneck-Dämon Pumpkinhead, doch jener kümmert sich beileibe nicht nur um akut Schuldige.
"He threw their loved ones into a swamp. Now they want revenge ..."

13 Jahre ist es nun her, dass Jeff Burr mit seinem Sequel Interner Link"Pumpkinhead 2 - Bloodwings" dem Kürbiskopfmonster eine frühzeitige Rente bescherte. Doch das Franchise ums "Halloween Monster" klang all die Jahre nicht ab und nachdem es Pumpkinhead auch als Movie Maniac-Figur zu erwerben gab, besorgten sich nun auch jüngere Semester den ersten Teil, mieden den ohnehin kaum erhältlichen Teil 2 und hofften auf einen weiteren Film mit der Kürbisfratze, welche einst von Stan Winstons Effektschmiede kreiert wurde. In den letzten Jahren wurden die Gerüchte um einen möglichen dritten und sogar vierten Teil, die "back to back" gedreht werden sollten, immer lauter. Doch nach dem schwachen Sequel in den 90er Jahren war sich niemand mehr so sicher, ob zwei weitere Teile die Serie wieder aufleben lassen könnten und es schaffen würden, der Serie neue Aspekte zu verleihen. Oder ob das ganze, wie damals die Fortsetzung, nur einfallslos und plump daher kommt - hauptsache, das Studio verdient sich dabei eine goldene Nase. Genug Potenzial hatte "Pumpkinhead" schon immer, aber es wurde selbst beim großartigen ersten Teil nie so wirklich ausgeschöpft.



Nun, 13 Jahre später, verpflichtet man Jake West als Regisseur von "Pumpkinhead: Ashes to Ashes", der das "Halloween Monster" für eine neue Generation von Horrorfans vorbereiten sollte. West konnte zuvor in Interner Link"Evil Aliens" eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass man nicht viel Geld benötigt, um einen witzigen und äußerst blutigen Film zu inszenieren. Auch bei dieser DTV-Produktion zeigt uns West, dass ein TV-Film durchaus hochwertiger aussehen darf, als man es zuletzt immer wieder in lächerlichen DTV-Flicks wie z.B. Interner Link"Angriff des Säbelzahn-Tigers" gesehen hat. Weit entfernt vom üblichen Niveau dieser Produktionen weiß Jake West ganz genau, wie man einen "Pumpkinhead"-Film in Szene setzt. Er trotzt dabei allen Logiklöchern, welche in den 90 Minuten entstehen und sorgt für eine stimmige, düstere und teilweise recht blutige Auferstehung des Kürbismonsters. Den zweiten Teil ignorierend, darf "Ashes to Ashes" als Weiterführung der Geschichte aus dem ersten Teil gesehen werden und der damalige Hauptdarsteller Lance Henriksen bekommt hierbei sogar einen tollen Gastauftritt als nicht ruhender Geist, der vor einer erneuten Auferstehung des Rachedämons warnt. Doch allen Warnungen zum Trotz tötet der Dorfarzt, gespielt von Doug Bradley (Interner Link"Hellraiser"), klammheimlich immer mehr Menschen, um deren ihre Organe zu entnehmen (seit wann schneidet man die Bauchdecke auf, um an die Nieren zu kommen?). Doch diesmal suchen gleich mehrere Dorfbewohner die alte Hexe im Wald auf und beschwören Pumpkinhead herbei.



Bei der Wiedergeburt des Dämons, bekommt man schon eine Gänsehaut und wenn das Ungetüm plötzlich auf die Jagd geht, fühlt man sich schnell wieder in die 80er Jahre versetzt. Die unheilvolle Präsenz wurde bewahrt und man entschied sich abermals für ein Latexmonster und dämmte somit die größte Angst der Fans, ein CGI-Monster vorgesetzt zu bekommen, weitgehend ein. Doch ganz ohne CGI kommt auch ein Pumpkinhead im Jahre 2007 nicht aus und so wurde er immer dann komplett animiert, wenn er in Weitwinkelaufnahmen einen Kirchturm oder Häuserwände hochklettern muss. Auch sein Schwanz, den er wie ein Alien als Waffe benutzt, wurde animiert. Leider raubt das dem Film etwas an Atmosphäre und schaut nicht wirklich gut aus.
Dafür verzichtet West auf animiertes CGI-Blut, wie er es damals noch in "Evil Aliens" benutzte. Hier darf echtes Kunstblut fließen, die Maske der Hexe ist schön überzogen und auch so gaben sich die Special Effects- und Make-Up-Künstler sichtlich viel Mühe. Sogar das Setdesign ist sehr stimmig und mit viel Liebe zum Detail entstanden. Da stören die vielen Handlungslücken und Ungereimtheiten in der Geschichte schließlich auch nicht mehr, obgleich man beim Schreiben des Drehbuchs vielleicht etwas mehr auf eine zumindest logische Entwicklung der Charaktere hätte Wert legen können. Denn auch wenn alle Beteiligten, vornweg Lance Henriksen und Doug Bradley, sichtlich viel Spaß beim Dreh hatten, hätte man deren Charaktere und Dialoge etwas verfeinern können, um schlussendlich auch die Qualität des ganzen Filmes etwas anzuheben.


Doch nichts destotrotz ist "Pumpkinhead 3" um einiges besser als der zweite Teil und hat einen sehr hohen Unterhaltungswert, obgleich auch hier nicht das Potenzial der Idee ausgeschöpft wird. Doch Jake West bringt das legendäre "Halloween Monster" mit viel Würde zurück auf die heimische Kinoanlage und ebnet ihm somit den Weg ins 21. Jahrhundert. Hier haben wir den Beweis, dass die Welt immer noch sehr gut ohne CGI-Monster auskommt und der Horror- und Monsterfilm sich auch mit einem Kännchen Blut und etwas Latex zufrieden gibt.
Die Frage ist jetzt nur, ob ein vierter Teil, der zudem von Michael Hurst (Interner Link"House of Dead 2") inszeniert wird, dem Mythos nicht eher schadet als in neu aufleben zu lassen. Ein weiteren Flop wird unser liebes Kürbiskopfmonster nur schwerlich verkraften können und sollte Hurst das generalüberholte Boot zum Kentern bringen, wird das Latexmonster wohl für ewig in der Mottenkiste verschwinden. Und das wollen wir doch nicht hoffen, oder ...?

"But when a demon does their dirty work, it comes at a price."

Leider spendiert man uns seitens Sony Pictures keinerlei Bonusmaterial auf der DVD und das DVD-Menü muss sich mit einem einfachen Standbild zufrieden geben. Dafür ist "Pumpkinhead 3" aber trotz Freigabe ab 16 und einigen blutigen SFX völlig unzensiert und liegt uns im Originalbildformat in ordentlicher Qualität vor. Stil bedingt wurden die kräftigen Farben etwas verfremdet, so dass das Bild teilweise sehr erdig und warm wirkt oder aber sehr kühl mit der Tendenz ins Bläuliche. Der Kontrast arbeitet sehr sauber und offenbart sogar in dunklen Szenen alle nötigen Details und der überwiegend gute bis sehr gute Schwarzwert sorgt dafür, dass der Transfer sehr plastisch wirkt. Jedoch fällt in hellen Flächen der Kontrast, wahrscheinlich gewollt, sehr steil aus und neigt zu leichten Überstrahlungen. Die Schärfe befindet sich auf einem angenehmen Niveau, zeichnet die Konturen meist recht sauber, lässt dabei aber Tiefe missen. Die Detailschärfe leidet deutlich unter den eingesetzten Rauschfilter, wodurch das Bild sehr weich erscheint und sogar Nahaufnahmen wirken niemals wirklich detailliert. Dafür ist der Transfer nahezu frei von Rauschen, offenbart aber einige stehende Rauschmuster und zieht in Kameraschwenks etwas nach.
Ansonsten ist der Transfer frei von Schmutz und die Kompressionen arbeiten bis auf dezentes, hin und wider auftauchendes Blockrauschen sehr sauber.
Große Unterschiede zwischen deutschen und englischen 5.1-Mix sind nicht auszumachen. Überwiegend sehr Front dominant, werden die Effektkanäle meist nur für den Score genutzt. Selbst Umgebungsgeräusche bleiben meist in den vorderen Kanälen kleben und es verirren sich kaum richtige Effekte in die Rears, wodurch Schockmomente zwar durch den Score gut unterschützt werden und für etwas Räumlichkeit sorgen, insgesamt aber weit hinter unseren Erwartungen zurückbleiben. Man nutzt keine der vielen Gelegenheiten, um durch den Einsatz direktionaler Effekte ein Mittendrin-Gefühl zu erzeugen und so bleibt eigentlich nur ein positiver Aspekt, nämlich die sehr laute und gut verständliche Front und deren Dialogwiedergabe, wobei es hier an Dynamik und auch Bass fehlt. Der englische Mix klingt entsprechend natürlicher, was vor allem bei den Dialogen und den Umgebungsgeräuschen auffällt, welche viel klarer und natürlicher wirken, aber auch hier wird uns direktional nicht wirklich etwas geboten. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel zum hinzuschalten.



"Pumpkinhead: Ashes to Ashes" ist wahrlich kein Meisterwerk, aber nach dem Original der bisher beste Teil der Reihe, bei dem sowohl die Atmosphäre als auch Optik stimmt. Inhaltlich hätte man vielleicht mal etwas tiefer graben sollen und so bleibt das ganze Story technisch auf 08/15-Niveau. Jake West beweist aber, dass er ein totgeglaubtes Monster fürs DTV reanimieren kann, ohne den Film dabei wirklich nach Fernsehen aussehen zu lassen. "Pumpkinhead 3" bietet genügend Härte, Atmosphäre und Spannung, um sein Publikum 90 Minuten gut zu unterhalten und das ist schon einmal die halbe Miete. Da trüben die paar schlechten CGI-Effekte, sowie die vielen Logiklöcher den Sehspaß nur sekundär. Wenn man sich drauf einlässt, wird man nicht enttäuscht werden.
Von der DVD hätte wir uns zumindest in puncto Bonusmaterial etwas mehr erhofft als eine Hand voll Trailer, dafür geht die Bildqualität weitgehend in Ordnung. Beim Ton hätte man sich aber etwas mehr Mühe geben können.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
Pumpkinhead
Pumpkinhead
Pumpkinhead: Blutfehde
News"Pumpkinhead: Asche zu Asche" ab April auf DVD
"Pumpkinhead"-Sequel III & IV in Planung
Erste Bilder von "Pumpkinhead 3" online
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