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USA 1998
Originaltitel:Wild Things
Alternativtitel:wildthings
aka. Sex Crimes
Länge:103:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John McNaughton
Buch:Stephen Peters
Kamera:Jeffrey L. Kimball
Musik:George S. Clinton
SFX:Durk Tyndall
Darsteller:Kevin Bacon, Matt Dillon, Neve Campbell, Theresa Russell, Denise Richards, Daphne Rubin-Vega, Robert Wagner, Bill Murray, Carrie Snodgress, Jeff Perry, Cory Pendergast, Marc Macaulay, Toi Svane, Dennis Neal, Diane Adams
Vertrieb:Constantin Film / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:02.11.2006 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar mit dem Regisseur
  • Making of (21:47 Min.)
  • Outtakes (1:35 Min.)
  • Featurette (4:16 Min.)
  • Interviews:
    • Kevin Bacon (2:04 Min.)
    • Matt Dillon (0:52 Min.)
    • Neve Campbell (1:31 Min.)
    • Denise Richards (1:06 Min.)
    • Bill Murray (1:03 Min.)
    • John McNaughton (1:16 Min.)
    • George S. Clinton (1:57 Min.)
  • Blick hinter die Kulissen (9:18 Min.)
  • Blick ins Musikstudio (3:14 Min.)
  • Darstellerinfos (jeweils 1 Seite):
    • Kevin Bacon (
    • Matt Dillon
    • Neve Campbell
    • Denise Richards
    • Bill Murray
  • DVD-Tipp: "Mord im Pfarrhaus" (2:21 Mn.)
  • Der besondere Filmtipp: "The Grudge 2" (2:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Ask the Dust (2:20 Min.)
    • Grandma's Boy (2:13 Min.)
    • Der scharlachrote Buchstabe (3:00 Min.)
    • Basic Instinct 2 (2:12 Min.)
    • Aus nächster Nähe (2:41 Min.)
    • Do you like Hitchcock? (1:30 Mn.)
    • Der Mann der die Sterne macht (1:47 Min.)
    • Les Misérable (1:28 Min.)
Hat der Lehrer Sam Lombardo seine Schülerin Kelly Van Ryan vergewaltigt? Oder will sich eine verwöhnte Göre rächen, weil er sie abgewiesen hat? Detective Duquette beginnt widerwillig zu ermitteln und stößt dabei auf das kiffende Hippiegirl Suzie, das Lombardo bald ebenfalls beschuldigt. Was zunächst wie ein intrigantes Spiel zweier berechnender Girlies aussieht, entpuppt sich bald als mörderischer Plan voller Gier, Neid und Lügen, bei dem niemand, wirklich niemand das ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint ...
"They're dying to play with you"

Nicht zu Unrecht genießt "Wild Things" einen guten Ruf, der ihm immerhin auch zwei völlig unsinnige und überflüssige, weil genau dem selben Schema folgende Fortsetzungen einbrachte. Das Potential des von Stephen Peters ("The Fourth War", "The Wolves") erdachten Plot um Intrigen, Sex, viel Geld und haufenweise doppelt spielender Figuren schöpft Regisseur John McNaughton (Interner Link"Henry: Portrait of a Serial Killer", "Mad Dog and Glory") jedenfalls voll aus und verpackt ihn in eine traumhafte Hochglanzoptik, die jemand verantwortet, der sich damit auskennt. Kameramann Jeffrey L. Kimball durfte viermal unter Tony Scott (Interner Link"Top Gun", "Man on Fire") die Optik polieren.


Angesiedelt im schwülen Florida, nahe der Everglades, entfaltet sich ein Thriller, der kaum wendungsreicher sein könnte. Vertrauenslehrer Sam Lombardo (Matt Dillon, Interner Link"There's Something About Mary", Interner Link"Crash") lässt für einen guten Zweck seinen Jeep, wie jedes Jahr, von zwei Schülerinnen der Abschlussklasse waschen. Als er einen Tag später bezichtigt wird die schwerreiche Chloe (Denise Richards, Interner Link"Starship Troopers", Interner Link"The World Is Not Enough") vergewaltigt zu haben, weiß er nicht wie ihm geschieht. Plötzlich droht dem Frauenschwarm eine Anklage und die Ruinierung seines guten Rufs ...


Doch das soll erst der Auftakt zu einer Geschichte sein, die so viele Finten legt, dass zugegeben es dem einen oder anderen Zuschauer mit der Zeit zu blöd werden kann, denn bei "Wild Things" ist nichts so wie es scheint. Jeder treibt sein eigenes Spiel, hintergeht scheinbare Mittäter, nur um den eigenen Vorteil zu sichern. Mehr zu verraten würde den ganzen Film zerstören, deshalb nur so viel: Niemand ist das, was er zu sein vorgibt. Mit der Zeit ermüden diese ewigen Twists zwar und man scheint die nächsten, weil sie eben so unmöglich erscheinen, zu erahnen, größtenteils funktioniert der Film so aber. Die namhafte Starriege, teilweise zwar mindertalentiert, aber dafür passend besetzt, trägt ihr übriges zum Gelingen bei. Matt Dillon, Ende der Neunziger auf einem Karrierezwischenhoch, passt als Frauen am Fließband flachlegender, unwiderstehlicher Lehrer wie die Faust aufs Auge, während Neve Campbell, zart auf Gothic-Braut getrimmt, nach den ersten beiden "Scream"-Filmen wohl so etwas wie ein Imagewechsel vorhatte.
Denise Richards, die ja inzwischen gar nicht mehr gefragt ist und dank "Starship Troopers" kurzzeitig soviel Publicity genoss, dass es sogar zum Bond-Bunny reichte, überzeugt als verzogenes Luxus-Gör. Freilich geizen beide nicht mit ihren Reizen, lesbische Momente gibt es auch und wer Richards einmal in "Wild Things" beim Autowaschen gesehen hat, dürfte das auch so schnell nicht wieder vergessen. So limitiert die schauspielerischen Fähigkeiten der drei auch sind, sie fügen sich perfekt in ihre Charaktere, weil die, bis auf Campbells Ausnahme, wie angegossen passen.
Von ganz anderem schauspielerischem Kaliber sind da schon Kevin Bacon (Interner Link"Tremors", "Hollow Man") als Cop, der im übrigen auch die treibende Kraft hinter dem Film war und Bill Murray (Interner Link"Ghostbusters", "Charlie's Angels"), der als Anwalt dem Film den nötigen Schuss Humor mit auf den Weg gibt.
Sicher, wer möchte kann sich auf die plakative Optik oder die berechnende Besetzung des Films stürzen. Der Rest lässt sich einfach treiben und versucht herauszuklamüsern wer denn da nun wirklich die Fäden in der Hand hält und löst die Verstrickungen, bevor der Abspann, der die vorenthaltenen Schlüsselszenen parat hält, es selbst tut. Genauer betrachtet konstruieren die Strippenzieher da letztlich einen Coup zusammen, der so unmöglich viele spontane Verhaltensweisen mit einplant, dass der Plan eigentlich scheitern muss, aber wer zerlegt schon einen Plot in seine Einzelteile, wenn er bis in den letzten Take den Zuschauer so grandios bei der Stange hält.


"They can turn you on or turn on you."

Leider spendiert uns Highlight Film hier keinen neuen Widescreen-Transfer, wobei man hier deutlich mehr aus dem Bild hätte herausholen können. Zwar sind die Farben sehr sauber und natürlich und selbst der Kontrast liefert eine ausgewogene Leistung ab, aber leider bleibt die Schärfe nur im Mittelfeld und wird zudem von den vorhandenen Kompressionsproblemen deutlich beeinträchtigt. Zum einen wären da die teilweise deutlich erkennbaren Artefakte, welche sich im Hintergrund ausmachen und zum anderen nervt das unruhige, zittrige Bild ungemein. Die Kantenschärfe befindet sich hierbei leider ebenfalls nur im Mittelfeld und lässt deutlich an Plastizität vermissen. Zudem wird das Bild oftmals sehr matschig und selbst Nahaufnahmen der Gesichter wirken nicht wirklich detailliert und ganz selten darf man das Schärfeverhalten als gut bezeichnen. Dafür gibt es kaum Defekte oder Verschmutzungen, jedoch hätten wir dies lieber gehabt als die heftigen Unruhe im Bild und die recht schlechten Kompressionen.
Tonal kann das ganze schon etwas mehr gefallen, obgleich es auch hier deutlich besseres zu hören gibt. Die deutsche Spur liegt in Dolby Digital 5.1 und DTS vor, wobei sich die DTS-Spur durch einen etwas lauteren Klangpegel bemerkbar macht. Auch der Subwoofer kommt etwas satter zum Einsatz. Richtige Effekte finden wir hier kaum und überwiegend werden die Rears für die Musik eingesetzt, oder aber für dezente Umgebungsgeräusche. Dialoge sind noch gut zu verstehen, jedoch fehlt es hier deutlich an Dynamik und zudem klingen sie etwas zu dumpf. Die englische Spur klingt wesentlich natürlicher, unterscheidet sich insgesamt jedoch kaum von der deutschen Spur. Zuschaltbare deutsche Untertitel gibt es leider keine.


Kommen wir nun zum neuen Bonusmaterial. Zu allererst gibt es einen sehr interessanten Audiokommentar des Regisseurs, sowie einigen Crew-Mitgliedern. Das Making of hat eine Laufzeit von knapp 22 Minuten und ist nichts anderes als ein ganz normales Werbe-Featurette, welches komplett in deutscher Sprache vorliegt. Weiter geht es mit 2 Minuten an Outtakes, sowie mit einem weiteren Making of, welches knapp 4 Minuten läuft und absolut werbelastig ausgefallen ist. Unter Interviews finden wir sieben sehr kurze Interview-Blöcke, welche deutsch untertitelt wurden. Netter dagegen sind die neun Minuten an "Hinter den Kulissen"-Featurette und auch der 3minütige Einblick ins Tonstudio, in dem gerade die Titelmusik des Filmes eingespielt wird, ist einen Blick wert. Der Rest beschränkt sich auch obligatorischen Trailern (kein Kinotrailer zum Hauptfilm!), Progammtipps und Darstellerinfos. Zusätzlich gibt es noch ein 4seitiges Booklet mit unvollständigen Filmografien.


"Be wild. Be wicked. Beware!"

Wir wollen hier keineswegs eine Lanze für den Film brechen, denn allein was die doch reichlich oberflächlichen Hauptcharaktere auf Daily-Soap-Niveau angeht, liegt bei "Wild Things" einiges im Argen und der restlos durchkonstruierte Plot benötigt auch Gevatter Zufall, um so zu funktionieren, aber John McNaughton wusste nun mal, wie er den Stoff zu besetzen und optisch aufzubereiten hatte, um so richtig für Skandalpotential und Gesprächsstoff zu sorgen. Der Film ist fraglos spannend, zeitweise wegen seiner vielen Twists zwar auch ermüdend, dafür allerdings auch mit einer stimmigen Hochglanzoptik, passend zum traumhaften Florida versehen und ideal besetzt. Nur bitte nicht an der künstlich geglätteten Oberfläche kratzen, an die klammeren wir uns nämlich krampfhaft bei jedem erneuten Anschauen.
Noch zur DVD: Es ist Schade, dass man uns zum einen keinen neuen Bildtransfer spendiert (Sinn einer Neuauflage) und zum anderen, dass wir wieder nur die R-Rated-Version zu Gesicht bekommen. Wer "Wild Things" bisher aber immer noch nicht im Regal stehen hat, kann hier ruhig zugreifen.


Film++++--
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+++---


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Wild Things
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