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USA 2003
Originaltitel:Hellborn
Länge:81 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Philip J.Jones
Buch:Matt McCombs
Kamera:Mark Melville
Musik:Valentine Leone, Steve Bauman
SFX:Angel Radefeld
Darsteller:Bruce Payne, Tracy Scoggins, Julia Lee, Gregory Wagrowski, Randall England, Bill McKinney, Tommy "Tiny" Lister jr., Matt Stasi
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Trailer
  • Trailershow
  • Highlight im Internet
  • Der besondere Filmtipp
James Bishop (Matt Stasi), ein junger Medizinstudent, ist in der Ausbildung zum Psychiater. In der abgelegenen, riesigen und unheimlichen Anstalt des St. Andrews Hospitals findet er unglaubliche Verhältnisse vor: Blut auf dem Boden, Patienten, die verwahrlost und gefesselt sind und nicht gepflegt werden. Alle Patienten haben unvorstellbare Angst, betteln um Hilfe und sprechen von einem "Satan", der sie alle holen wird.
Anstaltsleiter McCourt (Bruce M. Payne) überredet den jungen Studenten, vorerst nicht die Polizei einzuschalten. Doch je mehr Bishop über das Krankenhaus und seine Patienten erfährt, desto überzeugter ist er, dass dort Unheilvolles vor sich geht. Eines Tages wird der junge Mediziner selbst Zeuge eines Rituals: Er muss mit ansehen, wie ein satanisches Wesen die Seele eines Opfers raubt. Mit eigenen Augen sieht er dessen Gehilfen bei den Taten: McCourt ...
Manche Regisseure sollten sich beim Schnitt eines Filmes erst einmal Gedanken machen, wie ein Film (vor allem dieser Gattung) den Konsumenten noch zufrieden stellen und eventuell sogar noch spannend unterhalten kann. Phil Jones macht direkt zu Anfang schon den großen Fehler, die Katze aus dem Sack zulassen. Anstelle den Anfang mit dem fliehenden Arzt damit zu beenden, dass er auf den Boden zusammenbricht um dann die Credits einzublenden und mit dem eigentlichen Film zu beginnen, verschießt er das bisschen Pulver, was der Film hat und zeigt uns doch tatsächlich den Höllenfürsten samt Satansritual. In diesem Moment wissen wir ganz genau, was uns erwartet, und die Spannung sinkt gegen Null.

Lassen wir aber mal den künstlerischen Fehlgriff unbeachtet und überlegen, was uns "Hellborn" eigentlich bietet: Wenn ich recht überlege, nicht viel, lieber Leser.
Als Schauplatz der "unheimlichen Geschehnisse" dient mal wieder eine Irrenanstalt, was nicht neu und besonders originell ist, jedoch für die Handlung an sich vollkommen ausreicht. Jones schafft es hier dank der recht düsteren Atmosphäre etwas Spannung aufzubauen und wenn man den Anfang nicht gesehen hat, könnte man wirklich in Versuchung kommen, gebannt vor dem TV zu sitzen um mit zu rätseln, was in diesem Institut vor sich gehen mag. Jedoch werden erfahrene Fans sofort wissen, wo der Deibel lang läuft und die einzelnen Charakteren nur allzu leicht ihren Rollen zuordnen.
Die ganze Geschichte um eine Anstalt, die ihre Patienten als Seelenfutter für den Gehörnten benutzt, ist dermaßen ausgelutscht, dass den Film wirklich nur noch derbe Schockeffekte vor dem absoluten Aus retten könnten. Diese sucht man in "Hellborn" aber vergebens. Blut ist hier Mangelware, was nicht heißt, dass man dies für einen guten Horrorfilm unbedingt braucht, aber wenn man sonst nicht viel zu bieten hat, versucht man diverse Mängel damit zu kaschieren. Aber das hält Phil Jones nicht für nötig. Ein-zweimal ein kleiner Schock, der den Zuschauer erschrecken soll, das war es schon. Der Rest ist ein vergeblicher Versuch einen spannenden Horrorfilm zu inszenieren. Zwar wartet der Film mit einem etwas überraschenden, wenn auch nicht ganz innovativen Ende auf, was jedoch allzu Horrorfilm typisch ist, als dass es überhaupt noch wirklich zu gefallen vermag.

Die Inszenierung des Höllenfürsten ist zwar nett gemacht, jedoch sieht dieser rote Teufel aus wie der "Horny" aus dem erfolgreichen PC-Spiel "Dungeon Keeper", aus dem er wohl entlaufen zu sein scheint, anders kann man sich die Rüstung, die er trägt, nicht erklären. Auch die Sekte mit ihren weißen Hockeymasken sieht mehr nach einem Marsmännchenkult aus, da ihre weißen Hockeymasken eindeutig die Form eines Alienkopfes haben. Das Einzige, was bei "Hellborn" noch überzeugen kann, ist Bruce Payne, der schon in Interner Link"Warlock 3", "Highlander: Endgame" und "Dungeons & Dragons" den Bösewicht genauso überzeugend spielt, wie in diesem Filmchen. Auch der große schwarze Hühne Tom 'Tiny' Lister Jr., der hier den blinden Aufpasser Smith spielt, ist für den Zuschauer eine kleine Überlebenshilfe durch dieses Machwerk und beglückte uns schon in Genrefilmen wie Interner Link"Wishmaster 2", "Little Nicky" und unzähligen weiteren Produktionen mit seiner Ausstrahlung.
"Hellborn" bietet nicht mehr als kurzweilige Unterhaltung mit einer guten Atmosphäre, jedoch einer viel zu sanften und unspektakulären Inszenierung, als dass man hier eine Empfehlung aussprechen könnte.

Das Bild der Highlight-DVD weist eine fast immer gute Detailschärfe auf und auch der Kontrast kann als durchweg gut bezeichnet werden. Der Rauschfaktor hält sich vornehmlich zurück und nur selten gibt es etwas Probleme mit der Schärfe und das geringe Blockrauchen ist meist nur bei weißen Flächen sichtbar. Die Farben sind kraftvoll und natürlich und auch die Kompressionen sind gut gelungen und man fährt hier eine positiv hohe Bitrate. Leider gibt es einige leichte Defekte zu bemängeln, die bei solch einem neuen Film nicht hätten sein dürfen.
Der Dolby Digital 5.1-Ton kommt sehr kraftvoll aus allen Speakern und bietet einen guten Raumklang. Die Dialogverständlichkeit ist bis auf leichtes Zischen in den Stimmen sehr gut geworden und auch die Effektlautsprecher kommen an einigen Stellen ordentlich zum Einsatz. Der Tiefenbass hätte etwas besser sein können, aber ansonsten bekommen wir einen äußerst gelungenen 5.1 Track geboten. Der DTS Track erweist sich etwas kraftvoller im Effektbereich, ansonsten gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Der englische Originalton ist bis auf die etwas leiseren Dialoge identisch mit dem deutschen Dolby Digital 5.1 Track, hat aber keine optionalen Untertitel, genauso wenig wie die DVD Bonusmaterial enthält. Mehr als eine Trailershow, den Original-Trailer, sowie Interner Link"Equlibrium" als Filmtipp bekommen wir nicht geboten.

Der erste Einduck dieser DVD ist wirklich als gut zu bezeichnen. Zwar bietet die DVD einen kraftvollen 5.1 und DTS Mix, sowie eine gute Bildqualität mit kleinen Mängeln, aber der Film selber ist nur was für Allesgucker.


Film++----
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus------


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