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USA 2006
Originaltitel:Mission Impossible III
Alternativtitel:Mission: Impossible 3
Länge:120:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:J.J. Abrams
Buch:Alex Kurtzman, J.J.Abrams, Roberto Orci
Kamera:Daniel Mindel (als Dan Mindel)
Musik:Michael Giacchino
SFX:Dennis Yeager II
Darsteller:Tom Cruise, Philip Seymour Hoffman, Ving Rhames, Billy Crudup, Michelle Monaghan, Jonathan Rhys Meyers, Keri Russell, Maggie Q, Simon Pegg, Eddie Marsan, Laurence Fishburne, Bahar Soomekh, Jeff Chase, Michael Berry Jr., Carla Gallo, Paul Keeley, Bellamy Young, Jane Daly, Tracy Middendorf, Greg Grunberg, Aaron Paul
Vertrieb:Paramount Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Specials:
Disc 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Tom Cruise und Regisseur J.J. Abrams
  • Making of der Mission (27:29 Min.)
  • Entfernte Szenen (5:15 Min.):
    • Ethans Kampf auf den Treppen (0:47 Min.)
    • Kampf mit Zhen im Computerraum (0:37 Min.)
    • Unterhaltung mit Musgrave (1:26 Min.)
    • Lindseys Abschluß (0:36 Min.)
    • Erweiterte Vatikan-Szene (1:38 Min.)
  • Generation: Cruise (3:36 Min.)
Disc 2: Bonusmaterial
  • In der IMF (21:16 Min.)
  • Missing Action: Mitten im Action Unit (24:37 Min.)
  • Visualisierung der Mission (10:12 Min.)
  • Mission: Metamorphose (7:49 Min.)
  • Vertonung der Mission (4:46 Min.)
  • Moviefone ohne Script : Tom Cruise/J.J. Abrams (8:03 Min.)
  • Start der Mission:
    • New York (5:22 Min.)
    • Rome (1:50 Min.)
    • London (1:22 Min.)
    • Paris (1:44 Min.)
    • Japan (3:41 Min.)
  • Kinotrailer:
    • Teaser Trailer (0:55 Min.)
    • Japan Trailer (0:54 Min.)
    • Kinotrailer 1 (1:30 Min.)
    • Kinotrailer 2 (1:41 Min.)
  • TV Spots:
    • Go Live (0:31 Min.)
    • It's over (0:31 Min.)
    • Execute (0:31 Min.)
    • Madness (0:31 Min.)
    • New Escape (0:32 Min.)
    • Conspiracy Regular (0:32 Min.)
  • Fotogalerie (98 Bilder)
  • Hervorragende Leistung im Film (9:16 Min.)
Eigentlich hat sich Ethan Hunt aus der aufreiberischen Existenz eines IMF-Agenten zurückgezogen und arbeitet nur noch sporadisch als Ausbilder - der Liebe wegen, zur Krankenschwester Julia, die nichts von Ethans Aktivitäten weiß. Dabei bleibt es natürlich nicht: Weil sich seine einst beste Schülerin in Lebensgefahr befindet, nimmt Ethan mit neuem Team eine neue Mission in Berlin an. Sie schlägt fehl, und Hunt nimmt den internationalen Waffenhehler Owen Davian ins Visier ...
"Wie zum Teufel heißt du? Hast du eine Frau, oder eine Freundin? Denn weißt du, was ich dann tun werde? Ich werde sie finden, wer immer sie ist, ich werde sie finden und ihr weh tun. Sie wird bluten, weinen und deinen Namen rufen. Du wirst machtlos zusehen. Weißt du warum? Weil du halbtot sein wirst. Dann werde ich dich vor ihren Augen töten ..." - Owen Davian

Ausgerechnet Serien-Innovator J.J. Abrams, der seit den von ihm kreierten TV-Quotenknüllern Interner Link"Alias" und Interner Link"Lost" viel Lob einheimsen durfte, führt die "Mission: Impossible"- Franchise nach etlichen Verschiebungen, verworfenen Skripts und Umbesetzungen nach der überstilisierten, formell zwar souveränen, aber inhaltlich peinlichen One-Man-Show John Woos (Interner Link"Hard Target", "Broken Arrow") wieder zu alter Stärke zurück und setzt noch einen drauf. "Mission: Impossible III" ist der beste Teil der bisher zur Trilogie gewachsenen Filmreihe.


Abrams Kinodebüt ist in nahezu jeder Hinsicht eine respektable Leistung. Ich sehe in ihm vielleicht schon die Zukunft des Actionthrillers, wenn sich sein rasanter Fortschritt vom probaten Autor (Interner Link"Armageddon", "Joy Ride") zum gefeierten Blockbuster-Regisseur so fortsetzt. Trotz des lukrativen PG-13-Ratings hinterlässt "Mission: Impossible III" einen überraschend erwachsenen Eindruck, der ohne bebilderte Brutalität funktioniert, über einen überragenden, eiskalten Bösewicht verfügt, der gern mehr Szenen hätte bekommen dürfen, und Ethan Hunt (Tom Cruise, Interner Link"Days of Thunder", "Collateral") mehr Charakter erteilt, als beide Vorgänger zusammen.


Denn jener Agent hat sich inzwischen aus dem aktiven Dienst zurückgezogen, bildet lieber den Nachwuchs aus und versucht an einer ganz anderen Mission Impossible. Er will seinen geheimen Job mit einem Privatleben in Einklang bringen und glaubt mit Julia (Michelle Monaghan, Interner Link"Kiss Kiss Bang Bang", "Mr. & Mrs. Smith") dafür die richtige Frau an seiner Seite gefunden zu haben, mit der er ein geordnetes Leben führen kann.
Hunt vom Adrenalinjunkie und Sunnyboy zu einem menschlichen Wesen, das sich nach einem festen Fixpunkt in seinem Leben sehnt zu transformieren, ist vielleicht Abrams geschicktester Schachzug, um von der Cruise-Manie genervten Zuschauern entgegenzukommen und Cruises schauspielerisches Talent zum Tragen zu bringen. Man kann von ihm als Privatmann und Scientology-Aktivist halten was man will, darstellerisch hat er sich in den letzten Jahren tatsächlich weiterentwickelt. Tränen wirken nicht erzwungen, Wut ist keine Verstellung und Trauer kein kläglicher Versuch Emotionen zu zeigen. Er leidet, muss Rückschläge hinnehmen und sich fürchten. Schade nur, dass sich dieser Aspekt so sehr dem Thrill und der Action unterzuordnen hat. Ethan Hunt ist ein Mensch geworden, genau wie Tom Cruise und daraus hätte man mehr Nutzen ziehen können.


Dass ein geordnetes Privatleben abseits des Jobs schwer ist, wird ihm aber schnell klar, als ihn sein letzter Vorgesetzter mitteilt, dass Hunts wohl beste Schülerin Lindsey Ferris (Keri Russell, Interner Link"Wir waren Helden", Interner Link"Rohtenburg"), die er persönlich für den Außendienst empfahl, in Berlin aufflog und gefangen genommen wurde. Er soll die Rettungsmission anführen und sie aus den Händen des Schwarzmarkthändlers Owen Davian (Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman, "Along Came Polly", Interner Link"Capote") befreien, muss dafür seiner Julia fix Halbwahrheiten vorgaukeln und abreisen. Die Mission beginnt, gelingt, schlägt doch fehl und setzt eine Lawine von Ereignissen in Gang, weil Hunt vom IMF-Direktor John Brassel (ein Hit: Laurence Fishburne, Interner Link"Event Horizon", Interner Link"Das Ende - Assault on Precinct 13") zum Rapport zitiert wird, harsche Kritik einstecken muss und darauf ohne offizielle Freigabe eine Mission startet, in der er den gefährlichen Davian gnadenlos unterschätzt und auch von Brassel ruhig gestellt wird. Vorübergehend ...


"Wir haben dir eine Sprengkapsel ins Gehirn gepflanzt. Kommt dir das bekannt vor? Die Hasenpfote. Wo ist sie?" - Owen Davian

Knappe 130 Minuten ist der dritte Teil lang und Langeweile oder gar Leerlauf tritt dennoch keine(r) auf. Das Tempo ist hoch, die Inszenierung rasant, die Nebendarsteller gut und endlich wird auch wieder auf Teamwork gesetzt, obwohl Hunt natürlich den Bärenanteil erledigt. Besonders Philip Seymour Hoffman, als einer der beeindruckendsten Bösewichte seit langem, hat es mir angetan. Er spielt nicht nur enorm stark, seine gnadenlose, entschlossene Art und seine ewige Überlegenheit, die er sich selbst in aussichtslosen Lagen bewahrt, ist beängstigend, zumal der Mann tatsächlich über ungeahnte Mittel verfügt und alle vorherigen Bösewichte der Reihe locker aussticht. Er sieht Hunt nicht einmal als ernsthaften Gegner an!
Der enorm entschlossene Laurence Fishburne veredelt mit seinen schnörkellosen Analysen den Film genauso wie Ving Rhames (Interner Link"Sin", Interner Link"Dawn of the Dead"), der als Computergenie Luther Strickell längst ein fester Bestandteil an Ethan Hunts Seite geworden ist und mit seinen ironischen Statements auch jeweils die angespannte Situation auflockert. Neben Interner Link"Shaun of the Dead"-Star Simon Pegg als nervöser Laborant ist übrigens auch der elegante, wortkarge Asien-Export Maggie Q (Interner Link"Naked Weapon", Interner Link"Dragon Squad") in Hunts Reihen zu sehen.

Auch wenn der Film in keiner Konkurrenz zu den Bond-Filmen steht, so sind die Locations schlicht erlesen. Ob nun ein heruntergekommenes Fabrikgelände in Berlin, der (natürlich nicht echte) Vatikan oder Shanghai, die Kulissen entbehren nicht einer gewissen Exotik mit jeweils eigenen Akzenten. Abrams tut gut daran jeder einen eigenen Style zu verpassen und die Schwerpunkt der Action unterschiedlich anzulegen.



Die ist ohnehin größtenteils ein Hingucker, aber kein Verdienst von Abrams, sondern Vic Armstrongs, der als Second Unit- und Action Director alle Register zieht. Der fähige Mann ist schon seit den frühen Connery-Bonds im Stunt-Geschäft und seit Anfang der Neunziger inszeniert er auch selbst. Unter anderem gehen auch Interner Link"Total Recall" und Interner Link"Double Impact" mit auf seine Kappe. In meinen Augen einer der brillantesten Männer auf diesem Gebiet, dessen Arbeit leider zu selten gewürdigt wird.
Mir persönlich war die Kameraführung von Daniel Mindel ("Enemy of the State", Interner Link"Domino"), sonst bei Tony Scott im Abo, etwas zu wackelig und der Schnitt wiederum zu hektisch, aber die Actionszenen überbieten trotzdem locker alles, was es bisher dieses Jahr im Kino zu sehen gab. CGI nur dort wo notwendig und begleitend, ansonsten bleibt alles möglichst real und ein hautnahes Erlebnis. Abseits der perfekt getimten Rettung von Lindsey, in der Hunt unter dem Sperrfeuer vollautomatischer, ferngelenkter, die Stockwerke und alle darin befindlichen Gegner perforierende Maschinengewehr das Gebäude erstürmt und das abfliegende Team hinterher von einem Raketen feuernden Kampfhelikopter durch ein Feld von Windrädern verfolgt wird, gibt es eben diese dynamische, energische Befreiungsaktion auf der Chesapeake Bay Bridge, auf der ein Konvoi mit Davian im Gepäck von einer gesteuerten Drohne mit Raketen beschossen wird und ein Helikopter mit Spezialeinheit aus überlegener Position alles niedermäht, was sich auf dem isolierten Brückenabschnitt herumtreibt. Dieses audiovisuelle Fest ist ein wildes, laut donnerndes Superlativ für die Sinne, von dem sich selbst ein Michael Bay noch eine dicke Scheibe abschneiden kann. Die Bilder sind grobkörnig, die Umsetzung wuchtig und die Situation unheimlich fesselnd eingefangen. Die gelackte Slowmotion eines John Woo weicht hier der dreckigen Wirklichkeit. Mittendrin statt nur dabei. Ein Wahnsinn!
Nur, schade dass Abrams seinem ziemlich realistischem Stil nicht vollends treu bleiben wollte und die Tarzan-Nummer zwischen den Wolkenkratzern in Shanghai weder besonders gut aussieht, noch einen menschenmöglichen Eindruck hinterlässt.


Die Story ist hingegen nur mäßig spannend. Mag daran liegen, dass ich inzwischen vielleicht zu viele Filme aus den Genre kenne, aber ich wusste ungefähr zur Filmmitte bereits, wer falsch spielt. Das war einfach zu offensichtlich. Es ist auch weniger der Wettlauf um die Hasenpfote, eine megagefährliche Biowaffe, die hier spannend ist, sondern der Wettlauf gegen die Zeit und um das Leben von Julia, die Davian entführt, um Hunt zu erpressen. Erschwert wird dessen innerhalb von 48 Stunden abzuwickelnde, aufgezwungene Mission auch dadurch, dass die IMF ihren außer Kontrolle geratenen Agenten verhaftet ...
Angesichts des hohen Tempos und der zahlreichen Actioneinlagen bleibt die Geschichte insgesamt etwas unterentwickelt und stellt einen jedoch soweit gelungenen Kompromiss dar, der Spannung und Actionhighlights in Einklang bringt. Meinetwegen hätte der Film aber durchaus noch 30 Minuten länger gehen können, wenn dafür dann mehr Zeit für die Geschichte, seinem verzweifelten Hauptcharakter und natürlich dem charismatischen Gegenspieler geblieben wäre.
Deren Konflikt endet übrigens überraschend schlicht mit einem gelungenen Ende, das deswegen so einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, weil Abrams bewusst simpel, direkt und ohne viele Worte zu verlieren zum Schlusspunkt kommt und damit clever den immer unwahrscheinlicher werdenden Bombast-Effektfeuer-Showdowns ein Schnäppchen schlägt. Straight, nachvollziehbar und ohne heroische Glorie findet der Film eher auf dramatische und unkomplizierte Art seinen Abschluss. Ja, verweigert sogar dem Bösewicht seinen standesgemäßen Abgang mit viel Tamtam.



Paramount spendiert uns eine fett ausgestattete 2-Disc Collector's Edition im Keep Case mit glänzendem Pappschuber. Der anamorphe Widescreen-Transfer in 2,35:1 macht dabei leider einen nicht sonderlich guten Eindruck, was bei einem aktuellen Titel wie "M:I:3" eigentlich eine Katastrophe darstellt. Zwar ist der Transfer frei von Verschmutzungen und auch die Kompressionen arbeiten bis auf hin und wieder auftauchendes Blockrauschen sehr sauber, jedoch macht die Schärfe einen ausgesprochen schlechten Eindruck. Das Bild wirkt überwiegend zu weich und etwas schwammig, offenbart selbst in Close-Ups deutlich zu wenig Details, als dass wir hier von einer guten Detailschärfe sprechen können. Selbst die Konturen wirken ebenfalls nicht immer optimal und rauben dem Bild etwas an Plastizität. Der Kontrast wurde absichtlich sehr hart gewählt und erscheint in hellen Flächen oftmals sehr steil und neigt zu Überstrahlungen. Zudem erscheint das Bild eine ganze Spur zu dunkel, weshalb es auch keine Seltenheit ist, dass feine Details oder größere dunkle Flächen einfach verschluckt werden. Die Farbgebung wurde ebenfalls sehr kräftig gewählt und wirkt sehr knallig, teilweise schon zu bunt, was jedoch ebenfalls ein Stilmittel des Regisseurs ist.
Die eingesetzten Rauschfilter lassen sich hierbei meist in dunklen Szenen ausmachen, dafür bleibt das Bild in schnellen Bewegungen sehr sauber und ruhig. Störend ist aber auf jedenfall das Flimmern in horizontalen Linien. Dies bemerkt man sehr deutlich in den Vatikan-Sequenzen und darf durchaus als kleines Ärgernis bezeichnet werden, weshalb wir dem Bild schlussendlich auch nicht mehr als vier von sechs möglichen Punkten zusprechen. Bei einem Blockbuster aus dem Jahre 2006 muss einfach mehr drin sein und solche Patzer wie mit dem Flimmern dürfen einfach nicht sein.

Im Gegensatz zum Bild dreht der Dolby Digital Track so richtig auf und kann das Herz von Heimkinofreunden höher schlagen lassen. Das gesamte Klangspektrum klingt sehr weiträumig und wartet mit einem wuchtigen Bass und einer ausgeprägten Surroundabmischung auf. Alle Kanäle werden nahezu perfekt eingesetzt und sorgen für ein schönes Mittendrin-Erlebnis, wobei der Frontbereich vielleicht eine Spur zu dünn ausgefallen ist und der Score sich etwas zu sehr im Frontbereich aufhält. Dafür lässt man es in den Actionsequenzen gehörig krachen und wir werden Zeuge einiger druckvoller und dynamischer Soundspielereien, welche ihren Höhepunkt auf der Chesapeake Bay Bridge finden. Hier dürfen wir einem Klangspektakel beiwohnen, welches in puncto Soundeffekte und Subwoofer-Einsatz das Wohnzimmer zum Beben bringen dürfte. Der englische Mix unterscheidet sich lediglich im Frontbereich etwas von der deutschen Fassung, klingt in puncto Dialoge sauberer und natürlicher und wirkt stellenweise eine Spur klarer. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten und für die türkischen Landsleute gibt es noch eine türkische Dolby Digital 5.1-Version.


Obgleich man für Tom Cruises dritte "unmögliche Mission" fast alle Extras auf die beiliegende Bonus-DVD packte, finden sich einige Extras auch auf der Hauptfilm-Disc. So z.B. auch der Audiokommentar mit Tom Cruise und J.J. Abrams. Optional deutsch untertitelt, haben wir schon deutlich bessere Kommentare zu hören bekommen. Leider machen es sich beiden sehr leicht und sprechen lediglich über die typischen, meist oberflächlichen Dinge im Film und loben sich gegenseitig in den Himmel. Leider finden wir beim Kommentar keine Infos über solch interessanten Fakten wie z.B. Joe Carnhans Ausstieg aus der Produktion oder wie Carrie-Anne Moss ("Matrix") Rolle ausgeschaut hätte, wäre ihre Rolle nicht komplett gestrichen worden. Auch die weiteren Extras kratzen mal wieder nur an der Oberfläche des Möglichen, bleiben dennoch unterhaltsam genug und beinhalten noch genügend Infos, um von einem guten Zusatzmaterial zu sprechen. Unter Making of "The Mission" finden wir auf der Hauptfilm-DVD ein knapp 28minütiges Making of, welches neben vielen Einblicken hinter den Kulissen mit den typischen Lobhudeleien eines Werbefeaturettes ausgestattet wurde. Dennoch äußerst sehenswert, bis auf die Tatsache, dass wir hier gerne noch viel mehr gesehen hätten. Weiter geht es mit fünf entfernten Szenen, welche allesamt in einer recht schlechten Qualität vorliegen. Hier wäre jeweils ein Kommentar des Regisseurs wünschenswert gewesen. Unter "Generation:Cruise" finden wir einen knapp 4minütigen Clip aus den MTV MOVIE AWARDS, bei denen Tom Cruise 2005 mit dem MTV GENERATION AWARD ausgezeichnet wurde. Leider nicht sonderlich interessant, da wir hier lediglich mit Musik unterlegte Filmausschnitte zu Gesicht bekommen.
Auf der Bonus-DVD geht es dann weiter mit "In der IMF", ein weiteres Making of, welches überwiegend aus Statements von Cast & Crew besteht. Absolutes PR-Featurette. Von daher auch nahezu Null Informationsgehalt in knapp 21 Minuten. Interessanter wird es beim 24minütigen Featurette "Mission Action: Mitten im Action Unit" bei dem wir einen schönen Einblick in die Stuntarbeit zu "M:I:3" bekommen, bei denen Tom Cruise sämtliche Stunts selbst gemacht hat. Unter "Visualisierung der Mission" finden wir ein 10minütiges Featurette, welches sich mit der animierten Storyboard Arbeit befasst und dessen Vorteile aufzeigt. Das nächste knapp 8 Minuten lange Featurette mit dem Titel "Mission:Metamorphose" befasst sich mit der Maskenherstellung in den "Mission:Impossible"-Filmen. "M:I:3" zeigt erstmalig, wie die Maschine ausschaut, welche für die Masken der Agenten zuständig ist. Leider etwas kurz, aber dennoch sehr interessant, wie man versucht hat, die Wundermaschine dem Publikum so realistisch wie möglich zu verkaufen.
Unter "Vertonung der Mission" geht es in nur knapp 5 Minuten über die musikalische Untermalung des Films. Leider nur wenig interessant und sehr oberflächlich. Etwas unglücklich übersetzt, aber sehr sehenswert ist "Moviefone ohne Skript", in dem sich Hauptdarsteller und Regisseur gegenseitig interviewen und Fragen stellen, welche ihnen das Publikum per eMail zusendet. Dass das ganze mehr lustig als wirklich informativ ist steht außer Frage, aber zumindest macht es Spaß. Unter "Star der Mission" verbergen sich fünf kleine Featurettes über die Promotiontour, welche in 5 Ländern gemacht wurde. Dies läuft insgesamt keine 15 Minuten, ist aber dennoch sehenswert. Weiter geht es danach mit vier Kinotrailern und Teasern, sechs TV-Spots und einer umfangreichen Bildergalerie.
Zum Schluss gibt es wieder mit Musik unterlegte Filmausschnitte aus Filmen mit Tom Cruise. Dies nennt sich "Hervorragende Leistung im Film: Cruise". Im Jahre 2005 ehrte die British Academy of Film and Television Arts Tom Cruise mit dem "Stanley Kubrick Brittania Award for Excellence in Film". Diese Ehrung wurde während der Preisverleihung bekannt gegeben. Warum man hier nicht Ausschnitte aus der Verleihung zeigt, ist fraglich ...
Insgesamt wird uns hier eine recht sehenswerte Ansammlung an Extras geboten, bei der wir uns aber etwas mehr Tiefe und Umfang gewünscht hätten. Das mehr möglich ist, bewies in den letzten Jahren immer mehr kleinere Independent-Produktion wie z.B. Interner Link"The Devil's Reject" oder Interner Link"Cabin Fever".

"Du musst mich töten, sonst sterbe ich!" - Ethan Hunt

Ganz stark inszenierter, rauer Actionthriller von J. J. Abrams, der sich für weitere Projekte empfiehlt. Wir sind wirklich positiv von "Mission: Impossible III" überrascht. Das Budget von 150 Millionen Dollar hätte kaum effektiver verwertet sein können. Na ja, vielleicht wäre ein treibender Score nicht schlecht gewesen, denn so prägend sind Michael Giacchinos ("Sin", "The Incredibles") Arbeiten leider nicht. Dafür gehört die Action zum Feinsten: Harsche Shootouts, halsbrecherische Stunts, rasante Autoverfolgungsjagden mit Blechschaden und quer stehenden LKWs, beeindruckende Explosionen, technische Gimmicks etc.
Die Darsteller spielen klasse, vor allem Cruise gefällt als nun menschlicher Ethan Hunt, der Kompromiss aus Spannung und Action geht auf, die Dialoge sind klasse und unheimlich direkt. Nur der doch ziemlich einfach gestrickte Plot ohne wirklich überraschende Wendungen enttäuscht etwas.
Die DVD-Edition im Schuber ist nüchtern betrachtet etwas enttäuschend ausgefallen. Zwar sorgt der gute Score für reichlich Bums in der Bude und die Extras sind zumindest sehenswert geworden, aber in puncto Bildqualität liegt die DVD weit hinter unseren Erwartungen zurück.


Film+++++-
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
Mission: Impossible 2
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.2)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.2)
Mission: Impossible
M:i-2
Mission: Impossible - Phantom Protokoll
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
IMDb.com OFDb.de



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