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IT 1976
Originaltitel:Gli Esecutori
Alternativtitel:Abrechnung in San Franzisco
aka. Abrechnung in San Franzisko
aka. Street People
aka. Executioner, The
aka. Executors, The
aka. Sicilian Cross, The
aka. Uomo del'Organizzazione
aka. Opium Road
Länge:98:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Maurizio Lucidi
Buch:Nicola Badalucco, Franco Bucceri, Randal Kleiser, Roberto Leoni, Maurizio Lucidi, Ernest Tidyman
Kamera:Aiace Parolin
Musik:Luis Enríquez Bacalov (als Luis Bacalov)
Darsteller:Roger Moore, Loretta Persichetti, Stacy Keach, Rosemarie Lindt, Ivo Garrani, Fausto Tozzi, Ennio Balbo, Luigi Casellato, Pietro Martellanza, Romano Puppo, Aldo Rendine, Salvatore Torrisi, Emilio Vale, Franco Fantasia, Ettore Manni
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Bildergalerie (72 Bilder)
  • 8-seitiges Booklet
  • Original Kinotrailer (1:24 Min.)
  • Englischer Kinotrailer (3:44 Min.)
Heroin für Millionen Dollar ist im Hafen von San Franzisko der Mafia gestohlen worden. Der "Pate" schickt seine Killer aus. Der Anwalt Ulysses und sein Freund, der Rennfahrer Charlie, packen die Sache auf ihre Art an. Der Mafia-Krieg beginnt ...
"Abrechnung in San Franzisko" ist einer der zahlreichen Versuche der italienischen Filmindustrie in den 70er Jahren mit großen Namen aus Hollywood zum "global player" auf dem Filmmarkt aufzusteigen, was, wie man aus heutiger Sicht einfach mal sagen muss, offensichtlich gründlich misslungen ist. Warum das so ist, zeigt wunderbar der vorliegende Film.



Die großen Namen die hier von einer italienischen Crew mit italienischen Schauspielern durch San Franzisko gejagt werden, sind immerhin niemand geringere als Mr. James Bond Roger Moore und Stacy Keach, die als Duo einem Mafia-Drogenring das Handwerk legen. Die Story beginnt mit einem Schiff, das im Hafen von San Franzisko einläuft und ein Kreuz voller Drogen geladen hat, daher wohl auch der internationale Alternativtitel "The Sicilian Cross", der auch gleich schon verrät woher das gute Stück kommt, und wer da wohl seine Finger im Spiel hat. Zunächst mal ist die örtliche Mafiafiliale aber ordentlich angepisst, denn die weiß nichts von einer Drogenlieferung und geht folglich davon aus, dass sich da jemand in ihrem Revier bereichern will. So wird der Anwalt und Neffe eines Mafiabosses Ulyssess (Roger Moore) damit beauftragt herauszufinden, wer dahinter steckt. Der macht sich mit seinem Kumpel und Rennfahrer Charlie (Stacy Keach) dann auch dran den Job zu erledigen.



Was wie der Auftakt für einen typischen 70er Jahre Crime-Movie mit reichlich Verfolgungsjagden, Spannung, schönen Frauen und lockerer Musik klingt, entpuppt sich aber recht schnell als pure Schlaftablette. Keach und Moore klappern der Reihe nach einige Locations in San Franzisko ab und der Zuschauer darf sich schon recht bald die Frage stellen, wozu das alles nötig ist, denn was die gewonnenen Erkenntnisse mit der Handlung zu tun haben, bleibt zumeist vollkommen im Unklaren und wenn nicht ab und an ein paar Schüsse fallen würden, man könnte glatt vergessen, dass das Ganze als Thriller gehandelt wird. Auch die erhofften Verfolgungsjagden, immerhin spielt Keach ja einen Rennfahrer, und San Franzsiko bietet sich ja nicht erst seit Steve McQueen in "Bullitt" für rasante Jagden über die Hügel der Stadt an, bleiben aus. Zwar gibt es zwei gar nicht mal so unansehnliche kurze Jagden, die sind aber durch einen dermaßen undynamischen Schnitt nahezu jeglicher Atmosphäre und Spannung beraubt. Umso trauriger, dass sie trotzdem die Highlights des Films darstellen. Denn abseits davon plätschert der Film über 100 Minuten vor sich hin und es passiert einfach nichts. Spannung wird komplett vernachlässigt und man hat auch nie wirklich das Gefühl, dass die Protagonisten jemals in Gefahr kommen könnten.



Roger Moore und Stacy Keach ("Mike Hammer") spielen dabei ganz ordentlich, sind aber auch dem einfallslosen und wenig inspirierten Drehbuch unterworfen, machen aber immer noch das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten. Wobei Keach noch den dankbareren Charakter spielen darf, der wenigstens ab und an mal einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Der Rest der Darsteller macht da eher den Eindruck, als ob man sich einen schönen Urlaub in San Franzisko machen wollte und nebenbei mal schnell vor die Kamera hüpft, um daheim in Italien behaupten zu können, man hätte in San Franzisko gedreht. Sorry, aber mit der Leistung hätte es bei "Die Straßen von San Francisco" nicht mal für eine Statistenrolle gereicht ...

"The hunting Season in the naked City has opened"

Trotz eines Alters von rund 30 Jahren liefert Koch Media uns ein recht überzeugenden anamorphen Transfer ab, der zu allererst durch seine stets natürliche und satte Farbgebung auffällt und auch der Kontrast liefert überaus gute Werte ab, bietet einen sauberen Schwarzwert und geizt nicht mit Details. Bildrauschen wurde hier sauber eliminiert, wobei dies etwas zu Lasten der Schärfe geht. Diese darf aber immer noch als gut bezeichnet werden und auch die Detailschärfe liefert eine gute Arbeit ab. Etwas zu "schwammig" und weich wirkt der Transfer nur selten, dafür offenbaren die vielen Doppelkonturen, dass hier reichlich nachgeschärft wurde. Der Bildstand ist nicht immer ganz ruhig und im Hintergrund macht sich desöfteren Blockrauschen bemerkbar. Defekte und Verschmutzungen treten dafür nur vereinzelt auf und stören nicht sonderlich. Lediglich in den ersten Filmminuten wirkt das Bild sehr grobkörnig, verrauscht und mit Defekten übersäht. Hier griff man wohl zu Gunsten des deutschen Titels auf eine alte deutsche Kinorolle zurück.
Tonal wird uns ein solider Monoton geboten, der uns eine gute Sprachverständlichkeit und eine saubere Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen und Musik bietet. Hin und wieder verzerren die Stimmen allerdings etwas, stören tut dies aber eher weniger. Der englische Track klingt extrem dumpf und die Stimmen sind viel leiser als in der deutschen Fassung. Optionale Untertitel gibt es hier nicht. Lediglich die damals geschnittenen und somit nicht synchronisierten Szenen liegen deutsch untertitelt vor. Als Extras finden sich auf der DVD eine Bildergalerie, der deutsche und englische Kinotrailer, sowie ein 4seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen.


"Abrechnung in San Franzisko" ist ein unglaublich langatmiges, redseliges und uninspiriertes Stück Film. Regisseur Maurizio Lucidi (Interner Link"Der Dicke in Mexiko") gelingt es zu keinem Zeitpunkt aus dem miesen Drehbuch, an dem insgesamt 6 (!!) Autoren, darunter auch der Drehbuchautor von Interner Link"French Connection" gewerkelt haben, einen Film zu schaffen, der über unteres TV-Niveau hinausgeht. Da braucht man sich nicht wundern, dass es der italienischen Filmindustrie nie gelungen ist, auch in Hollywood Fuß zu fassen. Die deutsche DVD zeigt uns erstmalig die ungekürzten Fassung des Filmes und liefert eine gute technische Umsetzung. Leider macht dies den Film nicht sonderlich besser.


Film++----
Bild++++--
Ton++----
Bonus+-----


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