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USA 2005
Originaltitel:Cutter, The
Länge:87:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:William Tannen
Buch:Bruce Haskett
Kamera:Peter Moss
Musik:Elia Cmiral
SFX:Giuliano Fiumani
Darsteller:Chuck Norris, Joanna Pacula, Daniel Bernhardt, Bernie Kopell, Curt Lowens, Todd Jensen, Tracy Scoggins, Dean Cochran, Aaron Norris, John T. Woods, Tarri Markell, Wonder Russell, Mark Ivanir, Dennis Kleinsmith, Simone Levin, Jerry Sciarrio, Marshall R. Teague, Frank B. Sullivan
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Specials:
  • Making of "The Cutter" (5:13 Min.)
  • Trailer dt. (1:25 Min.)
  • Trailer engl. (1:28 Min.)
  • Hinter den Kulissen (3:24 Min.)
  • Interviews:
    • Chuck Norris (2:13 Min.)
    • Joanna Pacula (1:45 Min.)
    • Daniel Bernhardt (2:21 Min.)
    • William Tannen (2:04 Min.)
    • Pinchas Perry (1:56 Min.)
    • Eric Norris (2:12 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Chuck Norris
    • Joanna Pacula
    • Daniel Bernhardt
    • William Tannen
  • Trailershow:
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Sky Fighter (1:45 Min.)
    • New Police Story (1:59 Min.)
    • Goldene Zeiten (2:22 Min.)
    • The Best Man (2:10 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • 11:14 (1:33 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
Zwei Jahrtausende haben die Edelsteine in einem Grab in der Wüste Sinai geruht. Bis sie in die Hände skrupelloser Diamantenhändler fielen, die die Steine um jeden Preis veredeln wollen.
-Isaac Teller, ein Diamantenschleifer, der in Auschwitz eine einzigartige Schleiftechnik entwickeln musste, wird entführt und soll die Diamanten nach der alten, geheimen Technik, veredeln.
- Seine Nichte (Joanna Pacula) schaltet den erfahrenen und kampferprobten Privatdetektiv John Shepherd (Chuck Norris) ein. Die Spuren führen zu einem totgeglaubten Alt-Nazi, der auch heute vor nichts zurückschreckt ...
"The past holds the key!"

Um Altmime Chuck Norris (Interner Link"Missing in Action", Interner Link"The Delta Force") war es in den letzten Jahren relativ still, aber mit nunmehr 65 Jahren kann er es inzwischen ja auch etwas ruhiger angehen lassen, zumal er nach dem Ende von Cannon in den Neunzigern kaum noch erwähnenswerte Filme drehte. Wohl nur des Geldes wegen heuerte er jetzt unter William Tannen ("Flashpoint"), der ihn seinerzeit schon in Interner Link"Hero and the Terror" in Szene setzte, für Nu Image noch einmal an und beschert uns ein höchst durchschnittliches B-Movie.


"The Cutter" ist keine völlige Zeitverschwendung, aber auch weit von dem weg, was sich aktuell zur Genrespitze zählt. Der müde Norris, hier als Privatdetektiv John Shepherd, macht auch in keiner Szene den Eindruck als wolle er Bäume ausreißen, schlägt sich einer Handvoll unspektakulärer Martial Arts-Szenen, die auch recht unübersichtlich geschnitten wurden, aber ganz passabel. Wenn man genau darauf achtet, entdeckt man die Doubles, aber es artet nicht in Seagalsche Operetten aus. Norris ist für sein Alter eben noch ganz rüstig und hat immerhin einen etwas längeren Kampf gegen Schakal Daniel Bernhardt ("Bloodsport 2", Interner Link"Nature Unleashed: Tornado"), der ihm aber tüchtig den Hintern versohlt. Nun ja, der Altersunterschied ...



Der Plot selbst ist eher notdürftig, nicht sonderlich interessant, um nicht langweilig zu schreiben, und will ganz offensichtlich Aufmerksamkeit erregen, indem er ein wenig provokanten Background um Altnazis, den Holocaust und KZ-Überlebende mit integriert, was dem Film allerdings nichts bis auf ein paar S/W-Flashbacks und deutsche Dialoge bringt, die der Schweizer Daniel Bernhardt auch brav aufsagt.
Der gibt hier auch in seiner wie üblich schwachen Performance den rückradlosen Gangster Dirk, der sich bei einer Ausgrabungsstätte in Israel ein mit Diamanten besetztes Artefakt bemächtigte, indem er ihn aus dem Torso einer Mumie schnippelte und alle anwesenden Archäologen ermordete. Im Auftrag eines Altnazis, der früher im KZ von Auschwitz wachte, sucht er nun nach dem jüdischen Diamantenschleifer Isaac Teller (Bernie Kopell), der die unmenschliche Institution einst überlebte, Diamanten allerdings einen ganz bestimmten Schliff verpassen kann. Als man ihn und seine Tochter Elizabeth (Joanna Pacula, Interner Link"Warlock: The Armageddon", "Virus", Interner Link"Dinocroc") deswegen kidnappen will, schliddert Shepherd eher zufällig in seinen nächsten Fall.

Sonderlich motiviert scheint hier von Regisseur Tannen bis Hauptdarsteller Norris tatsächlich niemand, denn "The Cutter" ist bis in die Framespitzen ein B-Movie von der langen Stange mit leider zu wenig Action, die sich aus einer solide umgesetzten Verfolgungsjagd und ein paar durchschnittlich inszenierten Martial Arts-Szenen zusammensetzt.
Auch wenn Tannen hier bisweilen im Tony Scott-Modus der Überinszenierung frönt, wird doch schnell klar, dass "The Cutter" eher platte, wenn auch fachgerecht umgesetzte B-Unterhaltung bleibt, die von Nebenfiguren wie der ein paar Informationen an Shepherd herantragende FBI-Task-Force auch noch unnötig ausgebremst wird und bisweilen ein wenig lächerlich geschrieben wurde. Wenn beispielsweise gerade Elizabeth mit hyperwichtigen Beweisen Shepherds Wohnung betritt, kurz darauf das Licht kurz flackert und darauf prompt ein Elektriker vor der Tür steht, den Chuck hyperverdächtig findet und deswegen der gezogenen Waffe zuvorkommt, sieht das aus, wie aus dem ABC der Drehbuchschreiber für Hobbyautoren entnommen.



Während Nu Image-Fans nach schauspielendem Inventar wie Todd Jensen, Dean Cochran, Isaac Florentines Spezies Marshall R. Teague / Eli Danker oder Chucks Bruder Aaron als Interpol-Agent Ausschau halten, werden Nichtgenrefans nur mit den höchst uninteressanten Ermittlungsarbeiten John Shepherds konfrontiert, wo die Geschichte doch schon viel zu lange brauchte, um überhaupt anzulaufen. Denn bis Dirk den alten Mann endlich ausfindig gemacht, entführt hat und der total naive Isaac nebst ungewöhnlich sorgloser Tochter (Hat anfangs scheinbar keine großartige Bedenken wo ihr Onkel nun verblieben ist?!) eingeführt sind, vergeht bereits zu viel Zeit, in denen höchstens Norris lockere Sprüche noch ein Grinsen hervorrufen. Der spielt ohnehin nicht besonders und hat einiges an Charisma eingebüßt, darf den Film ab und an aber auf die leichte Schulter nehmen.


Hat man dann nach langwierigen Recherchen dank Eli Danker und Internet auch einen Plan davon, was für wertvoller Schmuck hier mit im Spiel ist, welche Rolle die Vergangenheit spielt und wer sich hinter allem verbirgt, kann John Shepherd in einem kurzen, wahrlich kein Highlight darstellenden Showdown alle versorgen, die es zum Schluss noch nötig haben.
Ein würdiger Abschluss ist die Klopperei sicherlich nicht, auch weil Shepherds intuitive Kombinationsgabe vorweg völlig unglaubwürdig ist und das holde Weiblein mal wieder entgegen des gesunden Menschenverstands sich doch auf eigene Faust in Gefahr begeben muss, anstatt auf Opa Chuck zu hören.

"The Legend is back!"

Wie bei einer neuen Produktion nicht anders zu erwarten, ist der anamorphe Transfer frei von Defekten und Verschmutzungen, dafür fällt aber das recht körnige Bild auf, welches vor allem in dunklen bzw. einfarbigen Flächen deutlich zur Geltung kommt. Überzeugen kann uns aber die ausgesprochen gute Schärfe, sowie der insgesamt recht plastisch wirkenden Transfer. Die Detailwiedergabe befindet sich meist auf einem sehr hohen Niveau und fällt nur selten etwas ab. Selbst die Kantenschärfe zeigt sich immer von ihrer besten Seite und lediglich in einigen Bewegungen erreicht der Transfer nicht das gewünschte Höchstmaß an Detailliertheit. Die Farbgebung ist ebenfalls ausgezeichnet und der Kontrast macht überwiegend einen ausgewogenen Eindruck, erscheint hin und wieder aber eine Spur zu hart und wirkt in hellen Flächen eine Spur zu steil. Dunkle Flächen werden dafür meist sehr detailliert wiedergegeben, offenbaren aber nie wirklich alle nötigen Details. Die Kompressionen arbeiten sehr sauber und weder Blockrauschen noch Artefaktebildung trüben hierbei den Sehgenuss.
Die deutsche Synchronisation liegt einmal in Dolby Digital 5.1 und in DTS 5.1 vor, wobei sich beide Spuren nicht sonderlich voneinander unterscheiden und die DTS-Spur nur eine Spur lauter klingt. Die Dialoge sind gut zu verstehen, wobei die Stimmen etwas zu steril wirken. Die komplette Abmischung klingt zudem sehr frontbetont, wobei sich der Einsatz der Rearspeaker auf die nötigsten Umgebungsgeräusche bzw. den Score beschränkt. Direktional spielt sich hier nur wenig ab und immer wieder dominieren die Stimmen den Frontkanal, wodurch das gesamte Klangspektrum nur wenig harmonisch wirkt. Die dezent eingesetzten Surroundeffekte halten sich in Grenzen, klingen dann aber kräftig genug, um alles etwas räumlicher wirken zu lassen.
Der englische Track klingt da schon etwas besser. Das gesamte Klangbild wirkt deutlich natürlicher und die Stimmen werden nicht in den Vordergrund gerückt. Auch der gesamte Frontbereich integriert sich viel besser in den Dolby Digital 5.1 Mix. Die Surroundeffekte kommen hier viel besser zu Geltung, unterscheiden sich in ihrer Anzahl aber nicht von der deutschen Version. Außerdem sollte man allein wegen den eingestreuten deutschen Dialogen zur englischen Fassung greifen. Deutsche Untertitel gibt es leider keine.
Dafür spendiert man uns aber etwas Bonusmaterial, was bei einer Produktion aus dem Hause Nu Image ja wirklich eine Seltenheit ist. Angefangen mit sieben kurzen Interview-Blöcken, welche allesamt deutsch untertitelt wurden, liegt uns noch ein knapp 5minütiges Making of vor, welche leider wieder einer der typischen PR-Clips darstellt und ständig zwischen Filmausschnitten, kurzen Statements der Beteiligten, sowie wenigen Einblicken hinter den Kulissen hin und her pendelt. Interessant ist dies mit Sicherheit nicht. Etwas netter hingegen ist das mit knapp 3 Minuten leider viel zu kurz geratene "Hinter den Kulissen"-Featurette, welches uns einen netten und unkommentierten Einblick in die Dreharbeiten gewährt. Zum Schluss gibt es dann noch den englischen und deutschen Trailer zu "The Cutter", sowie die obligatorische e-m-s-Trailershow.


Nach nicht einmal 85 Minuten ist es dann auch bereits wieder vorbei. "The Cutter" ist kein Comeback von Chuck Norris, sondern Altervorsorge. Vielleicht macht er ja bald das, was Charles Bronson ab Ende der Achtziger nur noch tat, nämlich sich für schwache Actionthriller hergeben. Im dicht besiedelten Durchschnitt stecken bleibend, ist "The Cutter" deutlich von dem entfernt, was zurzeit in diesem Genre möglich ist. Norris-Fans können ja einmal hineinschauen, verpassen tut man hier allerdings nichts. Dafür ist die Geschichte zu öde, die Beteiligten zu lustlos und die Action zu selten wie unattraktiv umgesetzt. Die DVD besticht durch eine überraschend brillante Bildqualität und soliden deutschen Dolby Digital- und DTS-Varianten, wobei man hier dem Original-Ton den Vortritt lassen sollte. Extras sind vorhanden, aber geben sich kaum als solche zu erkennen.


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+-----


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