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USA 2005
Originaltitel:Cave, The
Alternativtitel:Prime Evil
Länge:93:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Bruce Hunt
Buch:Tegan West, Michael Steinberg
Kamera:Ross Emery
Musik:Reinhold Heil, Johnny Klimek
SFX:Nick Allder
Darsteller:Cole Hauser, Morris Chestnut, Eddie Cibrian, Rick Ravanello, Marcel Iures, Kieran Darcy-Smith, Daniel Dae Kim, Lena Headey, Piper Perabo, Vlad Radescu, Simon Kunz, David Kennedy, Alin Panc, Zoltan Butuc, Brian Steele
Vertrieb:Constantin Film / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Trailer bei DVD-Start: "Basic Instinct 2" (2:10 Min.)
  • Trailershow:
    • Elementarteilchen (1:55 Min.)
    • Domino (2:12 Min.)
    • Ghost Game (2:34 Min.)
    • Man about Town (2:27 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: "Dead or Alive" (1:20 Min.)
  • DVD-Empfehlung: "The Dark" (2:20 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Cole Hauser
    • Piper Perabo
    • Morris Chestnut
    • Eddie Cibrian
  • Blick hinter die Kulissen (13:36 Min.)
  • Der Dreh der Unterwasseraufnahmen (18:42 Min.)
  • Animatronics - Die Entstehung der Kreaturen (10:32 Min.)
  • Featurette (4:26 Min.)
  • Interviews:
    • Cole Hauser (1:24 Min.)
    • Piper Perabo (1:39 Min.)
    • Kieran Darcy-Smith (0:23 Min.)
    • Rick Ravanello (1:25 Min.)
    • Morris Chestnut (1:16 Min.)
    • Eddie Cibrian (1:10 Min.)
    • Lena Headey (0:44 Min.)
    • Daniel Dae Kim (0:36 Min.)
    • Bruce Hunt (Regisseur; 1:34 Min.)
    • Patrick Tatopoulos (Animatronics-Spezialist; 0:53 Min.)
    • Jill Heinerth (Höhlenforscherin; 1:06 Min.)
    • Andrew Mason (Produzent; 0:38 Min.)
    • Richard Wright (Produzent; 0:40 Min.)
    • Gary Lucchesi (ausführender Produzent; 0:26 Min.)
Wecke nicht, was nicht geweckt werden will! Um ein neu entdecktes und äußerst mysteriöses Höhlensystem zu erforschen, wird eine Gruppe von Spezialisten aus den USA zum Fundort nach Rumänien geschickt. Fasziniert steigen die Wissenschaftler hinab in die unbekannte Tiefe, nicht ahnend, dass sie sich mit jedem Schritt weiter in das unterirdische Labyrinth einer grausamen Gefahr nähern. Als ihnen schließlich ein Erdrutsch den Weg zurück versperrt, ist es zu spät. Die schreckliche Kreatur, die dort in der Dunkelheit lauert, hat sie bereits bemerkt. Für die Forscher beginnt ein verzweifelter Kampf um Leben und Tod ...
"Es gibt den Himmel und die Hölle ..."

Um es gleich einmal vorwegzunehmen: Bruce Hunt, ehemaliger Second Unit Director der "Matrix"-Trilogie, hat bei seinem Regiedebüt gleich zwei nahezu unüberwindbare Probleme, nämlich die Vorgabe einen familiengerechten PG-13-Film zu drehen und Neil Marshall, der mit Interner Link"The Descent" im selben Jahr zeigte, wie man so eine Prämisse effektiv bis in die letzte Einstellung ausquetscht. Ich will den Amis auch deswegen ja kein schnell geschossenes Plagiat vorwerfen, aber dass "The Cave" bereits so flugs nach seinem britischen Konkurrenten in die Kinosäle entlassen wurde, mutet zumindest nicht ganz zufällig an. Dafür sind die beiden Filme sich nämlich zu ähnlich, auch wenn "The Cave", hinter dem natürlich wesentlich mehr Budget steckt, vom amerikanischen Publikum kaum beachtet wurde und auch deshalb hierzulande noch immer auf einen Starttermin wartet.



Gemäß Hollywoods Maxime "Nicht kleckern, sondern klotzen" sieht "The Cave" natürlich wesentlich teurer als sein Genrekollege aus, hat ein paar spektakulärere Momente mehr, aber nie die klaustrophobische, bedrohliche Atmosphäre. "The Cave" ist, wenn man so will, die Light-Version von "The Descent". Als solche fährt sie aber noch relativ gut.

Hier verschlägt es dann auch nicht eine Gruppe von Frauen in unterirdische Katakomben, sondern eine Gruppe Höhlentaucher in die Karpaten nach Rumänien, wo sie auftragsgemäß ein sich über Kilometer erstreckendes, teils unter Wasser liegendes Höhlenlabyrinth mit ihrer Hightech-Ausrüstung erforschen sollen. Das Tauchen in den eigentlich viel zu hellen Gewässern, die dort unten hausenden, von Patrick Tatopoulos (Interner Link"Pitch Black", Interner Link"Underworld: Evolution") leider einfallslos kreierten CGI-Viecher und der blödsinnige Cliffhanger zum Schluss, den solche Filme wohl immer haben müssen, sind dann auch schon der größte Unterschied zu "The Descent".



Immerhin fackelt Hunt nicht lange, schickt nach dem obligatorischen Opener seinen Hollywood-B-Cast, bestehend aus Typen wie Cole Hauser ("Pitch Black", "Paparazzi"), Morris Chestnut ("Under Siege 2: Dark Territory", "Half Past Dead") oder One-Hit-Star Piper Perabo ("Coyote Ugly", Interner Link"Cheaper by the Dozen") in die viel zu geräumigen, zu gut ausgeleuchteten Schächte und gibt ihnen ein paar zwischenmenschliche Probleme mit auf den Weg, damit sie was zu tun haben, bis die Monster zum ersten Mal angreifen und die Stereotypen genregemäß grob abgedeckt worden sind. Ein erster, ernster Vorfall schneidet sie dann auch vom Ausgang ab, im erstbesten Organismus entdeckt man sogleich einen bakteriellen Parasiten und los geht die wilde Luzie, denn ein neuer Weg ans Tageslicht muss gefunden werden.

Im Rahmen seiner Möglichkeiten macht Hunt seine Sache dann auch ganz gut, dezimiert seine Gruppe nach gewohntem Prinzip, darf dabei aber natürlich nie mehr zeigen als wilde Kamerawackeleien und schnelle Schnitte, damit man auch ja nichts erkennt, was R-Rating würdig sein könnte. Dabei sind die Herrscher dieses lange Zeit isolierten Ökosystems wahre Wunder der Natur, die fliegen, tauchen, schwimmen, über ein Echolot "sehen" und klettern können, was alsbald auch den Höhlenkraxlern dämmert.
Zunächst nur mit Kameraeinstellungen des "heimlichen Beobachters" aufwartend und nur kurz durch die verzerrte Ego-Optik der Viecher blickend, kann Hunt zwar nicht richtig fest an der Spannungsschraube ziehen, aber dafür das Labyrinth hübsch unübersichtlich wirken lassen, was die Suche nach einem Ausgang für die Gruppe natürlich erschwert. Die sind ohnehin bald erschöpft, verschreckt und tierisch verunsichert, weil der ass-kicking Anführer selbst schon vom Parasiten infiziert ist und sich langsam zu einem solchen Wesen transformiert.



Klettern, rutschen, tauchen und schwimmen. Hunt fährt das volle Programm und stellt wenig einfallsreich eben alles mit seiner Opfertruppe an, was dort unten so möglich ist. Ab und zu wird dann einer fix gefrühstückt und dann geht es auch schon weiter. Magnesiumfackeln und Taschenlampen erleuchten den glitschig-nassen Irrgarten, der auch mal eisig und dann wieder feurig sein kann, ein paar Knochenbrüche gibt es natürlich auch, aber wenigstens wird nicht ellenlang auf den tödlichen Abgängen herumgeritten. Trauer ist hier verpönt.
Auch deswegen kann sich "The Cave" einen ganz moderaten Unterhaltungsgrad bewahren. Man darf sich eben nur nicht ständig "The Descent" ins Gedächtnis rufen. Wenn auch kreuzbrav alle bekannten, ausgetretenen Pfaden des Genres folgend, zieht Hunt sein Debüt flott durch ohne großartige Mängel aufzuzeigen, aber auch ohne sich als Filmemacher irgendwie zu beweisen. Es ist eben die übliche Hatz benachteiligter Menschen in einem isolierten Handlungsspielraum gegen einen sich den Umständen angepassten Gegner.

Bis zum Finale funktioniert das auch ganz gut und ich fand den Film für sein Rating auch relativ spannend. Einem Kind würde ich diesen Horrorflick jedenfalls nicht vorsetzen, dafür wird am Ende doch zu fix dezimiert. Wenn es auch nie explizit gezeigt wird, so ist das Grauen doch allgegenwärtig und eine bedrohliche Grundstimmung einer allgegenwärtigen Gefahr oder des Ausgeliefertseins kann man schlecht im Nachhinein wegschneiden, wenn man nicht den gesamten Film zerschnippeln will. Nur am Ende macht sich "The Cave" dann etwas lächerlich. Das Finale, in einer mit Methangasen durchsetzten Höhle, die optisch ein wenig der Hölle gleicht und damit Bezug zu einer eingangs des Films erläuterten europäischen Legende nimmt, mit dann in aller Ausführlichkeit gezeigten CGI-Monstern ist ein enttäuschend blödsinniger und simpler Abschluss. Ein verbissener Kampf um Leben und Tod und das mit letzten Kraftreserven stattfindende Entrinnen in die Freiheit hätte dem Film besser zu Gesicht gestanden, denn meist erreicht man bei dieser Art von Filmen mehr, wenn man weniger zeigt. Jedenfalls wenn dem Creature-Designer nicht mehr als ein 08/15-Monster einfällt.

"... und etwas darunter!

Highlight Film hat "The Cave" einen ausgesprochen guten Transfer spendiert und masterte ihn im hauseigenen HD²-Format. Dies hat zufolge, dass uns der Film sehr scharf und detailliert vorliegt und mit einer hervorragenden Kantenschärfe ausgestattet wurde. Der gesamte Transfer ist plastisch und selbst in den Totalen werden keine Details verschluckt. Farben und Kontrast spielen ebenfalls eine wichtige Rolle - nicht zuletzt, da "The Cave" überwiegend in dunklen Gewölben spielt. Hierbei präsentiert sich der Schwarzwert sehr satt und absolut fehlerfrei. Details werden niemals verschluckt und auch die eingesetzten Farbfilter setzen dem Kontrast niemals zu. Das gesamte Farbspektrum reicht von natürlich über kräftig und bunt, bis hin zu den oben bereits genannten Farbfiltern, welche meist grün oder blau ausgefallen sind. Bildrauschen war hier ebenfalls so gut wie gar nicht auszumachen und auch Verschmutzungen scheint der Transfer nicht zu kennen. Einziges Manko ist das dezente Auftreten von Blockrauschen im Hintergrund, welches man aber schon mit der Lupe suchen muss und lediglich in Sequenzen mit viel Nebel etwas deutlicher zu sehen ist. Dies ist jedoch kein Grund, dem Bild die volle Punktzahl zu verwehren ...
Auch bei der Abmischung hat sich Highlight Film viel Mühe gegeben. So serviert man uns einmal einen DTS 5.1 Mix und die obligatorische Dolby Digital 5.1-Variante. Dabei ist der Unterschied wie so oft nur in der unterschiedlichen Lautstärke zu finden und nur der Bass scheint etwas druckvoller bei der DTS-Spur zu sein. Ansonsten liefert man uns eine sehr gute Sprachverständlichkeit und eine Vielzahl gut eingesetzter direktionaler Surroundeffekte in den Actionsequenzen. Aber auch in den etwas ruhigeren Momenten wird uns eine sehr schöne Klangkulisse geboten und die Umgebungsgeräusche wurden sauber abgemischt. In nahezu jeder Szene werden die Effektlautsprecher für Umgebungsgeräusche oder aber Effekte genutzt und sorgen somit für ein sauberes Klangbild, welches die passende Atmosphäre erzeugt. Sogar der Subwoofer bekommt hin und wieder ordentlich etwas zu tun, insgesamt hätten wir uns jedoch in einigen Szenen etwas mehr Druck gewünscht.
Der englische Track unterscheidet sich nur minimal von der deutschen Spur und klingt lediglich in puncto Dialoge und Geräuschkulisse noch eine Spur sauberer. Optional lassen sich noch deutsche Untertitel hinzuschalten.


Weiter geht es mit dem Bonusmaterial, welches zwar nicht sonderlich umfangreich, dafür aber nicht uninteressant ausgefallen ist. Den Anfang mach dabei der 10minütige Einblick Entstehung der Kreaturen, welche von Patrick Tatopoulos ins Leben gerufen wurden und überwiegend aus Animatronik-Modellen bestand. Neben den Erläuterungen, werden uns immer mal wieder kleinere Einblicke in die Arbeit gewährt. Das meiste sind leider nur Filmausschnitte, weshalb das Ganze recht zwiespältig ausgefallen ist. Interessanter ist hier das 19minütige Featurette "Dreh der Unterwasseraufnahmen", bei dem wir einen wunderbaren Einblick hinter die Kulissen gewährt bekommen. Zudem erhalten wir sogar Informationen über die Tiere, welche hier kreuchen und fleuchen. Das Ganze wird dann von der Crew kommentiert. Weiter geht es mit einem Blick hinter die Kulissen, welche uns mit einer Laufzeit von rund 14 Minuten nettes B-Roll-Material spendiert.
Das 4minütige Featurette besteht hierbei nur aus Filmausschnitten und kurzen Statements der Beteiligten und ist nichts anderes als ein reines Werbefilmchen geworden. Auch die 14 Interviews sind leider nicht sonderlich umfangreich ausgefallen, lassen aber Cast & Crew, sowie die Höhlenexperten zu Wort kommen. Es hätte aber ruhig umfangreicher ausfallen dürfen. Zum Schluss gibt es noch vier Darstellerinfos mit Filmografien, welcher leider nicht immer vollständig sind. Weiterhin gibt die obligatorische Trailershow, den besonderen Filmtipp und eine DVD-Empfehlung, sowie ein Booklet, in dem erneut Filmografien zu finden sind. Den Original Trailer hat Highlight Film hier aber leider vergessen mit auf den Silberling zu packen.


Ganz böse sind wir "The Cave" letztlich nicht. Doch "The Descent", da gibt es nichts abzuwiegeln, ist schlicht und einfach eine ganze Klasse besser. Bruce Hunts-Abklatsch kratzt das Potential dieser selten optimal genutzten Prämisse nur an, hat aber natürlich mit seinem PG-13-Rating auch ein Riesenproblem, das nie so richtig in die Vollen gegangen werden darf. Angesichts dessen reicht es letztlich zu einem knapp überdurchschnittlichen B-Movie made in Hollywood, das einen B-Cast durch den Lebensraum gefräßiger Monster jagt und neben den üblichen Dezimierungen keine großartigen Einfälle hat. Weil der Film allerdings schön unübersichtlich mit seiner Umgebung spielt und artig straight zur Sache kommt, kann man soweit zufrieden sein. Mehr hätten wir ohnehin nicht erwartet.
Die Highlight Film-DVD schwächelt zwar etwas in puncto Bonusmaterial, trumpft dafür aber gerade im Bereich Bildqualität auf. Auch tonal darf die Disc überzeugen und das Hologramm-Cover lässt die DVD zudem noch zu einem Blickfang werden.


Film++++--
Bild++++++
Ton++++--
Bonus+++---


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