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D 1991-1997
Originaltitel:Freax 2000
Länge:129:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Manuel Francescon, Bernhard Lenz
Buch:Manuel Francescon, Bernhard Lenz
Kamera:Manuel Francescon, Bernhard Lenz, Reiner Krausz, T
Musik:Uwe Sabirowsky u.a.
SFX:Manuel Francescon, Bernhard Lenz, HFX Frankfurt, Sebastian Merk u.a.
Darsteller:Manuel Francescon, Bernhard Lenz, Eva Leiss, Thomas Schwarz, Ulli Schrodt, Matthias Braun, Tanya Holleis, Sotirios Pappas, Angie Pinsch, Michael Bermejo Wenzel, Sebastian Merk, Anja Nölken, Pamela Homann, Spiridon Pappas, Denise Laser, Heiko Fischer
Vertrieb:Troma / One World
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild) & 1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch
Untertitel:-
Specials:
  • Audiokommentar
  • "Ouch Takes" - Die Pannen-Show (25:43 Min.)
  • Originaltrailer "Freax und so ..." (1:46 Min.)
  • Re-Release-Trailer "Freax 2000: The Ultimate Collection" (3:23 Min.)
  • Und was noch? Die Zeit nach Freax 2000 (19:42 Min.)
  • Trailer "Operation Dance Sensation" (1:56 Min.)
Sie sind schon längst Legende ... ihre Filme werden von Fans und Kritikern gleichermaßen bejubelt ... und es gibt sie immer noch:
Die FREAX! Sie sind schrill, sie sind schräg und sie sind sexistisch - drei gute Gründe, dieses Dream-Team des schlechten Geschmacks einfach zu lieben. Mit spektakulären Special Effects. großkalibrigen Waffen, perversen Sex-Phantasien und jeder Menge Körperflüssigkeit garniert, kämpfen sich groteske Polit-Rambos durch undurchdringlichen Dschungel, werden penetrante Spielshow-Moderatoren plattgemacht, fallen brutale Zahnpastakringel über unschuldige Morgenmuffel her, zeigen wagemutige Ex-DDR-Stuntmen ihre gefährliche Kunst, müssen harmlose Liebhaber vor fiesen Schlampen flüchten, kommentieren Profis das Geschehen im "aktuellen Mord-Studio" und versuchen Experten, hinter das Geheimnis des neuen Jugendtrends "Mass Murdering" zu kommen. Und dies ist erst der Anfang einer wilden Achterbahnfahrt durch die Höhen und Tiefen bundesdeutschen TV-Trashs.


beinhaltet:
Freax ... und so (30:12 Min.)
Freax II: Return Of The Freax (17:52 Min.)
Freax III: Freax heilt! (17:33 Min.)
Freax: The Classic Shorts (13:29 Min.)
Twin Freax (30:28 Min.)
Auf eigene Faust (19:50 Min.)
Das hessische Duo Manuel Francescon und Bernhard Lenz macht Amateur de Luxe - Spaß von, für Fans!

Aus vielen kleinen Episoden - mal mehr, mal weniger abgedreht, setzen sich die einzelnen "Freax"-Teile zusammen. "The Ultimate Collection" besteht aus 6 verschiedenen Folgen der seit 1992 bestehenden Reihe. Dabei ist die Besetzung der gnadenlosen Sketche immer gleich: Francescon und Lenz samt Freunden. Dabei tun alle ihr Bestes, die herrlich skurril-absurden Situationen ebenso überdreht darzustellen. Meist jedoch sind die beiden alleinige Darsteller.


Vorab ein "Gruß" an die Raubkopierer:
Halb zehn morgens in Deutschland. Die Tür klingelt und es ist nicht der freundliche Postbote, sondern ... die GEZ. Ein ertappter Raubkopierer wird von der GEZ gnadenlos zusammengedroschen und seine "Kopierwerkstatt" zerstört ... durchzogen von der Substanz des Filmes: herrliche Idiotie. Denn die meisten Gags sind nicht jedermanns Sache, alles und jeder bekommt irgendwie sein Fett weg, vor allem Addy und Gefolge sind des Öfteren Spott im Spot. Auch gut gefallen hat mir z.B. die Verarsche der MB-Spiele, die "Handpuppe" oder oder oder - eigentlich gibt es immer etwas zu lachen, wobei die nie Sketche sonderlich lang, aber zahlreich sind. Das Zitat "Man lacht oder man kotzt, aber langweilen wird sich niemand" trifft es am Adäquatesten, denn das Gute ist hier, dass die einzelnen Folgen selten eine Länge von 20 Minuten haben und man so "pausieren" kann, wenn man will!


Dabei kommt der Film zunächst ohne große Spezialeffekte oder anderweitig große Kulissen auf, sondern es wird mit den gegebenen Mitteln improvisiert. Bei späteren (wie die für den Hessischen Rundfunk produzierten) Folgen macht sich das höhere Budget jedoch bemerkbar. Dieses (also das Improvisieren) wird z.T. in den Outtakes witzig erklärt (der Angelmord am Donald-Zombie). Dabei sind die Sequenzen immer abwechslungsreich und müssen sich hinter originellen Ideen nicht verstecken. Gewürzt wird dies zunehmend ab der zweiten Episode mit blutigeren F/X, die selten Qualitäten eines Ittenbach erreichen, aber dennoch professionell genug sind, um zu befriedigen. Das Gute ist auch, dass sie nicht in Schnaas-Regionen gelangen und unnötig plakativ und filmdurchsiecht sind.


Dann kommen in "Part 2" mehrere Kurzfilme.
"Zahnpasta des Grauens" ist eine rot-weiß-gestreifte Geschichte eines Frühaufstehers, der von der geweckten Zahnpasta gelyncht wird - kleine Story mit netten F/X, sowohl die Animation der Zahnpasta, als auch deren "Saubermachen".
"Lokruf" ist eine wunderbare "Hamster in der Mikrowelle"-Liebesgeschichte um den besten Freund des Menschen - derb! :-)
"Revolution" ist einfach nur gnadenlos geil. Es war die "Uns Helmut"-Zeit, die BILD schreibt vom Urlaub des Kanzlers, woraufhin ein Mann Deutschland mit der MP rächt. Der sau-mägige Kohl wird unter guten F/X blutig zerschossen. Ziemlich gut geschnitten.
Dem folgen noch weitere, ebenso skurril-blutige Kurzfilme, bis "Freax - The Classic Shorts" endet. Absolutes Highlight: "The Ballad of Bernhard in Bad Luck with a mad slut" - geniale 1:38 Minuten, die mehr nicht brauchen, um ein einfaches "geil!" erzeugen zu können ...
"Twin Freax" sind Sketche, die im Auftrag des hr produziert wurden sind (man beachte die Ähnlichkeit zu Interner Link"Twin Peaks"). Auch hier spielen wieder Lenz und Francescon herrlich ihre Rollen, wenn auch etwas zahmer und weniger blutig. Dennoch überaus sehenswert.


"Auf eigene Faust" ist der würdige Abschluss der "Freax"-Reihe in Form eines längeren Kurzfilmes. Hier ist ein bis an die Zähne bewaffneter Präsident dabei, seine Frau aus den Händen des Bösen (samt gut bestückter weiblicher Anhängerschar) zu befreien. "Ein Präsident sieht rot!!" ist eine nette kleine Actionparodie, die sehr erotisch und facettenreich ist. Macht insbesondere ob der S/M-betuchten Damen Spaß! Aber auch Kostüme und F/X heben sich ab. Die Darsteller tun ihr Bestes, um die klischeebeladenen Rollen zu füllen. Die Geschichte ist zwar mau, aber gut geschnitten und rasant.


Die Filmchen sind teilweise schon 15 Jahre alt, weswegen sie oft typisch verwaschen und "handmade" aussehen, wie es sich für Amateuraufnahmen handelt, die mit einer Heim-Videokamera aufgenommen wurden. Die späteren Sachen haben besser erkennbare Farben bekommen (am Anfang ist es ein blasses, überblendetes Irgendwas) und die Konturen laufen weniger stark aus. Man sieht eben, dass die Sachen von Video transferiert wurden, wobei das den meisten von euch egal sein dürfte. Etwas ungeschickt ist die Kompression, die dazu beiträgt, dass man noch ein wenig an Details und Bildruhe verliert, aber letztlich hat das kaum noch Auswirkungen auf den ohnehin nicht hohen, subjektiven Eindruck.


Der Ton, natürlich nur in Deutsch, eine Synchro wäre schließlich Unsinn, ist auch nicht gerade an vollwertigen Projekten messbar, die dann eine bessere Aufnahmemöglichkeit besitzen als auch eine Nachsynchronisation spendiert bekommen, welche die Qualität meist spürbar verbessert. Das gibts hier natürlich nicht, es wäre aber auch vergebene Mühe, denn die Dialoge sind doch noch ordentlich verständlich. Übersteuerungen bei lauten Geräuschen und ein wenig Rauschen bzw. das Brummen das Kamera sind zwar unvermeidbar, wer aber schon mal eigene Aufnahmen gemacht hat und diese später am Fernsehen abgespielt hat, wird das wohl kennen. Am besten ertönen noch die Musikeinspielungen, die aber keine insgesamte Verbesserung erbringen, weil man sie zu selten zu hören bekommt. Deutsche Untertitel wären stellenweise ganz nett gewesen, aber daran hat One World schon immer etwas gespart.


Der Audiokommentar zum Film, der anscheinend genau am 11. September 2001 entstand, ist herrliches Gequatsche der beiden Freax in bierseeliger Runde, besitzt also den gleichen Unterhaltungswert wie der Film. Vor allem geht es hier um die Entstehungsgeschichten der Clips und man erfährt, dass noch viel mehr Material existiert als auf dieser DVD gezeigt wird. Die Vorbereitung für die zweite DVD, die anscheinend bis heute nicht erschienen ist, wird im "Und was noch?"-Special gemacht, in der viele der neuen Projekte der beiden als auch Soloprojekte vorgestellt werden. Grundsätzlich wird hier zwar versucht, das einzeln erhältliche Material an den Mann zu bringen, das aber auf eine sehr lustige Art und Weise. Als Weiteres gibt es schief gelaufene Szene, die von den Machern dokumentiert werden und zwei Trailer.


Also, "Freax 2000 - The Ultimate Collection" ist genau der richtige Partyfilm für den "anspruchsvollen" Amateurfreund, der nicht Blutbäder braucht, um unterhalten werden zu können. Wer ohnehin auf tiefschwarze, kurzweilige Sketche jenseits von Gut und Böse steht - antesten! Die filmische Qualität ist für Amateur gut, auch die Darsteller sind meist zu verstehen, was dem teilweise hessischen Dialekt zugute kommt.


Film++++++
Bild++----
Ton++----
Bonus+++---


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