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USA 2005
Originaltitel:Cry_Wolf
Alternativtitel:Cry Wolf
aka. Cry_Wolf - You Lie, You Die
aka. Living the Lie
Länge:86:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jeff Wadlow
Buch:Beau Bauman, Jeff Wadlow
Kamera:Romeo Tirone
Musik:Adema, Michael Wandmacher
SFX:Keith VanderLaan
Darsteller:Julian Morris, Lindy Booth, Jared Padalecki, Jon Bon Jovi, Krystal Browning, Antonio D. Charity, Ethan Cohn, Gary Cole, Zach Dulli, Jarvis W. George, Paul James, Jesse Janzen, Sandra McCoy, Anna Deavere Smith, Kristy Wu
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Original Kinotrailer [deutsch / englisch] (2:22 Min.)
  • Making of "Cry_Wolf" (17:22 Min.)
  • Bio- / Filmografien:
    • Julian Morris
    • Jared Padalecki
    • Lindy Booth
    • Jon Bon Jovi
    • Jeff Wadlow
  • Trailershow:
    • No Way Up (1:36 Min.)
    • Wal Mart - Der hohe Preis (2:33 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.
    • El Lobo (1:41 Min.)
    • Rottweiler (1:26 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • 11:14 (1:33Min.)
    • Dumplings (2:05 Min.)
  • 12-seitiges Booklet
Owen ist der Neue an einer traditionsreichen privaten Internats-High School. Durch seinen Zimmergenossen Tom und die attraktive Dodger gerät er schnell an die coolste Clique der Schule, den geheimen "Liar's Club". Gelangweilt vom Schulleben, versuchen sie sich die Zeit mit einem ganz besonderen Spiel zu vertreiben: Einem Lügenspiel, bei dem sie intrigieren, manipulieren und sich gegenseitig aufeinander hetzen. Ein Mordfall in der Gegend bietet dem "Liar's Club" die Möglichkeit, das Spiel auf die gesamte Schule auszuweiten. Sie erfinden den Serienkiller "The Wolf". Doch plötzlich berichten Schüler von einer Gestalt mit Tarnjacke, die sie auf dem Campus gesehen haben. Hat der "Liar's Club" den echten Mörder an den Campus gelockt und vielleicht erst auf die tödlichen Pläne gebracht ...?
"Manipuliere deine Freunde, eliminiere deine Feinde!" - Werbezitat

Manche Sachen scheinen einfach unkaputtbar zu sein. So auch das Genre des Teenie-Slashers. Obwohl sich die Mörder-Handlung schon nach wenigen "Scream"-Plagiaten schnell abgenagt hatte, so gibt es bis heute noch immer einen Slasher nach dem anderen zu besichten. Einige Highlights dazwischen gibt es zwar nach wie vor, man denke nur an den genialen Interner Link"High Tension" und auch Interner Link"House of Wax" war alles in allem ganz nett, doch gerade was sich Monat für Monat in unsere Videotheken verirrt, ist größtenteils grausam und das nicht im positiven Sinne. Mit "Cry_Wolf" sollte es nun, kurz vor Jahresschluss, allerdings noch einmal ein Slasher in die Kinos schaffen und unersättliche Genre-Freaks, so wie z.B. mich, freut das natürlich, trotz all den Enttäuschungen der letzten Zeit. Und unterm Strich ist "Cry_Wolf" dann auch wirklich etwas besser ausgefallen, als der (Video-)Schnitt, auch wenn es wieder nicht zu mehr reicht als dem Durchschnitt.



Im Grunde ist "Cry_Wolf" ein 100% solider Teenie-Horror-Streifen für zwischendurch, der sogar probiert kreativ zu sein, auch wenn er es im Endeffekt zu keinem Zeitpunkt ist. Es geht um ein paar befreundete College-Absolventen, die nach dem mysteriösen Mord an einer ihrer Mitschülerinnen auf die Idee kommen, ihre Mitschüler mit einer Fake-Mail in Angst und Schrecken zu versetzen, in der sie behaupten, dass der Mörder auf dem College sein Unwesen treibt und schon genau wüsste, wer seine nächsten Opfer sind. Doch aus dem Spaß wird schnell blutiger Ernst ...
Die Story ist, wie man schnell merken dürfte, natürlich alles andere als innovativ. Zwar hatte man schon einige Ideen gehabt, um sich wenigstens ein bisschen vom Slasher-Allerlei abzuheben, doch wirklich kreativ oder gar innovativ ist das Ganze trotzdem nie. Zumal die typischen Logik- und Storylöcher natürlich auch hier wieder, in Hülle und Fülle, vorhanden sind. Sprich, von der Geschichte ist hier wirklich alles so, wie man es schon x-Mal gesehen hat.



Doch trotz des altbekannten Tathergangs, kann man den Spannungsaufbau größtenteils als gelungen bezeichnen. Das Spielchen mit dem Spurenlegen und Spuren wieder Verwischen funktioniert einige Zeit recht gut, auch wenn der geneigte Genre-Freak an vielen Stellen schon den weiteren Tatvorgang voraussehen kann. Doch wer sich nicht jeden x-beliebigen Schlitzer-Thriller reinzieht und dadurch noch nicht allzu sehr viel "Insider-Wissen" besitzt, der kann durchaus schon an der einen oder anderen Ecke ein wenig ins Grübeln geraten und erlebt sicher auch einige Überraschungen, mit denen er nicht gerechnet hätte.



Ein wirkliches Gruselerlebnis wird aber, trotz der recht kontinuierlichen Spannung, nicht geboten. Dafür sind die Schocks doch allesamt zu zahm ausgefallen und können nicht wirklich überzeugen. Richtige Schreckensmomente gibt es eigentlich überhaupt nicht. Und wer zudem auf ein Splatterfest oder ähnliches gehofft hat, der wird ebenfalls enttäuscht, denn der Gore-Gehalt ist doch sehr gering ausgefallen, genauso wie der Bodycount. Warum das so ist, wird einem zwar zum Schluss erklärt, doch etwas mehr hätte da im Endeffekt trotzdem rausspringen dürfen, zumal man den kompletten Bodycount auch schon mal ziemlich zum Anfang hin zu Gesicht bekommt.
Zum Schluss hin soll es dann eigentlich noch einmal einen Knalleffekt in Sachen Auflösung geben, der aber auch nur bei blutigen Genre-Anfängern gelingen mag. Wer sich mit Schlitzern auskennt, den dürfte diese Lösung doch sehr kalt lassen, da man selbst diesen Ausgang schon etwas zu oft, in solchen oder ähnlichen Streifen, zu Gesicht bekommen hat. Das haben wohl auch die Macher bemerkt, weshalb sie nach Lösung Nr. 1 gleich noch eine zweite Bombe hintendran hängen wollten, die aber ebenfalls kaum zünden mag. Zugegeben, nach der riesigen Flut von Slasher-Movies, mag es heutzutage sicher sehr schwer sein noch eine Lösung zu finden, die überrascht und rundum zufrieden stellt, doch die gute alte Frage "Wer ist der Mörder?" hätte dem Film unterm Strich sicher besser getan, als dieser "möchte gern kreativ sein, ist er aber nicht"-Schluss! Na ja, für Genre-Anfänger mag es wie gesagt aber funktionieren.



Zu Inszenierung fällt einem ebenfalls nur das Wort "solide" ein. Kameraführung, Regie, Schnitt alles auf einigermaßen akzeptablen Niveau. Die College-Kulisse ist zwar nichts Neues, passt aber dennoch ganz gut. Die düstere Ausleuchtung birgt zudem sogar für ein wenig Atmosphäre. Richtig gut geworden ist zudem der Score, der ab und an ebenfalls für die richtige Stimmung sorgen kann. Darstellermäßig ist alles auf Slasher-Niveau, wobei allerdings vor allem die beiden Hauptdarsteller Julian Morris und Lindy Booth recht übertrieben agieren. Gerade bei Booth hat man manchmal echt das Gefühl, dass sie das durchtriebene Luder unbedingt raushängen lassen möchte, ohne dass dieser Versuch ihr auch wirklich glaubwürdig gelingen mag. All die anderen Gesichter kennt man dagegen nicht, sieht man einmal von einem etwas schwach agierenden Jon Bon Jovi (Interner Link"Vampires:Los Muertos") ab. Alles in allem gehen die Leistungen aber, fürs Genre, gerade so in Ordnung.



Was bleibt ist ein durchschnittlicher 08/15-Teenie-Slasher, für den kleinen Thrillerhunger zwischendurch. Die Inszenierung ist solide, die Story auf typischen Genre-Niveau, die Darstellerleistungen ebenfalls. Für wirkliche Schocks reicht es leider nie aus und Gore-Effekte sind auch Zufallsware, wogegen die Spannungskurve aber akzeptabel ist. Und sofern man sich nicht allzu sehr im Genre auskennt, kann man sich auch mit dem Schluss anfreunden, den der Genre-Kenner aber leider auch schon viel zu oft gesehen hat. Empfehlenswert somit nur allen Anfängern und natürlich denjenigen, die von Slashern und Teenie-Horror einfach nicht genug bekommen können. Alle anderen dürfte "Cry_Wolf" aber wiederum ziemlich kalt lassen!

"Diese Lüge überlebst du nicht!" - Werbezitat

Das Dortmunder Label e-m-s liefert "Cry_Wolf" in einem stylischen Schuber aus und legt noch ein sehr informatives 12seitiges Booklet dazu, in dem wir ein Interview mit den Machern des Filmes nachlesen können. Die Extras auf der DVD sind leider recht mager ausgefallen und können nicht mit der RC1-DVD mithalten. Dort finden wir neben einem Audiokommentar, Deleted und Alternate Scenes, sogar noch zwei Kurzfilme. Für die deutsche DVD schien Rogue Pictures nichts locker machen zu wollen. Dies hat zur Folge, dass wir hier lediglich ein deutsches Making of finden, welches fürs TV produziert wurde und mit knapp 17 Minuten recht kurz ausgefallen ist. Neben einigen Statements von Cast & Crew werden überwiegend Filmausschnitte gezeigt und die Handlung des Filmes durchgekaut. Als Appetit-Anreger vor der Sichtung von "Cry_Wolf" ganz nett, aber kaum informativ. Weiterhin finden wir noch ein paar Bio- und Filmografien, sowie den deutschen und englischen Trailer.

Kommen wir nun zum anamorphen Widescreen-Transfer, der aufgrund eingesetzter Stilmittel nicht immer ganz so zu überzeugen vermag wie gehofft. Die Farben sind sehr kräftig und intensiv ausgefallen. Vor allem Rottöne wirken sehr dominant und der erdfarbige Touch, sowie die absichtlich eingesetzten Weichzeichner in einigen Szenen unterstreichen die Atmosphäre des Filmes. Der Kontrast überzeugt hierbei durch einen satten Schwarzwert, jedoch werden in dunklen Szenen immer wieder Details verschluckt. Weiterhin wirkt das Bild in einigen Sequenzen etwas zu grobkörnig, was aber meist als Resultat von eingesetzten Stilmitteln in hellen Flächen der Fall ist. Die Schärfe hätte durchweg besser ausfallen dürfen, was vor allem im Detailbereich deutlich wird. Richtige Schärfe möchte der Transfer nicht offenbaren und lediglich die Kantenschärfe liefert durchweg recht gute Werte ab. Die Kompressionen arbeiten dafür recht sauber und nur selten macht sich leichtes Blockrauschen bemerkbar. Zudem ist der Transfer frei von Schutz und Defekten.
Die deutsche Audiospur liegt einmal in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor, beide unterscheiden sich aber nur geringfügig voneinander. Die DTS-Spur wartet mit eine etwas höheren Lautstärke auf und auch der Bass wirkt im Ganzen eine Spur wuchtiger. Ansonsten bekommen wir einen durchweg gelungenen Raumklang geboten, der neben einer guten Sprachverständlichkeit, noch mit einem sauberen Score-Einsatz auftrumpfen kann. Der Subwoofer leistet hier ebenfalls ordentliche Arbeit ab, wirkt aber nie aufdringlich. Selbst die Rears überzeugen durch ihren Einsatz, der sich aber überwiegend auf Musik und Umgebungsgeräuschen versteift. Dies sorgt zwar für ein etwas räumliches Klangbild, jedoch hätte der Abmischung etwas mehr Dynamik gut getan. Hin und wieder werden die Rears dann auch mit Effekten gefüttert, wobei direktionale Spielereien eher weniger in das Geschehen eingreifen. Der englische Track unterscheidet sich ebenfalls nicht sonderlich in der Abmischung, bietet jedoch neben einer hervorragenden Sprachwiedergabe mehr Natürlichkeit im Frontbereich und klingt stellenweise eine Spur weiträumiger. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.



Technisch gesehen wird uns also bis auf kleinere Mängel in puncto Detailschärfe eine gute DVD-Umsetzung geboten, jedoch mangelt es hier deutlich an Bonusmaterial. Der in Orange gehaltene Pappschuber macht einen schönen Eindruck und zudem ist die DVD trotz Freigabe ab 16 Jahren völlig ungekürzt. Aber wie schon gesagt: Richtig blutig wird es hier nicht, und wer typische Slasherkost à la Interner Link"Scream", oder Interner Link"Düstere Legenden" erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Ein Blick darf man aber dennoch riskieren, denn unterhalten wird "Cry_Wolf" auf jeden Fall.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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Cry_Wolf
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