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USA 1996
Originaltitel:Rumpelstiltskin
Länge:87:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Mark Jones
Buch:Joe Ruby, Mark Jones
Kamera:Douglas Milsome (als Doug Milsome)
Musik:Charles Bernstein
SFX:Kevin Yagher
Darsteller:Kim Johnston Ulrich, Tommy Blaze, Allyce Beasley, Max Grodénchik, Vera Lockwood, Jay Pickett, Sherman Augustus, Valerie Wildman, Jack McGee, Mark Holton, Donna Barnes, Marsha Dietlein, Ben Marley, Elmarie Wendel, Rachel Duncan
Vertrieb:VCL / Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (splitted Upmix)
Sprache:Deutsch
Untertitel:-
Specials:
  • Filmografien:
    • Kim Johnston Ulrich
    • Vera Lockwood
    • Allyce Beasley
    • Max Grodénchik
Nach 500 Jahren wird aus einem längst vergessenen Märchen grausame Realität. Der Alptraum beginnt, als die junge Witwe Shelly in einem Trödelladen einen mysteriösen Stein kauft, der sich bald darauf in einen grässlichen, seelenlosen Gnom verwandelt. Rumpelstilzchen ist böser und teuflischer als je zuvor. Die Zeit im Reich der Untoten hat sein Gesicht entstellt und ihn in ein Monster verwandelt. Nun setzt er alles daran, die unschuldige Seele von Shellys neugeborenem Baby zu besitzen. Eine grausame Hetzjagd beginnt ...
"When the fairy tale ends, the nightmare begins."

"Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen hole ich mir der Königin ihr Kind. Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß." Wer diesen berühmten Monolog nicht kennt, der darf wohl zurecht von sich behaupten, dass er in seiner Kindheit nicht mit den Grimmschen Märchen aufgewachsen ist und dabei wohl auch mit die schönsten Märchenaufzeichnungen, die diese Welt überhaupt besitzt, versäumt hat. Nun gut, zumindest in Sachen "Rumpelstilzchen" kann man hier einiges nachholen. Wenn auch auf eine völlig andere Art und Weise als in den alten Büchern beschrieben. Denn hier geht das kleine Biest eher in Leprechauns Spuren, auf die Suche nach dem Kind einer "Müllerstocher", kann dem irischen Gnom aber dabei nicht ganz das Wasser reichen.



Im Prinzip ist "Rumpelstiltskin" nichts anderes als eine Interner Link"Leprechaun"-Version des berühmten Märchens, versetzt in die Gegenwart. Durch einen mysteriösen Stein wird ein vor 1000 Jahren verfluchter, kleiner hässlicher Gnom namens "Rumpelstilzchen" in die Gegenwart versetzt. Fortan macht er sich auf die Jagd nach einem neugeborenen Kind, um dessen Seele auszusaugen. Und dabei schreckt er auch nicht vor Mord und Totschlag zurück, bis er endlich an seinem Ziel angelangt ist. "Leprechaun"-Fans werden die Parallelen zwischen ihrem Liebling und dieser Gestalt hier schnell erblicken. Was für den Lep sein Gold, das ist für "Rumpelstilzchen" das Baby. Dass das Drehbuch dabei meist recht unlogisch bleibt, größtenteils frei von Innovationen ist und auch sonst keinerlei Tiefgang besitzt, dürfte wohl absolut niemanden überraschen. Größtenteils geht es einfach nur darum, dem Rumpler bei seinem blutigen Feldzug zuzuschauen.
Schade nur, dass dieser Feldzug unterm Strich dann trotzdem relativ blutarm bleibt. Denn das Meiste passiert hier leider im Off. Blut und Splattereffekte sind eher selten vorhanden und auch sonst gibt es nicht viel, was den Horrorfreund so recht überzeugen soll. Die Schockeffekte sind größtenteils vorhersehbar und eine gewisse Atmosphäre kann mangels Score, der leider viel zu selten spielt, und Inszenierung, auch nur selten einsetzen, vom gelungenen Finale mal abgesehen. Ein wirkliches Grusel- oder Horrorerlebnis sollte man also definitiv nicht erwarten.



Von der Humornote kann man dann allerdings trotzdem zufrieden sein. Denn auch Rumpelstilzchen ist für einige Lacher gut. Am besten sind dabei noch die Szenen, in denen der kleine Gnom versucht ein aufgemotztes Rocker-Bike zu fahren, wenn er seine Opfer in einem riesigen Truck verfolgt oder wenn er mal wieder eines seiner Körperteile verloren hat und dies dann erst einmal von Maden befreit, bevor er es sich wieder ansetzt. Oder wenn er sich den Kopf abreißt und dieser dann eines seiner Opfer zu Tode beißt. Ja dann kann man sich doch mal auf die Schenkel klopfen, vor lachen. Dazu dann noch einige schick bissige Dialoge, die im Deutschen allerdings durch eine lächerliche Synchro wieder zu Nichte gemacht werden.
Ebenfalls gelungen darf man zudem die Maske des Rumplers bezeichnen. Auch wenn sie nicht ganz so herrlich fies ist wie beim irischen Vorbild, so kann aber auch diese Fratze schön überzeugen. Darunter verbirgt sich aber auch ein astreiner kleiner Darsteller namens Max Grodénchik, der Warwick Davis wirklich alle Ehre machen kann. Es macht jedenfalls tierische Freude, ihm bei seiner Arbeit zuzuschauen!
Aber auch alle anderen Darsteller gehen fürs Genre soweit in Ordnung. Viele B-Movie-Darsteller wie Kim Johnston Ulrich, Allyce Beasley oder Jack McGee geben sich die Ehre und machen ihre Sache größtenteils recht überzeugend. Sicherlich nicht unbedingt was für die ganz große Leinwand, aber im Genre-Bereich kann man zufrieden sein.



"All he wants is a little bit of soul."

Es hat eine ganze Weile gedauert bis auch "Rumpelstiltskin" den Weg auf DVD fand und obgleich wir nicht an eine hochwertige DVD-Umsetzung geglaubt haben, enttäuscht die Ausstattung der VCL Comunication-DVD, welche von Warner vertrieben wird, doch schon etwas. Dass bis auf ein paar Filmografien keinerlei Extras auf der DVD zu finden sind, ist zu verkraften, jedoch dass wir weder einen anamorphen Transfer noch den englischen Originalton serviert bekommen, ist ein Ärgernis. Das Letterboxbild erweißt sich zudem als recht schlecht und wird von einem ständig anhaltenden, sehr starken Bildrauschen heimgesucht. Zudem fällt das Bild immer wieder durch leichte Defekte und Verschmutzungen auf. Farbgebung und Kontrast befinden sich hierbei jedoch auf einem recht angenehmen Level, wirkt in hellen Flächen aber mitunter etwas zu steil und hin und wieder auch etwas milchig. Die Schärfe gibt sich hierbei sehr wechselhaft und wird durch das stark grobkörnige Bild und den stehenden Rauschmustern sehr stark beeinträchtigt, so dass der Transfer selbst in Close-Ups von Gesichtern meist unscharf wirkt. Die Kantenschärfe befindet sich dabei noch auf einem guten Niveau, wobei dies lediglich durch Nachschärfung erreicht wurde. Dies hat zufolge, dass viele Sequenzen einfach unnatürlich wirken und das Bild an den Kanten etwas ausfranst. Blockrauschen und Kompressionsartefakte lassen sich ebenfalls ausmachen, wobei sie schon fast im starken Bildrauschen untergehen. Hier wurde durch das Nachschärfen eine Menge verschlimmbessert und der gesamte Transfer schaut aus, als hätten wir es hier mit einem etwas verbesserten VHS-Bild zu tun.



Wie oben schon erwähnt liegt der Ton lediglich in Deutsch vor, wurde dann aber auf Dolby Digital 5.1 aufgepumpt. Dies hört sich im ersten Moment für einen Horrorfilm gar nicht mal so schlecht an, erweist sich beim genaueren Hinhören aber als recht kratzig und stellenweise etwas blechern. Außerdem haben wir es hier mit einem reinen splitted Mix zu tun, was soviel bedeutet, dass hier einfach der Frontkanal auf die Rears gelegt wurde. Dies hat dann zwar zufolge, dass der Track etwas an Räumlichkeit gewinnt, vor allem was die Musik anbelangt, aber schlussendlich nur ein frontlastiger Upmix geworden ist, der direktional nichts zu bieten hat und dessen Dialoge sich ebenfalls in die Rears verirrt haben. Dafür ist der Bass für einen Umpix recht angenehm ausgefallen, wobei man hier natürlich nicht viel erwarten darf.



"Rumpelstiltskin" ist durchschnittliche Horrorcomedy geworden, die zwar durchaus mit einer netten Idee punkten kann, aber ansonsten nur teilweise funktioniert. Dass "Rumpelstiltskin" von den Machern von "Leprechaun" ist, merkt man in jeder Szene zwar nur allzu deutlich, dennoch funktioniert der Horrorpart nicht wirklich, da Spannung und Atmosphäre auf einem enttäuschend niedrigen Niveau sind und auch wirkliche Gore-Effekte, größtenteils, nicht zu sehen sind. Wäre da nicht die rasend witzige Hauptfigur mit der herrlich scheußlichen Maske, den herrlich schrägen Gags und dem wunderbaren kleinen Darsteller unter der Maske, dann wäre ein "durchschnittlich" kaum zu halten gewesen. So reicht es wenigstens dazu!
Die deutsche DVD bietet weder Extras noch den englischen Originalton. Der deutsche splitted Upmix ist ebenfalls von minderer Qualität und das Letterboxbild kommt nicht über gehobenes VHS-Niveau hinaus. Hier sollte man lieber nach Alternativen schauen, anstatt sein Geld für solch einen billig produzierten Silberling auszugeben.


Film+++---
Bild++----
Ton++----
Bonus------


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