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UK 1974
Originaltitel:Golden Voyage of Sinbad, The
Alternativtitel:Sinbad's Golden Voyage
Länge:100:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Gordon Hessler
Buch:Brian Clemens, Ray Harryhausen
Kamera:Ted Moore
Musik:Miklós Rózsa
SFX:Ray Harryhausen
Darsteller:John Phillip Law, Caroline Munro, Tom Baker, Douglas Wilmer, Martin Shaw, Grégoire Aslan, Kurt Christian, Takis Emmanuel, David Garfield
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi (Indisch), Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Italienisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch
Specials:
  • Kinowerbung (10 Bilder)
  • Filmografien:
    • Ray Harryhausen
    • Gordon Hessler
    • John Phillip Law
  • Trailershow:
    • Sindbad und das Auge des Tigers (2:08 Min.)
    • Jason und die Argonauten (1:27 Min.)
    • Sindbads gefährliche Abenteuer (2:52 Min.)
  • Dokumentationen:
    • Die geheimnisvolle Insel (9:06 Min.)
    • Herr der drei Welten (5:21 Min.)
    • Fliegende Untertassen greifen an (8:38 Min.)
Sindbad (John Phillip Law), der Prinz von Bagdad und tollkühner Seefahrer, setzt wieder Segel, um die unbekannte Insel Lemuria zu erforschen. Zusammen mit der schönen Sklavin Margianna (Caroline Munro) und dem Großwesir des Landes Marabia macht er sich auf die gefährliche Reise. Auf Lemuria erwarten Sindbad neben der sechsarmigen Hydra auch der einäugige Zyklop, der die schöne Margianna angreift. Doch Sindbad rettet ihr das Leben und verliebt sich in sie. Schließlich taucht der böse Magier Koura auf, und es kommt zum Kampf auf Leben und Tod.
"Sinbad battles the creatures of legend in the miracle of Dynarama!" - Werbezeile

Mehr als fünfzehn Jahre nach dem weltbekannten "The Seventh Voyage of Sindbad" folgte Harryhausens größtem Trickerfolg ein zweiter Teil nach. Mit komplett neuer Besetzung wurde "The Golden Voyage of Sinbad" entworfen, der jedoch dem Schema des Vorgängers aufs Haar folgte. Wieder geht es um ein Handicap (diesmal ein entstellter Großwesir und ein bedrohtes Reich), für das auf magische Weise Abhilfe geschaffen werden muss. Wieder steht dagegen ein böser Zauberer, der die magischen Utensilien (eine Krone, Unsichtbarkeit, Jugend) für sich einnehmen will. Und natürlich ist auch eine schöne Frau dabei, die auf der Suche eine entscheidende Rolle spielen wird. Rein erzählerisch ist es also eine Doublette des ersten Films, wenn auch der Weg nicht ganz so offen vorgezeichnet ist. Das Rätselspiel des gedrittelten goldenen Amuletts muss erst mal gelöst werden und die Reise verlangt Sindbad mehrere Stationen ab, die Abwechslungsreichtum garantieren. Die Vielfarbigkeit kann aber an der Einfachheit der Story nichts ändern, die zusätzlich noch mit einem komischen Sidekick (Harun) abgerundet wurde.



Das Problem auch dieser rasant erzählten Geschichte sind technische Mängel, weniger die Darsteller. John Philip Law ist ein passabler Sindbad, Tom Baker ein gar düsterer Schurke, dessen Pakt mit dunklen Mächten an seiner Jugend zehrt und Caroline Munro kann zwar nicht durch schauspielerisches Talent, dafür durch eine aufregende Optik glänzen, die ihr mehrfach beinahe aus der Bluse fällt.
Schwächen offenbart der Film vor allem bei den Hintergründen und Matte Paintings, die oftmals schlampig eingesetzt wurden und künstlich, bzw. gemalt aussehen. Auch sind die Farben manchmal recht grell, bei alten Kopien mit starkem, intensiven Braunstich. Harryhausen ist zwar hochaktiv dabei, doch seine Arbeit beginnt hier bereits qualitativ auseinanderzufallen. Sein Homunkulus ist zwar niedlich, doch die Interaktion mit den Darstellern nicht so gut wie im anderen Film mit der Prinzessin. Die Galionsfigur ist recht gut, aber doch (verständlich) arg hölzern. Die Szenen mit dem beschworenen Geist im Orakeltempel sind stimmungsvoll gemacht, aber der Trick ist arg durchsichtig und nicht immer perfekt. Ausgesprochen edel dafür der Kampf mit der sechsarmigen Kali, ein Meisterwerk der Animation. Ebenfalls rein dramatisch sehr eindrucksvoll ist der Schlusskampf zwischen Zentaur und Greif, wobei allerdings erwähnt werden muss, dass er gegen die Kali stark abfällt. Ist der Zentaur noch akzeptabel, sieht der Greif nachlässig gebastelt aus und die Bewegungen wirken bei beiden manchmal abgehackt.

 


Was aber positiv zu bewerten ist, ist dass der Film durchaus auf märchenhafte Art als Abenteuerfilm funktioniert, selbst wenn mal keine Stop-Motion-Monster durchs Bild geistern. Tatsächlich hat "The Golden Voyage of Sinbad" reichlich Atmosphäre zu bieten, wenn es schon an guten Hintergründen mangelt. Neben den Anfangssequenzen mit dem Großwesir und dem Auftauchen Kouras am Strand wissen vor allem der Orakeltempel und die Schlussszenen mit dem Schwertkampf mit dem Unsichtbaren zu gefallen. Mit passender Musik versehen gerät die Schlacht im Felsendom zu einem mitreißenden Schlusspunkt mit einem märchenhaften Springbrunnen der mystischen Art.

 


Insgesamt eine Fortsetzung der würdigen Sorte, wenn auch mit leichten Abstrichen, dafür aber noch abwechslungsreicher. Hier nach sollte noch "Sindbad und das Auge des Tigers" folgen, der jedoch der schwächste Beitrag der Trilogie ist und gerade mal als Durchschnitt durchgeht.



Es ist immer wieder schön, wenn Klassiker den Weg auf das digitale Medium finden und die Labels dementsprechend liebevoll damit umgehen. Auch "The Golden Voyage of Sinbad" hinterlässt trotz seines Alters von rund 31 Jahren einen gelungenen Eindruck. Das anamorphe Bild überzeugt durch kräftige und satte Farben, sowie einen ausgewogenen Kontrast, der nur selten Grund zur Kritik aufkommen lässt und mit einem guten Schwarzwert aufwarten kann. Ebenfalls die Schärfe befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wirkt überwiegend scharf und knackig, überzeugt durch eine hervorragende Kantenschärfe und saubere Konturen, welche nur selten etwas überstrahlen. Auch die Detailschärfe ist beachtlich und so wirken vor allem Nahaufnahmen von Gesichtern teilweise gestochen scharf und offenbaren jegliche Details. Hin und wieder fällt die Schärfe etwas ab, stärkeres Bildrauschen dominiert das Geschehen und lässt das Bild urplötzlich wesentlich schlechter erscheinen. Auch Defekte und Drop-Outs machen sich in einigen Sequenzen deutlich bemerkbar, meist in den Aufnahmen in denen viel mit Spezialeffekten gearbeitet wurde. Die Kompressionen arbeiten ebenfalls recht unauffällig und lediglich dezentes Blockrauschen ist in einigen Szenen auszumachen, ansonsten dürfen wir mit der technischen Umsetzung im Bereich der Bildqualität mehr als zufrieden sein.
Der deutsche Monotrack lässt ebenfalls keine Wünsche übrig und wirkt weder verraucht noch verzerrt er im Hochtonbereich. Die Dialoge sind gut zu verstehen und gelegentliches Kratzen stört zu keinem Zeitpunkt. Im Vergleich zur englischen Spur klingt der deutsche Track etwas dumpfer und nicht so natürlich, wobei die Dialoge bei der englischen Spur etwas leiser, dafür aber natürliche wirken. Zusätzlich darf man noch zwischen 18 Untertiteln wählen und man kann sich den Film noch in Französisch, Italienisch und Spanisch anschauen.
Das vorliegende Zusatzmaterial ist etwas zwiespältig ausgefallen und hat bis auf eine Bildergalerie und den Original Trailer eigentlich nicht viel mit dem Film zu tun. Die drei jeweils knapp 5 bis 10minütigen Dokumentationen, welche durchaus informativ und sehenswert sind, handeln von drei anderen Klassikers aus der Harryhausens-Schmiede und gehören eigentlich gar nicht an diese Stelle. Dennoch ist es schön, einmal einen kleinen Einblick in die Arbeit zu bekommen. Zum Schluss finden wir noch zwei weitere Trailer und einige Filmografien. Der DVD liegt zudem noch ein 6seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen bei.



"Sindbads gefährliche Abenteuer" gehört zu den Klassikers des Phantastischen Film, welche einfach nicht in einer guten Sammlung fehlen sollten. Columbia / TriStar liefert mit dieser mittlerweile preisgünstigen Veröffentlichung eine wirklich würdige Umsetzung ab und lediglich die etwas mageren Extras trüben den positiven Gesamteindruck ein wenig.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++----
Bonus++----


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NewsMonster machen Mobil 3 - SciFi-Horror-Fantasy-Festival - Hamburg 30.3.-1.4.2012
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