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USA 2005
Originaltitel:Harry Potter and the Goblet of Fire
Länge:150:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Mike Newell
Buch:Steven Kloves (als Steve Kloves), J.K. Rowling
Kamera:Roger Pratt
Musik:Patrick Doyle, John Williams
SFX:Dominic Tuohy, Industrial Light & Magic
Darsteller:Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Ralph Fiennes, Michael Gambon, Brendan Gleeson, Jason Isaacs, Gary Oldman, Miranda Richardson, Alan Rickman, Maggie Smith, Timothy Spall, Afshan Azad, Tiana Benjamin, Predrag Bjelac, David Bradley, Shefali Chowdhury, Jarvis Cocker, Warwick Davis, Frances de la Tour, Louis Doyle, Alfred Enoch, Tom Felton, Jonny Greenwood, Robert Hardy, Shirley Henderson, Joshua Herdman, Stanislav Ianevski, Katie Leung, Matthew Lewis, Henry Lloyd-Hughes, Roger Lloyd-Pack, Angelica Mandy, William Melling, Devon Murray, Robert Pattinson, James Phelps, Oliver Phelps, Clémence Poésy, Jeff Rawle, Tolga Safer, Phil Selway, Charlotte Skeoch, David Tennant, Jamie Waylett, Robert Wilfort, Mark Williams, Bonnie Wright
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Das Drachengehege:
    • Das Trimagische Turnier: Die Drachen-Aufgabe
    • Harry gegen den Hornschwanz: Die erste Aufgabe (5:52 Min.)
    • Triff die Champions (13:05 Min.)
  • Der See:
    • Das Trimagische Turnier: Die Aufgabe im See
    • Unter der Oberfläche: Die zweite Aufgabe (9:24 Min.)
  • Das Labyrinth:
    • Das Trimagische Turnier: Die Aufgabe im Labyrinth
    • Zum Friedhof und zurück
    • Das Labyrinth: Die dritte Aufgabe(6.31 Min.)
    • Der, dessen Name nicht genannt werden darf (10:41 Min.)
  • Hogwarts:
    • Zusätzliche Szenen (9:43 Min.)
    • Vorbereitungen für den Weihnachtsball (8:41 Min.)
  • Im Gespräch mit den Schauspielern (30:35 Min.)
  • Gedanken zum vierten Film (14:15 Min.)
  • Trailer (1:14 Min.)
  • DVD-ROM Part
Das große Abenteuer beginnt, als der Feuerkelch Harry Potters Namen freigibt und Harry damit Teilnehmer eines gefährlichen Wettbewerbs unter drei ruhmreichen Zauberschulen wird - des Trimagischen Turniers. Wer aber könnte Harrys Namen in den Feuerkelch geworfen haben? Jetzt muss er einen gefährlichen Drachen bezwingen, mit gespenstischen Wasserdämonen kämpfen und einem verzauberten Labyrinth entkommen - nur, um am Ende Dem-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf gegenüberzustehen ...
"Bone from the father, unwillingly taken."

Die ganze Nation geht mal wieder auf den Knien, es ist wieder Potter-Time!
Zum vierten Mal jährt sich der Massenstart, der immer zur Premiere einer neuen Verfilmung der Bücher J. K. Rowlings anfällt und es ist wieder einer vom Feinsten. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn der vierte Band lag genau im Zenit des weltweiten Hypes, der bezüglich der Reihe einsetzte und die Erwartung an den wohl buntesten Potter-Band waren dementsprechend gewaltig.
Da war es natürlich illusorisch, zu hoffen, dass das 800-Seiten-Werk in irgendeiner Form vorlagengerecht in eine gut 150-Minuten-Kinofassung zu pressen wäre. Und so ist es dann auch geschehen. Was damals in den Kinos und jetzt auf DVD zu sehen ist, wirkt wie eine Rumpfversion eines viel detaillierteren Director's Cut, der aber wohl nie kommen wird, ein Film, dessen Drehbuch sich an den wichtigen Angelpunkten des Buchs entlang hangelt, ohne wirklich tiefer in die reizvolle Materie der Zauberer einzusteigen, weil die vielen inhaltlichen Extras den Fluss der Story einfach nur aufgehalten hätten.
Ergo hakt das Skript diese Plot-Säulen im Eiltempo ab und hofft, dass auch ja alle Zuschauer alles mitbekommen werden. Von der Quidditch-WM mit dem Erscheinen des dunklen Mals über das trimagische Turnier geht man direkt über zu den drei zu lösenden Aufgaben, unterbrochen nur von dem Weihnachtsball, bei dem erstmals hochpubertäre Teenagerproblematiken hochkochen. Schließlich gibt's ein großes Finale auf einem Friedhof samt Rückkehr des bösen Lord Voldemorts und damit wäre der Film auch schon am Überlaufen.



"Flesh from the servant, willingly given ..."

Ich will jetzt gar nicht erst in den Kanon der Vorlagen-Puristen einsteigen, allerdings muss ich konstatieren, dass durch diese rabiaten unterhaltungsfixierten Kürzungen einiges an verbindendem und auch erklärendem Material verloren gegangen ist oder ausgespart wurde. Als Beispiele wären zu nennen etwa die drei unverzeihlichen Flüche, die zwar besprochen werden, gegen die die Schüler jedoch nicht im Bild trainiert werden, so dass Harrys finaler Widerstand gegen den tödlichen Fluch Voldemorts geradezu mirakulös wirkt. Auch die Auflösungen und Aufklärungen am Ende wirken überhastet und verknappt und der Tenor der Wiedergeburt Voldemorts wird zum Schluss mehr der Transferfähigkeit der Zuschauer überlassen.



Dass man verschiedene Figuren gestrichen hat, kommt dem Plot nicht immer in die Quere (Ludo Bagman etwa) und der "BELFER"-Handlungsstrang ist in seiner Abwesenheit schon als Wohltat zu bezeichnen. Aus der Reporterin Rita Kimmkorn jedoch lediglich einen belanglosen Supportplayer zu machen, deren Geheimnis am Ende unterschlagen wird und die praktisch nur als Showstopper in Erscheinung tritt, ist fast ein kleines Verbrechen. Das wirkliche Problem des Films ist die Art, wie er die Figuren behandelt. Konnte Cuaron mit dem dritten Film seine Charaktere wirklich und wahrhaftig noch ausbauen und mit mehr Tiefe versehen, wird jetzt der erzählerischen Hektik so ziemlich alles geopfert.
Der Konflikt zwischen Ron und Harry, irgendwo zwischen Neid und Eifersucht angesiedelt, ist deutlich unterentwickelt, die pubertären Zwänge kommen ziemlich überraschend, ebenso wie die romantischen Schwärmereien gegenüber der Mitschülerin Cho. Alles verdichtet sich erst in der Weihnachtsballsequenz, bis dato waren die Szenen zu dem Thema immer sehr auf komisch gestrickt, so dass die geradezu dramatische Emotionalität am Ende des Balls fast verstörend wirkt.
Es hat fast den Eindruck, als wollte Newell eine Show mit seinen Charakteren bieten, bei der Harry als actionbetonter Held im Mittelpunkt steht, seine inneren Konflikte aber komplett unterschlagen werden. Wenn er in der zweiten Prüfung etwa nicht nur seine "Kostbarkeit", sondern auch die Fleurs retten will, dann hat man nie den Eindruck, er tut es, weil er um das Leben der zu Rettenden ernsthaft fürchtet. Das ist umso entfremdender, weil der Wettbewerb hier wirklich als mögliche tödliche Vorstellung herüberkommt und nicht als kontrollierbares Turnier. Im Widerspruch dazu steht dann wiederum die dritte Prüfung in dem Heckenlabyrinth, in dem man sich die Monstren und magischen Fallen wohl aus Kostengründen gespart hat, das aber sonst seinem angesprochenen Zweck nie Rechnung trägt.



"Blood from the enemy, forcibly taken."

Gegen den vielbeschäftigten, aber nicht genügend ausgeleuchteten Harry steht etwa ein Ron, der eindeutig in die Richtung "comic relief" geschoben wird, wo er endlich mal Tiefe entwickeln könnte. Aber dafür bleibt keine Zeit. Und auch Hermine wird, wenn sie auch noch am besten aus der Rechnung heraus kommt, mehr zum Ausdruck von Emotionen umgeformt, für die die meisten Charaktere keine Zeit haben, eine praktisch erklärende Instanz, die man bei besserer erzählerischer Ausgewogenheit gar nicht nötig gehabt hätte. Ausgesprochen gut ausgesucht sind die Darsteller der neuen Figuren, sowohl Victor Krum als auch Karkaroff kommen brauchbar herüber, auch Barty Crouch und sein Sohn treffen den Ton gut, nur Fleur Delaceur hätte noch etwas ätherischer wirken dürfen. Aber sie alle haben nur Bit-Parts, die der Handlung zuspielen.
Allein Ralph Fiennes als nasenloser Voldemort kann sich freispielen, aber dafür erinnert er sehr stark an seine Performance in "Roter Drache". Trotzdem eine gute Option für die finalen Filme. Von Natasha Richardson als Rita Kimmkorn ist leider zu wenig zu sehen und auch Harrys Romanze Cho hat hier nur eine Szene, die aber gut ausschaut.
Dennoch bleibt bestehen: der Erzähl- und Zeigewut wird hier alles untergeordnet, jegliche Subtilität oder storybezogene Raffinesse bleibt auf der Strecke, das Ergebnis ist bunt, laut, schnell und unterhaltsam, aber eben weniger sättigend als im Falle des letzten Films, dem bisher qualitativen Höhepunkt der Saga. Aber wer "money shots" wie den unnötig überlangen Drachenkampf hat, muss sich wohl darum nicht sorgen.



"The Dark Lord will rise again."

Was also wurde falsch gemacht? Gar nicht mal so viel, denn in der Summe der Teile könnte der Film funktionieren, wenn man es z.B. wenigstens in diesem Fall so machen würde, wie Peter Jackson mit seiner "Herr der Ringe"-Trilogie, nämlich für die DVD-Version noch eine halbe Stunde Material hinten dran hängen. Fans würden eine Drei-Stunden-Version zweifelsohne begrüßen und den Buchfans würden damit sicher auch noch einige Gefallen zugunsten der Figuren getan.
Aber ich schließe mich gar nicht der Wirkung des Films aus: Wenn ich den Wälzer nicht gerade frisch wieder gelesen habe, lässt man sich von Mike Newell einfach überrollen und der Eindruck hält einige Tage an, bis sich die verschiedensten Fragen in den Vordergrund drängen. Von da an gilt: take the money and run!



Die "2-Disc Edition" im Härtetest.

Im Grunde ist es doch jedes Mal das Gleiche. Da erscheint ein erfolgreicher Blockbuster auf DVD und könnte direkt im ersten Schritt perfekt auf den Silberling gebannt werden, doch stattdessen geht man wieder Kompromisse ein und liefert schlussendlich eine halbherzige Veröffentlichung ab. Das Schlimme daran ist, dass obgleich die Fans sich darüber aufregen und die Labels eine Menge an Feedback bekommen - ja selbst die Presse testet eine DVD schon lange nicht mehr mit verschlossenen Augen und den Dollars der letzten Werbeeinahmen unter dem Sitzkissen, sondern machen den Firmen deutlich klar, dass der Kunde einfach mehr für sein Geld verlangt - die Filme immer noch in Massen gekauft werden. Tja und das ist genau diese Art von Diskussion, welche aufgrund mehrere Faktoren schnell ins Absurde laufen würde, denn solange es Käufer für die jeweiligen DVDs gibt, solange wird auch munter weiter billig produziert.

 


Was das Ganze jetzt mit unserem "Harry Potter"-Review zu tun hat? Nun, eine ganze Menge. Nicht nur, dass Warner ab dem dritten Teil die Erstauflagen nicht mehr als Digipack veröffentlicht und das Zusatzmaterial bisher mehr Spielerei als informativer Bonus war, kristallisiert es sich immer deutlicher heraus, dass die "großen" Firmen ihre "großen" Filme einfach nicht entsprechend würdigen. Bei "Harry Potter und der Feuerkelch" ist dann auch wieder einiges nicht so wie man es von einer aktuellen Kinoproduktion erwarten würde. Hier fängt das Ärgernis bereits beim Bild an. Zwar bekommen wir keinen schlechten anamorphen Widescreen-Transfer geboten, aber für einen Film wie "Harry Potter" hätte Warner schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen müssen, anstelle uns einen Standard-Transfer zu servieren, dessen Bitrate nicht über 6,8 MBit/Sek. hinwegkommt.
Im Grunde wäre das alles nicht mal so tragisch, denn dass man trotz einer geringeren Bitrate ein gutes Ergebnis erzielen kann, haben in der Vergangenheit bereits einige Firmen bewiesen. Doch leider erreicht man hier nur einen soliden Standard mit einem recht harten Kontrast. Zwar scheint dieser so gewollt zu sein, doch leider ist das Bild durchweg zu dunkel und lässt zudem sehr schnell wichtige Details einfach verschwinden. Dies fällt in der "Labyrinth"- und "Friedhof"-Sequenz besonders extrem auf, dort sitzt man stellenweise im Dunkeln und erkennt nur gerade das Nötigste an Bilddetails. Dies war definitiv im Kino nicht so ausgeprägt. Dafür ist der Schwarzwert durchweg gut, aber nicht überragend ausgefallen und lediglich über die Farbgebung lässt sich nichts Negatives berichten. Zwar wurde hier sehr viel mit Farbfiltern gearbeitet, was zur Folge hat, dass das Bild einmal knallig bunt und dann wieder kühl und dunkel, ja sogar hin und wieder etwas blass erscheint. Doch das ist ganz allein das Resultat eines gewollten Stilmittels und hat keine Auswirkung auf unsere Bewertung. Dass der Transfer frei von Schmutz und Defekten ist, brauchen wir wahrlich nicht zu erwähnen, etwas anderes hätten wir auch gar nicht akzeptiert, und auch die Kompressionen leisten bis auf einige total Ausfälle (Labyrinth"- und "Friedhof"-Sequenz) eine gute Arbeit. Lediglich leichtes Nachziehen in schnellen Kameraschwenks trübt den Sehgenuss etwas. Ein weiter Kritikpunkt und neben dem viel zu dunklen Kontrast mit Sicherheit das größte Manko dieser DVD ist die Detailschärfe. Darf sich das Schärfeverhalten dank Nachschärfung noch als gefällig erweisen und überzeugt mit sauberen Konturen und einer guten Kantenschärfe, welche das Bild etwas mehr Plastizität verleiht, fehlt es dem Transfer an der nötigen Detailschärfe. Anstelle uns ein glasklares Bild bis in die letzte Pore abzuliefern, erscheint der Transfer teilweise wie durch einen Weichzeichner gezogen und wirkt überwiegend etwas verwaschen und unscharf. Richtig detailliert wird es nicht einmal in den Nahaufnahmen, wobei man hierbei zumindest noch eine angenehme Schärfe vorgelegt bekommt. In einigen Szenen sind zudem leichte stehende Rauschmuster zu bemerken, welche aber kaum ins Gewicht fallen, der Komplettierung halber aber Erwähnung finden sollte.
Aber nicht nur das Bild hat mit einigen Mängeln zu kämpfen, sondern auch der Dolby Digital 5.1 Track ist für einen Film wie "Harry Potter und der Feuerkelch" einfach zu zahm ausgefallen. Zwar werden alle Kanäle sauber angesteuert und die Rears bekommen mehr als einmal ordentlich etwas zu tun, aber zum Einen ist die Abmischung noch eindeutig zu frontlastig ausgefallen und zum Anderen klingen die Dialoge viel zu dünn und teilweise ungewöhnlich dumpf. Aufgrund der Frontlastigkeit hat die Klangkulisse natürlich etwas darunter zu leiden und so werden wir zwar immer wieder mit einigen direktionalen Einstreuungen belohnt und die Rears sind zumindest für die Umgebungsgeräusche und den Score im Einsatz, aber dem Ganzen fehlt nicht nur eine ansprechende Dynamik, sondern auch ein kräftiger Bass. Brachialität ist hier ein Fremdwort und wer sich einmal den Kampf gegen den Drachen anhört, weiß, was ich meine. Anstelle mit einer wuchtigen und ohrenbetäubenden Abmischung aufzuwarten, bekommen wir lediglich Standardkost vorgesetzt, bei der jeglicher Druck zu fehlen scheint. Zwar ist selbst die englische Originalfassung nicht sonderlich besser, aber zumindest klingt die Front ein wenig natürlicher und die Abmischung erscheint eine Spur weiträumiger. Aber auch hier mangelt es an einem ausgeprägten Sub und präziser Surroundeffekte.

 


Sprechen wir nun über die Extras, welche komplett auf die beiligende Bonus-DVD gepresst wurden. Neben einem anständig animierten Menü, welches aber zu sehr nach Computer ausschaut, anstelle uns Szenen aus dem Film zu spendieren, fangen wir mit der ersten Hauptkategorie an und klicken auf Drachengehege.
Hier finden wir dann zu allererst ein kleines Spiel, bei dem es darum geht, mit euerer Fernbedienung die "Drachen-Aufgabe" aus dem Film nachzuspielen, was zumindest für die erwachsenen Potter-Fans ein Leichtes sein sollte, außer eurer Fernbedienung geht der Saft aus, wie es uns beim Testen passiert ist. Diese Aufgabe gelöst, sollte man sich dem knapp 6minütigen Featurette Harry gegen den Hornschwanz widmen. Wie es der Titel schon sagt, handelt es sich hier um eine kleine Dokumentation über die Entstehung der Drachensequenz, bei der wir einen leider viel zu kurzen Einblick in die Realisierung dieser aufwendigen Szene bekommen. Leider stimmt das Verhältnis von Filmausschnitten und Aufnahmen vom Set nicht, was das Ganze zwar nicht uninteressant werden lässt, aber schlussendlich nicht viel an Infogehalt hergibt, wie man es eigentlich erwarten dürfte. Das letzte Featurette in dieser Sparte heißt Triff die Champions und zeigt uns einen 13minütigen Einblick hinter die Kulissen und in den Tagesablauf der drei Champions, gegen die Harry im Film antreten muss. Dies ist recht kurzweilig und man erfährt ein wenig über den Ablauf am Set und merkt erst einmal, dass Schauspieler nicht nur einfach zum Set kommen, ihren Text aufsagen und dann wieder verschwinden. Nein, hier beginnt der Arbeitstag der drei Teenager bereits um 5:30 h und die ersten Takes beginnen um 10:45 h. Es werden von den Dreien immer wieder mal mehr, mal weniger informative Statements eingestreut und wie alle anderen Featurettes auch wurde hier deutsch untertitelt.
Nun können wir uns den nächsten Menüpunkten zuwenden und finden unter Der See zwei weitere Punkte. Zum einen ein weiteres Spiel, bei dem es darum geht die "Aufgabe im See" zu meistern. Erneut benutzt ihr hierbei die Fernbedienung. Solltet ihr die "Drachen-Aufgabe" bereits gelöst haben, werdet ihr schnell merken, dass ihr automatisch zu der zweiten und nach Beenden dieser zur dritten Aufgabe gelangt. Leider wird der Gewinner aller drei Aufgaben nicht mit einem kleinen Featurette oder ähnlichem belohnt.
Das nächste Featurette hat eine Laufzeit von knapp 9 Minuten und nennt sich Unter der Oberfläche. Hier bekommen wir einen schönen Einblick in die Entstehung der "See-Szene", welche noch um ein ganzes zeitraubender und aufwendiger umzusetzen war als die "Drachen-Aufgabe". Hier bekommen wir vom Tauchtraining für Daniel Radcliffe bis hin zur Computeranimationen der Meeresbewohner einiges gezeigt und erklärt. Leider kratzt man in den neun Minuten erneut nur an der Oberfläche, anstelle wirklich in die Tiefen hinabzutauchen. Nun begeben wir uns in das Labyrinth, wo uns wieder Featurettes erwarten und das obligatorische Spiel, bei dem wir uns per Fernbedienung durch ein Labyrinth kämpfen müssen, um an das Ziel und den Pokal zu kommen. Dabei müssen wir durch das Aufsagen von Zaubersprüchen unsere Gegner bezwingen. Hier findet sich noch ein zweites Spiel, welches den Titel "Zum Friedhof und zurück" trägt. Hierbei müsst ihr euch ebenfalls durch ein animiertes Level mit eurer Fernbedienung kämpfen und mit eurem Zauberstab bewaffnet gegen Todesser etc. antreten. Das richtige Featurette beschäftigt sich natürlich mit der dritten Aufgabe und gewährt uns in knapp 7 Minuten einen Einblick in die Umsetzung dieser Szenen. Erneut eine viel zu kurze Mischung aus Filmausschnitten, Interviewblöcke und Aufnahmen vom Set. Etwas interessanter wird es aber im letzten Featurette unter diesem Punkt. Knapp 10 Minuten beträgt die Laufzeit von Der, dessen Name nicht genannt werden darf. Hier beschäftigt man sich mit Ralph Fiennes' Rolle als Voldemort. Man zeigt uns zwar ebenfalls viele Interviewblöcke und Filmausschnitte, jedoch dürfen wir auch der Verwandlung von Ralph Fiennes in Voldemort beiwohnen, was zumindest für ein paar nette und informative Minuten sorgt. Aber auch hier hätten wir uns deutlich mehr an "Hinter den Kulissen"-Material gewünscht.
Der letzte Menüpunkt, welchen wir besuchen können, nennt sich Hogwarts. Und auch hier finden sich wieder einige Featurettes, wobei auch hier der Informationsgehalt eher spärlich ausgefallen ist. Unter erweitere Szenen finden wir rund 10 Minuten an nicht im Film befindlichen Szenen, welche aber extra für die DVD-Veröffentlichung farbkorrigiert, anamorph abgetastet und sogar deutsch untertitelt wurden. Eigentlich schade, dass man sich soviel Mühe macht und die Szenen dann für die DVD nicht in den Film geschnitten hat. Gerade das Rock-Konzert wäre eine absolute Bereicherung gewesen. Unter "Vorbereitungen für den Weihnachtsball" finden wir ein weiteres 8minütiges Mini-Featurette ganz im Stil der anderen fünf Featurettes, welches erneut Filmausschnitte, Interviewblöcke und Setaufnahmen kombiniert. Nett, aber ebenfalls nicht sehr informativ. "Im Gespräch mit den Schauspielern" ist dann die Rettung und das erste Featurette mit einer längeren Spielzeit. Ganze 30 Minuten dürfen wir uns an einer Interviewrunde mit Dan Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson erfreuen, welches von Richard Curtis geführt wird. In gemütlicher Umgebung, bekommen wir ein sehr informatives und interessantes Interview geboten, bei dem alle drei Hauptdarsteller eine Menge zu erzählen haben. Zudem ist es erstaunlich wie erwachsen die drei doch wirken, vor allem Emma Watson, welche zu einer sehr attraktiven jungen Dame herangewachsen ist und wirklich sehr reif wirkt. Den nächsten 15 Minuten gehört dem Featurette "Gedanken zum 4. Film", bei dem die jungen Darsteller einfach noch einmal über die Dreharbeiten in Interviewblöcken sprechen können. Das Ganze besteht selbstverständlich nur aus "many happy people", was ja auch soweit in Ordnung geht, sowie einigen weiteren Einblicken hinter die Kulissen der Produktion. Mit Sicherheit nett anzusehen, aber Informationen lassen sich hier nicht unbedingt finden. Zum Schluss spendiert man uns noch den Original U.S-Kinotrailer, sowie einen DVD-ROM-Part, bei dem noch ein paar Goodies zu finden sind wie z.B. animierte Hintergrundinfos, Links zur offiziellen Website etc.
Insgesamt gesehen sind die Extras recht mager ausgefallen und hier vermisst man nicht nur ein richtiges "Making of", sondern auch Interviews mit dem Regisseur oder der Autorin. So hält man sich zwar eine ganze Weile mit der Bonusdisc auf, aber richtig aufschlussreich ist das alles nicht. Zumindest wurden aber alle Extras deutsch untertitelt und die Filmausschnitten liegen grundsätzlich in der deutschen Sprachfassung vor.



Insgesamt ist die technische Seite der DVD mehr als ernüchternd ausgefallen und man wird das Gefühl nicht los, als würden die Labels bewusst ein Ass im Ärmel behalten. Fans und Experten denken dabei direkt an HDTV und einer besseren Qualität bei dem DVD-Nachfolger HD-DVD oder einer besseren Qualität bei Premiere direkt HD in einigen Monaten. Das mag vielleicht so sein, aber es ist ja nun einmal so, dass man hier gerade im Bildbereich ein viel schärferes und brillanteres Bild hätte zaubern können, denn die DVD ist noch lange nicht tot und dass in ihr noch eine Menge Potenzial steckt, wurde immer wieder bewiesen. Aber vielleicht hat das Ganze auch ganz andere Gründe und ist vielleicht gänzlich auf die Stilmittel der Filmemacher zurück zu führen. Ärgerlich ist es allemal, vor allem da der Kontrast den Sehgenuss in vielen Szenen sehr stark schmälert, wobei man die leichten Unschärfen noch am ehesten ertragen kann. Zudem sind die Extras wieder nur drittklassig ausgefallen und können zwar kurzweilig zu unterhalten wissen, aber richtig viel Informationsgehalt wird hierbei nicht verstreut. Über die Verpackung brauchen wir an der Stelle eigentlich gar nicht mehr sprechen. Seit dem dritten Teil wurde ja auf das schöne Digipack verzichtet und stattdessen legt man uns wieder einen Amaray-Klon vor, dessen Trays die DVD so fest halten, dass einigen Kunden diese nur mit viel Schweiß und Angst aus der Halterung lösen konnten. Dieses Problem gab es natürlich schon früher und nicht nur bei Warner, aber warum ein großes Label nicht mal dazu lernen kann, bleibt uns ein Rätsel.
Nun klingt der Grundtenor zu dieser Veröffentlichung ja grundsätzlich sehr negativ, aber Fans dürfen und werden sich die DVD so oder so kaufen und bei einem Preis von knapp 12 Euro, für die der Titel am ersten Tag bereits im Preiskampf der großen Konzerne verramscht wurde, kann man über den einen oder anderen Mängel hinweg sehen. Es ist aber nun einmal ärgerlich, dass die Möglichkeit besteht eine perfekte DVD zu veröffentlichen, es aber immer wieder im Detail scheitert. Nichtsdestotrotz ist "Harry Potter und der Feuerkelch" ein schöner Film und sollte seinen Weg in die Harry Potter-Sammlung finden, obgleich der bittere Nachgeschmack bleiben wird.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Schweizer Version)
Harry Potter und der Stein der Weisen (2-Disc Special Edition)
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