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HK, KR, TH 2002
Originaltitel:Three
Alternativtitel:Saam Gang
aka. San Geng
Länge:122:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nonzee Nimibutr, Kim Ji-woon, Peter Chan
Buch:Teddy Chan, Matt Chow, Jo Jo Yuet-chun Hui, Ek Iemchuen, Nitas Singhamat, Chao-Bin Su u.a
Kamera:Christopher Doyle, Kyung-Pyo Hong, Nattawut Kittik
Musik:Seong-woo Jeong, Sung-woo Jo, Peter Kam, Byung-woo Lee, Sinnapa Sarasas, Apisit Wongchoti
Darsteller:Suwinit Panjamawat, Eric Tsang, Leon Lai, Jeong Bo-seok, Kim Hye-su, Pongsanart Vinsiri, Manop Meejamarat, Eugenia Yuan
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
Sprache:Deutsch, Kantonesisch, Thailändisch, Koreanisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Original-Trailer (3:15 Min.)
  • Deutscher Trailer (3:15 Min.)
  • Promo Reel (5:19 Min.)
  • Spots (0:31 Min.)
  • Bildergalerie (38 Bilder)
  • Trailershow:
    • Dumplings (2:05 Min.)
    • A Tale of two Sisters (1:59 Min.)
    • Koma (1:53 Min.)
    • R-Point (1:48 Min.)
    • The Unborn (1:48 Min.)
    • The Machinist (0:54 Min.)
    • Evil (2:14 Min.)
    • Wishings Staris (1:59 Min.)
    • Angulimala (2:45 Min.)
"Memories" - 38:18 Minuten.
Sung-Min leidet unter Wahnvorstellungen, seit seine Frau spurlos verschwunden ist. Was ist geschehen? Er kann sich nicht mehr erinnern. Unterdessen wacht seine Frau mitten auf der Straße auf. Auch ihr fehlt jede Erinnerung. Sie wird von grausamen Visionen geplagt und sammelt langsam ihre Erinnerungen wieder zusammen. Bald steht sie vor der Tür zu der Wohnung, von der sie glaubt, es sei die ihre ...

"The Wheel" - 33:51 Minuten
Tao ist ein Meister der Puppenkunst "Hun Lakoru Lek", die einem viel Macht und Ansehen einbringt. Doch seine Puppen sind verflucht und er stirbt eines grauenvollen Todes. Bald darauf gelangt Meister Tong, der die weniger angesehene Kunst des "Khon" betreibt, in den Besitz der Puppen. Trotz der Warnung eines Schülers versucht Tong, mit den Puppen eine Show aufzuziehen. Ein fataler Fehler ...

"Going Home" - 50:50 Minuten
Chan Wai zieht mit seinem Sohn in ein Wohnhaus. Eines Tages ist der kleine Junge verschwunden. Chan verdächtigt den seltsamen Nachbarn Mr. Fai. Als Chan die Wohnung des Nachbarn durchsuchen will, wird er niedergeschlagen. Als er aufwacht, entdeckt er, dass Fais Frau schon lange tot ist und ihr Mann sie immer noch pflegt. Er ist davon überzeugt, morgen würde sie wieder aufwachen. Und Chan soll diesem Ereignis beiwohnen ...
"3 Regisseure, 3 Länder, 3 Geschichten über den Tod und das Jenseits ..."

In Zeiten, in dem das asiatische Kino das einzige Herkunftsland ist, das dem Horrorgenre noch neue Impulse jenseits von plumpen Splatterorgien und lahmen Teenie-Slashern gibt, wird man nahezu überschwemmt mit asiatischen Produkten mit Gruselfaktor. Drei Produktionsfirmen suchten sich drei neue, junge Regisseure aus drei verschiedenen Ländern, um einen dreiteiligen Episodenfilm über das Leben nach dem Tod zu entwickeln. So entstand das Konzept zu dem Episodengrusler "Three".



"Three" beginnt mit dem koreanischen Beitrag "Memories". Regisseur Kim Ji Woon erzählt die wirre Geschichte eines Ehepaars, das eine etwas unkonventionelle Trennung erleidet. Gerade in einem neuen, noch leeren Appartement eingezogen, erleidet Sung-min einen Gedächtnisverlust, nachdem seine Frau aus seinem Leben urplötzlich verschwindet. Er findet sich nahe dem Wahnsinn, da er nicht begreifen kann, was mit ihr passiert ist. Seine Frau derweil findet sich auf einer verlassenen Straße wieder. Ohne jegliche Erinnerung an die Vergangenheit wandert sie ziellos durch die Stadt ...
Die ersten, stillen Minuten, die den Horror eines ruhigen Mittagsschlafes offenbaren, sind hier noch am ehesten gelungen. Danach geht es mit der höchst unbefriedigenden Story bergab. Weder echter Grusel, noch wirkliche Betroffenheit wird dem Zuschauer zuteil. Größter Fehler von "Memories": Es fehlt für echte Grusel die passende Identifikationsfigur. Damit wir uns wirklich um die Schicksale dieser Menschen sorgen, brauchen wir jemanden, mit dem wir uns gleichsetzen. Doch Sung-min macht den gesamten Film über nichts anderes als nur verzweifelt und verwirrt drein zu gucken. Die Schockeffekte wirken dann auch leider nur wie ein müder Abklatsch von Hideo Nakatas "Ringu". Die Stärke von "Memories" liegt zweifelsohne in seiner schicken optischen Präsentation.



Danach folgt der thailändische Beitrag zu "Three". "The Wheel" ist die einzige der drei Geschichten, die sich direkt auf traditionelle Wurzeln des eigenen Produktionslandes bezieht. Denn im Mittelpunkt bei "The Wheel" stehen zwei verschiedene Straßenkünste. Die eine, Schauspielkunst mittels Masken und Kostümen, wird von dem ärmlichen Kru Tong zelebriert, während das stilistisch interessantere Puppenspiel seinen Rivalen Kru Tao reich gemacht hat. Eines Nachts wirft Kru Tao alle seine reichlich verzierten und kostbaren Puppen weg, da er meint, sie wären verwunschen. Daraufhin verzehrt ein Feuer Kru Tao und seine Familie. Kru Tong versucht die Kunst des Puppenspiels an sich zu reißen, um ebenfalls zu Geld zu kommen, und ignoriert alle Warnungen bezüglich des drohenden Fluchs.
Nonzee Nimibutrs ungewöhnlicher Film über alte thailändische Riten und Bräuche kommt ebenfalls mit einer satten Optik daher - allein der dichte, undurchschaubare See und die schwüle Atmosphäre sind schön umgesetzt. Die Story ist zwar ähnlich unausgegoren, wie die von "Memories", kommt aber wenigstens mit interessanten Aussagen bezüglich Gier, Macht, Jugend und Unschuld daher. Eine klitzekleine Steigerung ist anzumerken. Dennoch kann "Three" bis hierhin nicht überzeugen.



Doch dann kommt "Going Home" aus Hong Kong. Peter Chan ("Hongkong Love Affair") dreht den mit riesigem Abstand besten Beitrag zu "Three". Seine Geschichte ist die des Polizisten Wai. Wai muss mit seinem Sohn in ein verfallenes Hochhaus ziehen. Irreale Ereignisse machen Wais Sohn Keong Angst, wird aber immer durch seinen Vater zu männlichem Mut ermahnt. Auf dem riesigen Gelände wohnt nur noch ein weiterer Nachbar, der eigentümliche Yu Fai, der scheinbar nie seine Wohnung verlässt. Yu Fais Tochter scheint Keong besonders Angst zu machen. Als eines Tages Keong vom Erdboden verschwindet, verdächtigt Wai seinen Nachbarn Yu Fai. Er bricht in seiner Wohnung ein - und entdeckt ein Szenario des Grauens. Yu Fai lebt mit dem konservierten Körper seiner Frau zusammen. Yu Fai, selbst ein Doktor der Medizin, hat jeglicher westlichen Arzttechniken abgeschworen und glaubt an östlichen Schamanismus. Während er Wai fesselt und knebelt, erklärt der verwirrte Mann ihm die Situation. Yu Fai ist im Glauben, wenn er die Seele seiner Frau in ihrem Körper halten kann, also täglich mit ihr spricht, sich um sie kümmert und sie wäscht, dann wird sie nach drei Jahren zurückkehren.
Chans Kurzfilm ist eine Horror-Tragödie. Spannend, abstoßend, bewegend, fürchterlich intensiv und traurig. Keiner der vorherigen Filme erreicht nur annährend die unglaublich hohe Qualität dieses letzten Beitrages. Chan nimmt sich Zeit um seine Charaktere zu entwickeln, um sie plastisch wirken zu lassen. Ja, seine Geschichte dauert so lang, wie die anderen beiden zuvor zusammen. Chan ist als einziger geglückt durch wahre Emotionen zu schocken: Bei "Memories" ist die unwirkliche Geschichte und der partielle Gore, und bei "The Wheel" war es die Faszination für alte Riten. Doch "Going Home" ist so viel mehr, so viel ehrlicher. Es geht um Liebe, um unsere aufgeklärte Gesellschaft und um den Glauben. So inhaltlich "Going home" voll und ganz überzeugt, so kann er auch über die visuelle Seite einiges bieten. Kameramann Christopher Doyle, der schon Filme wie "Chungking Express" oder "Liberty Heights" veredelte, entwickelt eine obsessive, aber doch wunderschöne Optik, unterstützt von klagenden Streichern von Peter Kam.



"Three" ist leider ein Episodenfilm und muss in seiner Gesamtwirkung betrachtet werden. "Memories" und "The Wheel" sind unnötige Ausrutscher, langweilige, auf der Horrorwelle Mitschwimmende, die nicht in einer Sekunde dem grandiosen Finale "Going Home" gleichkommen. Letzteres wiederum ist ein Kleinod in der asiatischen Horrorszene und sollte neben all den anderen Neo-Klassikern "Ringu", "The Eye" oder "Dark Water" Erwähnung finden. Wer sich auf den überlangen Episodenfilm einlässt, und die ersten beiden Filme gut übersteht, wird mit einem genialen Abschluss belohnt werden.





Widmen wir uns jetzt einmal der technischen Seite dieser DVD. Da wir es hier mit drei Episoden zu tun haben, welche etwas unterschiedlich von der Qualität ausgefallen sind, fangen wir mit "Memories" an. Hier fällt am ersten die unnatürliche Farbgebung auf, welche überwiegend aus kalten Blautönen besteht und als Stilmittel zu sehen ist. Leider ist auch der Kontrast sehr schwach ausgefallen und lässt stellenweise Details einfach verschwinden. Zudem ist die Schärfe gerade mal auf einem durchschnittlichen Level anzusiedeln und kann insgesamt als recht weich bezeichnet werden. Dies liegt wohl an den Rauschfiltern, welche für stehende Rauschmuster sorgen, wobei man leider sagen muss, dass der Transfer immer noch recht körnig wirkt und auch die Kompressionen arbeiten nicht sonderlich sauber und zeigen deutliches Blockrauschen im Hintergrund. Eine angenehme bis gute Detailschärfe finden wir, wenn, dann nur in Close-Ups von Gesichtern und dann werden diese auch von stehenden Rauschmustern beeinträchtigt. Zudem lassen die Konturen auf Nachschärfung deuten, was dem Bild jedoch etwas mehr Plastizität verleiht. Außerdem ist der Transfer frei von Kratzer oder Defekten und das ist schon einmal die halbe Miete ...
Große Unterschiede in der Qualität lassen sich bei "The Wheels" leider nicht ausmachen. Diesmal finden wir hier zwar auch natürliche und sehr kräftige Farben, wobei man auch hier gut und gerne auf Farbfilter zurückgriff. Der Kontrast ist erneut viel zu dunkel gewählt und verschluckt hin und wieder nötige Details. Aber auch hier können wir von einem gewollten Stilmittel sprechen und müssen diese Spielerei akzeptieren. Positiv fällt hier die Schärfe auf, welche eine Spur besser ausgefallen ist. Optimal ist das Ganze zwar noch lange nicht und in den Totalen wirkt der Transfer immer noch recht weich, aber dafür lassen sich nur noch selten stehende Rauschmuster ausmachen und lediglich die Kompressionen zeigen in einige Szenen unschönes Flächenrauschen und leichte Blockbildung. Defekte und Kratzer findet man hier äußerst selten und wenn, dann scheinen sie gewollt. Was aber mit aller Wahrscheinlichkeit nicht beabsichtigt war, ist der etwas unruhige Bildstand, den man vor allem zu Beginn des Filmes deutlich ausmachen kann.
"Going Home" hält sich in puncto Qualität irgendwo zwischen "Memories" und "The Wheels" auf und erscheint in vielen Einstellungen recht unscharf und schwammig. Schuld daran dürften wieder die starken Rauschmuster sein. Zudem wird das Bild abermals recht körnig und die Kompressionen zeigen deutliches Bockrauschen im Hintergrund. Die Farben sind wieder etwas kühler gehalten und der Kontrast ist erneut alles andere als gut. Im Grunde sind alle drei Folgen qualitativ gerade mal durchschnittlich bis ausreichend, bekommen aber wegen der Tatsache, dass hier einiges von den Regisseuren gewollt war noch gute 3 Punkte. Stillmittel hin und Stillmittel her, Blockrauschen und stehende Rauschmuster gehören mit Sicherheit nicht in die Kategorie "optische Spielereien".
Kommen wir nun zum Ton. Während die drei Originaltonspuren jeweils in Dolby Digital 5.1 abgemischt wurden, liegt die deutsche Synchronisation einmal in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor. Beide unterscheiden sich nicht sonderlich und die DTS-Spur klingt minimal voluminöser beim Einsatz der Musik. Ansonsten wird uns ein einfacher Mix geboten, der sich fast ausschließlich über die Front verbreitet. Dabei wird uns zwar eine gute Sprachverständlichkeit gewährleistet, eine richtige Räumlichkeit möchte aber nur selten aufkommen und die Rears werden lediglich für dezente Umgebungsgeräusche und den Score eingesetzt. Dies klingt dann hin und wieder wirklich gut, nur leider sind diese eingestreuten Effekte einfach zu wenig um überzeugen zu können. Dafür gibt es dann ebenfalls gute 3 Punkte. Etwas mehr Dynamik und eine effizientere Nutzung der Effektlautsprecher und man hätte hier einen guten bis sehr guten Sound-Mix spendiert bekommen. Die Original Tonspuren klingen etwas homogener in puncto Dialoge, bieten dafür aber auch keine bessere Surround-Abmischung, optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
Die Extras beschränken sich hier lediglich auf den deutschen und originalsprachigen Trailer, eine Bildergalerie, sowie einen TV-Spot und einen fünfminütigen Promotrailer. Die typische e-m-s-Trailershow darf hierbei natürlich nicht fehlen.



Zumindest die ersten beiden Folgen von "Three ... Nightmares" dürfen nicht unbedingt in die Kategorie der guten Episodenfilme gezählt werden, dafür reißt Peter Chans letzter Beitrag einiges wieder raus und macht "Three ... Nightmares" allein wegen seinem Kurzfilm so sehenswert. Die DVD selbst wartet mit einer soliden Bildqualität aus, welche typische Mängel asiatischer Filme vereint und zudem noch unter den starken stylischen Verfremdungen der Bilder zu kämpfen hat. Ansonsten eine grundsolide DVD-Umsetzung, mit nur wenig Zusatzmaterial und einer sehr zurückhaltenden tonalen Unterstützung. Für Fans asiatischer Episodenfilme aber durchaus einen Blick wert.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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