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UK 2005
Originaltitel:Cold and Dark
Länge:90:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Andrew Goth
Buch:Joanne Reay
Kamera:Sam McCurdy
Musik:Richard Fox, Lauren Yason
SFX:Elements Special Effects
Darsteller:Luke Goss, Kevin Howarth, Carly Turnbull, David Baker, Cassandra Bell, Richard Bonehill, Caroline Clarkson, Michael Culkin, Steven Elder, David Gant, Elizabeth Healey, James Whale, Rhys Moosa
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, En)
Sprache:Englisch, Deutsch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Kapiteleinleger
  • Trailer (1:49 Min.)
  • Bio- / Filmografien:
    • Luke Goss (7 Seiten)
    • Kevin Howarth (5 Seiten)
  • Making Of (31:28 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Immortal (1:57 Min.)
    • Cabin Fever (1:23 Min.)
    • Return To Sender (1:48 Min.)
    • The Collector (2:09 Min.)
Detective Sergeant Dark (Luke Goss) ist ein harter Cop, der gegen den Abschaum des Landes kämpft - allzu oft vergeblich. Als sein Partner Shade (Kevin Howarth) bei einem Einsatz erschossen wird, ist Dark wild entschlossen, den Killer zur Strecke zu bringen. Doch urplötzlich taucht Shade wieder auf und tötet auf bestialische Weise die Verbrecher, hinter denen sie gemeinsam her waren. Ist der Polizist von den Toten auferstanden, um die Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen oder ist er zu einer Kreatur des Bösen geworden, die nach menschlicher Beute jagt? Dark muss sich entscheiden: Deckt er seinen Freund oder muss er ihn vernichten?
Horror-Freaks kennen ihn, den Brutalo-Bullen, der sich, nach einem Anschlag auf sein Leben, aufgemacht hat, um sich zu rächen: William Lustigs "Maniac Cop" aka Matt Cordell. "Maniac Cop" gehört, ohne Frage, mit zu der härtesten Slasher-Kost, die es so gibt. Doch außer ihm gibt es im Horror-Genre kaum noch einen zweiten Brutalo-Bullen. Eigentlich eine richtige Rarität im Genre. Doch nun kehrt in "Cold & Dark" endlich mal wieder ein Gesetzeshüter, der auf der falschen Seite des Gesetzes steht, zurück: "Mortimer Shade" aka Mentor. Die Story besitzt Ähnlichkeiten, doch die wirkliche Musik macht dieses mal die Inszenierung.


Denn von Storywegen her ist "Cold & Dark" leider eine ziemliche Niete. Es geht im Grunde um einen Polizisten, der bei einem Einsatz getötet wird. Doch plötzlich taucht er wieder auf und rächt sich (nicht nur) an seinen Peinigern. Sein ehemaliger Kollege, der zunächst sehr verwundert über diese Tatsache ist, findet später heraus, dass sein ehemaliger Partner von einem Dämon (oder Ähnlichem) besessen zu sein scheint. Und nun beginnt ein harter Kampf. Gut, das mag zwar erst einmal recht interessant klingen, doch bei genauerer Betrachtung ist das Drehbuch sehr hanebüchen ausgefallen und nur so vollgestopft mit Logiklöchern. Viele Storyfäden werden hier aneinander gereiht, ohne dass auch nur einer ein wirkliches Ende findet. Vieles baumelt hier nur lose in der Luft herum und bleibt ungeklärt. Zudem sind auch die Auflösung und das Ende des ganzen Treibens mehr als lächerlich ausgefallen. Schade eigentlich. Der Stoff ist im Genre eigentlich noch nicht sonderlich aufgebraucht und somit hätte man da auch durchaus was draus machen können.


Aber nun gut. Dass der Film nämlich, trotz der hirnrissigen Handlung, dennoch 90 Minuten gute Unterhaltung bietet, dafür ist die wirklich exzellente Inszenierung des Ganzen zuständig. Ein optischer Leckerbissen jagt den Nächsten, ein klug gesetztes Soundsample nach dem Anderen. Die Optik ist wirklich unglaublich atmosphärisch ausgefallen. Der Einsatz von kühlen, den Zuschauer geradezu fröstelnden Farbfiltern ist blendend gelungen. Ja, den ganzen Film über lässt einem das Gefühl nicht los, dass man hier einer der (gewollt) trostlosesten Optiken in der Horror-Geschichte beiwohnt. Dazu einige heftige Gore-Effekte, die sich ebenfalls sehen lassen können.


Untermahlt wird die herrlich triste Optik dann, wie schon erwähnt, noch mit einer wunderbaren Sounduntermahlung, die ebenfalls keinerlei Wünsche offen lässt. Der Score ist mal kühl, mal recht brachial und bringt einen in die richtige Stimmung. Dazu eine wunderbare, wirklich mehr als gekonnte, Vermischung von den verschiedensten Soundeffekten, die den Zuschauer regelrecht in das Geschehen ziehen möchten. Wer sich von so etwas richtig mitnehmen lassen kann, der wird sich bei diesem Sound irgendwann garantiert nicht mehr in seinem Wohnzimmer befinden, sondern richtig mittendrin (statt nur dabei)! Und so etwas schaffen solch kleinere Produktionen, wie es "Cold & Dark" nun mal eine ist, dann doch eher selten! Und schon alleine deshalb kann dieser Streifen ein Erlebnis sein!


Zu den Darstellern sei noch gesagt, dass sie ebenfalls ihre Sache mehr als gut machen. Zwar sind die Figuren an sich, genauso wie das Skript, ziemlich blass ausgefallen, doch Luke Goss und Kevin Howarth probieren merklich ihr Bestes, um doch noch etwas aus ihnen herauszuholen. Dafür ein Lob an dieser Stelle! Aber auch alle anderen Darsteller stellen soweit zufrieden.


Wie es der Name schon sagt, ist die Farbgebung karg und kalt. Die Anwendung des Blaufilters lässt den guten Kontrast aber trotzdem unbehelligt, so dass auch in dunkleren Szenen noch alles klar bleibt. Die Optik des anamorphen Bildes bleibt sowieso den gesamten Film über sehr frisch und bestens detailliert, eben so, wie man es von einer frisch abgedrehten Produktion mit angemessenem Budget erwartet. Man hätte sicherlich noch Nuancen im Detail besser machen können, dafür existiert aber kein Rauschen, Bewegungen bleiben mit geringem Standrauschen konstant und die Kompression verhält sich ebenso unauffällig. Wie beim Ton auch fast 5 Punkte.
Auch wenn es langsam langweilig wird: Fünf Tonspuren sind zwei zu viel. Dolby Surround braucht man nicht mehr, dafür gibt es die richtigen 5.1-Spuren, die mit Beginn des Filmes zeigen, dass man auf Teufel komm raus Effekte platzieren wollte, die einem in einigen Szenen in schönster Manier um die Ohren fliegen und das Geschehen sehr räumlich gestalten. Manchmal übertreibt man es etwas, denn die Effekte integrieren sich nicht immer richtig ins Geschehen, aber insgesamt wird dadurch ein guter Raumton erreicht. Auch die Ansteuerung des Basses und die Höhenwiedergabe sind gut, wie man bei einigen knackigen, wummernden Actioneinlagen hört, auch wenn die Dynamik noch nicht perfekt ist. Schuld daran ist zum Teil die uninspirierte deutsche Synchronisation, die der direkten und sehr natürlichen Sprachwiedergabe nicht das Wasser reichen kann. Die Wahl der Sprecher rutscht zwar nicht ins B-Genre ab, es fehlt aber oft die richtige Stimme, um den Charakteren ihre visuellen Eigenschaften auch akustisch nachzuempfinden. Zum Anfang hört man einen kurzen Fehlerton aus dem rechten Kanal, das tritt später aber nicht mehr auf. Es gibt deutsche Untertitel, die weitestgehend fehlerfrei und synchron ablaufen.


Die DVD ist zum einen sehr schön designt, was Menuführung und Cover angeht, bietet aber nur ein wenig mehr als Standardextras. Das Making Of läuft zwar eine halbe Stunde, stellt aber mehr die Charaktere und ihre Darsteller vor, als wirklich hintergründig zu werden. Zu oft muss man hören, was jemand an jemand anderem oder einem Teil des Filmes so toll gefunden hat und erst in den letzten 7 Minuten bekommt man noch einmal bessere Einblicke vom Dreh. Unter den Biografien findet man ausführliche Informationen zu den Darstellern und der Originaltrailer sowie Trailer zu vier weiteren Genre-Produktionen sind ebenfalls vorhanden.


"Cold & Dark" darf sich als teils immens atmosphärischer Cop-Horror-Streifen sehen, dem es gelingt, trotz des verdammt schwachen Skriptes, seine Zuschauer, anhand der idealen Vermischung von Optik und Sound, in seinen Bann zu ziehen. Atmosphärisch dicht, durchtrieben kühl, knackig hart und mit einem Horror-Sounderlebnis aller erster Güte, kann man das dünne Drehbuch schnell vergessen und sich mitten ins Geschehen ziehen lassen. Mit einer besseren Story hätte man sogar meinen können: So und nicht anders, muss ein guter Horrorfilm sein!


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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