Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
ESP 2004
Originaltitel:Maquinista, El
Alternativtitel:Machinist, Der
Länge:97:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brad Anderson
Buch:Scott Kosar
Kamera:Xavir Giménez
Musik:Roque Baños
SFX:Esther Villar
Darsteller:Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón, John Sharian, Michael Ironside, Larry Gilliard Jr., Reg E. Cathey, Anna Massey, Matthew Romero Moore, Robert Long, Colin Stinton, Craig Stevenson, Ferrán Lahoz, Jeremy Xidu, Norman Bell, Nancy Crane, Richard Torrington, Buffy Davis, Reg Wilson, Ramon Camín, Christopher Hood, Marc Aspinall, Guillermo Ayesa, Daniel Ceren, Marta Rubio, Ewan Watson, Chike Johnson, Molly Malcom, Jaume Mimó, Flora Àlvarez
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Booklet inklusive Interview mit Christian Bale
Film-DVD
  • Audiokommentar (engl.)
  • Deutscher Trailer (0:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Evil (2:00 Min.)
    • Legend of Evil Lake (1:43 Min.)
    • Cube Zero (1:44 Min.)
    • Monster (2:26 Min.)
    • This Girl's Life (1:56 Min.)
Bonus-DVD
  • "The Machinist - Breaking the Rules" (31:04 Min.)
  • Behind the Scenes (20:29 Min.)
  • Deleted and alternate Scenes (12:26 Min.)
  • Originaltrailer (2:54 Min.)
  • Promotrailer (5:07 Min.)
  • Bildergalerie (39 Fotos)
  • Biografien und Filmografien:
    • Christian Bale
    • Jennifer Jason Leigh
    • Michael Ironside
    • John Sharian
    • Aitana Sánchez-Gijón
    • Brad Anderson
  • DVD-ROM-Teil: Presseheft
Der Maschinist Trevor Reznik (Christian Bale) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen - die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh) und die Kellnerin Marie (Aitana Sánchez-Gijón) - mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Albtraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen ...
"Wie kannst du aus einem Alptraum erwachen, wenn du gar nicht schläfst?"

Erinnert ihr euch noch an "Memento" oder an "Mulholland Drive"? Zwei der wenigen Filme, die einem wirklich 100% Konzentration abverlangen und das den kompletten Film über? Filme bei dem man wirklich keine Sekunde verpassen darf, da man ansonsten womöglich nicht mehr aus dem genialen Film-Rätsel herauskommt?! Lange hat es gedauert, bis sich ein Filmstudio endlich mal wieder getraut hat, solch einen Streifen in unsere Lichtspielhäuser zu bringen: "The Mechanist"! Und auch wenn der Film nicht chronologisch rückwärts läuft und einen eigentlich auch vollkommen fragenfrei aus der Geschichte entlässt, so ist doch wirklich vollste Konzentration verlangt, um diesem genialen Psychotrip zu folgen.




"The Machinist" ist ein kleiner aber feiner Thriller, so wie ihn sich Rätselfreunde schon lange mal wieder herbeigesehnt haben. Die Story um einen Maschinenangestellten, der seit über einem Jahr nicht mehr schlafen kann und dem plötzlich unglaublich merkwürdige Dinge passieren ist vielleicht nicht gerade die Innovativste, doch sie ist vollkommen ohne Logikfehler und bietet perfekteste Spannung bis zur letzten Minute. Man kommt aus dem Rätseln überhaupt nicht mehr heraus. Mit jeder Filmminute gibt es neue mysteriöse Vorkommnisse, die den Zuschauer heftig ins Grübeln bringen! Wer ist dieser merkwürdige neue Kollege, der Trevor zu verfolgen scheint? Was hat es mit der netten Kellnerin und ihrem Sohn auf sich? Was sind das für merkwürdige Zettel, die plötzlich in Trevors Wohnung auftauchen? Was ist in Trevors Kühlschrank, aus dem eine merkwürdige Flüssigkeit tropft? Was hat es mit der ständigen Uhrzeit 01:30 Uhr auf sich? Und vor allem: Warum kann Trevor seit einem Jahr nicht mehr schlafen und warum ist er so verdammt abgemagert? Fragen über Fragen, die einem wirklich erst in den letzten Minuten aufgeklärt werden.
Dabei schafft es Regisseur Brad Anderson gekonnt Spannung und Atmosphäre aufzubauen, die einem bis zum Schluss Schweißperlen auf die Stirne treiben. Das liegt zum einen natürlich an der Rätselraterei, zum anderen ist es aber auch die brillante Inszenierung, die einen so schnell nicht loslässt. Der aus Fincher-Filmen bekannte, äußerst kühle, ja geradezu farblose Look des Films, verschafft eine Atmosphäre, die schlicht sensationell ist und einen schaurig frieren lässt, egal wie warm es im Kino bzw. im Wohnzimmer auch sein mag. Man möchte sich am liebsten die dicke Winterjacke aus den Schrank holen und schnell überziehen, um bloß ja nicht weiter so zu frieren und zu bibbern vor Kälte. Doch es nützt einfach nichts! Der Look des Streifens ist dafür einfach zu trist und zu kühl! Dazu ein schlicht genial geratener Score, der wohl nicht nur rein zufällig an diverse Hitchcock-Soundtracks erinnert. Kräftig, gruselig und immer an den richtigen Stellen eingesetzt, trägt auch der Score zur Atmosphäre bei. Ein Thriller-Soundtrack, wie er einem schon lange nicht mehr untergekommen ist!




Einzig und allein die Auflösung des Ganzen, könnte den einen oder anderen etwas enttäuschen. Zwar ist die Lösung wirklich in keinster Weise unlogisch und kommt vollkommen schlüssig daher, doch nach der ganzen Rätselraterei hat man wohl doch etwas Anderes erwartet, das irgendwie mehr Biss hat. Leicht banal das Ganze! Wer nach dem Filmerlebnis gerne noch weitergerätselt hätte, der muss sich hier mit einer 100% Aha-Auflösung zufrieden geben, die wirklich keinerlei Fragen im Kopf hinterlässt, sofern man auch nur etwas mitdenken kann. Schade eigentlich, denn war die anschließende Diskussion mit Freunden darüber, was nun wirklich geschehen ist, nicht irgendwie das Beste an "Memento" & Co.?
Aber wieder zurück zum Positiven: Dem Hauptdarsteller. Christian Bale legt hier wirklich eine grandiose Performance hin, die wohl zum Besten gehören dürfte, was er bis jetzt in seiner Karriere-Laufbahn abgeliefert hat. Es ist nahezu erschreckend ihm dabei zusehen zu müssen, wie er mit über 30 Kilo unter seinem normalen Körpergewicht, seinen Charakter glaubwürdig darzustellen versucht. Dünn, knochig, abgemagert und doch absolut brillant auf ganzer Linie. Bale geht förmlich auf in seiner Rolle und das spürt man auch. Eine Leistung die Oscar-würdig ist! Alle anderen Darsteller sind soweit ebenfalls in Ordnung, doch gegen Bales perfekte One-Man-Show kommen sie einfach nicht an!

"Trevor Reznick ist vier Briefe von der Wahrheit entfernt..."

Nach einer mager ausgestatteten Verleih-DVD veröffentlichte die e-m-s nun diese schön designte und mit einer Bonus-Disc angereicherte Special Edition im Digipack mit Schuber. Beim Einschmeißen der DVD fällt sofort das spärliche Menü auf, welches leider nur teilanimiert wurde, was für einen neuen Film jammerschade ist, aber dafür macht die Bildqualität diese unwichtige Kleinigkeit wieder wett. Durch die starke farbliche Verfremdung des Materials erscheint "The Machinist" sehr farblos und blass, ja es scheint als hätte man die Farben förmlich aus dem Bild herausgesaugt und so dominiert hier überwiegend ein gräulicher bzw. bläulicher Ton, den Regisseur Brad Anderson für sein Film gewählt hat, um die Atmosphäre des Films zu untermauern. Der Kontrast wurde ebenfalls absichtlich sehr hart gewählt, neigt somit in hellen Flächen zu Überstrahlungen und lässt hin und wieder dunkle Bildpartien verschwinden. Rauschen ist hierbei nur selten zu erkennen und tritt nur vereinzelt im Hintergrund auf. Auch die Schärfe befindet sich auf einem angenehm hohen Level und überzeugt vor allem in der Detailschärfe. Hier werden beispielsweise Nahaufnahmen der Gesichter sehr detailliert wiedergegeben und auch die Konturen machen einen sauberen Eindruck, zudem erscheint das Bild sehr ruhig und plastisch und lediglich in den Totalen fällt aufgrund der eingesetzten Stilmittel und höchstwahrscheinlich leichter Rauschfilter die Schärfe etwas ab. Insgesamt gesehen sehr detailliert und scharf. So etwas erlebt man selbst bei einer neuen Produktion nur noch äußerst selten. Defekte machen sich hierbei ebenfalls nicht bemerkbar und weder Kratzer noch Verschmutzungen sind hier auszumachen. So sollte es auch bei einer aktuellen Produktion sein. Lediglich die Kompressionen zeigen hin und wieder dezentes Blockrauschen im Hinterund und in schnelle Bewegungen zieht das Bild etwas nach.
So überzeugend hier das anamorphe Bild ist, so überzeugend ist auch der Ton, welcher zwar nicht mit wuchtigen Effekten aufwarten kann, aber dennoch eine überzeugende Leistung abliefert. Neben einer hervorragenden Sprachverständlichkeit können vor allem die Effektlautsprecher vollends überzeugen und sind meist ständig im Einsatz. Somit wird uns ein wahres Mittendrin-Gefühl geboten, was durch den teilweise hypnotisch wirkend Score noch verstärkt wird. Umgebungsgeräusche sind permanent wahrzunehmen und selbst die Dialoge werden Szenen bezogen auf einzelne Lautsprecher gelegt. Der Bass könnte stellenweise etwas kräftiger sein und bleibt nur dezent im Hintergrund, was den Hörgenuss aber nicht schmälert. Unterschiede zur DTS 5.1-Spur fallen aber nur minimal auf und so gibt sich die DTS-Spur einen Tick lauter. Der englische Track unterscheidet sich ebenfalls kaum von der deutschen Synchronisation, zumindest was den Score und die Umgebungsgeräusche angeht. Die Dialoge wurde aber leider recht leise abgemischt, was zu Lasten der Sprachverständlichkeit geht. Optional lassen sich aber noch deutsche Untertitel hinzuschalten, welche sich anscheinend genauer an die englischen Dialoge halten, wobei die deutsche Synchronisation stellenweise etwas frei übersetzt ist.



Kommen wir jetzt zu den Extras aus dieser 2-Disc Special Edition Version, welche zwar interessant sind, aber bei weiten nicht so umfangreich, wie man es sich für eine Veröffentlichung in dieser Form gewünscht hätte. Neben einem 12seitigen Booklet, welches ein sehr informatives und aufschlussreiches Interview mit Hauptdarsteller Christian Bale beinhaltet, finden wir auf der ersten DVD neben der obligatorischen e-m-s-Trailershow noch den Original-Trailer, sowie einen sehr schönen Audiokommentar vom Regisseur Brad Anderson. Für die Zuschauer ohne fundierte Englischkenntnisse stellt dies aber eher eine Tortur dar, vor allem da Anderson ein recht trockener Redner ist und der gesamte Kommentar recht zäh wirkt. Hier hätte man ihm zur Auflockerung vielleicht noch den Produzenten, Kameramann oder aber Christiane Bale zur Seite stellen sollten.
Auf der Bonus-Disc geht es dann weiter und wir kommen zum eigentlichen Zusatzmaterial. Der Anfang darf hierbei das knapp 31minütige Making of zum Film machen. Mit den Titel "The Machinist: Breaking the rules" zeigt man uns ein sehr informatives Featurette mit vielen Infos rund um den Film und die Dreharbeiten mit einem guten Einblick hinter die Kulissen. Dabei machen die typischen Lobhudeleien auch kaum noch was aus und sind sowie deutlich dezenter ausgefallen als bei den sonst so typischen Hollywood Promotion Making Ofs. Weiter geht es mit 20 Minuten an Behind the Scenes-Material, welches ebenfalls wie das Making of an den nötigen Stellen deutsche Untertitel hat und uns einen unkommentierten und tieferen Einblick in die Dreharbeiten zu "The Machinist" gewährt. Unter deleted and alternate Scenes finden wir fünf geschnittene Szenen, sowie zwei alternative Szenen und ein alternatives Ende. Alle liegen optional deutsch untertitelt vor und zwei Szenen beinhalten sogar einen Regiekommentar, welchen man deutsch untertiteln ließ. Insgesamt machen diese fehlenden Sequenzen knapp 13 Minuten Film aus. Zum Schluss gibt es noch den englische Originaltrailer, einen knapp 5minütigen Promotrailer, der meiner Meinung nach viel zu lang geraten ist, schätzungsweise aber für potenzielle Lizenzkäufer erstellt wurde, um einen kleinen Vorgeschmack zu vermitteln und eine mit 39 Bilder umfassende Bildergalerie, welche Set- und Promotion-Bilder zeigt. Wer sich dann noch ein wenig für die Personen vor und hinter der Kamera interessiert, kann sich unter Biografien sechs kurz Bi - und Filmografien anschauen. Als DVD-ROM-Zusatz gibt es noch das Presseheft als PDF-File zum Downloaden. (Wir dachten immer das wäre ausschließlich für die Presse gedacht ;-I )
Schlussendlich können wir mit den Extras zwar zufrieden sein, obgleich noch einzelne Interviews schön gewesen wäre, aber die beiden Featurettes, welche zusammen knapp 50 Minuten ausmachen und der leider nicht deutsch untertitelte Audiokommentar sind hierbei schon eine schöne Sache.




"Paranoia essen Seele auf!"

"The Machinist" ist ein cleverer, verschachtelter und 100% schlüssiger Rätsel-Psycho-Thriller, der Spannung, Rätselraten und knackige Atmosphäre bis zum bitteren Schluss bieten kann und durch seine geniale Inszenierung und einem wirklich großartigen Christian Bale auch in seiner Umsetzung nahezu vollkommen überzeugen kann. Bis auf das leicht banale und gleich auf alle Rätsel eine Lösung habende Ende wird einem hier wirklich beste Thrillerkost geboten, die einen so schnell nicht mehr loslässt! Bitte mehr davon!
Die 2-Disc Special Edition DVD der e-m-s bietet eine nahezu umwerfende Bildqualität und eine dazu passende Sounduntermalung. Die Extras sind ausreichend und interessant und die Verpackung ansprechend. Hier spricht absolut nichts gegen einen Kauf. Ein toller Film und eine tolle DVD!


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
Machinist, The
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.