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TW 2005
Originaltitel:Zhaibian
Länge:96:51 Minuten (ungekürzt
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Leste Chen
Buch:Dorian Li
Kamera:Pung-Leung Kwan
Musik:Jeffrey Cheng
Darsteller:Terri Kwan, Jason Chang, Yu-chen Chang, Tender Huang, Yi-Ching Lu, Kuo-cheng Cheng, Ching-Ching Lin
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.06.2007 (Verleih) / 27.07.2007 (Kauf)



Inhalt
Unerwarteterweise erbt James ein großes und ihm bislang völlig unbekanntes Familienanwesen. Obwohl das Gebäude schon seit Jahren leer steht und entsprechend renovierungsbedürftig ist, nimmt James dieses Erbe freudig entgegen. Zusammen mit seiner Verlobten Yo bezieht er das Anwesen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit dem Haus: Unheimliche Geräusche und mysteriöse Erscheinungen lassen das junge Paar an ihrem Verstand zweifeln. Als dann auch noch einige Hausgäste spurlos verschwinden, nimmt der Horror endgültig seinen Lauf. Ein unheimlicher Fluch liegt über dem Anwesen, ausgelöst von einer furchtbaren Katastrophe in der Vergangenheit ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 "The Heirloom" ist insgesamt sehr düster ausgefallen, wurde aber kontrastreich abgeglichen, so dass das Bild trotz einer Vielzahl an dunklen Flächen nicht in diesem ertrinkt. Alle Bilder sind getränkt in grünlich-bläuliche Töne, die jegliche andere Farben auszulöschen scheinen, dafür aber auch einen stimmigen Gesamteindruck hinterlassen. Der Transfer wurde sauber angefertigt, denn es fällt kein Ruckeln auf und in Bewegungen geht nur wenig Qualität verloren, was keineswegs auf Ghosting oder ähnliches zurückzuführen ist. Ganz makellos ist das Breitbild aber nicht, denn die Kompression ist in komplexen Szenen etwas überfordert, was man eher anhand von Säumen anstatt durch Blockrauschen erkennt. Auch die Schärfe könnte knackiger sein, wie man auf Gesichtern erkennen kann, welche generell glatt erscheinen. Selbiges gilt annähernd für die Konturen, wodurch die DVD weicher als erwartet aussieht. Für 4 Punkte reicht es noch, nicht zuletzt dank ausbleibendem Rauschen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Tai)
SpracheDeutsch, Taiwanesisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche 5.1-Track scheint mir ein wenig getrickst zu sein, denn es sind hin und wieder deutliche Unterschiede zwischen ihm und dem Originalton in Sachen Nebengeräuschen und Surround herauszuhören. Manchmal ist der taiwanesische Ton einfach weiträumiger und effektreicher, dann gibt es wieder beim deutschen Ton mehr zu hören. Beide sind aber versucht, neben gutem Klang auch Surround technisch etwas zu leisten. Das gelingt in spannenden Szenen sehr gut, nur kann es mal vorkommen, dass die Stimmen im Deutschen dahinter verschwinden. "The Heirloom" entfesselt dabei keine brachiale Gewalt, sondern nutzt Musik und kurze Schreckmomente. Passt soweit!
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Extras
Extras
  • Making Of (22:33 Min.)
  • Deleted Scenes (3:56 Min.)
  • Trailer (1:34 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Cycle Of Fear (1:31 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Matando Cabos (2:21 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • The Crossing (2:07 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
VerpackungSteelbook
 Das Making Of ist definitiv nicht als Einstimmung auf den Film gedacht, gibt Regisseur Leste Chen doch bereits zu Beginn Informationen preis, die die Spannung am Film nehmen könnten. Weiterhin beschreibt er seinen Film als einen "über Familienkonzepte" und stellt das Haus bzw. die Auswahl dessen vor. Unterstützt werden seine Aussagen von denen seiner Mitarbeiter, u.a. einiger Darsteller, und etwas überlangen Szenenzusammenschnitten. Als nächstes folgen vier Minuten an entfernten Szenen, die ebenfalls im original mit deutschen Untertiteln vorliegen. Als Trailer zum Film wird die englischsprachige Version geboten sowie eine Trailershow mit vielen weiteren asiatischen Titeln.
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Fazit
Zwar dreht sich "The Heirloom" irgendwie auch um kleine Kinder, die einen grausigen Fluch entfesseln, aber ganz sicher ist es nicht der übliche Einheitsbrei aus japanischen Geistervisionen von 6 bis 10jährigen Gören, der hier angeboten wird. Mit dem großen, alten Haus, welches verwinkelte, dunkle Zimmer en masse besitzt, bietet sich nicht nur ein grusliges, vielversprechendes Set, es wird zusätzlich auch ein wenig europäisch in der Inszenierung. Natürlich lässt der kulturelle Ritus, der für den gesamten Wahnsinn verantwortlich ist und einiges an Aufmerksamkeit vom Zuschauer abverlangt, nicht lange auf sich warten, aber irgendwie fühlt man sich als Horror-Fan im großen Spukschloss doch schneller heimisch als sonst. Es liegt unter anderem daran, dass "The Heirloom" sowohl in der Auswahl des Drehortes als auch in der Erzählweise dem wilden Großstadttreiben ebenso abschwört wie allzu sehr abergläubischen Bettgeschichten, mit denen beispielsweise die Thailänder gern ihre Filme aufpeppen. Diese gute Balance setzt sich im weiteren Handlungsverlauf fort, der später zwar tragische Züge bekommt, dafür aber stets spannend bleibt. Um so viel bereits zu verraten: Das weitläufige Familienerbstück, welches vom Architekten und seiner baldigen Frau bewohnt wird, zieht immer wieder Bekannte dort hin, die sich wie von Geisterhand gezogen in einem Trance artigen Zustand im Anwesen verlaufen. Kurzzeitig schaltet sich auch die Polizei an, aber auch diese kann das künstlerische Gesamtbildnis nicht stören, denn alsbald wartet eine blutige Abreibung auf den Störenfried der Erzählung.
Im Mittelteil baut "The Heirloom" zwar ein wenig ab, weil man das Gefühl hat, die von der Decke Baumelnden würden von nun an die Höhepunkte des Filmes bestimmen, aber es wird noch einmal richtig atmosphärisch. Die Musik bauscht dabei angenehm auf, der Grundtenor von Film und Score ist unheimlich, aber auch ein wenig lethargisch, ohne dass man als Zuschauer schläfrig werden wird, und ein nervöses Klanggemisch mit Schrei- und Klagegeräuschen lässt leichtes Kribbeln verspüren. Als Kritikpunkt mag man ansehen, dass hier dann auch der Stil über die Substanz zu gewinnen scheint, wenn das aber gelungen wie hier geschieht, kann man ein paar Abstriche in der Handlung gern hinnehmen.



Bilder der DVD




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