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USA 2004
Originaltitel:Dark Town
Länge:81:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Desi Scarpone
Buch:David Birke
Kamera:Adam Tash
Musik:Mark Fontana, Erik Godal
Darsteller:Felix Ackman, Rwaling Curtis, Jessamyn Dodd, Ariana Fronti, Keith Eckert, J.K. Gibson, Siaka Harding, Sarah Horvath, Lanre Idewu, Joel King, Noah Knight, T'Shaun Laren, Janet Martin, Alison Dian Miller, Claire Mills, Curtis Nysmith
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.03.2007 (Verleih) / 15.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Mysteriöse Stromausfälle und grauenhafte Kreaturen, die wie aus dem Nichts die Menschen anfallen und zu blutgierigen Bestien mutieren lassen, verwandeln eine amerikanische Kleinstadt in einen Vorort der Hölle. Curtis Armstrong wollte eigentlich nur nach Hause, um mit seiner Familie seinen Geburtstag zu feiern, doch auch er wird infiziert und beginnt sich unaufhaltsam zu verwandeln. Nach und nach infiziert er alle Familienmitglieder. Nur seine lesbische Tochter Jen kann mit ihrer Freundin dem Blutbad entgehen. Doch sie müssen die Vampirbrut vernichten, wenn die Menschheit überleben soll ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Optik sieht nach Amateur aus, wobei das natürlich nicht bedeutet, dass hier auf einer billigen Heimvideokamera gedreht wurde. Vom Farblichen her würde ich auf Digital Video tippen, denn Natürlichkeit zählt nicht grad zu den Stärken des Transfers. Auch wenn durchaus kräftige Töne das düstere Geschehen bestimmen, treten immer wieder seltsame Verfremdungen auf. Teilschuld trägt der nicht grad klare Kontrast, was in den wenig ausgeleuchteten Sets für ein etwas milchiges Erlebnis sorgt. Hier setzt meistens auch griesliges Rauschen ein. Insgesamt hat dir Vorlage nicht grad die beste Beschaffenheit. Besonders die Schärfe liegt unter dem sonst guten Label-Standard, zumal Bewegungen immer auch ein wenig verwischen. Die Kompression ist sichtlich bemüht um Fehlerfreiheit, ein paar seltene, dann aber starke Verpixelungen lassen sich damit nicht ganz vermeiden, wobei das als Störungen der digitalen Vorlage zu erkennen ist.
In den ersten Minuten bekommt man noch ein Letterbox-Widescreen geliefert, später schaltet das Bild aber auf Vollbild um. Egal, welches Format nun das Richtige ist, es steht fest, dass die DVD nicht das Richtige trägt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Dass man auch beim Ton nur durchschnittliche Qualität erreicht, liegt hauptsächlich an der Synchro. Die Sprecher sind zwar gut besetzt, die Konzentration auf den Center Speaker und der zu weiche Klang lindern aber stark die Möglichkeiten der Akustik ab. Trotz der paar Basseinsätze während der Musik bleibt der Klang mittenlastig, die Dynamik versteckt und die Aktivität der hinteren Lautsprecher verschwindend gering. Man könnte fast meinen, dass hier ein Stereotrack aufgemotzt worden wäre, wobei die englische Sprachfassung nicht mit auf der DVD drauf ist. Dafür aber ein ziemlich unnützer DTS-Ton, der am schwachen, wenn auch gut verständlichen Klanggemisch nichts verbessern kann.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./engl. (1:24 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Beyond Re-Animator (1:49 Min.)
    • Like Minds (1:54 Min.)
    • Bloodsuckers (1:27 Min.)
    • 3 Below (1:41 Min.)
    • The Cutter (1:25 Min.)
    • Journey To The End Of The Night (2:18 Min.)
    • The Nun (2:16 Min.)
    • Beneath Still Waters (3:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Hier gibt es nur einen Trailer und eine Programmvorschau von e-m-s, die aber zumindest neben dem eigentlichen Trailer noch eine Inhaltsangabe zum Film mit aufführt.
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Fazit
Inspiration für diesen Low Budget-Vampirfilm könnte Interner Link"Near Dark" gewesen sein, wo die Familienbande ebenfalls im Mittelpunkt der Reißzahngeschichte stand. Damit kann sich "Dark Town" nicht messen, dafür ist die Inszenierung zu einfallslos und statisch. Der Ghetto-Scheiß, der besonders anfangs als völlig sinnloser Parallelplot mitgeführt wird, nervt ordentlich und die Szenenübergänge sind auch nicht wirklich gelungen. Da helfen auch keine Stakkato artig geschnittenen, wirren Rückblenden und schräge Kameraeinstellungen, als Zuschauer hat man stets das Gefühl, dass Regie und Kamera krampfhaft versuchten mehr zu erreichen, als ihre Fähigkeiten hergeben. Insgesamt läuft die Sache gar nicht mal so schlecht, zur Not wird eben die lesbische Tochter der Familie gezeigt, wie sie sich mit ihrer Freundin vergnügt, aber später werden die Dialoge langatmig, zu wenig passiert und die Personenkonstellation verhält sich etwas wirr. Daddy, der erste Infizierte, der seine Familie nach und nach ansteckt, wird herrlich fies dargestellt und das veranstaltete Blutbad ist auch ganz ordentlich, aber irgendwann geht es nur noch darum, dass sich einer der immer zahlreicher werdenden Vampire das nächste Opfer holt, bis nur noch wenige übrig sind. Der Clou am gefährlichen Biss: Nur der gegenseitige Austausch der roten Zellen lässt die Angenagten ebenfalls zur überlegenen, mordenden Spezies aufsteigen. Das erfordert natürlich etwas List bzw. Überzeugungskunst. Leider kehren die Akteure immer wieder an die selben Sets zurück, was den Eindruck verstärkt, dass hier etwas planlos drauflos gedreht wurde. Ob dem so ist, spielt letztlich keine Rolle, denn die Motivation schwindet mit fortlaufender Spielzeit. Zusammengefasst ist "Dark Town" für mich ein urbaner Vampir-Film mit fehlender klassischer Horror-Komponente, der dank einer weniger technischer Raffinessen zwar hochwertiger als ein Amateur-Werk ist, jedoch im Kern nicht viel mehr bietet.
Vielleicht sollten Genre-Fans mal ne Kostprobe nehmen und sich selbst ein Bild machen, aber gerade das Genre bietet einige wirklich gut gelungene, weil fortschrittliche Beispielwerke niederer Budget-Klassen, auf die man eher zurückgreifen könnte.



Bilder der DVD




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