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FR, JP, CAN, USA 1995
Originaltitel:Crying Freeman
Länge:97:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Christophe Gans
Buch:Kazuo Koike, Ryoichi Ikegami, Christophe Gans, Thierry Cazals, Roger Avary, Laurie Finstad-Knizhnik
Kamera:Thomas Burstyn, William Gereghty
Musik:Patrick O'Hearn
SFX:James Paradis
Darsteller:Mark Dacascos, Julie Condra, Rae Dawn Chong, Byron Mann, Masaya Kato, Yôko Shimada, Mako, Tchéky Karyo, Kevan Ohtsji, Debbie Podowski, Murray Lowry, Mikal Tang, Jerry Wasserman, Tong Lung, Kiyoto Matsumoto, Paul McGillion
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:07.12.2000 (Kauf)



Inhalt
An der amerikanischen Westküste tobt ein brutaler Bandenkrieg zwischen der japanischen Yakuza-Mafia und dem chinesischen Geheimbund "Söhne des Drachen". Yo, ein chinesischer Freeman, lebt als unscheinbarer Künstler und wird auf ein geheimes Signal hin zu einer willenlosen Killermaschine - doch plötzlich gerät diese Maschine aus der Bahn ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Sehr wechselhaft ist die Leistung des Bildes, etwas aber darf man mit Sicherheit sagen: So genügsam wie noch zur Veröffentlichung dieser Scheibe im Jahr 2001 ist man als Zuschauer 5 Jahre später nicht mehr, insbesondere dann, wenn der Film eine etwas größere und relativ frische Produktion ist. Das Bildformat mit 1.78:1 ist bereits falsch und zwar, wie man im Film immer wieder merken wird, deutlich beschnitten. Auch der Kontrast zeigt oftmals zu viele dunkle Stellen. Das führt letztlich auch bei den Farben zu einem etwas faden Aussehen, welches sich in einer runderneuerten Auflage mit Sicherheit verbessern lässt. Denn als stilistisches Mittel lässt sich dieses Defizit (wenn auch an vielen Stellen nur geringfügig) nicht auszeichnen. Schwerwiegender ist da aber der Schärfewandel: Trotz stellenweise hohem Detailgrad, der mit einer angenehm guten Konturierung einhergeht, verliert sich diese in Bewegungen durch Rauschfilterung. Mitunter bekommen Szenen dadurch eine störende Unschärfe ab, die für solch einen Titel ungebührlich ist.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (fest bei engl. Ton), Deutsch für Hörgeschädigte
 So richtig kommt der Klang im Deutschen nicht aus sich raus. Es mag wohl daran liegen, dass Action-Szenen als auch ruhige Momente zu gleichmäßig klingen, sozusagen die Dynamik ausbleibt. Auch die Auflösung der Stimmen ist nicht perfekt. Insgesamt überwiegt aber der (noch) gute Eindruck, weil doch einige Möglichkeiten des Raumtonverfahrens ausgenutzt werden, so dass die hinteren Lautsprecher oft genug im Einsatz sind. Der Originalton, der nur vom Hauptmenu aus aktiviert werden kann und dann deutsche Zwangsuntertitel trägt, ist noch etwas offener und klarer angelegt, sollte also für Filmfans, die Wert auf gute Akustik legen, die erste Wahl sein. Ein anderes Problem ergibt sich speziell bei der Untertitelung: Die im Film japanisch gesprochenen Sequenzen (sowohl in der deutschen als auch Originalfassung) besitzen keinerlei Untertitel. Hier wird nicht einfach nur geplappert, sondern wichtige Dinge besprochen, so dass der Käufer dieser DVD auf jene Informationen verzichten muss.
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Extras
Extras
  • Trailer (2:02 Min.)
VerpackungSnapperCase
 Ein interessantes Menu mit animierten Übergängen ist vorhanden, dort befindet sich aber leider nur der Trailer.
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Fazit
In Animes geht alles, in Realfilmen kostet das immer eine Menge Geld, weswegen solche Realverfilmungen gezeichneter Vorlagen nicht sehr selten enttäuschende Sparfilmchen werden. Im Falle von "Crying Freeman" kann man schon fast von einer löblichen Ausnahme sprechen, denn dem Film wurde ein angemessen comichaftes Flair mitgegeben, das erfreulicherweise sowohl der asiatischen Herkunft als auch dem amerikanischen Standard Rechnung trägt. So spielt dann auch die Geschichte des Killers der Söhne des Drachen, der sich in die Zeugin einer seiner Aufträge verliebt und diese schont und somit seine als auch die Gegenseite gegen sich aufbringt, auf beiden Seiten des Pazifiks. Die erste Hälfte wird den USA gewidmet, wo der Auftrag, einen alten Firmenboss zu erledigen, auf das Knalligste erledigt wird. Da sprengt man die Autos, da wirbelt der Killer durch die Luft und dicke Wummen verteilen härteste Einschläge. Zwischendurch wird es dann zutiefst gefühlvoll, Liebe, Verrat, Verzweiflung und innerer Kampf galore, immer wieder unterbrochen durch Anschläge, Schusswechsel oder Kampfszenen, bis das alles in zwei Großgefechten in China kulminiert.
Sicher ist da nichts wahnsinnig Originelles bei, wenn zwei Sippen von Gangstern aufeinander losgehen, intrigiert wird, dass es nur so hagelt und das Blut reichlich spritzt, aber Christophe Gans, der später seinen Stil mit "Der Pakt der Wölfe" noch verfeinern sollte, hat die ideale Comicumsetzung erschaffen, rückt die entscheidenden Personen, Gegenstände, Waffen ins richtige Licht und orientiert sich so an einem fast durchgängig visuellen Stil. Leider traut er dem aber nicht so ganz, so dass gewisse Teile der Geschichte als Off-Kommentar nacherzählt werden müssen, wie z.B. die Herkunft und das Werden des Freeman, sowie das Schicksal des Emu O'Hara. Dies lediglich in Bildern zu inszenieren, traut sich der Film aus Gründen der Kommerzialität dann doch nicht und bricht immer wieder mit seinem mal poetischen, mal monumental-emotionalen Erzählstil und strapaziert dann doch die Gleichmut seiner Zuschauer, die eh mehr an den vortrefflich inszenierten Fights und Waffengängen interessiert sind. Mark Dacascos ist ein ziemlicher Idealfall für die Titelrolle, während der Rest des Cast nicht so ganz zur Geltung kommt. Rae Dawn Chong ist sogar komplett verschenkt, Tcheky Karyo hat schon mal mehr gute Sequenzen gehabt.
Das finale Inselgefecht gerät dann leider zu einer bisweilen allzu platten Materialschlacht und lediglich der Schwertkampf zum Schluss kann die Feinsinnigen wieder recht versöhnen. Dennoch bleibt Gans so nah an der Vorlage (zumindest visuell, erzählerisch ist das eine andere Sache), dass man eigentlich nicht meckern darf, schon gar nicht bei so einem Bodycount und so effektvollem Sterben. Alle Intellektuellen gehen für die Filmlänge aber mal Sartre lesen, die haben hier nichts zu lachen.

Warner hat den Film bereits in zwei Auflagen auf DVD gebracht, nur jedes Mal ein gutes Bild und das richtige Bildformat verpennt. Wer möchte, kann demnach zwischen einem Snapper (Erstauflage) und einem KeepCase wählen, wobei die DVDs identisch sind.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Crying Freeman - Der Sohn des Drachen
Crying Freeman (Édition Spéciale)
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