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USA 2001
Originaltitel:Raptor
Länge:95:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski
Buch:Frances Doel, Michael B. Druxman, Jim Wynorski
Kamera:Andrea V. Rossotto
Darsteller:Eric Roberts, Melissa Brasselle, Corbin Bernsen, Tim Abell, William Monroe, Harrison Page, Lorissa McComas, Frank Novak, Grant Cramer, Teresa DePriest, Eric James, James Cromwell, Alexandra Raines, GiGi Erneta, Adam Gordon, Michael Cavanaugh, Richard Gabai
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:30.06.2002 (Kauf)



Inhalt
Eine Kleinstadt irgendwo in den USA wird durch eine Reihe besonders grausamer Morde aufgeschreckt. Sheriff Jim Tanner entdeckt, dass hinter den grausamen Ereignissen gefräßige Urzeit-Raptoren stehen, die durch eine Reihe von geheimen Gen-Experimenten zum Leben erweckt wurden. Der Wissenschaftler Dr. Hyde und eine Militär-Elite-Einheit machen sich auf die Jagd nach der Bedrohung aus der Urzeit, doch sie unterschätzen die Stärke und Intelligenz der Raptoren. Ein tödlicher Fehler, wie sich herausstellt ...

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Es wäre natürlich schön gewesen statt Letterbox-Format anamorphes Breitbild vorzufinden, über die Vorlage an sich kann man sich aber nicht beklagen. Abgesehen von Detailschwächen, die ich bereits in der Form erwartet hatte, macht die Produktion einen knackigen und insbesondere farbig hervorgehobenen Eindruck, da sämtliche Töne sehr gut herausgearbeitet sind. Noch besser könnte es sein, wenn das Rauschen stellenweise angepasst worden und die Schärfe etwas natürlicher und stärker wäre. Etwas hat man wohl auch gefiltert, was man ansatzweise erkennen kann, es liegt aber auch an der Normwandlung, die dezent in Bewegungen auftritt. Kurzum, eine gute Vorlage, die für den deutschen Sektor gut umgesetzt wurde, wobei ich mir vorstellen kann, dass die US-DVD noch ein wenig besser aussieht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Mit Einsatz der Filmmusik kommt ein richtig angenehmer, fülliger Klang zusammen, der auch etwas dynamische Eigenschaften einbringt. Aber insgesamt ist das trotzdem keine gute Leistung, wesentlich aus 2 Gründen: Der 5.1-Ton ist ein schwächelnder Upmix, bei dem mal wieder die Stimmen mit auf den hinteren Lautsprechern gelandet sind und selbst auf den Frontkanälen ein wechselhafter Stereosound geboten wird. So entsteht mitunter ein etwas flackerndes Stereo in einigen Szenen, was nicht auftreten sollte. An Surround-Einsätzen kann der Film nichts Nennenswertes verbuchen, selbst das Explodieren eines Autos wird nicht mit entsprechendem Bass quittiert.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Trailer dt./engl. (0:58 Min.)
  • Fassungsvergleich (23:48 Min.):
    • Länger Landschafstaufnahmen mit Titeleinblendungen
    • Melissa Brasselle steigt aus dem Auto und schaut zu Eric Roberts
    • Längeres Telefongespräch
    • Längere Sexszene
    • Unterhaltung zwischen Mr. Hyde und seiner Assistentin
    • Unterhaltung zwischen Eric Roberts und Melissa Brasselle
    • Tochter flieht vor Raptor und stürzt dabei mit dem Auto von der Brücke
    • Weitere schweigsame Flugzsenen im Hubschrauber
    • Nachwort von Melissa Brasselle mit zusätzlichem anderen Ende
  • Bio- und Filmografien:
    • Roger Corman (48 Seiten)
    • Eric Roberts (13 Seiten)
    • Corbin Bernsen (14 Seiten)
    • Tim Abell (4 Seiten)
    • Melissa Brasselle (3 Seiten)
  • Credits ohne Text (2:23 Min.)
  • Trailer:
    • Die Mumie schlägt zurück (1:34 Min.)
    • Paranoid Nightmare (2:57 Min.)
    • Horrorvision (1:37 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Audiokommentar ist eine wunderbare Bier-und-Chips-Nummer, denn Regisseur Jay Andrews und seine Darstellerin Melissa Brasselle scherzen viel und machen sich über alle möglichen Szenen lustig. Viel über die Entstehung erfährt man nicht, aber es macht trotzdem Spaß zuzuhören. Leider gibt es keine deutschen Untertitel und irgendwie scheint der Audiokommentar auch zensiert zu sein, denn während der längeren Sexszene blendet sich der Ton aus, danach wieder ein. Das macht natürlich die Szene nicht grad spannender. Eher im Gegenteil, man kann sich nun voll auf das Bild konzentrieren ... schnarch. Das weitere Bonusmaterial besteht aus wenig interessanten Auflistung zu den Darstellern und dem Produzenten, denen jeweils ein oder zwei Seiten "echte" Information vorangehen, dem Trailer in zwei Sprachen, der Titelsequenz ohne Ton und ohne Schrift und dem Fassungsvergleich. Hier werden 9 Szenen vorgestellt, die aus Straffungsgründen nicht oder nur teilweise den Weg auf die US-DVD gefunden haben. Zuerst schaut man sich jeweils die US-Version, danach die deutsche Fassung davon. Für den Film essenzielle Szenen entdeckt man hierbei nicht, und - wer hätte es gedacht - die Sexszene ist natürlich auch mit dabei.
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Fazit
Warum "Raptor" nun objektiv betrachtet besser sein soll als all die Action-Gülle rund um ausgebüxte Tierversuche, das kann man wohl schwerlich sagen. Murksknabe Jim Wynorski schickt neben dem abgehalfterten Action-Spezi Eric Roberts noch zwei Tittenmonster mit Pornoblick los und setzt den charismatischen Corbin Bernsen auf den Stuhl des übermütigen Genwissenschaftlers - nur um ein wenig Ordnung und Talent in den Haufen zu bringen. Der Plot gibt sich so, als ob für dieses Genre nur ein einziger Drehbuchautor verantwortlich wäre, der die Lücken des Skriptes mit den entsprechenden Namen und der Spezies ausfüllt, die für Chaos sorgen soll. Da die lieben Tierchen (ja, es sind mehrere) regelmäßig Fütterungszeit bekommen, stimmt auf jeden Fall der Bodycount und, das ist nicht selbstverständlich, der Gore-Gehalt auch gleich mit, denn die wie immer höchst unvorsichtigen Darsteller werden so richtig fein zerfleischt von der Rex-Echse. Ein großes Action-Trash-Faible muss man besitzen, um sich mit "Raptor" gemütlich zu amüsieren, denn es hadert sowohl an Inhalten als auch an der Ausführung. Von Spannung ist bis auf eine Szene keine Spur und von (weit) oben herab betrachtet spielt sich "Raptor" ab wie ein mäßig kopiertes Flickenwerk bekannter Hollywood-Produktionen. Nicht ohne Grund nennt sich das Forschungsprojekt, das da so tödlich schief läuft, bis es letztlich die Marines auf den Plan ruft, Jurassic Storm - alles klar? Wenn dann am Ende endlich mal die zerfahrene Rennerei und das Gequatsche aufhört, dann kann man sich wieder auf die Stärken von Tierhorror konzentrieren, die hier wären: sinnlose Ballerei, hin und wieder ordentliches Gesplatter, meist eingeleitet durch einen seltsam grünen Blick aus Augen der Monsterchen, ein paar übergroße Gummipuppen, die aus Budgetgründen wohl mit viel Trickserei inszeniert worden und letztlich ein an "Aliens" erinnernder Showdown, bei dem es nochmal ordentlich Bumm macht. Apropos "Bumm": Das Filmtöchterchen von Roberts, ebenso ein Silikonmonster wie ihre Mutter, rüttelt sich durch eine der langweiligsten Fickszenen der Filmgeschichte auf der Ladefläche eines Trucks. Was nach 30 Sekunden schon deftig doof aussieht (sie nackt, er voll angezogen), wird fast 5 Minuten zur unerträglichen Stöhnorgie.
Allzu schlecht möchte ich "Raptor" auch nicht darstellen, ist man doch grad in diesem Genre viel Unsinniges aus dem DTV-Markt gewöhnt und was möchte man freilich an Einfällen erwarten, wenn doch bereits der übergeschnappte Wissenschaftler als Dr. Hyde tituliert wird? Von einer Produktion unter der Schirmherrschaft von Roger Corman erwartet man freilich mehr.



Bilder der DVD




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