Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2001
Originaltitel:Cradle Of Fear
Länge:119:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:BBFC18
Regie:Alex Chandon
Buch:Alex Chandon
Kamera:Sebastiani Bontempi
Musik:Cradle Of Filth u.a.
SFX:Creature Effects
Darsteller:Dani Filth, David McEwen, Edmund Dehn, Emily Booth, Eileen Daly, Rebecca Eden, Melissa Forti, Louie Brownsell, Emma Rice, Stuart Laing, Barry Lee-Thomas, Angela Kay, Al Stokes, Willie Evans, Sean Boru
Vertrieb:Film 2000
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
"Cradle Of Fear" vereint vier Schicksale im nächtlichen Milieu, welche allesamt vom Teufel persönlich gelenkt werden:
Die Partygirls Mel und Nikki treffen in einem Club auf ihren Traumprinzen. Doch die heiße Liebesnacht wird für Mel zu einem höllischen Albtraum, der sie fortan mit schrecklichen Visionen weiter verfolgt. Sie trägt die Saat des Bösen in sich ...
Der nächtliche Einbruch in ein scheinbar leer stehendes Haus wird für die beiden Frauen Sophie und Emma zur Tortur. Nachdem sie in einer Schachtel ein Vermögen vorfinden, meldet sich dessen Besitzer zurück und kann nur durch rohe Gewalt aufgehalten werden. Allein mit dem Geld und einer Leiche überfällt Sophie die Habgier. Sie hegt Mordgedanken ihrer Freundin gegenüber, für die sie aber bitter bezahlen wird ...
Nick hat eine hübsche Frau, lebt in vollen Zügen und genießt den Luxus. Nur sein durch einen Unfall amputiertes Bein hindert ihn an seinem Glück, ein seelischer Schmerz, den er gern ungeschehen machen würde. Tatsächlich eröffnet ihm sein Hausarzt die Möglichkeit im Falle eines geeigneten "Spenderorgans" Nicks Beweglichkeit wieder herstellen zu können. Doch woher bekommt man dieses? Der Besuch bei einem alten Freund schafft Abhilfe ...
Richard stößt bei seiner Recherche-Arbeit im Internet auf sogenannte Snuff Movies. Im "Sick Room", einem geheimen Internet-Portal für jene brutalen Videos, bekommt er die Möglichkeit, gegen Bezahlung aktiv durch Eingabe an realen Tötungen teilnehmen zu können. Die Faszination dafür schlägt schnell in eine Sucht um, für die er Job, Liebe und Haus aufgibt, nur um erneut den "Sick Room" betreten zu können. Völlig ausgebrannt bekommt er eine Information zugesteckt, die ihn näher an sein Ziel bringt, als gut für ihn zu sein scheint ...

Bild
Format1:66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Da man auf Digital Video drehte, was einen leicht amateurhaften Eindruck erweckt, ist die Schärfe eigentlich fast ausnahmslos im guten Bereich, ein Bildrauschen ist technisch bedingt kaum vorhanden. Die Farben wirken oft etwas blass, durch die farbige Ausleuchtung der Settings und mithilfe diverser Filter wird dem aber ein wenig entgegengesteuert. Nur der Kontrast enttäuscht, sobald man tagheller Beleuchtung ausweicht, denn von nun an wird nachhaltig aufgehellt, was ein milchiges Bild entstehen lässt. Der größte Kritikpunkt liegt bei der Kompression: Während stille Bilder keinerlei Fehler aufweisen, verwischen Bewegungen mehr als bei natürlicher Unschärfe nötig. Hier kommen dann deutliche Artefakt- und Blockbildungen, vor allem in Bewegungen hinzu, vor allem in einigen Nachtszenen wird es ziemlich derb. Schade, von weitem betrachtet hätte man hierfür gern 4 Punkte geben können, die Schwächen im Detail sind aber zu eklatant.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Es wäre sicherlich spannend gewesen, den Film in Dolby Digital 5.1 erleben zu dürfen, denn das Sounddesign sieht einige Effekte vor, die man zu einem guten Raumklang hätte verarbeiten können. So ist wenigstens die Front sehr breit gefächert. Die Dialoge sind etwa gleichlaut mit den Geräuschen und der Musik, machen klanglich aber einen ebenso guten Eindruck. Man sollte aber über gute Englischkenntnisse verfügen, um dem britischen Akzent folgen zu können, denn Untertitel sind keine mit dabei. Die für Gore-Fans wichtigen Szenen, in denen nicht gesprochen wird, sind aber ohnehin in der Überzahl. Ein wenig mehr an Dynamik und Druck hätte noch gefehlt, dann wäre der Ton 4 Punkte wert gewesen. Bei 46:46 min tritt übrigens ein kurzer Tonaussetzer mit anschließendem digitalen Bildfehler auf.
 +++---

Extras
Extras
  • Stills Gallery (66 Bilder)
  • Behind The Scenes (12:05 Min.)
  • Trailers (3:08 Min.)
 Die DVD startet zwar sofort nach dem Einlegen mit dm Film, ein animiertes und vertontes Hauptmenu existiert aber. Von diesem aus hat man Zugriff auf eine umfangreiche Bildergalerie, die ausschließlich mit Behind The Scenes-Material bestückt ist. Das Making Of zeigt dann die Crew beim Dreh und die Entstehung einiger Spezialeffekte. Außerdem erfährt man hier, mit welchem höllischen Soundtrack man die Disko während des Drehs befeuert hat. Weiterhin stehen es 2 Trailer (nicht einzeln abspielbar) zur Auswahl.
 ++----

Fazit
Der Trailer ist das Beste am Film. Leider, denn dieses überaus blutrünstige Werk, welches es in der deutschen DVD-Auswertung leider nur gekürzt erschien, ist eine bestialische Selbstdarstellung rund um den Band-Kult "Cradle Of Filth" bzw. dessen Frontmannes Dani. Zumindest hat Regisseur Alex Chandon der deutschen Möchtegern-Independent-Szene bei den Effekten einiges voraus, die noch nicht ganz der hohen Schule entsprechen, aber mit allerlei glaubhaften CGIs versetzt wurden. In der Erzähltechnik kommt man aber wieder sehr schnell zurück auf den rauen Boden der Tatsachen, denn hier geht es weniger darum, die Geschichte des Teufels an den Zuschauer zu bringen, sondern üppig bepackte Girls lasziv abzufilmen und danach auseinander zu nehmen, wohl die im Abspann erwähnte Hommage ans 1980er Kino. Dafür reiht man mehrere kurze Episoden aneinander, die nur in Bezug auf den Inspektor und Danis Charakter einen Zusammenhang bilden, stark an die Interner Link"Tales From The Crypt"-Serie erinnern (nur fehlt der schwarze Humor) und stets sehr blutig enden. Für 2 Stunden ist das arg wenig, auch der interessante Snuff-Ansatz wird durch die laienhaften Darsteller und die Effekte, über die sich Splatterkiddies mit Sicherheit freuen werden, in den Sand gesetzt, ist im Vergleich zu einigen deutschen Werken aber beinahe schon poetisch.
Wer auf Horror-Filme steht, bei denen es ordentlich im schnelllebigen Videoclip-Stil zur Sache geht, der darf zugreifen, der technische Standard ist schließlich weit über dem, was man von deutschen Genrefilmen erwarten darf. Mehr als der flache Unterhaltungswert wird aber nicht geboten. "Cradle Of Filth" steuern übrigens nur einen geringen Teil zum Soundtrack bei, meist werden Songs aus der elektronischen Szene eingespielt, was den Film für reine Musikfans der englischen Bombast-Metaller nicht unbedingt notwendig macht. Die UK-DVD ist ungeschnitten, hat aber mit einer unzureichenden Kompression zu kämpfen. Am Bonusmaterial und dem Ton gibt es aber nichts zu mäkeln, außer dass englische Untertitel für beides hilfreich gewesen wären.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.